Die Snapchat-App ist als Mischung aus Instant-Messenger und Social-Media-Plattform der jüngste Kon­kur­rent von Facebook, Instagram, Twitter und WhatsApp. Und im Vergleich zu den genannten Platt­for­men spricht Snapchat eine noch jüngere Ziel­grup­pe an, die über­wie­gend aus Teenagern und jungen Er­wach­se­nen besteht. Für Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­ge in­ter­es­sant: Snapchat eignet sich nicht nur für die Kom­mu­ni­ka­ti­on im Freundes- und Be­kann­ten­kreis, sondern lässt sich durchaus auch für Ver­mark­tungs­zwe­cke nutzen – vor allem natürlich, wenn die Ziel­grup­pe relativ jung ist. Ins­be­son­de­re im eng­lisch­spra­chi­gen Raum wird Snapchat immer häufiger als Marketing-Kanal genutzt, aber auch hier­zu­lan­de entdecken Un­ter­neh­men und Blogger zunehmend die Ver­mark­tungs­mög­lich­kei­ten der App.

Damit Ihre Marketing-Kampagnen (egal, ob ein Produkt oder Un­ter­neh­men beworben wird oder Sie Personal Branding betreiben wollen) auf Snapchat ihre Wirkung entfalten können, benötigt Ihr Account eine gewisse Menge an Personen, die diesem folgen.

Wie Sie mehr Snapchat-Follower bekommen und welche Vorteile damit verbunden sind, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Mehr Reich­wei­te auf Snapchat: Tipps und Grund­la­gen

Snapchat ist ein soziales Netzwerk, in dem sich einzelne Nutzer un­ter­ein­an­der vernetzen. Genau wie bei Instagram, Twitter und Facebook ist auch bei Snapchat die Reich­wei­te eines Profils über­wie­gend von den Followern abhängig – also von der Anzahl der Personen, die mit Ihnen in der App be­freun­det sind und dadurch Ihrem Snapchat-Kanal folgen. Weltweit nutzen etwa 166 Millionen Menschen die Plattform.

Hier können Sie die In­fo­gra­fik zu den Snapchat-Followern her­un­ter­la­den.

Wie praktisch in jedem anderen sozialen Netzwerk auch, richten sich die von Ihnen ge­pos­te­ten Inhalte auf Snapchat vor allem an Ihre Follower. Das nur per App zu­gäng­li­che soziale Netzwerk lebt davon, dass die einzelnen Nutzer mit­ein­an­der in Kontakt treten. Follower sind folglich das A und O auf Snapchat. Wenn Sie Ihre Marke oder Ihre Produkte und Dienst­leis­tun­gen über Snapchat ver­mark­ten möchten, ist eine aus­rei­chend große Reich­wei­te dem­entspre­chend enorm wichtig.

Was genau bringen viele Follower auf Snapchat?

Die Gleichung ist so einfach wie logisch: Je mehr Personen Ihrem Kanal folgen, desto mehr Auf­merk­sam­keit erhält er. Und je mehr Follower Ihr Account hat, umso größer sind die Chancen, dass Ihr Kanal wei­ter­emp­foh­len wird und neue Follower auf ihn auf­merk­sam werden.

Im besten Fall ent­wi­ckelt eine große Zahl an Followern eine Ei­gen­dy­na­mik und wächst im Stile des Schnee­ball­sys­tems immer weiter. Über dieses Prinzip haben sich einige der be­kann­tes­ten Snapchat-Accounts eta­blie­ren können. Im deutsch­spra­chi­gen Raum ist der In­for­ma­tik­stu­dent Max Friedrich ein Pa­ra­de­bei­spiel hierfür: Die Ver­brei­tung seiner Snapchat-Stories verhalf ihm in der Snapchat-Community zu einem hohen Be­kannt­heits­grad, wodurch er es bis in die Late-Night-Show von Jan Böh­mer­mann geschafft hat.

