Ein Lead Ad ist ein spe­zi­el­les Wer­be­an­zei­gen­for­mat, das die Social-Media-Plattform Facebook seit 2015 anbietet, um seinen An­zei­gen­kun­den die Lead-Ge­ne­rie­rung zu er­leich­tern. Das Online-Marketing be­zeich­net als Lead einen Nutzer, der online Interesse an dem vom Un­ter­neh­men an­ge­bo­te­nen Produkt be­zie­hungs­wei­se der an­ge­bo­te­nen Dienst­leis­tung gezeigt hat – bei­spiels­wei­se durch den Besuch eines On­line­shops oder einer Website. Dabei hat er durch eine Trans­ak­ti­on (eine News­let­ter-Anmeldung oder eine Gutschein-Re­gis­trie­rung) Daten hin­ter­legt – zum Beispiel seine E-Mail­adres­se. Das er­leich­tert es dem be­tref­fen­den Un­ter­neh­men, mit dem po­ten­zi­el­len oder tat­säch­li­chen Kunden in Kontakt zu bleiben.

Auch Sie wollen Interesse an Ihren Angeboten wecken und Ihren Umsatz steigern? Wenn Sie spezielle Methoden zur Lead-Ge­ne­rie­rung nutzen, können Sie unter anderem folgende Mar­ke­ting­maß­nah­men besser umsetzen:

  • Kampagnen zur Image­pfle­ge und zum Aufbau von Mar­ken­be­wusst­sein
  • Auf eine Ziel­grup­pe zu­ge­schnit­te­nes Dia­log­mar­ke­ting (z.B. Kon­takt­auf­nah­me per Telefon, Zusenden von Wer­be­pro­spek­ten)

Anzeigen ver­ein­fa­chen die Lead-Ge­ne­rie­rung. Sie wecken Auf­merk­sam­keit und sind sie gut gemacht, dann führen sie zu einem ernst­haf­ten Interesse am je­wei­li­gen Angebot. Damit In­ter­es­sen­ten ihre Daten preis­ge­ben, ist es wichtig, ihnen dies so einfach wie möglich zu machen. Facebook-Lead-Ads bieten hierfür ein Kon­takt­for­mu­lar, das jedem Facebook-Nutzer angezeigt wird, der auf die aus­ge­spiel­te Anzeige klickt. Das Besondere: Das Formular ist bereits auf Basis der im Nut­zer­pro­fil hin­ter­leg­ten Daten aus­ge­füllt. Das kommt ins­be­son­de­re un­ge­dul­di­gen Nutzern entgegen, die so eher geneigt sind, ihre Daten zu hin­ter­le­gen.

Der Nutzer stimmt der Spei­che­rung seiner Daten zu, indem er das Formular absendet. Dabei hat er die Mög­lich­keit, Angaben weg­zu­las­sen oder weitere In­for­ma­tio­nen hin­zu­zu­fü­gen. Jeder User benötigt lediglich zwei Klicks, um sein Interesse zu bekunden und seine Kon­takt­da­ten zu über­mit­teln. Über solche Formulare können Sie nicht nur per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten sammeln, sondern auch News­let­ter-Abon­nen­ten gewinnen, Angebote über­mit­teln oder Rückrufe in­iti­ie­ren.

Doch nur mit qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Leads ist Marketing er­folg­reich. Daher müssen ein paar Faktoren erfüllt sein. Welche Faktoren das sind und wie Facebook in seinen Lead Ads dafür sorgt, dass diese ge­währ­leis­tet sind, erklären wir im Folgenden:

  • Interesse: Nur wenn Sie relevante Ziel­grup­pen erreichen, haben Sie die Chance, nach­hal­tig Interesse zu erregen und Kon­takt­da­ten po­ten­zi­el­ler Kunden zu gewinnen. Damit Ihnen das gelingt, stellt die An­zei­gen­schal­tung von Facebook zahl­rei­che Targeting-Optionen bereit. Über eine vor­ge­schal­te­te Be­grü­ßungs­sei­te werden User kurz und prägnant über das Angebot in­for­miert.
  • Kor­rekt­heit: Un­ab­hän­gig davon, ob es sich um eine falsch ge­schrie­be­ne E-Mail-Adresse oder ein Zah­len­dre­her bei der Te­le­fon­num­mer handelt: Kon­takt­da­ten, in die sich Fehler ein­ge­schli­chen haben, sind nichts wert. Ein vor­aus­ge­füll­tes Formular beugt Tipp­feh­lern vor. Oft ist al­ler­dings eine Ak­tua­li­sie­rung bzw. Ergänzung notwendig, da das Formular nur solche Daten au­to­ma­tisch eintragen kann, die der Nutzer auch in seinem Facebook-Account hin­ter­legt hat. Doch wenn die per­sön­li­chen Daten au­to­ma­tisch ein­ge­tra­gen werden, senkt das die Wahr­schein­lich­keit, dass der Nutzer ab­sicht­lich falsche Angaben macht oder vorzeitig abspringt, weil ihm das For­mu­lar­aus­fül­len zu zeit­auf­wen­dig ist.
  • Frei­wil­lig­keit: Ohne Zu­stim­mung gewonnene per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten dürfen Sie nicht nutzen – auch sie sind damit für Un­ter­neh­men praktisch wertlos. Ins­be­son­de­re, da immer mehr Nutzer Wert auf Da­ten­schutz legen und nicht er­wünsch­te Werbung als Spam empfinden. Zudem ver­pflich­ten die ge­setz­li­chen Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen in Deutsch­land ohnehin zum Opt-in-Verfahren. Das bedeutet, dass Nutzer der Über­mitt­lung und Ver­wen­dung ihrer Daten aus­drück­lich zustimmen müssen. An­dern­falls dürfen Sie ihnen keine Werbe-Mails senden. Facebook-Lead-Ads ge­währ­leis­ten das Double-Opt-in  dadurch, dass Nutzer zur News­let­ter-Anmeldung einen ent­spre­chen­den Be­stä­ti­gungs­but­ton drücken müssen.

Die Vorteile von Lead Ads: Responsiv und viel­sei­tig anpassbar

Facebook-Lead-Ads bieten zahl­rei­che Vorteile. Mit ihnen zeigen Sie im weltweit größten sozialen Netzwerk Präsenz. Kaum ein Un­ter­neh­men ver­zich­tet noch darauf, über Facebook mit Kunden direkt zu kom­mu­ni­zie­ren. Und mit einer Anzeige erreichen Sie auch Nutzer außerhalb Ihrer Facebook-Un­ter­neh­mens­sei­te – zum Beispiel im News-Feed oder in den Instant Articles. Das ver­bes­sert die Reich­wei­te. Aufgrund viel­fäl­ti­ger Targeting-Optionen wird die Anzeige nur Nutzern aus der Ziel­grup­pe gezeigt, was Streu­ver­lus­te ver­rin­gert und Kosten senkt. Und besteht beim Nutzer tat­säch­lich Interesse am Angebot, steigt die Wahr­schein­lich­keit, dass er das Formular mit seinen Daten absendet.

