Das World Wide Web gewährt Ihnen Zugriff auf eine schier un­be­grenz­te Zahl an Websites ver­schie­dens­ter Art. Um ein be­stimm­tes Web­pro­jekt auf­zu­ru­fen, benötigen Sie lediglich einen In­ter­net­brow­ser sowie die Do­main­adres­se dieses Projekts. Letztere tippen Sie stell­ver­tre­tend für die ei­gent­li­che, nu­me­ri­sche IP-Adresse der Seite in die Such­leis­te Ihres Browsers ein. Für die au­to­ma­ti­sche Um­wand­lung, die als Na­mens­auf­lö­sung be­zeich­net wird, sorgen dabei so­ge­nann­te DNS-Server (Domain Name System). Scheitert diese Auflösung der Domain, kommt es un­ver­meid­lich zu Fehlern, die den Aufruf der Website ver­hin­dern. Der Google-Browser Chrome zeigt in solchen Fällen die Meldung „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“ an.

In den folgenden Ab­schnit­ten erfahren Sie mehr über die Hin­ter­grün­de des Fehlers bei der DNS-Na­mens­auf­lö­sung. Darüber hinaus liefern wir Ihnen die besten Lö­sungs­an­sät­ze, um den Chrome-Fehler „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“ zu beheben.

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Was steckt hinter der „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“-Meldung?

Mit der Feh­ler­nach­richt „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“ si­gna­li­siert Chrome Ihnen, dass die passende IP-Adresse zur ein­ge­tipp­ten Website-Domain nicht gefunden werden konnte. Da diese jedoch elementar für den Ver­bin­dungs­auf­bau zum Webserver der je­wei­li­gen Seite ist, scheitert der Aufruf in einem solchen Fall zwangs­läu­fig. Der Fehler tritt dabei un­ab­hän­gig davon auf, ob Sie Chrome auf einem Desktop-PC (Windows, macOS, Linux) oder auf einem mobilen Gerät (Android, iOS) nutzen. Um eine Pro­ble­ma­tik, die aus­schließ­lich Chrome-spe­zi­fisch ist, handelt es sich aber nicht: Auch andere Browser – wie Firefox oder Safari – haben mit dem Fehler zu kämpfen, zeigen al­ler­dings andere Meldungen als der Google-Browser an, wenn es beim Web­site­auf­ruf zu einem Problem bei der DNS-Na­mens­auf­lö­sung kommt.

Die möglichen Ursachen für den „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“-Fehler

Wenn die DNS-Na­mens­auf­lö­sung nicht ord­nungs­ge­mäß funk­tio­niert, kann dies ver­schie­de­ne Hin­ter­grün­de haben. Eine der häu­fi­ge­ren Ursachen ist die, dass der ein­ge­stell­te DNS-Server (vor­rü­ber­ge­hend) nicht er­reich­bar ist. Befinden sich im Cache Ihres Browsers und im DNS-Cache des Be­triebs­sys­tems keine Einträge für die Website, die Sie gerade aufrufen wollen, bleibt die Na­mens­auf­lö­sung in diesem Fall erfolglos. Die erwähnten Adress-Einträge in den Zwi­schen­spei­chern sind gleich­zei­tig aber auch eine mögliche Ursache für den „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“-Error in Chrome – bei­spiels­wei­se dann, wenn der Browser eine DNS-Abfrage über den Cache be­ant­wor­ten will, obwohl sich die IP-Adresse in der Zwi­schen­zeit geändert hat.

Zu den weiteren Feh­ler­ur­sa­chen zählen unter anderem Router-Probleme, falsche In­ter­net­ein­stel­lun­gen, die Chrome-Vor­her­sa­ge­funk­ti­on zum schnel­le­ren Laden, Malware und feh­ler­haft ar­bei­ten­de Si­cher­heits­soft­ware.

So beheben Sie den ERR_NAME_NOT_RESOLVED“-Fehler in Chrome

Aufgrund der sehr un­ter­schied­li­chen Ursachen für das DNS-Problem, gibt es keine uni­ver­sel­le Lösung: Wollen Sie dennoch versuchen, den Fehler inklusive der „ERR_NAME_NOT_RESOLVED”-Meldung auf eigene Faust zu be­sei­ti­gen, bieten die in den folgenden Ab­schnit­ten dar­ge­stell­ten Lö­sungs­an­sät­ze die größten Er­folgs­aus­sich­ten.