Aber auch bereits eta­blier­te In­fluen­cer nutzen neben anderen sozialen Netz­wer­ken auch ihren Snapchat-Account er­folg­reich für ihr Selbst­mar­ke­ting. Im deutsch­spra­chi­gen Raum sind der YouTube-Star Simon Desue, die mit ihrem Instagram-Account rund um Fashion und Lifestyle bekannt gewordene Caroline Einhoff, der Social-Media-Berater Philipp Steuer und die Mode-Bloggerin Luísa Lión Beispiele dafür. Außerdem konnten auch einige Un­ter­neh­men mit ihren Snapchat-Inhalten reichlich positive Resonanz bei ihrer Ziel­grup­pe verbuchen (z. B. die Dro­ge­rie­ket­te „dm“, der Au­to­ver­mie­tungs­ser­vice „Sixt“ und der Kon­dom­her­stel­ler „einhorn“).

Die Follower des Snapchat-Kanals einer Marke haben grund­sätz­lich ein Interesse an den dort ein­ge­stell­ten Inhalten. Zwar können die Follower auch Nach­rich­ten an den Kanal einer Marke schicken (und die direkte Feedback-Mög­lich­keit der Nutzer führt mitunter zu wert­vol­len Ein­sich­ten hin­sicht­lich der Wünsche der Ziel­grup­pe) – al­ler­dings liegt das Haupt­au­gen­merk weniger auf dem gleich­be­rech­tig­ten Austausch zwischen den Nutzern und der Marke. Vielmehr handelt es sich um eine vor­wie­gend ein­sei­ti­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on, bei der das Un­ter­neh­men die Follower mit Inhalten versorgt. Das un­ter­schei­det diese Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on von den Snap­chat­ge­sprä­chen zwischen Personen, die sich auch privat kennen und über die App aus­tau­schen möchten.

Der Aufbau einer An­hän­ger­schaft ist aus Mar­ke­ting­sicht aber nur dann von Nutzen, wenn diese die Inhalte Ihres Accounts mag und immer wieder abruft. Sobald die Nutzer das Interesse an Ihrem Kanal verlieren und Ihren Content mehr oder weniger igno­rie­ren, bringt Ihnen selbst die größte Snapchat-An­hän­ger­schaft nichts: Denn in diesem Fall werden die Ka­nal­in­hal­te kaum wahr­ge­nom­men, wodurch ein Großteil der in die Beiträge ge­steck­ten Arbeit buch­stäb­lich verpufft. Kanäle, an denen kein Interesse mehr besteht, entfernen die User dann früher oder später auch aus der Snapchat-Freun­des­lis­te. Damit Ihre Follower Ihrem Account gerne folgen und ihre Zahl nicht sinkt (sondern im besten Fall ansteigt), muss der Inhalt Ihres Snapchat-Kanals die Ziel­grup­pe an­spre­chen.

In welcher Form kann man Inhalte auf seinem Snapchat-Kanal ver­öf­fent­li­chen?

Ein Snapchat-Account bietet ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, mit Followern in Kontakt zu treten. Die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Ihren Snapchat-Followern kann in der App über Text­nach­rich­ten in Chats, via (Video-)Anruf oder mittels vorher auf­ge­nom­me­nen Bildern oder kurzen Videos (so­ge­nann­te Snaps) statt­fin­den. Auf Snapchat kon­zen­triert sich die Content-Ver­brei­tung aus Mar­ke­ting­zwe­cken über­wie­gend auf das Ver­schi­cken von Snaps als private Nachricht oder auf Snapchat Stories, die Sie mit Ihren Kontakten teilen.

