Ein eigener Minecraft-Docker-Server liefert Ihnen die perfekte Grundlage für ge­mein­sa­me Online-Abenteuer in der beliebten Klötz­chen­welt. Sie benötigen lediglich die passende Hosting-Umgebung und das Docker-Image „docker-minecraft-server“. In­stal­la­ti­on und Ein­rich­tung über die Docker-Engine sind im Anschluss schnell erledigt.

Minecraft-Docker-Server auf dem eigenen PC oder im Re­chen­zen­trum hosten?

Wenn Sie gemeinsam mit anderen online Minecraft spielen wollen, ist ein eigener Server die beste Lösung: Hosten Sie die Spielwelt selbst, haben Sie maximale Frei­hei­ten in puncto Map, Spiel­mo­dus, Schwie­rig­keits­grad, Mods und Co.

Rein theo­re­tisch können Sie einen eigenen Minecraft-Docker-Server direkt auf Ihrem Pri­vat­rech­ner laufen lassen. Das wird die Res­sour­cen Ihres Geräts al­ler­dings stark in Anspruch nehmen und birgt darüber hinaus weitere ent­schei­den­de Nachteile: So kann der Server bei­spiels­wei­se nur online sein, wenn Ihr Computer läuft. Sobald Sie den Rechner aus­schal­ten, ist die Spielwelt für niemanden mehr zu­gäng­lich. Zudem hängt die Leistung des Servers stark von Ihrem In­ter­net­an­schluss ab.

Hosten Sie den Minecraft-Docker-Server bei einem Provider, haben Sie mit der­ar­ti­gen Problemen nicht zu kämpfen. Die Re­chen­zen­tren pro­fes­sio­nel­ler Anbieter verfügen über her­vor­ra­gen­de Breit­band­an­bin­dun­gen und modernste, zu­ver­läs­si­ge Hardware. Zudem können Sie einen ein­ge­rich­te­ten Minecraft-Docker-Server – sofern gewünscht – Tag und Nacht laufen lassen.

Welche Sys­tem­an­for­de­run­gen stellt ein Minecraft-Docker-Server?

Die An­for­de­run­gen, die ein Minecraft-Docker-Server an die Hardware stellt, ergeben sich aus drei Kom­po­nen­ten: dem Res­sour­cen­be­darf des zu­grun­de­lie­gen­den Be­triebs­sys­tems, dem Res­sour­cen­be­darf der Docker-Software und dem Res­sour­cen­be­darf des Minecraft-Servers selbst. Während sich die An­for­de­run­gen der ersten beiden Kom­po­nen­ten relativ eindeutig bestimmen lassen, hängen die An­for­de­run­gen des Servers stark vom Nut­zungs­sze­na­rio (Spie­ler­an­zahl, Größe der Map, Mods etc.) ab.

Die Min­dest­an­for­de­run­gen für die Kom­bi­na­ti­on aus Minecraft, Docker und Server-Be­triebs­sys­tem sehen fol­gen­der­ma­ßen aus:

  • Prozessor: 2.8 GHz oder mehr (4 vCores+)
  • Ar­beits­spei­cher: 8 GB RAM
  • Fest­plat­ten­spei­cher: 80 Gigabyte

Als Be­triebs­sys­tem kommen die typischen Linux-Dis­tri­bu­tio­nen (64-Bit) in Frage: Docker läuft u. a. ab CentOS 7, Debian 8 und Ubuntu 16.04. Die Microsoft-Sys­tem­rei­he un­ter­stützt zwar die Container-Software (Docker En­ter­pri­se Engine) seit Windows Server 2016, al­ler­dings gibt es das Image „docker-minecraft-server“ aktuell nur für Linux-Dis­tri­bu­tio­nen.

Hinweis

In puncto Breit­band­an­bin­dung empfiehlt Minecraft-Ent­wick­ler Majong 5 Mbit/s für 1–2 Spieler bis hin zu 45 Mbit/s für 6 oder mehr Spieler. Wenn Sie Ihren Server bei einem Provider hosten, sollte dies kein Hindernis dar­stel­len: IONOS ga­ran­tiert bei­spiels­wei­se eine externe Breitband-Anbindung mit bis zu 400 Mbit/s (un­ab­hän­gig vom gewählten Ser­ver­mo­dell).

