Seit Version 2007 ist in der Microsoft-Ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on Excel die bedingte For­ma­tie­rung verfügbar. Diese For­ma­tie­rungs­me­tho­de bietet Nutzern die Mög­lich­keit, komplexe oder große Da­ten­men­gen zu vi­sua­li­sie­ren. Dies hat den Vorteil, dass Sie sich einen schnellen Überblick ver­schaf­fen können und so bestimmte Trends oder feh­ler­haf­te Daten sofort erkennen. Das spart Zeit und hilft Ihnen bei der Analyse Ihrer Da­ten­samm­lung. Welche Zellen her­vor­ge­ho­ben werden, hängt von den von Ihnen fest­ge­leg­ten Be­din­gun­gen ab. Der Vorteil der bedingten For­ma­tie­rung, die auch in anderen Office-Pro­gram­men Ver­wen­dung findet, liegt nämlich darin, dass diese sich optisch nur auf die Zellen auswirkt, die bestimmte Kriterien erfüllen.

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Bedingte For­ma­tie­rung: Beliebte An­wen­dungs­fäl­le

Es gibt vor allem drei wichtige An­wen­dungs­be­rei­che, in denen die bedingte For­ma­tie­rung bei der Ver­ar­bei­tung und Auf­be­rei­tung von In­for­ma­tio­nen haupt­säch­lich zum Einsatz kommt:

  1. Ver­an­schau­li­chung von Werten: Hier werden alle Zahlen, die sich in einem Zell­be­reich befinden, in Ver­hält­nis zu­ein­an­der gestellt. Bei dieser häufig in Excel genutzten, bedingten For­ma­tie­rung basiert die Optik der Zellen also auf der Größe von Werten. Fallen diese aus der Reihe, weil sie negativ, viel kleiner oder größer als die übrigen Zahlen sind, werden sie farblich her­vor­ge­ho­ben.
     
  2. Prüfung von Daten: Jede einzelne Zelle auf Ab­wei­chun­gen zu über­prü­fen, kostet je nach Da­ten­men­ge viel Zeit. Die Chancen stehen außerdem hoch, dass das mensch­li­che Auge Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten übersieht. Die bedingte For­ma­tie­rung ist deshalb ideal, wenn Sie Daten auf ihre Rich­tig­keit kon­trol­lie­ren möchten. Mit dem Festlegen be­stimm­ter Be­din­gun­gen heben Sie nur die Zelle hervor, die Sie finden möchten.
     
  3. Filtern von doppelten und ein­deu­ti­gen Werten: Möchten Sie eine Liste mit ein­deu­ti­gen Werten erstellen, nutzen Sie auch hierfür in Excel und Co. die bedingte For­ma­tie­rung. Sie haben die Mög­lich­keit, nach ein­deu­ti­gen Werten zu filtern, indem Sie doppelte Werte vor­über­ge­hend aus­blen­den lassen. In einem separaten Schritt können Sie, falls erwünscht, die Duplikate in Excel löschen.

Excel: Bedingte For­ma­tie­rung auf Basis von Werten

Die Excel-For­ma­tie­rung mit Be­din­gun­gen basierend auf Werten ist dann hilfreich, wenn Sie eine Liste mit un­ter­schied­li­chen Werten haben, die Sie mit­ein­an­der ver­glei­chen wollen. Mit ein paar Klicks wird dann ein de­fi­nier­ter Zell­be­reich aus­ge­wer­tet und anhand ver­schie­de­ner Farben ver­an­schau­licht. Höchst­wer­te erhalten die Farbe Grün, während niedrige Werte in Rottönen dar­ge­stellt werden. Al­ter­na­tiv gibt es Da­ten­bal­ken oder Sym­bol­sät­ze wie Ampeln oder Pfeile, die die Werte vi­sua­li­sie­ren.

Hinweis

Frühere Versionen von Excel zeigen einige Optionen für die bedingte For­ma­tie­rung wie Da­ten­bal­ken oder Sym­bol­sät­ze nicht an. Um die neuesten Features in Sachen Excel-For­ma­tie­rung nutzen zu können, verwenden Sie am besten die aktuelle Version der Ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on, die Sie u. a. im Microsoft 365 Business Paket mit Word, Power­Point und Co. sowie eigener Domain direkt bei IONOS erwerben können.

