Soziale Platt­for­men haben tra­di­tio­nel­le Websites als Online-Aus­hän­ge­schil­der häufig schon abgelöst. Für einen rundum ge­lun­ge­nen Auftritt im Netz sollten Sie genau wissen, wie Sie die ent­spre­chen­den Tools zur Selbst­dar­stel­lung am besten nutzen. Tipps für er­folg­rei­ches Social-Media-Marketing sind dabei äußerst hilfreich – im Folgenden widmen wir uns speziell dem Element, das die meisten Nutzer sozialer Medien zu­al­ler­erst von Ihnen sehen werden: Ihr Titelbild auf Facebook.

Das Titelbild bei Facebook ist nicht das Pro­fil­bild

Zunächst einmal ist es wichtig, das Facebook-Titelbild vom Facebook-Pro­fil­bild zu un­ter­schei­den, da beide ganz un­ter­schied­li­che Funk­tio­nen erfüllen. Das kleine kreis­run­de Pro­fil­bild wird als Miniatur in jedem einzelnen Beitrag und Kommentar (also dann auch auf den Facebook-Seiten anderer Nutzer) angezeigt. Es dient der Iden­ti­fi­ka­ti­on der Marke und des Un­ter­neh­mens und sollte einen hohen Wie­der­erken­nungs­wert aufweisen. Das lang­ge­zo­ge­ne recht­ecki­ge Titelbild hingegen ist mar­ke­ting­tech­nisch eher als Banner zu verstehen und darf auch gern des Öfteren ge­wech­selt werden. Ob auf Mo­bil­ge­rät oder Computer, es erscheint stets ganz oben auf der Seite, plakativ wie das Cover einer Zeit­schrift.

Bei der Auswahl eines ge­eig­ne­ten Ti­tel­bilds sollten Sie zuerst überlegen, welche Botschaft Sie ver­mit­teln wollen. Was genau wollen Sie damit zeigen? Wie wollen Sie sich und Ihre Firma dar­stel­len? Je nach Branche kann eine fu­tu­ris­ti­sche Grafik oder aber ein typisches Bild aus dem Ar­beits­all­tag – etwa ein Kun­den­ge­spräch oder eine Montage – sinnvoll sein. Das Titelbild sollte ver­mit­teln, wofür Sie stehen – also etwa für In­no­va­ti­on oder Nähe zum Kunden. Dies hilft Besuchern, Ihr Un­ter­neh­men von Anfang an richtig ein­zu­ord­nen, und gibt Ihnen die Mög­lich­keit, sich in ein positives Licht zu rücken. Deshalb ist es wichtig, die Wirkung des Facebook-Ti­tel­bilds genau zu prüfen.

Tipp

Sie überlegen noch, welcher Website-Name als Aus­hän­ge­schild für Ihr Un­ter­neh­men infrage kommt? Mit dem kos­ten­lo­sen Domain Check von IONOS prüfen Sie in Se­kun­den­schnel­le, ob Ihre Wunsch­do­main noch frei ist.

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Format und Größe des Facebook-Ti­tel­bilds

Für einen pro­fes­sio­nel­len Auftritt in den sozialen Medien sollten Sie sich unbedingt einen Überblick über die ver­schie­de­nen Facebook-Bild­grö­ßen ver­schaf­fen. Speziell für das Facebook-Titelbild gelten folgende Ab­mes­sun­gen:

Desktop-PCs Smart­phones Min­dest­grö­ße
820 x 312 Pixel 640 x 360 Pixel 400 x 150 Pixel (Breite x Höhe)

Also Achtung: Auch wenn Ihr Titelbild in der Desktop-Ansicht eine gute Figur macht, kann es auf dem Smart­phone schon ganz anders aussehen – denn hier wird am rechten und linken Bildrand ein Streifen von je 90 Pixel Breite ab­ge­schnit­ten. Zu welchen optischen Ver­wer­fun­gen das führen kann, zeigen wir weiter unten anhand eines Beispiel-Ti­tel­bilds. Wichtig zu wissen: Die meisten Website-Aufrufe werden heut­zu­ta­ge von Smart­phones aus getätigt. Achten Sie also vorrangig darauf, wie das Titelbild in der mobilen Facebook-Ansicht wirkt – diese werden wahr­schein­lich weitaus mehr Besucher zu Gesicht bekommen als die Ansicht auf dem PC.

Ein oft un­ter­schätz­ter Faktor ist auch die Ladezeit: Hat die Bilddatei ein zu hohes Da­ten­vo­lu­men und ruft ein mobiler User mit schwachem Empfang Ihre Facebook-Seite auf, kann es mitunter recht lange dauern, bis Ihr Titelbild angezeigt wird – schlimms­ten­falls öffnet sich die Seite gar nicht. Für das beste Nut­zer­er­leb­nis und die kürzeste Ladezeit empfiehlt Facebook eine sRGB-JPG-Datei mit einer Abmessung von 851 x 315 Pixeln und einer Da­tei­grö­ße unter 100 KB. Sie haben das perfekte Foto für Ihr Facebook-Titelbild gefunden, aber die Da­tei­grö­ße beträgt mehrere MB? Abhilfe schaffen hier kos­ten­lo­se Tools, mit denen Sie Ihre Bild­da­tei­en kom­pri­mie­ren können – ohne sichtbare Einbußen bei der Bild­qua­li­tät.