Minecraft-Docker-Server bei IONOS: Diese Optionen haben Sie

Bei IONOS stehen Ihnen drei ver­schie­de­ne Ser­ver­ty­pen für das Hosting von Minecraft und Docker zur Verfügung, die sich u. a. in den Punkten Vir­tua­li­sie­rungs­grad und Ab­rech­nungs­mo­dell un­ter­schei­den:

Wenn Sie einen Cloud Server oder einen vServer (VPS) von IONOS mieten, erhalten Sie Zugriff auf voll­stän­dig vir­tua­li­sier­te Hardware-Res­sour­cen. Der Un­ter­schied zwischen den beiden Modellen besteht ins­be­son­de­re in der Ab­rech­nung: Beim Cloud-Server zahlen Sie mi­nu­ten­ge­nau für die in Anspruch genommene Leistung, bei einem vServer wird ein fixer mo­nat­li­cher Betrag für das aus­ge­wähl­te Setting fällig.

Ent­schei­den Sie sich hingegen für einen Dedicated Server, erhalten Sie Zugriff auf ein festes Hardware-Setup, das aus­schließ­lich für Sie re­ser­viert ist. Die Kosten, die bei diesem Modell mi­nu­ten­ge­nau ab­ge­rech­net werden, sind daher höher als bei den vir­tua­li­sier­ten Al­ter­na­ti­ven.

Drei Minecraft-Docker-Szenarien und die dazu passenden IONOS-Tarife

Eines vorweg: Alle drei genannten Ser­ver­ty­pen von IONOS eigenen sich dazu, einen Minecraft-Server mithilfe von Docker auf­zu­set­zen. Welches Modell und welcher Tarif am besten zu Ihnen passt, hängt in erster Linie vom Use Case ab: Wie viele Spieler und Spie­le­rin­nen sind gleich­zei­tig auf dem Server ein­ge­loggt? Soll der Server dauerhaft online sein? Wie groß ist die Spielwelt und welche Mo­di­fi­ka­tio­nen sind geplant?

Die nach­fol­gen­de Tabelle prä­sen­tiert drei mögliche Nut­zungs­sze­na­ri­en und die dazu passenden IONOS-Server-Tarife.

Minecraft-Docker-Ser­ver­sze­na­rioPassender IONOS-Tarif (mit Linux als Be­triebs­sys­tem)
Kleine Spielwelt für 1–2 Spieler; dauerhaft onlineVirtual Server Cloud XL (VPS XL)
Mit­tel­gro­ße Spielwelt für 3–9 Spieler; Einsatz von Mods; dauerhaft onlineVirtual Server Cloud RAM L (VPS L RAM)
Große Spielwelt für 10+ Spieler; Einsatz von Mods; punktuell oder dauerhaft onlineDedicated Server AR6-32 SSD
Tipp

Sie sind neu auf dem Gebiet des Server-Hostings und noch unsicher, wie häufig und wie lange Sie Ihr Minecraft-Docker-Setup nutzen möchten? Mieten Sie einen Cloud Server von IONOS und pro­fi­tie­ren Sie von der erst­klas­si­gen Ska­lier­bar­keit und Fle­xi­bi­li­tät!

Minecraft-Server über Docker aufsetzen: Schritt-für-Schritt-Tutorial

Sobald Sie Ihr ge­wünsch­tes Hosting-Setup be­reit­ha­ben, können Sie mit der In­stal­la­ti­on Ihres eigenen Minecraft-Servers auf Docker-Basis starten. In der nach­fol­gen­den Anleitung be­schrei­ben wir die einzelnen Schritte ex­em­pla­risch für IONOS-Kunden (Cloud Server, vServer, Dedicated Server). Als Be­triebs­sys­tem kommt Ubuntu 20.04. zum Einsatz.

Schritt 1: Ver­bin­dung zum Server aufbauen

In ersten Schritt richten Sie eine Remote-Ver­bin­dung zu Ihrem Server ein und verbinden sich mit diesem. Kunden und Kundinnen von IONOS können die prak­ti­sche Fern­ver­bin­dung via KVM-Konsole ganz bequem im Cloud Panel, dem per­sön­li­chen Kun­den­lo­gin, aufbauen. Hierfür sind folgende Aktionen er­for­der­lich:

  1. Melden Sie sich mit Ihren in­di­vi­du­el­len Kun­den­da­ten auf der IONOS-Login-Seite an.
  2. Rufen Sie die Rubrik „Server & Cloud“ auf.
  3. Wählen Sie den Server aus, auf dem Sie Ihren Minecraft-Docker-Server aufsetzen möchten.
  4. Klicken Sie auf „Aktionen“ und „KVM-Konsole starten“.
  5. Melden Sie sich mit Ihren in­di­vi­du­el­len Server-An­mel­de­da­ten an. Diese finden Sie auf der Über­sichts­sei­te Ihres Servers unter „Zu­gangs­da­ten“ (Benutzer und Initial-Passwort).
Hinweis

Natürlich können Sie auch auf ge­wöhn­li­chem Wege per SSH mit Ihrem Linux-Server verbinden.