Der Versand von Snaps über eine private Nachricht bietet den Vorteil, dass Sie im Post­ein­gang der Follower so lange als neu markiert bleibt, bis der ent­spre­chen­de Follower sie öffnet. Die Snaps einer Story werden Followern hingegen nicht direkt angezeigt, sondern der Stories-Sektion der App hin­zu­ge­fügt, wo der Content au­to­ma­tisch 24 Stunden nach seiner Ver­öf­fent­li­chung gelöscht wird – auch dann, wenn der be­tref­fen­de Follower das Video gar nicht re­gis­triert hat. Dem­zu­fol­ge müssen die Nutzer eine Story aktiv im Story-Bereich aufrufen, um Ihren Video-Content sehen zu können.

Al­ler­dings bietet dieses Format den Vorteil, dass Sie Ihre Snapchat Stories nicht nur für Ihre Follower, sondern für alle User von Snapchat freigeben können. Letzteres ist für einen als Marketing-In­stru­ment genutzten Snapchat-Kanal unbedingt emp­feh­lens­wert.

Maßnahmen, mit denen Sie mehr Follower auf Snapchat gewinnen

Dass die Snapchat-Kanäle nur über die App zu­gäng­lich sind, ist die we­sent­li­che Her­aus­for­de­rung bei der Ver­mark­tung des eigenen Kanals. Diese Tatsache un­ter­schei­det Snapchat von anderen sozialen Netz­wer­ken wie Instagram, Facebook, Twitter oder YouTube, die man ohne Umweg direkt über das Web aufrufen kann. In­ter­es­sier­te Nutzer haben dort die Mög­lich­keit, sich einen Kanal zunächst an­zu­schau­en, ohne bei dem Dienst an­ge­mel­det zu sein und ohne extra eine App hierfür run­ter­la­den zu müssen – mit dem Klick auf einen Link sind sie schon auf dem ent­spre­chen­den Social-Media-Kanal.

Die Promotion Ihres Snapchat-Profils funk­tio­niert hingegen anders: Zwar können Sie hier auch über Links und QR-Codes eine Wei­ter­lei­tung zu Ihrem Account anbieten – al­ler­dings kann dieser nur von Nutzern verwendet werden, die schon die Snapchat-App in­stal­liert haben. Wenn jemand bisher Snapchat nicht nutzt, muss die Person zunächst einmal die App in­stal­lie­ren, um Ihren Kanal überhaupt besuchen zu können. Da es auf Snapchat keinen klas­si­schen Feed mit alten Beiträgen des Kananl gibt, kann man sich auch nicht vorab einen Eindruck des Kanals ver­schaf­fen und dann ent­schei­den, ob man diesem folgt: Erst wenn ein Nutzer einen Account geaddet hat, kann er dessen neuen Inhalte sehen.

Das Marketing eines Accounts auf Snapchat gestaltet sich folglich kom­pli­zier­ter als bei anderen sozialen Medien. Davon sollten Sie sich aber nicht ab­schre­cken lassen, denn es gibt zahl­rei­che erprobte Stra­te­gien, mit denen Sie neue Snapchat-Follower gewinnen können. Dabei können Sie sowohl auf Methoden zu­rück­grei­fen, die Ihnen kurz­fris­tig mehr Follower ein­brin­gen, als auch solche, mit denen Sie auf lange Sicht Ihre Snapchat-Kontakte halten und ausbauen.

Wie kann man in kurzer Zeit mehr Snapchat-Follower bekommen?

Wie bekommt man schnell mehr Follower auf Snapchat? Diese Frage stellt sich vor allem dann, wenn man mit seinem Snapchat-Profil ganz am Anfang steht. Nach der Anmeldung auf Snapchat müssen Sie in aller Regel zunächst selbst aktiv werden, um eine aus­rei­chend hohe Zahl an Followern zu gewinnen. Wie Sie hierbei am besten vorgehen, erläutern die kommenden Ab­schnit­te.

Freunde und Bekannte adden

Als erstes sollten Sie Freund­schafts­an­fra­gen an die­je­ni­gen Personen ver­schi­cken, die Sie bereits kennen bzw. die Ihnen in anderen sozialen Netz­wer­ken folgen. Viel­leicht wissen Sie schon, wer aus Ihrem per­sön­li­chen und/oder ge­schäft­li­chen Netzwerk auf Snapchat ist, und möchten diese Personen adden? Oder Sie haben bei gewissen Leuten die Vermutung, dass diese auch einen Snapchat-Account haben und möchten nach diesen Personen suchen.