Das au­to­ma­ti­sche For­mu­lar­aus­fül­len der Lead Ads ver­bes­sert die Er­folgs­quo­te – ins­be­son­de­re bei den Mobile-Nutzern, die ihre Daten nicht um­ständ­lich über das Smart­phone-Display eintippen möchten. Und laut einer Studie des Markt­for­schungs­un­ter­neh­mens Kantar TNS gehen 73 Prozent der 14- bis 69-Jährigen Deutschen re­gel­mä­ßig mit ihrem Smart­phone online. Mobiles Internet sowie die stand­ort­be­zo­ge­ne Aus­spie­lung digitaler Wer­be­an­zei­gen ver­bes­sern die Chancen, Kon­su­men­ten auch unterwegs zu erreichen. Sie können sie dadurch genau in jenem Moment auf Ihr Angebot oder Geschäft auf­merk­sam machen, in dem der Ver­brau­cher sich nach ent­spre­chen­dem Produkt umsieht.

Facebook-Lead-Ads sind für die mobile Nutzung optimiert und erfordern daher keine langen La­de­zei­ten. Sie öffnen sich innerhalb der Facebook-App oder direkt in dem über einen Browser auf­ge­ru­fe­nen Newsfeed. Neben dem vor­aus­ge­füll­ten Formular bietet das An­zei­gen­for­mat auch eine optionale Be­grü­ßungs­sei­te, die Facebook noch vor dem Formular ein­blen­det. Das er­mög­licht Ihnen, Ihr Un­ter­neh­men kurz dar­zu­stel­len, mehr In­for­ma­tio­nen zu einem er­klä­rungs­be­dürf­ti­gen Produkten zu liefern oder die Vorteile Ihres Angebots her­aus­zu­stel­len.

Über das Formular können Sie theo­re­tisch Daten un­ter­schied­lichs­ter Art ermitteln. Stan­dard­mä­ßig bietet das Formular Felder für die E-Mail-Adresse, Anschrift, Te­le­fon­num­mer und Wohnort – sofern der Nutzer diese In­for­ma­tio­nen in seinem Profil hin­ter­las­sen hat. Auch Ein­ga­be­fel­der für de­mo­gra­fi­sche Daten wie Ge­schlecht, Ge­burts­da­tum, Fa­mi­li­en­stand oder Be­rufs­be­zeich­nung sind verfügbar. Darüber hinaus lässt sich das Formular auch um be­nut­zer­de­fi­nier­te Fragen erweitern. Sie können also ganz gezielt solche Daten erfragen, die für Ihre Mar­ke­ting­zwe­cke relevant sind.

Über Lead Ads, Umfragen oder Te­le­fon­mar­ke­ting kommen oft reichlich Daten zusammen. Wer seine Kun­den­da­ten zentral verwaltet, behält den Überblick. CRM-Systeme leisten dabei gute Dienste. Facebook bietet aus diesem Grund für Lead Ads über APIs (engl. Ap­pli­ca­ti­on Pro­gramming Interface = Pro­gram­mier­schnitt­stel­len) eine Anbindung an un­ter­schied­li­che CRM-Systeme an. Darüber hinaus ist es möglich, aus­ge­wähl­te E-Mail-Programme, E-Mail-Marketing-Software und Call­cen­ter-Tools zu in­te­grie­ren. Das erspart es Ihnen oder Ihren Mit­ar­bei­tern, die erhobenen Daten händisch ein­zu­pfle­gen. Sollte keine In­te­gra­ti­on möglich sein, können Sie die ent­spre­chen­den Daten al­ter­na­tiv von Facebook her­un­ter­la­den.

Für jedes Mar­ke­ting­ziel das passende Format

Ganz gleich, ob Sie als Blogger neue Leser gewinnen, mehr Kunden in Ihr Ein­zel­han­dels­ge­schäft locken möchten oder Te­le­fon­num­mern für Rückrufe ermitteln wollen: Mit Facebook-Lead-Ads lassen sich all diese Mar­ke­ting­zie­le erreichen. Außerdem eignet sich das An­zei­gen­for­mat für ver­schie­de­ne Branchen. So kann ein Verlag die Preview einer E-Book-Neu­erschei­nung an eine News­let­ter-Re­gis­trie­rung knüpfen. Bietet dagegen ein Autohaus eine Pro­be­fahrt an, kann es über ent­spre­chen­de Lead Ads wertvolle In­for­ma­tio­nen darüber gewinnen, welche Fahrzeug-Modelle seine po­ten­zi­el­len Kunden be­vor­zu­gen.

Wichtig ist, dass Sie bei der An­zei­gen­ge­stal­tung auch an Ihre Ziel­grup­pe denken. Bauen Sie bei­spiels­wei­se bei er­klä­rungs­be­dürf­ti­gen Produkten oder Dienst­leis­tun­gen eine Be­grü­ßungs­sei­te ein. Diese dem Fra­ge­for­mu­lar vor­ge­schal­te­te Seite liefert wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen und erklärt den Zweck des Formulars, ohne dass In­ter­es­sen­ten hierfür die Facebook-Nut­zer­ober­flä­che verlassen müssen. Auf diese Weise können Sie Nutzer über­zeu­gen, dass sich die For­mu­lar­ab­ga­be für sie lohnt. Zudem können Sie eine Lead Ad um ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Foto oder mehrere verlinkte Bilder ergänzen (Karussell-Format) oder Videos hin­zu­fü­gen.