Schritt 2: Docker-Ver­zeich­nis vor­be­rei­ten

Sobald Sie auf Ihrem Linux-Server an­ge­mel­det sind, rufen Sie das Terminal auf, um das Ver­zeich­nis für Docker vor­zu­be­rei­ten. Zunächst ak­tua­li­sie­ren Sie hierfür aber den Paket-Index des Pa­ket­ma­na­gers apt:

sudo apt-get update

Im nächsten Schritt in­stal­lie­ren Sie einige Pakete, um das Abrufen von Ver­zeich­nis­sen via HTTPS zu er­mög­li­chen:

sudo apt-get install \
	ca-certificates \
	curl \
	gnupg \
	lsb-release

Mit dem folgenden Kommando fügen Sie im Anschluss den of­fi­zi­el­len GPG-Schlüssel von Docker hinzu:

sudo mkdir -p /etc/apt/keyrings
curl -fsSL https://download.docker.com/linux/ubuntu/gpg | sudo gpg --dearmor -o /etc/apt/keyrings/docker.gpg

Danach bereiten Sie das Ver­zeich­nis für die Docker-Engine vor:

echo \
    "deb [arch=$(dpkg --print-architecture) signed-by=/etc/apt/keyrings/docker.gpg] https://download.docker.com/linux/ubuntu \
    $(lsb_release -cs) stable" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/docker.list > /dev/null

Schritt 3: Docker-Engine in­stal­lie­ren

Nun können Sie das ein­ge­rich­te­te Ver­zeich­nis nutzen, um die Docker-Software auf Ihrem Server zu in­stal­lie­ren. Ak­tua­li­sie­ren Sie hierfür zunächst ein weiteres Mal den Paket-Index:

sudo apt-get update

Die neueste Version der Engine (inklusive con­tai­nerd und Docker Compose) lässt sich danach mit folgendem Befehl beziehen:

sudo apt-get install docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-compose-plugin

Ob die In­stal­la­ti­on er­folg­reich war, über­prü­fen Sie, indem Sie den „Hello World“-Container ausführen:

sudo docker run hello-world

Im Er­folgs­fall erhalten Sie eine ent­spre­chen­de Meldung.

Tipp

Mehr In­for­ma­tio­nen zur In­stal­la­ti­on und Ein­rich­tung von Docker unter Linux erhalten Sie in unserem Docker-Tutorial: In­stal­la­ti­on und erste Schritte.

Schritt 4: Minecraft-Server über Docker-Container starten

Da die Docker-Engine läuft, können Sie nun Ihren eigenen Minecraft-Server mithilfe des Con­tai­ners „docker-minecraft-server“ starten. Hierfür führen Sie zunächst den Pull-Befehl für das Image aus:

docker pull itzg/minecraft-server

An­schlie­ßend führen Sie den folgenden Befehl aus, um den Container zu starten, ihm den Namen „mc“ zu geben und den Port 25565 als Server-Port fest­zu­le­gen:

docker run -d -p 25565:25565 -v /home/minecraft:/data --name mc -e EULA=TRUE --restart always itzg/minecraft-server
Hinweis

Sie wollen einen Minecraft-Bedrock-Server hosten? Dazu nutzen Sie das al­ter­na­ti­ve Docker-Image minecraft-bedrock-server.

Schritt 5: Port freigeben

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Ihrem Minecraft-Docker-Server soll über den TCP-Port 25565 ab­ge­wi­ckelt werden. Sie müssen den Port daher freigeben, damit Sie und andere Spie­le­rin­nen und Spieler sich mit dem Server verbinden können. Als IONOS-Kunde schalten Sie diesen und andere Ports direkt im Cloud Panel frei, indem Sie folgende Schritte ausführen:

  1. Melden Sie sich auf der IONOS-Login-Seite an.
  2. Klicken Sie auf „Server & Cloud“.
  3. Wählen Sie die Hardware aus, auf der Sie Minecraft und Docker in­stal­liert haben.
  4. Klicken Sie im linken Sei­ten­me­nü nach­ein­an­der auf „Netzwerk“ und „Firewall-Richt­li­ni­en“.
  5. Unter „Eingehend“ erstellen Sie nun eine neue Regel für TCP-Port 25565.
  6. Drücken Sie auf „Regel hin­zu­fü­gen“, um die Än­de­run­gen zu speichern.
  7. Nach einem kurzen Ein­rich­tungs­pro­zess (1–2 Minuten) ist der Port frei­ge­ge­ben.