Auch die Un­ter­schie­de zwischen ver­schie­de­nen Bild­for­ma­ten spielen eine Rolle: Bei Ti­tel­bil­dern mit Logo oder Text ist die Qualität oft besser, wenn Sie eine PNG-Datei verwenden. Prin­zi­pi­ell gilt für das Facebook-Titelbild Folgendes: Bei JPG-Dateien spielt die Da­tei­grö­ße keine Rolle, da diese von Facebook in jedem Fall kom­pri­miert werden, al­ler­dings mit Qua­li­täts­ver­lust. Bei PNG-Dateien unter 1 MB kommt es zu keinem Verlust – wenn sie größer sind, werden sie jedoch in JPGs kon­ver­tiert und kom­pri­miert.

Hinweis

Ein Un­ter­neh­mens­pro­fil kann anstelle eines Bildes auch ein kurzes Ti­tel­vi­deo einbinden. Dieses muss zwischen 20 und 90 Sekunden lang sein und eine Min­dest­grö­ße von 820 x 312 Pixeln haben. Facebook empfiehlt ein Video mit der Größe von 820 x 462 Pixeln.

So laden Sie ein Titelbild bei Facebook hoch

Nun zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Titelbild auf der Facebook-Seite plat­zie­ren. Dazu bedarf es nur weniger Klicks: Der erste geht jeweils auf das Ka­me­ra­sym­bol in der unteren rechten Ecke des Ti­tel­bil­des bzw. dessen Platz­hal­ters (ein leeres weißes Rechteck).

Beim Klicken auf das Ka­me­ra­sym­bol bzw. auf „Titelbild be­ar­bei­ten“ (in der Mo­bil­ver­si­on ist nur das Symbol angezeigt) öffnet sich in der PC-Version wie oben zu sehen ein Fenster mit vier Optionen. Bei der Mo­bil­ver­si­on wird hingegen ein neuer Screen mit der Auswahl „Ein Foto hochladen“ und „Aus dem Album auswählen“ angezeigt. Mit ent­spre­chen­den Klicks, die auf dem Computer jeweils ein neues Fenster und auf dem Smart­phone einen neuen Screen öffnen, lässt sich ein Foto entweder direkt vom je­wei­li­gen Gerät uploaden oder aus einem be­stehen­den Facebook-Album aussuchen.

Nach der Auswahl bzw. dem Hochladen kann das Bild po­si­tio­niert werden. Wie bereits an­ge­spro­chen, sollten Sie hierbei den Grundsatz „Mobile first“ beachten, der ebenso für die Auswahl des Bildes selbst, dessen Format und die mögliche Hin­zu­fü­gung von Text gilt. Gerade wenn Sie beim Gestalten Ihrer Seite auf dem Desktop arbeiten, sollten Sie be­rück­sich­ti­gen, dass das Ergebnis am häu­figs­ten in der Mo­bil­ver­si­on be­trach­tet werden wird. Setzen Sie also alles daran, die optimale Lösung für die mobile Ansicht zu finden. Hier ein Beispiel, was zwischen den beiden Versionen verloren gehen kann:

Es ist gleich auf den ersten Blick zu sehen: Das Bild mitsamt Text wurde in der Smart­phone-Ansicht rechts und links ab­ge­schnit­ten. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollten, verwenden Sie also ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Bild, das ganz ohne Text auskommt. Manchmal lässt sich die Ver­wen­dung von Text­ele­men­ten nicht vermeiden, etwa wenn Sie an pro­mi­nen­ter Stelle auf eine Son­der­ak­ti­on hinweisen wollen. In diesem Fall sollten Sie diese drei Faust­re­geln beachten:

  1. Verwenden Sie Text sparsam.
  2. Wählen Sie den Schrift­grad nicht zu groß und nicht zu klein.
  3. Po­si­tio­nie­ren Sie das Bild so, dass der Text in der Mo­bil­ver­si­on entweder komplett lesbar oder gar nicht erscheint.

Ebenfalls nicht vergessen dürfen Sie, dass das „eine“ Titelbild in mehreren Varianten angezeigt wird – neben der Desktop- und der Mo­bil­ver­si­on gibt es auch noch die Dar­stel­lung im Mouseover und in der Likebox. Unter Umständen müssen Sie mehrere Male testen, wie Ihr Bild in den je­wei­li­gen Ansichten dar­ge­stellt wird.

Krea­ti­vi­tät ist Trumpf

Im Rahmen der tech­ni­schen Be­schrän­kun­gen kreativ zu sein, ist der Schlüssel zum er­folg­rei­chen Titelbild. Qualität und Aus­drucks­kraft sind dabei wichtige Kriterien, denn Bilder sprechen in be­son­de­rer Weise unsere Emotionen an. Egal, ob Produkt, Team, Logo oder etwas anderes ab­ge­bil­det ist: Das Titelbild soll Ihr Angebot über­zeu­gend re­prä­sen­tie­ren und dabei buch­stäb­lich „ins Auge springen“.