Al­ler­dings ist die Suche nach Nutzern auf Snapchat nicht so leicht wie bei anderen Sozialen Medien. Sie können bei­spiels­wei­se nicht einfach nach dem Vor- und Nachnamen einer Person suchen (wie etwa auf Facebook). Statt­des­sen gibt es folgende Mög­lich­kei­ten, um ein Profil zu finden und eine Freund­schafts­an­fra­ge an dieses zu schicken: Entweder Sie kennen den exakten Snapchat-Namen einer Person und geben diesen in die Suchmaske der App ein oder Sie nutzen den Snapcode eines Accounts (ein in­di­vi­du­el­ler QR-Code, der au­to­ma­tisch zu jedem Profil erstellt wird) oder ent­spre­chen­de Snapchat-URL. Bei Personen, die Sie schon aus anderen Netz­wer­ken kennen, fragen Sie am besten einfach nach, ob diese Ihnen den per­so­na­li­sier­ten Snapcode oder -Link zusenden

Darüber hinaus gibt es noch weitere Mög­lich­kei­ten, um User der App aus­zu­ma­chen und ihnen eine Anfrage zu­zu­schi­cken. Bei­spiels­wei­se lässt sich das Smart­phone-Te­le­fon­buch nach Snapchat-Nutzern durch­su­chen (al­ler­dings ist die Anmeldung bei Snapchat mit der Te­le­fon­num­mer optional, sodass nur ein kleiner Teil der User dadurch auf­find­bar ist). Darüber hinaus bietet die App eine Funktion, in der näheren Umgebung nach Snapchat-Nutzern zu suchen, was vor allem auf Events ein gutes Feature darstellt. So können Sie sich mit anderen Usern vernetzen, direkt nachdem Sie diese per­sön­lich ken­nen­ge­lernt haben.

Snapchat-Kanal auf bereits be­stehen­den Kanälen promoten

Wer auf Snapchat zu finden ist, nutzt häufig auch Profile auf anderen sozialen Medien. Daher sollten Sie unbedingt auch dort Werbung für Ihren Snapchat-Account machen. Gleiches gilt für die eigene Website und den E-Mail-News­let­ter: Nutzen Sie alle Kanäle, um auf Ihren Snapchat-Account auf­merk­sam zu machen. Gestalten Sie dabei die Kon­takt­auf­nah­me mit Ihnen so leicht wie möglich: Es ist ratsam, dass Sie auf Ihren digitalen Kanälen nicht nur den Namen Ihres Schnap­chat-Profils nennen, sondern auch Ihren Snap­chat­code und/oder Ihre Snapchat-URL posten – beide leiten die Nutzer direkt zu Ihrem Account weiter.

Auch den eigenen Snapchat-QR-Code als Pro­fil­bild Ihres Social-Media-Accounts zu verwenden, kann sinnvoll sein. Die meisten Un­ter­neh­men tun dies natürlich nicht dauerhaft, sondern kehren zu einem anderen Pro­fil­bild zurück, nachdem ihr Snapchat-Kanal aus­rei­chend Follower hin­zu­ge­won­nen hat.