Lösung 1: Router neu starten

Bevor Sie sich intensiv mit den Ein­stel­lun­gen von Chrome und Ihrem Be­triebs­sys­tem aus­ein­an­der­set­zen, sollten Sie Ihren Fokus zunächst auf den Router richten, über den Ihr Gerät mit dem Internet verbunden ist. Auch wenn dieser anzeigen sollte, dass die In­ter­net­ver­bin­dung wie gewohnt funk­tio­niert, besteht grund­sätz­lich immer die Mög­lich­keit, dass dies nicht der Fall ist. Ein Neustart des Netz­werk­ge­räts kann daher bereits die schnell und einfach her­bei­ge­führ­te Lösung des „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“-Errors sein. Für solch einen Neustart sollten Sie die Strom­zu­fuhr des Geräts für min­des­tens 30 Sekunden un­ter­bre­chen, indem Sie das Strom­ka­bel ziehen und den Router an­schlie­ßend wieder mit dem Stromnetz verbinden.

Hinweis

Haben Sie den Router vor­über­ge­hend vom Stromnetz genommen, dauert es im Anschluss eine Weile, bis dieser den Betrieb wieder voll­stän­dig auf­ge­nom­men hat. Warten Sie also ab, bis das Internet-/DSL-Lämpchen grün leuchtet, bevor Sie aus­pro­bie­ren, ob das DNS-Problem durch den Neustart behoben wurde.

Lösung 2: Brow­ser­da­ten löschen

Chrome speichert bei Stan­dard­ein­stel­lung Daten über sämtliche Webseiten, die Sie in der Ver­gan­gen­heit besucht haben. Diese zwi­schen­ge­spei­cher­ten In­for­ma­tio­nen helfen dabei, diese Seiten bei einem erneuten Abruf schneller laden zu können und Adressen bei der Eingabe au­to­ma­tisch zu ver­voll­stän­di­gen. So praktisch diese Funktion auch ist, so kann sie ebenso schnell zum Hindernis werden und Fehler wie den „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“-Error unter Android, Windows und Co. her­vor­ru­fen. Ein weiterer möglicher Lö­sungs­schritt besteht daher darin, alle bis dato an­ge­leg­ten Brow­ser­da­ten zu löschen. Rufen Sie zu diesem Zweck das Chrome-Menü über das Drei-Punkte-Symbol auf und wählen Sie die Schalt­flä­che „Weitere Tools“ und im Anschluss „Brow­ser­da­ten löschen“ aus:

Wählen Sie nun aus, welche Brow­ser­da­ten Chrome aus dem Cache löschen soll, wobei die Punkte „Brow­ser­ver­lauf“ und „Cookies und andere Web­sit­ein­hal­te“ in jedem Fall Pflicht sind. Achten Sie außerdem darauf, dass unter „Zeitraum“ die Option „Gesamte Zeit“ aus­ge­wählt ist, da an­dern­falls lediglich die jüngste Brow­ser­his­to­rie be­rück­sich­tigt wird. Haben Sie Ihre Auswahl getroffen, klicken Sie zur Be­stä­ti­gung auf den Button „Daten löschen“:

Lösung 3: DNS-Cache des Be­triebs­sys­tems leeren

Der ver­wen­de­te Browser ist als Nut­zer­ober­flä­che für den Web-Zugriff häufig die einzige Instanz, die mit zwi­schen­ge­spei­cher­ten Web­adres­sen in Ver­bin­dung gebracht wird. Dabei führen gängige Be­triebs­sys­te­me wie Windows, macOS oder Linux ebenfalls ein Web­adress­buch, in dem au­to­ma­tisch DNS-Einträge zu Websites angelegt werden, die Sie im Laufe der Zeit auf­ge­ru­fen haben. Wie der Zwi­schen­spei­cher eines Browsers kann dieser so­ge­nann­te DNS-Cache Fehler wie den „ERR_NAME_NOT_RESOLVED-Error“ in Chrome her­bei­füh­ren, wenn ein ge­spei­cher­ter Adress­ein­trag feh­ler­haft oder nicht mehr aktuell ist. Die Lösung besteht auch in diesem Fall darin, den Cache zu löschen, was auch als DNS-Flush be­zeich­net wird.

