Um Nutzern der Such­ma­schi­ne möglichst relevante Werbung ein­blen­den zu können, greift Google auf einen komplexen Al­go­rith­mus zurück, mit dem sich die Qualität einer AdWords-Anzeige ein­schät­zen lässt. Diese Qua­li­täts­be­rech­nung wird bei jeder An­zei­gen­auk­ti­on in Echtzeit durch­ge­führt und bestimmt zusammen mit dem maximalen Cost-Per-Click-Angebot (max. CPC) den An­zei­gen­rang (Ad Rank).

Ad Rank = Maximaler CPC * Qua­li­täts­fak­tor

Wie diese Be­rech­nung auf Auk­ti­ons­ebe­ne im Detail funk­tio­niert, verrät der Such­ma­schi­nen­markt­füh­rer nicht. Um Wer­be­trei­ben­den dennoch die Mög­lich­keit zu geben, die Qualität der eigenen Anzeigen ein­zu­schät­zen, lässt sich im AdWords-Konto für jedes beworbene Keyword ein so­ge­nann­ter Quality Score (auf Deutsch: Qua­li­täts­fak­tor) abrufen. Grund­kom­po­nen­ten der Be­rech­nung sind Daten wie:

  • die zu er­war­ten­de Klickrate einer Anzeige
  • die An­zei­gen­re­le­vanz
  • die bisherige Nut­zer­er­fah­rung mit der Zielseite

Das Ergebnis wird durch einen Wert auf einer Skala von 1 bis 10 dar­ge­stellt. Diese Kennzahl hat jedoch lediglich den Status eines Schätz­werts und sollte kei­nes­falls mit dem tat­säch­li­chen auk­ti­ons­spe­zi­fi­schen Qua­li­täts­fak­tor gleich­ge­setzt werden, da auk­ti­ons­ab­hän­gi­ge Variablen bei der Schätzung un­be­rück­sich­tigt bleiben.

AdWords Qua­li­täts­fak­tor (im Konto abrufbar) ≠ auk­ti­ons­spe­zi­fi­scher Qua­li­täts­fak­tor (bleibt geheim)

Faktoren, die sich bei jeder Such­an­fra­ge mit dem gleichen Keyword ändern, sind das bei der Suche ver­wen­de­te Gerät, der Stand­punkt des Suchenden, die Tageszeit und der genaue Wortlaut der Such­phra­se, die das Keyword enthält. Der im AdWords-Konto an­ge­zeig­te Qua­li­täts­fak­tor auf Keyword-Ebene wirkt sich somit nicht direkt auf den An­zei­gen­rang aus. Die Kom­po­nen­ten, die zur Be­rech­nung dieses Schätz­werts her­an­ge­zo­gen werden, fließen jedoch auch in den auk­ti­ons­spe­zi­fi­schen Qua­li­täts­fak­tor ein. Daher ist es grund­sätz­lich emp­feh­lens­wert, seine Anzeigen so zu op­ti­mie­ren, dass möglichst hohe Schätz­wer­te für den AdWords Qua­li­täts­fak­tor erzielt werden. Wie man diesen Qua­li­täts­fak­tor be­ein­flus­sen und erhöhen kann, zeigen wir im Folgenden.

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Wie lässt sich der AdWords Qua­li­täts­fak­tor erhöhen?

Der von Google ver­wen­de­te Al­go­rith­mus zur Be­rech­nung des Qua­li­täts­fak­tors ist nicht bekannt. Im AdWords-Support-Bereich nennt der Such­ma­schi­nen­an­bie­ter jedoch ver­schie­de­ne Kom­po­nen­ten des Qua­li­täts­fak­tors, die sich auch auf die Be­rech­nung des An­zei­gen­rangs auswirken. Wichtig sind dabei vor allem Aspekte, die sich auf Ver­laufs­da­ten des AdWords-Kontos beziehen:

  • Zu er­war­ten­de Click-Through-Rate (CTR) einer Anzeige: Google schätzt für jede AdWords-Anzeige zu einem be­stimm­ten Keyword die zu er­war­ten­de Klickrate. Diese Schätzung stützt sich unter anderem auf die Klicks und Im­pres­sio­nen, die die Anzeige in der Ver­gan­gen­heit erzielt hat.
  • CTR der an­ge­zeig­ten URL: Wurden mit der URL, die in der AdWords-Anzeige angezeigt wird, bereits Klicks und Im­pres­sio­nen erzielt, wirkt sich dies positiv auf die Qua­li­täts­be­rech­nung einer Anzeige aus.
  • Qualität der Zielseite: Für Google steht Nut­zer­freund­lich­keit im Vor­der­grund. Bei der Be­rech­nung der An­zei­gen­qua­li­tät spielt daher auch die Relevanz, Trans­pa­renz, Si­cher­heit und Usability der in der Anzeige ver­link­ten Zielseite eine we­sent­li­che Rolle.
  • Anzeigen- und Such­re­le­vanz: Je re­le­van­ter eine Anzeige für ein Keyword ist, desto höher schätzt Google die Qualität der Anzeige ein. Im Idealfall ent­spricht eine AdWords-Anzeige der Intention des Suchenden.
  • Geo­gra­fi­sche Leistung: Ist eine Anzeige auf eine bestimmte Region aus­ge­rich­tet, fließen die Klicks und Im­pres­sio­nen, die mit dem AdWords-Konto für die ent­spre­chen­de Ziel­re­gi­on bisher erzielt wurden, ebenfalls in die Qua­li­täts­be­rech­nung ein.
  • Aus­rich­tung auf Ziel­ge­rä­te: Wird das AdWords-Geräte-Targeting genutzt, dann werden auch die Klicks und Im­pres­sio­nen, die Anzeigen auf den je­wei­li­gen End­ge­rä­ten erzielt haben, in die Be­rech­nung des Qua­li­täts­fak­tors mit­ein­be­zo­gen.