Doch der Snapcode lässt sich (im Gegensatz zur Snapchat-URL) auch abseits des Internets sinnvoll promoten. Sie können ihn auf Vi­si­ten­kar­ten, Flyer oder Poster drucken – In­ter­es­sier­te können ihn dann direkt mit ihrem Smart­phone ein­scan­nen. Natürlich sollten Sie im Idealfall stets auch eine Be­schrei­bung der Inhalte Ihres Snapchat-Kanals mit­lie­fern. Wie aus­führ­lich diese Be­schrei­bung sein kann, hängt al­ler­dings vom Platz ab, den das ent­spre­chen­de Wer­be­mit­tel bietet. Auf einer Vi­si­ten­kar­te oder einer Pro­dukt­ver­pa­ckung ist der Platz begrenzt, in Social-Media-Beiträgen, auf Blogs und Websites oder in einer größeren Wer­be­an­zei­ge können Sie mehr In­for­ma­tio­nen bieten. Doch Sie sollten Ihrer Ziel­grup­pe zumindest eine ungefähre Vor­stel­lung davon ver­mit­teln, was sie auf Ihrem Snapchat-Kanal erwartet.

Ein paar er­läu­tern­de Worte zu Ihrem Snapchat-Konto sind ins­be­son­de­re dann an­ge­bracht, wenn sich der Content the­ma­tisch stark von ihren anderen Angeboten un­ter­schei­det.

Al­ler­dings können Sie auf Ihren Kanälen nicht nur In­for­ma­tio­nen und Links zu Ihrem Snapchat-Account ver­brei­ten, sondern auch dessen Inhalte abbilden. Denn die Memories-Funktion in den Ein­stel­lun­gen der App lässt sich so kon­fi­gu­rie­ren, dass Bilder und Videos, die man mit Snapchat an­ge­fer­tigt hat, im Al­bu­m­ord­ner des Smart­phones ge­spei­chert werden. Über dieses Feature ist es möglich, Ihre Snaps auch auf anderen Kanäle hoch­zu­la­den und so zu zeigen, welcher Content die Nutzer auf Ihrem Snapchat-Account erwartet. Darüber hinaus gibt es ver­schie­de­ne Apps, die den Export von Snapchat-Inhalten er­mög­li­chen. Dadurch erhält die Ziel­grup­pe einen ersten Einblick in Ihren Snapchat-Kanal, ohne dass sie auf Snapchat an­ge­mel­det sein muss.

In­fluen­cer best­mög­lich mit­ein­be­zie­hen

Die Follower eines In­fluen­cers (eines bekannten Bloggers, YouTubers usw.) haben in der Regel ein ge­stei­ger­tes Interesse an dem The­men­ge­biet, das der In­fluen­cer in seinen Beiträgen behandelt (z. B. En­ter­tain­ment, Mode, Sport etc.). Sie schätzen ihn darüber hinaus als glaub­wür­dig und/oder sym­pa­thisch ein (sonst würden Sie seinem Kanal nicht folgen) – ein In­fluen­cer genießt also das Vertrauen seiner Follower. Wenn man In­fluen­cer für die Promotion seiner Produkte und Dienst­leis­tun­gen nutzt, spricht man vom In­fluen­cer-Marketing.

Durch eine Ko­ope­ra­ti­on mit einem In­fluen­cer können Sie von dessen Reich­wei­te und Status pro­fi­tie­ren: Viel­leicht kennen Sie schon durch vor­an­ge­gan­ge­ne Marketing-Maßnahmen und/oder über Ihre Geschäfts- und Bran­chen­kon­tak­te Personen, die auf einem the­ma­tisch ver­wand­ten Gebiet Ihres Snapchat-Kanals als In­fluen­cer wirken (oder zumindest in einem Bereich mit ähnlicher Ziel­grup­pe). Wenn nicht, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als den Kontakt zu passenden In­fluen­cern aus Ihrer Branche her­zu­stel­len. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie einem In­fluen­cer stets eine Ge­gen­leis­tung anbieten, deutlich machen, wieso die ge­mein­sa­me Zu­sam­men­ar­beit Ihrer Meinung nach sinnvoll ist und dass Sie der Person auf Augenhöhe begegnen. In­fluen­cer wissen meist sehr genau um den eigenen Wert und wollen als Ge­schäfts­part­ner ver­stan­den werden.