Unter Windows 10 können Sie einen solchen DNS-Flush mit einem einfachen Befehl über die Ein­ga­be­auf­for­de­rung durch­füh­ren. Öffnen Sie hierfür zunächst die Kom­man­do­zei­le, indem Sie auf die gleich­na­mi­ge Schalt­flä­che im Startmenü drücken – al­ter­na­tiv können Sie auch die Such­funk­ti­on nutzen. Sobald Sie die Ein­ga­be­auf­for­de­rung geöffnet haben, geben Sie das folgende Kommando ein, um den DNS-Cache zu leeren:

ipconfig /flushdns

Nach einigen Sekunden erhalten Sie im Er­folgs­fall die Meldung, dass der Cache geleert wurde.

Lösung 4: Einträge im Winsock-Katalog löschen

Stecken weder Browser- noch DNS-Cache hinter dem „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“-Problem, sollten Windows-Nutzer außerdem einen Blick auf die Schnitt­stel­le und Sys­tem­an­wen­dung Winsock werfen (auch als Windows Sockets bekannt). Diese sorgt dafür, dass Programme über TCP/IP kom­mu­ni­zie­ren können und legt zu diesem Zweck Einträge zu allen einmal auf­ge­bau­ten Ver­bin­dun­gen an. Da auch diese In­for­ma­tio­nen den ord­nungs­ge­mä­ßen Aufruf eines Web­pro­jekts ver­hin­dern können, zählt ein Reset des Winsock-Archivs zu den möglichen Lösungen des Ver­bin­dungs­pro­blems im Chrome-Browser. Wie der DNS-Flush lässt sich auch dieser Reset über die Ein­ga­be­auf­for­de­rung durch­füh­ren, al­ler­dings müssen Sie die Kom­man­do­zei­le in diesem Fall als Ad­mi­nis­tra­tor ausführen, was fol­gen­der­ma­ßen funk­tio­niert:

  1. Öffnen Sie das Startmenü über das Windows-Symbol.
  2. Suchen Sie nach der Schalt­flä­che „Ein­ga­be­auf­for­de­rung“, die sich – je nach Be­triebs­sys­tem­ver­si­on – unter „Zubehör“ oder „Windows-System“ befindet.
  3. Rechts­kli­cken Sie auf „Ein­ga­be­auf­for­de­rung“ und wählen den Punkt „Als Ad­mi­nis­tra­tor ausführen“ aus.

Nach dem Start der Windows-Kom­man­do­zei­le geben Sie folgenden Befehl ein, um die Winsock-Datenbank zu­rück­zu­set­zen:

netsh winsock reset

Be­stä­ti­gen Sie das Kommando mit der Ein­ga­be­tas­te und starten Sie zum Abschluss das System neu, damit der Reset wirksam wird.

Lösung 5: DNS-Server wechseln

Sollte die „ERR_NAME_NOT_RESOLVED”-Meldung in Chrome angezeigt werden, weil der zu­stän­di­ge DNS-Server nicht funk­tio­niert, dann können Sie an diesem Umstand nicht viel ändern. Sie haben al­ler­dings die Mög­lich­keit, auf einen anderen DNS-Server aus­zu­wei­chen, indem Sie die DNS-Adress­ein­stel­lun­gen für das IPv4- bzw. IPv6-Protokoll anpassen. Eine gute Wahl sind bei­spiels­wei­se die öf­fent­li­chen DNS-Server von Cloud­fla­re, die unter den IPv4-Adressen 1.1.1.1 und 1.0.0.1 bzw. den IPv6-Adressen 2606:4700:4700::1111 und 2606:4700:4700::1001 er­reich­bar sind./p>

Unter Windows können diese auf Si­cher­heit und Ge­schwin­dig­keit aus­ge­leg­ten DNS-Register bei­spiels­wei­se auf folgende Weise als Stan­dard­wahl eintrag

  1. Öffnen Sie die Sys­tem­steue­rung über das Startmenü.
  2. Klicken Sie auf „Netzwerk- und Frei­ga­be­cen­ter“ (setzt Symbol-Ansicht voraus).
  3. Drücken Sie auf die Schalt­flä­che „Ad­ap­t­er­ein­stel­lun­gen ändern“.
  4. Rechts­kli­cken Sie auf den Netz­werk­ad­ap­ter, über den Sie mit dem Internet verbunden sind und wählen den Punkt „Ei­gen­schaf­ten“ aus.
  5. Dop­pel­kli­cken Sie auf „In­ter­net­pro­to­koll, Version 4 (TCP/IPv4)“ bzw. auf „In­ter­net­pro­to­koll, Version 6 (TCP/IPv6)“.
  6. Tragen Sie die oben genannten Adressen unter „Folgende DNS-Ser­ver­adres­sen verwenden“ ein – jeweils die prä­fe­rier­te sowie die al­ter­na­ti­ve Wahl.
  7. Be­stä­ti­gen Sie die Än­de­run­gen über „OK“.
Tipp

Im Digital Guide erfahren Sie auch, wie Sie unter macOS, iOS und Android sowie in älteren Win­dows­ver­sio­nen den DNS-Server ändern.