Tipp

Über eine zu­sätz­li­che Be­grü­ßungs­sei­te können sich Nutzer sehr schnell einen Überblick über das Angebot oder den Zweck des Formulars ver­schaf­fen. In­cen­ti­ves (wie bei­spiels­wei­se Gut­schei­ne oder kos­ten­freie E-Books) können zu­sätz­lich mo­ti­vie­ren, das Formular aus­zu­fül­len und abzugeben. Auch ein Call-to-Action erhöht die Chance, dass Nutzer ihre Daten hin­ter­las­sen. Folgende Call-to-Action-Buttons stellt Facebook Ihnen zur Auswahl:

  • Re­gis­trie­ren
  • Angebot einholen
  • Abon­nie­ren
  • Jetzt bewerben
  • Her­un­ter­la­den
  • Mehr dazu

Beim Erstellen des Fra­ge­for­mu­lars selbst sind folgende zwei Dinge ent­schei­dend:

  1. Abfrage re­le­van­ter In­for­ma­tio­nen: Überlegen Sie, welche In­for­ma­tio­nen Sie tat­säch­lich und am dring­lichs­ten benötigen. Zum Versenden von Wer­be­pro­spek­ten brauchen Sie bei­spiels­wei­se die Anschrift der In­ter­es­sen­ten. Sie bieten Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen an oder Ihr Produkt richtet sich an Familien? Dann sind de­mo­gra­fi­sche Daten zum Fa­mi­li­en­stand, Be­zie­hungs­sta­tus und Ge­schlecht für Sie nützlich.
  2. Erstellen zu­sätz­li­cher, un­ter­neh­mens­re­le­van­ter Fragen: Die Stan­dard­fra­gen können Sie um eigene Fragen erweitern. Auf diese Weise fragen sie un­ter­neh­mens­spe­zi­fisch In­for­ma­tio­nen ab und können Ihre Werbung an­schlie­ßend besser in­di­vi­dua­li­sie­ren. Nutzen Sie diese Mög­lich­keit, um bei­spiels­wei­se her­aus­zu­fin­den, an welchen Produkten Nutzer besonders in­ter­es­siert sind.

Multiple Choice oder Ter­min­ab­fra­ge? Bei den er­gän­zen­den Fragen können Sie passend zum je­wei­li­gen Fragentyp eine ent­spre­chen­de For­mat­vor­la­ge aus­zu­wäh­len. Diese können Sie im Bereich „Be­nut­zer­de­fi­nier­te Fragen“ über ein Drop-down-Menü kon­fi­gu­rie­ren. Dazu gehören folgende Vorlagen:

  • Kurz­ant­wort: Eignet sich für ein­zei­li­ge Antworten auf offene und ge­schlos­se­ne Fragen.
  • Multiple Choice: Damit geben Sie mehrere Antworten vor oder stellen Ka­te­go­rien zur Auswahl. Das hat den Vorteil, dass Sie ge­wünsch­te In­for­ma­tio­nen gezielter abfragen können und der Nutzer lediglich ein Häkchen zu setzen braucht (Beispiel: Über welches Produkt wollen Sie mehr erfahren? Produkt A, B oder C?)
  • Bedingt: Mit dieser Option erweitern Sie Multiple-Choice-Fragen. Was nach Be­ant­wor­tung der vor­an­ge­gan­ge­nen Frage als nächstes abgefragt wird, hängt dann von der vor­an­ge­gan­ge­nen Antwort des Nutzers ab.
  • Fi­li­al­su­che: Nutzen Sie diese Funktion, um von Kunden gefunden zu werden, die sich in Nähe Ihres Geschäfts befinden. Vor­aus­set­zung ist al­ler­dings, dass Sie den Un­ter­neh­mens­stand­ort in Ihrem Profil hin­ter­legt haben.
  • Ter­min­ver­ein­ba­rung: Unter diesem Punkt können In­ter­es­sen­ten Ter­min­wün­sche äußern be­zie­hungs­wei­se aus vor­ge­schla­ge­nen Terminen wählen.

Zu­sätz­li­che Fragen können Sie unter dem Menüpunkt „Fragen hin­zu­fü­gen“ erstellen. Bis zu 15 weitere Fragen sind möglich. Al­ler­dings empfiehlt es sich, die Anzahl zu begrenzen. Denn nicht jeder Nutzer nimmt sich die Zeit, ein um­fang­rei­ches Formular aus­zu­fül­len. Die folgende Tabelle mit Bei­spiel­fra­gen hilft Ihnen dabei, eine passende Anzeige zu erstellen.

Welches Ziel wollen Sie erreichen?   Welche all­ge­mei­nen In­for­ma­tio­nen soll das Formular abfragen? Welche er­gän­zen­den Fragen sind sinnvoll? Für welche Branche geeignet?    
Op­ti­mie­rung des E-Mail-Mar­ke­tings:   - Mehr News­let­ter-    An­mel­dun­gen - Bessere Aus­rich­tung des Contents an Abon­nen­ten­in­ter­es­se - Mailings zu aktuellen Aktionen (z. B. Rabatte) - E-Mail-Adresse - ggf. de­mo­gra­fi­sche Daten (z. B. Ge­schlecht, Ge­burts­da­tum) - Wie oft willst du in­for­miert werden? - Welche Angebote in­ter­es­sie­ren dich besonders? - Alle
Be­ant­wor­tung von Kun­den­an­fra­gen und Akquise von Bewerbern:   - In­for­ma­tio­nen zu In­ter­es­sen und Hobbys, um Produkte/Stel­len­an­ge­bo­te gezielter zu bewerben - Ansprache po­ten­zi­el­ler Kunden/Bewerber - Name und Vorname - Post­leit­zahl - Te­le­fon­num­mer - Name des Un­ter­neh­mens/ Ar­beit­ge­bers - Für welche Angebote in­ter­es­sierst du dich? - Welchen Aus­bil­dungs-abschluss strebst du an? - Welche Kennt­nis­se und Fä­hig­kei­ten besitzt du? -Fach­dienst­leis­tun­gen - Fi­nanz­sek­tor -Aus­bil­dungs­an­bie­ter
Incentive-Marketing:   - Anreize durch Rabatte, Gut­schei­ne und Test­pro­duk­te schaffen - Formular-Abgabe aufgrund des Angebot von In­cen­ti­ves (Erhalt erst nach Be­ant­wor­tung der Fragen) - E-Mail-Adresse - Post­leit­zahl - ggf. de­mo­gra­fi­sche Daten - Für welche Produkte willst du einen Rabatt erhalten?   - E-Commerce - Ein­zel­han­del
Ge­winn­spiel:   - Re­gis­trie­rung ist Teil­nah­me­be­din­gung - Wichtig: Teil­nah­me­be­din­gun­gen angeben und recht­li­chen Rahmen einhalten - E-Mail-Adresse - Name und Vorname - Te­le­fon­num­mer - Stimme ab: Welches Produkt gefällt dir am besten? - Alle
Ver­mark­tung kos­ten­frei­en Contents:   - White­pa­per-Download, Test­zu­gang für Webinar oder Ar­ti­kel­se­rie nach Re­gis­trie­rung - E-Mail-Adresse - Name und Vorname - Ge­schäft­li­che Te­le­fon­num­mer - Name des Un­ter­neh­mens - Für welche Inhalte/Webinar-Themen in­ter­es­sierst du dich? - Möchtest du die Inhalte bewerten? - Wie groß ist dein Un­ter­neh­men? - Bil­dungs­an­bie­ter - Blogger - Medien - B2B-Kunden
Vor­be­stel­lun­gen und Re­gis­trie­run­gen:   - Angebot besser an Nachfrage anpassen - Neue Kunden gewinnen - Name und Vorname - E-Mail-Adresse - Te­le­fon­num­mer   - Für welche Angebote in­ter­es­sierst du dich? - Hast du Son­der­wün­sche? -Fach­dienst­leis­tun­gen - E-Commerce - Ein­zel­han­del - Fi­nanz­sek­tor
Teil­neh­mer und Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner für Ver­an­stal­tun­gen gewinnen   - Ver­an­stal­tungs­an­ge­bot besser aus­rich­ten - Shop-Neu­eröff­nung bewerben - B2B-Kontakte knüpfen - Name und Vorname - E-Mail-Adresse - Ge­schäft­li­che Te­le­fon­num­mer - Name des Un­ter­neh­mens - Be­rufs­be­zeich­nung - Für welche Konferenz-/Workshop-Themen in­ter­es­sierst du dich? - Welche Ar­beits­be­rei­che gibt es in deinem Un­ter­neh­men? - Bil­dungs­an­bie­ter - B2B-Sektor - Ein­zel­han­del - Un­ter­hal­tung
Angebot von Pro­be­fahr­ten oder bspw. Beratung   - Interesse für er­klä­rungs­be­dürf­ti­ge und fi­nanz­in­ten­si­ve Produkte ge­ne­rie­ren - E-Mail-Adresse - Te­le­fon­num­mer - Post­leit­zahl   - Für welches Au­to­mo­dell/Dienst­leis­tung in­ter­es­sierst du dich? - Willst du das Auto kaufen oder leasen? -Fach­dienst­leis­tun­gen - Fi­nanz­sek­tor - Au­to­händ­ler
Ver­si­che­rungs­an­ge­bot un­ter­brei­ten   - Per­so­nen­spe­zi­fi­sche Angaben gewinnen, um pass­ge­naue Angebote zu erstellen - E-Mail-Adresse - Te­le­fon­num­mer - Fa­mi­li­en­stand   - Verfügst du über eine Ver­si­che­rung? - Willst du deine Familie mit­ver­si­chern? - Fi­nanz­sek­tor  
Kon­su­men­ten­be­fra­gung   - Ver­bes­se­rung des Pro­dukt­an­ge­bots De­fi­ni­ti­on der Ziel­grup­pe / Erstellen von In­ter­es­sen­ten­pro­fi­len - E-Mail-Adresse - Post­leit­zahl - ggf. de­mo­gra­fi­sche Daten - Wie viele Personen leben in deinem Haushalt? - Welche Produkte in­ter­es­sie­ren dich? - E-Commerce - Ein­zel­han­del