Das In­fluen­cer-Marketing baut häufig darauf auf, dass äußerst pro­mi­nen­te Personen eine Emp­feh­lung gegenüber Ihren Followern aus­spre­chen. Al­ler­dings ist auch die Zu­sam­men­ar­beit mit so­ge­nann­ten Micro-In­fluen­cern häufig sehr viel­ver­spre­chend. Diese verfügen zwar nicht über eine über­ra­gen­de Reich­wei­te, dafür sprechen sie aber häufig eine Gruppe von Menschen an, die sich für ein sehr gut ein­grenz­ba­res The­men­ge­biet in­ter­es­sie­ren.

Wenn sich Ihr Snapchat-Content the­ma­tisch mit den Inhalten eines Micro-In­fluen­cers über­schnei­det, ist es er­folgs­ver­spre­chend, wenn Sie diesen für eine Ko­ope­ra­ti­on mit Ihrem Snapchat-Kanal gewinnen können. So können Sie sich nämlich sicher sein, dass die Werbung für Ihren Snapchat-Account von genau solchen Leuten wahr­ge­nom­men wird, die an dem Thema wirklich in­ter­es­siert sind.

Mögliche Ko­ope­ra­ti­ons­for­men mit In­fluen­cern

Doch wie sieht die Zu­sam­men­ar­beit mit einem In­fluen­cer überhaupt aus? Üb­li­cher­wei­se wird Ihr Snapchat-Account in einem Beitrag des In­fluen­cer erwähnt und beworben. Dabei muss die Plattform des In­fluen­cers nicht zwangs­läu­fig Snapchat sein (Es kann also auch ein In­fluen­cer über YouTube oder Facebook auf Ihren Snapchat-Kanal auf­merk­sam machen). Jedoch bietet es sich bei einem Snapchat-Kanal aufgrund der Ab­ge­schlos­sen­heit des sozialen Netzwerks durchaus an, dass Sie mit jemandem ko­ope­rie­ren, der eine aus­rei­chend große Ge­folg­schaft auf Snapchat hat, die zudem Ihrer Ziel­grup­pe ent­spricht. Diese Art der Promotion eines anderen Accounts wird „Shout-out“ genannt.

Eine andere Methode ist der so­ge­nann­te „Takeover“, bei dem ein In­fluen­cer einen Kanal eine bestimmte Zeit (häufig einen Tag) lang übernimmt und den Inhalt des Profils bestimmt. Al­ler­dings muss Ihr Kanal bereits eine bestimmte Reich­wei­te besitzen, damit sich ein Takeover des Kanals durch einen In­fluen­cer wirklich lohnt. An­ders­her­um benötigen Sie im Nor­mal­fall einen gewissen Be­kannt­heits­grad, damit Ihnen ein In­fluen­cer den eigenen Snapchat-Account überlässt und Sie hierüber Ihren eigenen Kanal anpreisen können. Ein Takeover ist somit eher geeignet, um Ihre bereits be­stehen­de Reich­wei­te noch weiter aus­zu­bau­en – egal, ob Sie den Kanal von jemand anderem über­neh­men oder Ihren eigenen einem In­fluen­cer über­las­sen.

Wie kann man lang­fris­tig auf Snapchat bekannt werden?

Die oben genannten Snapchat-Tipps helfen Ihnen, in kurzer Zeit mehr Personen dazu bewegen, Ihrem Kanal zu folgen. Al­ler­dings bringt Ihnen selbst eine Unmenge an Followern nichts, wenn Sie diese nicht auch mit an­spre­chen­den Inhalten versorgen. Wenn Sie Ihren Snapchat-Kanal er­folg­reich ver­mark­ten möchten, muss Ihre Devise – wie so oft im On­line­mar­ke­ting – „Content is King“ lauten.