Den besten Adwords Quality Score erreichen Anzeigen dann, wenn sie inklusive an­ge­zeig­ter URL und ver­link­ter Zielseite eine hohe Relevanz für das Keyword haben, und sich dieser Zu­sam­men­hang in der Ver­gan­gen­heit durch eine gute Click-Through-Rate bestätigt hat. Wer­be­trei­ben­de sollten daher prüfen, welche Such­in­ten­ti­on Google-Nutzer mit der Eingabe be­stimm­ter Keywords verfolgen, und sowohl den An­zei­gen­text als auch die Zielseite auf diese op­ti­mie­ren, um den AdWords Qua­li­täts­fak­tor zu ver­bes­sern.

Werden Anzeigen auf neue Keywords ge­schal­tet, stehen Google keine Daten über die bisherige Leistung zur Verfügung. Neue Keywords werden daher dann mit dem durch­schnitt­li­chen Wert 6 versehen, bis tat­säch­li­che Leis­tungs­da­ten ermittelt wurden. Laut Google nimmt dieser Prozess etwa einen Tag in Anspruch.

Aus­wir­kung der An­zei­gen­qua­li­tät

Die ver­schie­de­nen Kom­po­nen­ten des Google AdWords Qua­li­täts­fak­tors wirken sich maß­geb­lich darauf aus, wie effizient Wer­be­trei­ben­de durch die Schaltung der Anzeige in den Such­ma­schi­nen ihre Ziel­grup­pe erreichen. Ver­ein­facht gesagt: Je höher die Qualität einer Anzeige ist, desto weniger Budget wird benötigt, damit diese zu passenden Such­an­fra­gen prominent in der Such­ma­schi­ne erscheint. Im Detail nennt Google folgende Aspekte, die sich durch einzelne Kom­po­nen­ten des Qua­li­täts­fak­tors be­ein­flus­sen lassen:

  • Teilnahme an einer An­zei­gen­auk­ti­on: Anzeigen mit hoher Qualität nehmen bei um­kämpf­ten Keywords mit höherer Wahr­schein­lich­keit an der An­zei­ge­auk­ti­on teil.
  • Tat­säch­li­cher Cost-per-Click (CPC): Da die ver­schie­de­nen Kom­po­nen­ten des Qua­li­täts­fak­tors gemeinsam mit dem An­zei­gen­ge­bot in die Be­rech­nung des An­zei­gen­rangs ein­flie­ßen, führen hoch­wer­ti­ge Anzeigen bei gleich­blei­ben­der An­zei­gen­po­si­ti­on oft zu einem nied­ri­ge­ren tat­säch­li­chen CPC.
  • An­zei­gen­po­si­tio­nen: Hoch­wer­ti­ge Anzeigen werden weiter oben auf den Such­ergeb­nis­sei­ten ein­ge­blen­det.
  • Ge­bots­schät­zun­gen im Zu­sam­men­hang mit der An­zei­gen­po­si­ti­on: Ge­bots­schät­zun­gen für die erste Seite und die Top-Position sind für hoch­wer­ti­ge Anzeigen in der Regel niedriger als für Anzeigen mit geringer Qualität.
  • An­zei­ge­n­er­wei­te­run­gen und -formate: Im Google-Wer­be­netz­werk gibt es An­zei­gen­for­ma­te, die erst ab einer gewissen Min­dest­qua­li­tät verfügbar sind. Zudem bestimmt der Such­ma­schi­nen­markt­füh­rer anhand des An­zei­gen­rangs, ob eine AdWords-Anzeige mit An­zei­ge­n­er­wei­te­run­gen ge­schal­tet wird.

Der Qua­li­täts­fak­tor auf Keyword-Ebene ist der einzige, den Google im AdWords-Konto offenlegt. Darüber hinaus wird der oben erwähnte Qua­li­täts­fak­tor auf Auk­ti­ons­ebe­ne an­ge­deu­tet. Ob weitere Qua­li­täts­fak­to­ren auf anderen Ebenen exis­tie­ren, bleibt Spe­ku­la­ti­on.

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