Schritt für Schritt zur perfekten Lead-Anzeige

Facebook-Lead-Ads können Sie nur nutzen, wenn Sie eine Facebook-Un­ter­neh­mens­sei­te besitzen, da die Anzeige mit dem Un­ter­neh­mens­pro­fil verknüpft wird. Verfügen Sie noch über keinen eigenen Un­ter­neh­mens-Account, müssen Sie also als erstes eine eigene Seite erstellen. Lead Ads erfordern aber noch mehr Vorarbeit. Schalten Sie die Anzeigen daher erst, wenn Folgendes erstellt wurde und für Sie verfügbar ist:

  • Link zur Da­ten­schutz­er­klä­rung Ihres Un­ter­neh­mens: Der Link ist ob­li­ga­to­risch. Auch bei Facebook-Lead-Ads darf man den Da­ten­schutz nicht außer Acht lassen. Schließ­lich be­ab­sich­ti­gen Sie im Regelfall, über die Anzeigen jede Menge per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten zu gewinnen.
  • Fragen und Werbetext: Überlegen Sie sich im Vorfeld, welche Daten Sie ermitteln wollen. Wenn Sie die Anzeige um eine Be­grü­ßungs­sei­te ergänzen möchten, benötigen Sie einen prä­gnan­ten Vor­stel­lungs­text, der sich mit Ihrer Firma oder dem be­wor­be­nen Produkts befasst. Doch fassen Sie sich kurz, denn eine Lead Ad erlaubt nur eine begrenzte Zei­chen­an­zahl.
  • Bilder oder Videos: Sie benötigen min­des­tens ein Bild. Beim Karussell-Format können Sie mehrere Bilder oder auch Videos einfügen. Das ist visuell an­spre­chend und lohnt sich, wenn Sie mehrere Produkte gleich­zei­tig ver­mark­ten möchten. Die Bild­da­tei­en sollten nicht zu groß sein, aber dennoch eine gute Auflösung aufweisen. Beachten Sie die De­sign­vor­ga­ben von Facebook.

Eine Facebook-Lead-Ad können Sie entweder über die Nut­zer­ober­flä­che Ihrer Un­ter­neh­mens­sei­te oder über den Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger erstellen. Die Vor­ge­hens­wei­se ähnelt sich. Sie haben bereits in der Ver­gan­gen­heit auf Facebook-Anzeigen ge­schal­tet oder planen eine um­fas­sen­de An­zei­gen­kam­pa­gne? Dann ist der Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger. Dieser Weg erlaubt es Ihnen, Ein­stel­lun­gen zu über­neh­men, und er­leich­tert Ihnen die Er­folgs­kon­trol­le Ihrer Kampagnen.

Beim Erstellen einer Lead Ad über Ihre Un­ter­neh­mens­sei­te gehen Sie fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Loggen Sie sich in Ihr Facebook-Konto ein und klicken Sie in der oberen Me­nü­leis­te auf die Schalt­flä­che „Bei­trags­op­tio­nen“.
     
  2. Nun erscheint auf der linken Seite ein Drop-down-Menü mit der Option „Lead Ads“. Wählen Sie in diesem Bereich die Funktion „For­mu­lar­bi­blio­thek“ aus und klicken Sie auf den blauen Button „Erstellen“. An­schlie­ßend wählen Sie „neues Formular“. Sobald Sie diese Option mit „Weiter“ bestätigt haben, erscheint ein An­zei­gen­for­mu­lar, in dem Sie erste grund­le­gen­de In­for­ma­tio­nen hin­ter­le­gen und den An­zei­gen­auf­bau sowie das Design festlegen können.
     
  3. Zunächst müssen Sie angeben, ob Sie eine optionale Be­grü­ßungs­sei­te erstellen möchten. Ist dies der Fall, folgen Sie der in diesem Artikel weiter unten auf­ge­führ­ten Anleitung für Be­grü­ßungs­sei­ten. Wenn Sie diesen Schritt über­sprin­gen, können Sie sofort unter „Fragen“ das Fra­gen­for­mu­lar erstellen.
     