Nur über die Ver­öf­fent­li­chung von Content, der zu Ihrer Ziel­grup­pe passt, halten Sie Ihre Follower bei Laune und ver­hin­dern so, dass die Nutzer sich von Ihrem Kanal abmelden. Letzt­end­lich verhält es sich bei Snapchat genauso wie bei jedem anderen sozialen Netzwerk (Facebook, YouTube, Instagram, Twitter etc.): Sie müssen Ihre Follower von Ihrem Account über­zeu­gen und ihn zu einer beliebten An­lauf­stel­le für die Nutzer machen.

Die re­gel­mä­ßi­ge Ver­öf­fent­li­chung von Content spielt dabei eine we­sent­li­che Rolle: Ihr Kanal sollte immer wieder etwas bieten, das die Ziel­grup­pe anspricht und Ihren Kanal positiv in Er­in­ne­rung ruft. Selbst­ver­ständ­lich kommt es hierbei auch auf die Qualität Ihrer Snaps an. In welcher Form Sie qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Inhalte liefern, hängt selbst­ver­ständ­lich von dem Thema Ihres Accounts und Ihren Mög­lich­kei­ten ab. Jedoch sollten Sie stets darauf achten, dass sich Ihr Snapchat-Kanal von anderen un­ter­schei­det und eine gewisse Ein­zig­ar­tig­keit besitzt. Wichtig sind somit neben einer re­gel­mä­ßi­gen Ver­öf­fent­li­chungs­fre­quenz auch ein­zig­ar­ti­ge Inhalte, die für die Follower wirklich von Interesse sind. So halten Sie nicht nur die Ab­sprungra­te der Follower gering, sondern sorgen auch dafür, dass sich die Qualität Ihre Kanals her­um­spricht und Sie weitere Follower gewinnen.

Andere Snapchat-Nutzer können dabei nicht nur tra­di­tio­nell über Mund­pro­pa­gan­da von Ihrem Kanal erfahren, sondern auch innerhalb der Anwendung: Seit einem Update Ende 2016 ist es möglich, über die Snapchat-Sharing-Funktion Snaps von Snapchat Stories anderer User mit seinen Freunden zu teilen. Über dieses Feature kann Content auch solche Nutzer erreichen, die gar nicht Ihrem Kanal folgen. Wenn geteilte Snaps bei den Emp­fän­gern auf Interesse stoßen, animiert sie das im Idealfall dazu, den Kanal ebenfalls zu adden.

Doch un­ab­hän­gig davon, über welchen Weg andere User von Ihrem Account auf Snapchat erfahren – gute Inhalte setzen sich auf lange Sicht so gut wie immer durch und erhöhen die Reich­wei­te Ihres Kanals. Die Grund­vor­aus­set­zung hierfür ist lediglich, dass neben dem Content auch das Marketing Ihres Snapchat-Profils zur Ziel­grup­pe passt und gut umgesetzt wird.

Warum sollte man keine Snapchat-Follower kaufen?

In Bezug auf sozialen Medien hört man immer wieder davon, dass einige schwarze Schafe Follower kaufen. Das Motiv dahinter ist: Wenn ein Profil eine große Anzahl an Follower hat, deutet dies auf eine hohe Be­liebt­heit (des Kanals und damit ver­meint­lich auch auf die hohe Qualität des Inhalts) hin. Von diesem Vorgehen ist al­ler­dings grund­sätz­lich abzuraten – nicht nur aus mo­ra­li­schen, sondern auch aus Marketing-Gründen. Denn ei­ner­seits ist der Follower-Kauf im All­ge­mei­nen meist schnell zu durch­schau­en: Ein großes und schnelles Wachstum eines vorher un­be­kann­ten Accounts wirkt schlicht­weg un­na­tür­lich und schadet so eher dem Ansehen eines Kanals in der Wahr­neh­mung vieler, da dieses Vorgehen von den Usern schnell durch­schaut wird. Zudem sind gekaufte Follower in der Regel kaum aktiv und tragen so auch nicht zur weiteren Ver­brei­tung Ihres Content bei (etwa durch das Teilen von Inhalten). Das ist na­he­lie­gend, da gekaufte Follower schließ­lich kein wirk­li­ches Interesse an der Ver­öf­fent­li­chun­gen eines Kanals haben – ganz im Gegensatz zu den Nutzern, die aus eigenen Stücken einem Profil folgen. Bei Snapchat ist der Follower-Kauf übrigens schon aus dem Grund wenig sinnvoll, da auf einem Snapchat-Profil die Follower-Anzahl nicht angegeben wird. Somit können Nutzer aufgrund der scheinbar starken Ver­brei­tung auch gar nicht erst auf einen hoch­wer­ti­gen Kanal schließen.