Bedingte For­ma­tie­rung basierend auf Regeln

Soll die bedingte For­ma­tie­rung auf Regeln basieren, sind Sie in der Fest­le­gung der Be­din­gun­gen etwas flexibler. Durch die Auswahl von Schwel­len­wer­ten werden bei dieser Form der Excel-For­ma­tie­rung nämlich nur bestimmte Zell­be­rei­che be­rück­sich­tigt. Sie können nach Bedarf nur ein­deu­ti­ge Werte oder nur obere und untere Werte for­ma­tie­ren. Darunter fällt z. B. die vor­ge­fer­tig­te Regel der For­ma­tie­rung der oberen/unteren zehn Elemente oder zehn Prozent. Klicken Sie auf die Schalt­flä­che „Regeln zum Her­vor­he­ben von Zellen“, haben Sie außerdem die Auswahl zwischen den folgenden Optionen:

  • Größer als…
  • Kleiner als…
  • Zwischen…
  • Gleich…
  • Text­in­halt…
  • Datum…
  • Doppelte Werte…

Arbeiten Sie nicht mit Zahlen, sondern mit Text­ein­trä­gen und möchten Zellen her­vor­he­ben, die bestimmte Begriffe enthalten, klicken Sie auf „Regeln zum Her­vor­he­ben von Zellen > Text­in­halt…“. An­schlie­ßend geben Sie den ent­spre­chen­den Text ein und wählen die jeweilige Füllfarbe. Die von Ihnen gesuchten In­for­ma­tio­nen sind nun in den zu­tref­fen­den Zellen farblich her­vor­ge­ho­ben.

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Bedingte Excel-For­ma­tie­rung mit zu­grun­de­lie­gen­den Formeln

Noch mehr Fle­xi­bi­li­tät bei der bedingten For­ma­tie­rung in Excel haben Sie bei der Anwendung in­di­vi­du­el­ler Formeln. Denn anstatt die vor­ge­fer­tig­ten Regeln von Excel zu verwenden, können Sie Ihre eigenen Be­din­gun­gen auf­stel­len. So haben Sie un­be­grenz­te Mög­lich­kei­ten, wenn es um die komplexe Über­prü­fung Ihrer Daten geht. Mit der ent­spre­chen­den Formel lässt sich z. B. ein Zah­len­be­reich mit einer Re­fe­renz­ta­bel­le ver­glei­chen, wie folgendes YouTube-Video de­mons­triert:

2HeEEQi4PEQ.jpg Zur Anzeige dieses Videos sind Cookies von Drittanbietern erforderlich. Ihre Cookie-Einstellungen können Sie hier aufrufen und ändern.

Um eine per­so­na­li­sier­te Bedingung mithilfe einer Formel auf­zu­stel­len, klicken Sie generell auf „Neue Regel…“ und wählen die Option „Formel zur Er­mitt­lung der zu for­ma­tie­ren­den Zelle verwenden“. An­schlie­ßend geben Sie die Formel in das Ein­ga­be­feld ein, legen das Format fest und klicken auf „OK“.

An­wen­dungs­bei­spiel für die bedingte For­ma­tie­rung in Excel

Im folgenden An­wen­dungs­bei­spiel haben wir für die bedingte For­ma­tie­rung in Excel den Umsatz eines Un­ter­neh­mens in Spalte B mithilfe von Da­ten­bal­ken vi­sua­li­siert. Farbige Pfeile in Spalte C ver­an­schau­li­chen außerdem die Gewinn- und Ver­lust­ent­wick­lung zum je­wei­li­gen Vormonat:

Um zunächst die Da­ten­bal­ken in Spalte B ein­zu­fü­gen, markieren Sie die Zellen von B2 bis B13 und klicken der Reihe nach auf

  • Bedingte For­ma­tie­rung“,
  • Da­ten­bal­ken“ und
  • Farb­ver­lauf/Ein­far­bi­ge Füllung“.

Markieren Sie nun die Zellen von C3 bis C13 und drücken Sie nach­ein­an­der auf

  • Bedingte For­ma­tie­rung“,
  • Sym­bol­sät­ze“ und
  • Rich­tun­gen“.

Soll in Spalte C nur dann ein Auf­wärts­trend angezeigt werden, wenn der Umsatz im Vergleich zum Vormonat um min­des­tens 5 Euro gestiegen ist, müssen Sie die Regeln ändern. Markieren Sie hierfür den Zell­be­reich von C3 bis C13 und klicken Sie an­schlie­ßend auf „Bedingte For­ma­tie­rung“. Wählen Sie danach „Regel verwalten“ und schließ­lich „Regel be­ar­bei­ten“ aus.

Ändern Sie nun den „>“-Wert für den nach oben ge­rich­te­ten Pfeil von „0“ auf „5“ und klicken Sie auf „OK“:

Nun erscheint wieder das Dia­log­fens­ter für den „Manager für Regeln zur bedingten For­ma­tie­rung“. Klicken Sie erneut auf „OK“, um die ver­än­der­te Regel für den aus­ge­wähl­ten Zell­be­reich zu über­neh­men. In C7 wird nun kein Auf­wärts­trend mehr angezeigt, da das Ziel eines Gewinns von min­des­tens fünf Euro von Mai auf Juni nicht erreicht wurde:

Dies ist nur ein einfaches Beispiel, das eine der vielen Mög­lich­kei­ten il­lus­triert, die die Excel-Funktion „Bedingte For­ma­tie­rung“ bietet. Generell gilt: Je sicherer Sie im Umgang mit Excel-Formeln und -funk­tio­nen sind, desto ef­fek­ti­ver und flexibler lässt sich dieses Feature nutzen.

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