  4. Ihren Fragen können Sie eine Über­schrift vor­an­stel­len. Zu Beginn wählen Sie aus, welche Daten Sie erheben möchten. Stan­dard­mä­ßig sind hier bereits die Optionen „E-Mail“ und „Voll­stän­di­ger Name“ aus­ge­wählt. Sie benötigen mehr In­for­ma­tio­nen? Dann klicken Sie auf „Weitere Optionen anzeigen“ und setzen Sie neben Ka­te­go­rien wie bei­spiels­wei­se „Post­leit­zahl“ oder „Be­rufs­be­zeich­nung“ ein Häkchen, wenn Sie diese In­for­ma­tio­nen ebenfalls erfragen möchten. Beim Ausfüllen empfiehlt sich eine re­gel­mä­ßi­ge Zwi­schen­spei­che­rung. Einen ent­spre­chen­den Button finden Sie am Bild­schirm­rand rechts oben.
     
  5. Sie brauchen sich nicht auf die vor­ge­ge­be­nen Ka­te­go­rien zu be­schrän­ken. Im Bereich „Be­nut­zer­de­fi­nier­te Fragen“ lässt sich das Formular um selbst for­mu­lier­te Fragen ergänzen. Mit einem Klick in das Textfeld öffnen Sie ein Drop-down-Menü, das Ihnen mehrere Frage-Antwort-Typen zur Auswahl stellt (z. B. Multiple Choice). Sie können bis zu 15 Fragen hin­zu­fü­gen, indem Sie jedes Mal erneut auf die ent­spre­chen­de Schalt­flä­che klicken. Wichtig ist, dass die Fragen mit den Facebook-Wer­be­richt­li­ni­en konform sind. Das Social-Media-Un­ter­neh­men schaltet Facebook-Lead-Ads grund­sätz­lich erst nach einer in­halt­li­chen Prüfung frei.
     
  6. An­schlie­ßend hin­ter­le­gen Sie im Bereich „Da­ten­richt­li­nie“ den Link zur un­ter­neh­mens­ei­ge­nen Da­ten­schutz­er­klä­rung. Zudem ist es möglich, zu­sätz­lich einen Haf­tungs­aus­schluss hin­zu­zu­fü­gen. Dies empfiehlt sich bei­spiels­wei­se, wenn Sie ein Facebook-Ge­winn­spiel ver­an­stal­ten wollen.
     
  7. Nun haben Sie die Ge­le­gen­heit, die Lead Ad um eine „Vielen-Dank-Anzeige“ zu ergänzen. Diese wird erst aus­ge­spielt, nachdem der Nutzer das Formular ab­ge­schickt hat. Sie dient dazu, mit In­ter­es­sen­ten in Kontakt zu bleiben und fördert die In­ter­ak­ti­on. Sinnvoll ist sie zum Beispiel, wenn Sie Nutzer an­schlie­ßend zu Ihrer Website wei­ter­lei­ten, Downloads frei­schal­ten oder Nutzern einen direkten Anruf er­mög­li­chen möchten. Zudem er­leich­tert sie im Rahmen einer News­let­ter-Re­gis­trie­rung das auch bei Facebook-Lead-Ads ob­li­ga­to­ri­sche Double-Opt-in-Verfahren ein­zu­hal­ten. Dazu fordern Sie Nutzer auf, die Anmeldung ein zweites Mal zu be­stä­ti­gen.
     
  8. Bevor Sie auf „Fer­tig­stel­len“ klicken, empfiehlt es sich, die Lead Ad mittels einer Vorschau zu über­prü­fen. Stimmt alles, müssen Sie noch den Button „Be­stel­lung aufgeben“ betätigen. Erst mit diesem Befehl geben Sie die Anzeige in Auftrag.

Im Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger sieht die Nut­zer­ober­flä­che ge­ring­fü­gig anders aus. Bei ihm müssen Sie das Ziel „Lead­ge­ne­rie­rung“ aus einer Liste mit vor­ge­schla­ge­nen Mar­ke­ting­zie­len auswählen, um mit dem Erstellen zu beginnen. An­schlie­ßend können Sie das Budget festlegen und passend zur an­vi­sier­ten Ziel­grup­pe ver­schie­de­ne Targeting-Optionen auswählen.

Der Menüpunkt „Er­wei­ter­te Optionen“ bietet ein be­son­de­res Feature: Das so­ge­nann­te Facebook-Pixel. Wenn Sie dieses Tracking- und Ana­ly­se­tool in Ihre Anzeige einfügen und den da­zu­ge­hö­ri­gen Pixelcode im Header Ihrer Un­ter­neh­mens­web­sei­te eingebaut haben, können Sie den Erfolg Ihrer Facebook-Lead-Ads besser auswerten. Ein Klick auf die Anzeige oder ein Web­sei­ten­be­such aktiviert das Pixel. Es verfolgt nun, ob der Nutzer bei­spiels­wei­se einen Kauf ab­schließt oder einen News­let­ter abonniert. Zudem er­mög­licht es, denselben Kunden erneut per Anzeige zu erreichen.

Sobald Sie erste Leads generiert haben, können Sie diese entweder in der For­mu­lar­bi­blio­thek Ihrer Un­ter­neh­mens­sei­te oder im Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger einsehen und als  CSV-Datei ex­por­tie­ren

Hinweis

Laden Sie re­gel­mä­ßig Ihre Leads herunter, damit Kosten und Aufwand nicht er­geb­nis­los bleiben. Denn Facebook speichert die Er­geb­nis­se nur 90 Tage lang. An­schlie­ßend sind die Leads nicht mehr abrufbar.

Facebook bietet außerdem einen au­to­ma­ti­schen Download über ein CRM-System an. Weiter unten schildern wir Ihnen die Vorteile dieses Systems.

Be­grü­ßungs­sei­te erstellen

Eine Be­grü­ßungs­sei­te – oftmals auch als Kon­text­kar­te be­zeich­net – ergänzt eine Facebook-Lead-Ad um eine zu­sätz­li­che Seite, die innerhalb der Nut­zer­ober­flä­che angezeigt wird. Sie erscheint, nachdem ein Nutzer die Anzeige an­ge­klickt hat, und ist dem Formular vor­ge­schal­tet. Die Be­grü­ßungs­sei­te ist nicht zwingend er­for­der­lich, lohnt sich aber in vielen Fällen. Sie gibt Ihnen die Mög­lich­keit, Ihr Un­ter­neh­men oder ein spe­zi­fi­sches Produkt vor­zu­stel­len. Auf der Be­grü­ßungs­sei­te können Sie den Ver­brau­chern die Vorteile Ihres Angebots erläutern, um sie von einer For­mu­lar­be­stä­ti­gung zu über­zeu­gen. Schließ­lich geben die meisten Nutzer nur ungern per­sön­li­che Daten preis, wenn sie nicht wissen, wer sich überhaupt hinter der Anzeige verbirgt.