Tipp

Besonders bei einer großen An­hän­ger­schaft ist es möglich, dass Follower in der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Ihnen un­an­ge­nehm auffallen. Der Versand von un­an­ge­brach­ten Snaps oder mas­sen­haf­ter Nach­rich­ten an Ihr Konto sind Beispiele hierfür. In diesem Fall können Sie die ent­spre­chen­den Accounts entweder blo­ckie­ren (die Person kann Ihnen dann weder etwas zu­schi­cken, noch Ihre Stories ansehen) oder komplett löschen.

Fazit: Um mehr Snapchat-Follower zu bekommen, braucht es En­ga­ge­ment

Eine große An­hän­ger­schaft auf Snapchat bauen Sie nicht im Hand­um­dre­hen auf – zumindest dann nicht, wenn Sie nicht bereits auf andere reich­wei­ten­star­ke Kanäle als Un­ter­stüt­zung zu­rück­grei­fen können. Doch selbst wenn Ihr Un­ter­neh­men in der Branche bzw. bei der Ziel­grup­pe bereits ein hohes Ansehen genießt, ist es nicht un­wahr­schein­lich, dass Sie mit Ihrem Snapchat-Account noch einmal fast von vorn beginnen müssen. Hieran ist vor allem das ab­ge­schlos­se­ne System ver­ant­wort­lich – Snapchat ist nur über eine App er­reich­bar und Ihr Kanal kann nicht einfach von jedem besucht werden (wie es etwa bei Instagram oder Facebook der Fall ist). Die Nutzer müssen von Ihrem Account erfahren und diesen adden, um sich überhaupt einen Eindruck von ihm ver­schaf­fen zu können.

Es gibt al­ler­dings diverse Stra­te­gien, um das zu erreichen und somit binnen kurzer Zeit mehr Follower auf Snapchat zu gewinnen: Versuchen Sie sich mit allen Personen zu vernetzen, die Sie kennen und die auf Snapchat ein Profil besitzen. Neben Ihren per­sön­li­chen Kontakten spielen hierbei selbst­ver­ständ­lich auch die Follower auf Ihren anderen Social-Media-Platt­for­men oder die Abon­nen­ten Ihres E-Mail-News­let­ters eine Rolle – in­for­mie­ren Sie diese unbedingt darüber, dass Sie auf Snapchat an­zu­tref­fen sind. Die flä­chen­de­cken­de Promotion Ihres Snapchat-Kanals ist äußerst wichtig. Oft lässt sich auch über die Zu­sam­men­ar­beit mit In­fluen­cern eine größere Reich­wei­te erzielen.

Ent­schei­dend dafür, ob Sie auf lange Sicht viele Nutzer zum Folgen Ihres Kanals animieren können, ist vor allem der Content Ihres Kanals. Dieser sollte zur Ziel­grup­pe passen und mit einer hohen Qualität Ihre Follower über­zeu­gen. Wichtig ist außerdem, in re­gel­mä­ßi­gen Abständen Inhalte zu posten. Darüber hinaus sollte Ihnen bewusst sein, dass Snapchat über­wie­gend von jungen Nutzern verwendet wird. Dem­entspre­chend hat vor allem Content, der auf Teenager und junge Er­wach­se­ne im Alter von bis ca. 30 Jahren zu­ge­schnit­ten ist, die größten Er­folgs­chan­cen.

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