Lösung 6: Chrome-Vor­her­sa­ge­funk­ti­on de­ak­ti­vie­ren

Mit der Vor­her­sa­ge­funk­ti­on hat Google Chrome ein Feature im­ple­men­tiert, das lang­fris­tig für noch schnel­le­re La­de­zei­ten sorgen soll. Zu diesem Zweck sammelt diese Funktion au­to­ma­tisch In­for­ma­tio­nen zu den Ver­lin­kun­gen auf einer ge­öff­ne­ten Webseite, um die sich dahinter ver­ber­gen­den Seiten schneller aus­lie­fern zu können, für den Fall, dass Sie einen dieser Links anklicken. Der Vor­her­sa­ge­dienst ist al­ler­dings auch dafür bekannt, Fehler wie den ERR_NAME_NOT_RESOLVED-Error zu ver­ur­sa­chen, weshalb eine De­ak­ti­vie­rung des Chrome-Features das DNS-Problem lösen kann.

Um die Vor­her­sa­ge­funk­ti­on ab­zu­schal­ten, öffnen Sie im ersten Schritt die Optionen von Chrome, indem Sie auf das Drei-Punkte-Symbol klicken und den Menüpunkt „Ein­stel­lun­gen“ auswählen. Scrollen Sie im nach­fol­gen­den Menü ganz nach unten und klicken Sie auf „Erweitert“, um die er­wei­ter­ten Ein­stel­lun­gen einsehen zu können. In der Rubrik „Da­ten­schutz und Si­cher­heit“ schieben Sie nun den Regler in der Zeile „Seiten vorab laden, um das Surfen und die Suche zu be­schleu­ni­gen“ nach links:

Lösung 7: Si­cher­heits­soft­ware vor­über­ge­hend de­ak­ti­vie­ren

Auch in­stal­lier­te Si­cher­heits­pro­gram­me können den Chrome-Fehler „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“ unter Android, Windows und Co. her­vor­ru­fen. So kann bei­spiels­wei­se eine An­ti­vi­ren­soft­ware oder eine Firewall den Zugriff auf bestimmte Websites ver­hin­dern, woraufhin der Browser mit der Feh­ler­mel­dung reagiert. Ob die von Ihnen genutzten An­wen­dun­gen derartige Probleme ver­ur­sa­chen, können Sie ganz einfach über­prü­fen, indem Sie diese Programme vor­über­ge­hend beenden. Funk­tio­niert die Na­mens­auf­lö­sung an­schlie­ßend ord­nungs­ge­mäß, wissen Sie über die Feh­ler­quel­le Bescheid. In diesem Fall können Sie entweder Kontakt mit dem Her­stel­ler der pro­ble­ma­ti­schen Software aufnehmen oder selbige durch eine adäquate Al­ter­na­ti­ve ersetzen.

Lösung 8: Malware-Check durch­füh­ren

Wie bei vielen Com­pu­ter­pro­ble­men kann auch schäd­li­che Software auf Ihrem System die Ursache für den „ERR_NAME_NOT_RESOLVED“-Fehler sein. So kann Malware bei­spiels­wei­se die DNS-Server-Kon­fi­gu­ra­ti­on verändern, den Brow­ser­ver­lauf ma­ni­pu­lie­ren oder die korrekte Na­mens­auf­lö­sung auf andere Art und Weise ver­hin­dern. Aus diesem Grund sollten Sie Ihr System unbedingt auf einen möglichen Malware-Befall un­ter­su­chen, falls Sie mit den bisher ge­schil­der­ten Lö­sungs­stra­te­gien keinen Erfolg hatten. Nutzen Sie hierfür die hierfür in­te­grier­ten Scan-Funk­tio­nen Ihrer Si­cher­heits­soft­ware oder al­ter­na­tiv das von Microsoft of­fe­rier­te Malicious Software Removal Tool (MSRT). Letzteres ist al­ler­dings aus­schließ­lich Windows-Nutzern vor­be­hal­ten und darüber hinaus auch nur mit Ad­mi­nis­tra­tor-Rechten nutzbar.

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