Ins­be­son­de­re bei komplexen Dienst­leis­tungs­an­ge­bo­ten oder Spe­zi­al­pro­duk­ten helfen Zu­satz­in­for­ma­tio­nen. Wenn Sie hingegen mit einer Ge­winn­spiel­teil­nah­me oder kos­ten­frei­em Content Nutzer anlocken wollen, können Sie auf der Be­grü­ßungs­sei­te die Teil­nah­me­be­din­gun­gen erläutern oder etwas zum an­ge­bo­te­nen Content erzählen. Eine Be­grü­ßungs­sei­te hat zudem den Vorteil, dass wichtige In­for­ma­tio­nen un­mit­tel­bar einsehbar sind. Gerade Nutzer, die im mobilen Internet unterwegs sind, wollen nicht extra eine externe Seite aufrufen. Eine Be­grü­ßungs­sei­te senkt das Risiko, dass sie ab­sprin­gen und das Lead-Ads-Formular nicht ausfüllen.

Um die Seite zu erstellen, müssen Sie den im An­zei­gen­me­nü im Bereich „Be­grü­ßungs­sei­te“ be­find­li­chen Schie­be­reg­ler ver­stel­len. An­schlie­ßend geben Sie in das sich nun öffnende Textfeld eine Über­schrift sowie Ihre Kurz­be­schrei­bung ein. Die Be­schrei­bung ergänzen Sie im Bereich „Layout“. Wählen Sie hierbei entweder „Auf­zäh­lungs­zei­chen“ oder „Paragraph“ aus. Eine Auf­zäh­lung ist sehr über­sicht­lich, al­ler­dings be­schränkt Facebook diese Option auf maximal 80 Zeichen. Bei einem Fließtext bestehen keinerlei Zei­chen­be­schrän­kun­gen.

Auch ein Bild ist notwendig. Sie können entweder das Bild nutzen, das bereits in der Anzeige erscheint, oder ein neues Bild verwenden. Die Er­stel­lung Ihrer Be­grü­ßungs­sei­te schließen Sie ab, indem Sie einen Button hin­zu­fü­gen. Zur Be­schrif­tung des Buttons stehen Ihnen 30 Zeichen zur Verfügung. Durch Auf­schrif­ten wie „Jetzt teil­neh­men“ oder „Jetzt Angebot einholen“ wissen Nutzer sofort, welchem Zweck das Ausfüllen des Formulars dient.

Leads einfach verwalten: CRM- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stel­len

Facebook stellt ver­schie­de­ne Lösungen bereit, die es erlauben, die gewonnen Daten au­to­ma­tisch zu verwalten, Kun­den­kon­takt zu pflegen und den An­zei­gen­erfolg zu messen. Die Anbindung erfolgt bei Facebook-Lead-Ads über eine API.

Vorteile einer CRM-Lösung

Die Ver­knüp­fung der Lead Ads mit einem CRM-System erspart Ihnen viel Arbeit und ver­hin­dert, dass Daten verloren gehen. Über die Schnitt­stel­le erfasst das CRM-Programm jeden ge­ne­rier­ten Lead in Echtzeit und syn­chro­ni­siert die ge­won­ne­nen Daten ge­ge­be­nen­falls mit weiteren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tools. Dadurch erübrigt es sich, Daten in re­gel­mä­ßi­gen Zeit­ab­stän­den her­un­ter­zu­la­den und händisch ein­zu­pfle­gen.

Eine in­te­grier­te Lösung kann die Effizienz von Facebook-Lead-Ads erheblich steigern. Denn die un­mit­tel­ba­re Da­ten­ver­ar­bei­tung verkürzt die Re­ak­ti­ons­zei­ten. Wenn Sie sofort mit dem in­ter­es­sier­ten Nutzer Kontakt aufnehmen, hat er Ihre Angebote noch gut in Er­in­ne­rung und wird mit höherer Wahr­schein­lich­keit zum Kunden. Denkbar ist es, nach For­mu­lar­ab­ga­be dem Nutzer un­mit­tel­bar die ge­wünsch­ten In­for­ma­tio­nen zur Verfügung zu stellen oder einen Rückruf aus­zu­lö­sen. Binden Sie zum Beispiel das News­let­ter-Tool MailChimp ein, versendet dieses nach dem For­mu­lar­aus­fül­len einen Be­stä­ti­gungs-Link, mit dem Nutzer die Anmeldung ab­schlie­ßen können.

Zudem lässt sich durch die Anbindung an ein CRM-System besser kon­trol­lie­ren, ob die An­zei­gen­kam­pa­gne er­folg­reich ist. Ins­be­son­de­re, wenn Sie ver­schie­de­ne An­zei­gen­for­ma­te gleich­zei­tig testen, behalten Sie auf diese Weise leichter den Überblick. Um Ihre Kunden besser ein­schät­zen zu können, sollten Sie auch weitere Daten aus Ihrem CRM-System in die Aus­wer­tung mit­ein­be­zie­hen.

Diese In­te­gra­ti­ons­op­tio­nen gibt es

In­te­grie­ren Sie Ihr CRM- be­zie­hungs­wei­se Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­tem, noch bevor Sie die Anzeige aufsetzen. Über den Menüpunkt „Leads Setup“ richten Sie ent­spre­chen­de Schnitt­stel­le ein. Geben Sie in das dortige Suchfeld einfach den Namen des von Ihnen ver­wen­de­ten Programms ein. Doch nicht in jedem Fall lässt sich bei die API direkt eine Ver­bin­dung her­stel­len. Unter Umständen sind weitere Schritte er­for­der­lich und Sie müssen die An­lei­tun­gen auf Facebook zurate ziehen. Es gibt folgende An­bin­dungs­mög­lich­kei­ten:

  • Direkt: Hierbei werden die Facebook-Lead-Ads direkt mit einer CRM-Software verbunden.
  • Extern: Ist eine direkte In­te­gra­ti­on nicht möglich, kann ein Dritt­an­bie­ter zwi­schen­ge­schal­tet werden.
  • Mehrfach-In­te­gra­ti­on: Dritt­an­bie­ter sind unter Umständen in der Lage, mehrere CRM-Systeme mit­ein­an­der zu verbinden.