Schritt 6: Server-Kon­fi­gu­ra­ti­on

Der Server läuft nun und Sie können ihm jederzeit beitreten. Für den ersten Start wurde al­ler­dings das Standard-Setup verwendet, das in der au­to­ma­tisch erzeugten Datei „server-pro­per­ties“ ge­spei­chert ist. Wenn Sie also An­pas­sun­gen an Ser­ve­r­ei­gen­schaf­ten wie der maximalen Spie­ler­zahl, der Schwie­rig­keits­stu­fe oder der Größe der Spielwelt vornehmen möchten, erledigen Sie dies in dem Kon­fi­gu­ra­ti­ons­do­ku­ment. Haben Sie den Minecraft-Docker-Container wie in Schritt 4 be­schrie­ben gestartet, finden Sie die Datei im Ver­zeich­nis „/home/minecraft“.

Mit dem folgenden Kommando wechseln Sie in dieses Ver­zeich­nis:

cd /home/minecraft

Im nächsten Schritt öffnen Sie die Datei mit dem nano-Editor:

sudo nano server-properties

Passen Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­on nach Ihren Wünschen an. Eine Übersicht über die ver­füg­ba­ren Parameter liefert der Eintrag zur server.pro­per­ties im of­fi­zi­el­len Minecraft Wiki.

Schritt 7: Server über Minecraft-Server-Konsole neu starten

Um die An­pas­sun­gen der Server-Kon­fi­gu­ra­ti­on zu über­neh­men, müssen Sie die aktuelle Sitzung beenden. Dies können Sie ganz einfach über die Minecraft-Server-Konsole erledigen, über die Sie bei­spiels­wei­se auch Spieler und Spie­le­rin­nen vom Server kicken, all­ge­mei­ne Nach­rich­ten versenden oder Spiel und Spielwelt in anderer Weise be­ein­flus­sen können.

Für den Fern­zu­griff auf die Minecraft-Konsole ist das Remote-Protokoll RCON stan­dard­mä­ßig aktiviert. Führen Sie folgendes Kommando aus, um die Konsole an­zu­steu­ern:

docker exec -i mc rcon-cli

Um die aktuelle Ser­ver­sit­zung zu beenden, führen Sie an­schlie­ßend den Befehl „stop“ aus. Ihr Minecraft-Docker-Server startet in der Folge au­to­ma­tisch mit den neuen Settings neu.

Tipp

Eine Übersicht über alle ver­füg­ba­ren Kommandos in der Minecraft-Konsole erhalten Sie, indem Sie den Befehl „help“ verwenden. Al­ter­na­tiv bietet der „Befehl“-Artikel im Minecraft Wiki eine gut sortierte Auf­lis­tung.

Schritt 8: Mit dem Minecraft-Docker-Server verbinden

Sobald der Server neu gestartet ist, kann Ihr Online-Abenteuer endlich beginnen. Starten Sie den Minecraft-Client und wählen Sie den Menüpunkt „Mehr­spie­ler“ aus. Drücken Sie auf „Di­rekt­ver­bin­dung“ und fügen Sie dann Ihre in­di­vi­du­el­le Ser­ver­adres­se in das Feld ein. Dann hängen Sie die Port­num­mer mit vor­an­ge­stell­tem Dop­pel­punkt an, sodass der Eintrag folgendes Format hat:

IP-Adresse:25565

Ab­schlie­ßend drücken Sie auf „Server beitreten“, um eine Ver­bin­dung zum Server auf­zu­bau­en.

Nach einer kurzen Ladezeit ist der Server geladen, und Sie und Ihre Mit­strei­ter und Mit­strei­te­rin­nen können die bunte Klötz­chen­welt ganz nach Ihren Vor­stel­lun­gen gestalten.

Tipp: .gg Domain

Setzen Sie ein Statement mit Ihrer eigenen .gg Domain und lassen die Spiele beginnen. Re­gis­trie­ren Sie jetzt Ihre eigene .gg-Domain bei IONOS.

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