Hier einige Vor­schlä­ge zur Ori­en­tie­rung, zwischen denen Sie je nach Belieben bzw. Ak­tua­li­tät wechseln können:

  • Hat Ihr Un­ter­neh­men eine Aus­zeich­nung gewonnen? Dann zeigen Sie dies prominent an dieser Stelle.
  • Wollen Sie die Mar­ken­iden­ti­tät stärken? Gestalten Sie das Titelbild basierend auf dem Design Ihrer Un­ter­neh­mens-Website.
  • Bringen Sie ein neues Produkt heraus? Lassen Sie es Ihre Kunden und den Rest der Welt durch das Titelbild wissen.
  • Stehen in Ihrem Geschäft Menschen im Vor­der­grund? Dann zeigen Sie Ihr Team.
Tipp

Viele der oben genannten Ideen lassen sich auch auf das YouTube-Kanalbild anwenden – eine weitere wichtige Plattform in der Bil­der­welt sozialer Medien.

Was für Online-Auftritte ganz generell gilt, gilt auch für das Facebook-Titelbild: Zu viele Details und kun­ter­bun­te Farben lenken vom We­sent­li­chen ab. Klare Struk­tu­ren und wenige, dafür sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­te Farben sind mar­ke­ting­psy­cho­lo­gisch wichtig: Sie ver­mit­teln den Kunden, dass Sie bei Ihrer Arbeit struk­tu­riert und kon­zen­triert vorgehen.

Welche Regeln gibt es für das Facebook-Titelbild?

Bereits beim Hochladen des Ti­tel­bilds weist Facebook in aller Deut­lich­keit darauf hin, wie sichtbar dieses Cover ist: „Dein aktuelles Titelbild ist immer öf­fent­lich.“ Es gelten dafür also keine Privacy-Ein­stel­lun­gen. Deshalb ist es un­ab­ding­bar, dass Sie die Rechte an dem Bild besitzen und damit nicht etwa vor­han­de­ne Ur­he­ber­rech­te verletzen. Auch andere generelle Regeln müssen ein­ge­hal­ten werden: So darf das Bild nicht gegen die Ge­mein­schafts­stan­dards und den Schutz der Pri­vat­sphä­re verstoßen. Gewalt und Obs­zö­ni­tä­ten sind selbst­ver­ständ­lich ebenfalls tabu.

Facebook verfügt zudem über Wer­be­richt­li­ni­en und bietet ein um­fas­sen­des Hilfs­an­ge­bot für Un­ter­neh­mens­sei­ten an. Allgemein gilt, dass Werbung von Dritten untersagt ist und Ti­tel­bil­der weder täuschend noch ir­re­füh­rend sein dürfen. Quellen wie Google und Flickr sind tabu, wobei es jedoch möglich ist, die Rechte an einem Bild zu erwerben. Es gibt auch Platt­for­men für li­zenz­freie Bilder, auf die Sie zugreifen können. Da es beim Titelbild um den per­sön­li­chen Ausdruck geht, sind so­ge­nann­te Stock-Fotos al­ler­dings nicht die beste Wahl. Falls sich im Bild­hin­ter­grund Ihres Facebook-Ti­tel­bilds fremde Personen befinden, müssen Sie diese un­kennt­lich machen – es sei denn, Sie haben deren Ein­ver­ständ­nis eingeholt.

Hinweis

Da­ten­schutz­pro­ble­me und un­durch­sich­ti­ge AGBs auf Facebook bereiten Ihnen Kopf­zer­bre­chen? Denken Sie über Al­ter­na­ti­ven zu Facebook nach. Es könnte sogar sein, dass andere Platt­for­men für Ihr Business und Ihre Kunden besser geeignet sind.

Fazit: Darauf kommt es beim Facebook-Titelbild an

Wir fassen noch einmal die wich­tigs­ten Tipps zusammen:

  • Das Bild sollte Ihr Un­ter­neh­men optimal re­prä­sen­tie­ren.
  • Es sollte in allen Dar­stel­lungs­for­men funk­tio­nie­ren.
  • Es sollte möglichst wenig Text enthalten.
  • Es darf keine Ur­he­ber­rech­te verletzen.
  • Sie können das Titelbild re­gel­mä­ßig wechseln bzw. ak­tua­li­sie­ren.
Tipp

Diese Punkte lassen sich überall anwenden, wo es um die best­mög­li­che Ge­stal­tung einer On­line­prä­senz geht. Sie möchten Ihre eigene, un­ver­wech­sel­ba­re Homepage selbst gestalten? Mithilfe eines in­tui­ti­ven Homepage-Bau­kas­tens für hoch­wer­ti­ges Website-Design geht das einfach und schnell.

Zum Schluss zeigen wir Ihnen noch, wie die Ab­mes­sun­gen des Co­ver­bilds in der Desktop- und der Mo­bil­ver­si­on ausfallen:

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