Eine Anbindung ist al­ler­dings grund­sätz­lich nur mit solchen CRM-Anbietern möglich, die mit Facebook ko­ope­rie­ren. Demnach wird nicht jedes Programm un­ter­stützt. Bei Schwie­rig­kei­ten besteht jedoch die Mög­lich­keit, über den Support eine In­te­gra­ti­on an­zu­for­dern. Facebook erlaubt nicht nur die Ein­bin­dung einfacher Kun­den­ma­nage­ment­sys­te­me (wie bei­spiels­wei­se Microsoft Dynamics CRM), sondern auch die In­te­gra­ti­on komplexer Marketing-Au­to­ma­ti­on-Platt­for­men (z. B. Marketo), News­let­ter-Ma­nage­ment-Tools (z. B. MailChimp) und E-Mail-Anbieter (z.B. Gmail).

Facebook-Lead-Ads und Da­ten­schutz: Das sollten Sie beachten

Denken Sie bei der Nutzung von Facebook-Lead-Ads auch an den Da­ten­schutz. Denn bei Verstößen gegen Da­ten­schutz­ge­set­ze drohen Ab­mah­nun­gen durch Nutzer oder Mit­be­wer­ber.

Neben den all­ge­mei­nen ge­setz­li­chen Vorgaben müssen Sie auch die Wer­be­richt­li­ni­en von Facebook be­rück­sich­ti­gen. Diese un­ter­sa­gen bei­spiels­wei­se Fragen zu einigen sensiblen Themen (Kre­dit­wür­dig­keit, Ge­sund­heit, Religion). Eine Anzeige, die nicht mit diesen Richt­li­ni­en konform ist, wird nicht frei­ge­schal­tet oder später gesperrt. Darüber hinaus verlangt Facebook einen ein­deu­ti­gen Verweis auf die un­ter­neh­mens­ei­ge­ne Da­ten­schutz­er­klä­rung. Diese sollte unter anderem erläutern, zu welchem Zweck die Daten verwendet werden, und dem Nutzer die Mög­lich­keit einräumen, der Spei­che­rung und Ver­wen­dung zu wi­der­spre­chen (Opt-out). Dabei reicht es, die Lead Ad mit der Da­ten­schutz­er­klä­rung zu verlinken. Optional ist dagegen ein Dis­clai­mer, der Haf­tungs­aus­schlüs­se be­inhal­tet.

Generell dürfen Daten nur verwertet werden, wenn Nutzer dem aus­drück­lich zu­ge­stimmt haben (Opt-in-Verfahren). Dies ist in aller Regel ge­währ­leis­tet, sobald ein Nutzer das Formular versendet. Dabei muss eindeutig her­vor­ge­hen, zu welchem Zweck die Daten verwendet werden. Wenn Sie mithilfe von Facebook-Lead-Ads mehr An­mel­dun­gen für Ihren News­let­ter ge­ne­rie­ren wollen, empfiehlt sich ein so­ge­nann­tes Double Opt-in (DOI). Denn kom­mer­zi­el­le E-Mails dürfen nicht un­auf­ge­for­dert ver­schickt werden. Double Opt-in bedeutet, dass der Nutzer zweimal zustimmen muss. Dem Nutzer wird daher nach Ein­rei­chen des Formulars eine Be­stä­ti­gungs­mail mit Link zu­ge­schickt. Erst, wenn er diesen Link nutzt, schließt er die Anmeldung ab. Zwar ist ge­setz­lich nur ein Single-Opt-in vor­ge­schrie­ben, doch gehen Wer­be­trei­ben­de auf diese Weise auf Nummer sicher. Bei Facebook-Lead-Ads ohne Double Opt-in ist nämlich im Zwei­fel­fall schwer nach­weis­bar, dass der E-Mail-Inhaber sich selbst re­gis­triert hat.

Au­to­ma­tisch funk­tio­niert das Double-Opt-in nur über ein in­te­grier­tes News­let­ter­tool (z. B. MailChimp oder Clever Reach).

Tipps zur Lead-Ge­ne­rie­rung

Mit ein paar Kniffen steigern Sie die Chance, hoch­wer­ti­ge Daten zu gewinnen:

Da­ten­ab­fra­ge begrenzen: Auch wenn es reizvoll ist, umfassend Nut­zer­da­ten zu sammeln: Fragen Sie nur unbedingt not­wen­di­ge In­for­ma­tio­nen ab. Denn je aus­führ­li­cher das Formular ist, desto mehr Nutzer springen ab. Schließ­lich kostet es mehr Zeit, viele Fragen zu be­ant­wor­ten. Das Gleiche gilt für die Text­ein­ga­be: Offene Fragen erfordern aus­führ­li­che­re Antworten, während man bei Multiple-Choice-Fragen lediglich ein Häkchen setzen muss.

Schnell reagieren: Lassen Sie zwischen der For­mu­lar­ab­ga­be und der Kon­takt­auf­nah­me nicht zu viel Zeit ver­strei­chen. Allzu rasch vergessen Nutzer, dass sie selbiger zu­ge­stimmt haben. Wollen Sie eine Be­stä­ti­gungs­mail oder ein Be­ra­tungs­an­ge­bot ver­schi­cken oder soll ein Rückruf erfolgen, sollte dies zeitnah passieren. Eine in­te­grier­te CRM-Lösung kann dabei helfen. Zudem empfiehlt es sich, Facebook-Lead-Ads zu günstigen Ta­ges­zei­ten zu schalten – bei­spiels­wei­se dann, wenn die Ziel­grup­pe für ge­wöhn­lich te­le­fo­nisch er­reich­bar ist.

Vorteile her­aus­stel­len: Liefern Sie Argumente, die Nutzer über­zeu­gen, ihre Daten frei­wil­lig her­aus­zu­ge­ben. Stellen Sie heraus, wie die User davon pro­fi­tie­ren können. Eine Kurz­vor­stel­lung der von Ihnen an­ge­bo­te­nen Produkte oder Dienst­leis­tun­gen kann ebenfalls helfen. Aus diesem Grund dürfen Lead Ads ruhig aus­führ­li­cher als ge­wöhn­li­che Anzeigen ausfallen. Auch mit In­cen­ti­ves (z. B. Gutschein, Test­pro­duk­te) können Sie positive Nut­zer­re­ak­tio­nen anregen.

Genaues Targeting: Nutzen Sie die gesamte Band­brei­te an Targeting-Optionen. Sehr große Ziel­grup­pen mit nur mäßigem Interesse an Ihren Angeboten an­zu­spre­chen, ist oftmals nicht ziel­füh­rend. Sie haben so zwar eine große Reich­wei­te, aber bei man­geln­den Interesse wird nur ein sehr geringer Teil der Nutzer Ihr Formular ausfüllen.

Mehrere Formate testen: Video, Bil­der­rei­he im Karussell-Format, offene Fragen oder Multiple Choice: Testen Sie ver­schie­de­ne Varianten. Dann wissen Sie, welche Anzeige sich bewährt hat. Zudem ermitteln Sie auf diese Weise lang­fris­tig das Format, das die ge­rings­ten Kosten ver­ur­sacht.

Best Practices: In­spi­ra­ti­on für er­folg­rei­che Anzeigen

Lassen Sie sich von Wer­be­kam­pa­gnen in­spi­rie­ren, die sich bewährt haben. Ein Beispiel für gelungene Facebook-Lead-Ads liefert die New Yorker Bäckerei Baked NYC. Ihr Ziel war es, mehr Kunden in ihren Laden zu locken. Aus diesem Grund legte sie die Ziel­grup­pe auf Nutzer fest, die sich im näheren Umkreis der Kon­di­to­rei befanden. Um mit diesen re­gel­mä­ßig in Kontakt treten zu können, kon­zen­trier­te sich die Kampagne darauf, mehr Adressen für den E-Mail-Verteiler zu sammeln. An­läss­lich von Thanks­gi­ving warb die Bäckerei dafür, einen ihrer Kuchen vor­zu­be­stel­len. Dieser Aufhänger fand auch visuell Eingang in die Anzeige. Die Bäckerei erstellte zu diesem Zweck extra ein an­spre­chen­des Kurzvideo. Solche Videos müssen nicht unbedingt teuer und aufwendig sein – gute Wer­be­vi­de­os lassen sich durchaus auch zeit- und kos­ten­spa­rend als GIF-Animation pro­du­zie­ren. In dem Video standen allein die Backwaren im Fokus, die mit dem Smart­phone mittels Stop-Motion-Technik animiert wurden. Eine vor­ge­schal­te­te Be­grü­ßungs­sei­te klärte über Sortiment und Zweck der Anmeldung auf. Auf diese Weise ge­ne­rier­te Baked NYC 68 Prozent mehr Leads, lockte neue Besucher auf die Un­ter­neh­mens­sei­te und verkaufte 40 Prozent mehr Kuchen.

Das Un­ter­neh­men NeuroGym, ein Anbieter für Webinare zum Ge­hirn­trai­ning, setzte auf kos­ten­frei zu­gäng­li­che Inhalte und Ein­füh­rungs­ver­an­stal­tun­gen. Die Ziele waren: ein größeres Publikum an­zu­spre­chen, mehr Traffic für den Web­auf­tritt zu ge­ne­rie­ren und bei den Nutzern ein Be­wusst­sein für Methoden des mentalen Trainings zu schaffen. NeuroGym sprach mit seinen Lead Ads gezielt Menschen ab 35 Jahren an, die eine per­sön­li­che und be­ruf­li­che Wei­ter­ent­wick­lung anstreben. Die Anzeige reicherte NeuroGym mit Bildern an und ergänzte diese um eine per­sön­li­che Einladung des Fir­men­grün­ders. Zudem nutzte die Firma das Facebook-Pixel, um ins­be­son­de­re Ver­brau­cher an­zu­spre­chen, die bereits die NeuroGym-Website besucht hatten. Das Resultat dieser Maßnahmen: Es meldeten sich 30 Prozent mehr Nutzer für Webinare ein.

Wie man er­folg­reich In­ter­es­sen­ten für Be­ra­tungs­an­ge­bo­te und Test­fahr­ten gewinnt, zeigen die Facebook-Lead-Ads von BMW. Der Au­to­her­stel­ler kon­zi­pier­te eine Anzeige, mit deren Hilfe po­ten­zi­el­le Kunden den nächst­ge­le­ge­nen Au­to­händ­ler finden und eine Testfahrt mit BMW-Autos ver­ein­ba­ren konnten. Damit In­ter­es­sen­ten möglichst rasch einen Termin erhielten, in­te­grier­te BMW ein CRM-System, das au­to­ma­tisch in kürzester Zeit auf Nut­zer­ein­ga­ben reagierte. Dank seiner Lead-Ads-Kampagne ver­drei­fach­te der Au­to­her­stel­ler seine Leads.

Facebook-Lead-Ads: Kosten richtig kal­ku­lie­ren

Wie viel Facebook-Lead-Ads kosten, lässt sich nicht pauschal vor­her­sa­gen. Denn eine ver­bind­li­che Preis­über­sicht führt Facebook nicht. Vielmehr bieten Wer­be­trei­ben­de auf die Anzeigen. Welche Bud­get­hö­he tat­säch­lich zum Erfolg führt, hängt von vielen ver­schie­de­nen Faktoren ab – dazu zählen vor allem:

  • Ziel­grup­pe: Einige Ziel­grup­pen sind sehr gefragt. Dem­entspre­chend kon­kur­rie­ren zahl­rei­che Wer­be­trei­ben­de um diese Nut­zer­grup­pen, was den Preis nach oben treibt. Ein Ni­schen­pu­bli­kum erreicht man hingegen auch mit kleinerem Budget.
  • Qua­li­täts­fak­tor (Ad Relevance Score): Gut ge­stal­te­te Anzeigen werden belohnt. Sind die Anzeigen über­zeu­gend gestaltet und erreichen die richtige Ziel­grup­pe, schätzt Facebook sie als besonders relevant ein und vergibt einen hohen Qua­li­täts­fak­tor. Dieser wirkt sich positiv auf die Kosten aus.

In jedem Fall behalten Sie die volle Kontrolle über ihre Ausgaben. Denn für jede Anzeige legen Sie ein Budget fest, das nicht über­schrit­ten werden kann. Ist das Budget aufgrund zahl­rei­cher Klicks auf­ge­braucht, wird die Anzeige einfach nicht mehr aus­ge­spielt. Zugleich bedeutet das, dass eine erstellte Anzeige, die keiner wahrnimmt, auch keine Kosten ver­ur­sacht. Für er­folg­lo­se Lead Ads zahlen Sie also nichts.

Für Wer­be­an­zei­gen auf Facebook gibt es zwei Kos­ten­mo­del­le:

  • Ta­ges­bud­get: Hierbei setzen Sie entweder für eine An­zei­gen­grup­pe oder eine weit­ge­fass­te Kampagne ein Ta­ges­li­mit fest. Diese Option empfiehlt sich für Anzeigen, die über einen langen Zeitraum aus­ge­spielt werden sollen. Ist das Budget für einen Tag auf­ge­braucht, wird die Werbung erst am nächsten Tag wieder angezeigt.
  • Lauf­zeit­bud­get: Bei diesem Kos­ten­mo­dell legen Sie für einen be­stimm­ten Zeitraum eine Höchst­gren­ze fest, die un­ab­hän­gig vom Ta­ges­ver­lauf ist. Ob drei Tage, zwei Wochen oder einen Monat: Das System von Facebook streut die Anzeigen so, dass das Budget innerhalb des gewählten Zeitraums möglichst gleich­mä­ßig auf­ge­braucht wird.
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