Eine Grund­funk­ti­on des World Wide Webs sind Hy­per­links von einer Webseite zur anderen. Klickt ein In­ter­net­nut­zer auf einen solchen Verweis, sendet dessen Browser eine HTTP-Anfrage an den Webserver, der die Zielseite ausgibt. Diese enthält im Header neben dem Hostnamen des Servers und der ge­wünsch­ten Ressource in der Regel auch einen so­ge­nann­ten Referrer. Dabei handelt es sich um einen op­tio­na­len Be­stand­teil, der die URL der ver­wei­sen­den Webseite enthält und dem Server somit In­for­ma­tio­nen über die Herkunft des Besuchers über­mit­telt.

Hinweis

Die Be­zeich­nung Referrer leitet sich vom eng­li­schen to refer (deutsch: „verweisen“) ab. Anders als das Verb wird das Sub­stan­tiv mit zwei r ge­schrie­ben. Die im HTTP-Umfeld ge­bräuch­li­che Falsch­schrei­bung Referer geht auf einen Recht­schreib­feh­ler im ur­sprüng­li­chen Request for Comments (RFC 1945) zurück. In anderen Standards wie dem DOM (Document Object Model) hingegen wird die korrekte Schreib­wei­se verwendet (vgl. document.referrer).

Die Funktion des Referrers lässt sich an einem Beispiel ver­deut­li­chen:

Die oben­ste­hen­de Hin­weis­box enthält einen wei­ter­füh­ren­den Link zum RFC 1945. Wenn Sie diesem folgen, sendet Ihr Web­brow­ser innerhalb weniger Mil­li­se­kun­den eine GET-Anfrage an den Webserver der Internet En­gi­nee­ring Task Force (IETF). Der Klick auf den Hyperlink ver­an­lasst Ihren Web­brow­ser, den Host mit dem Namen tools.ietf.org zu kon­tak­tie­ren und von diesem die Datei /rfc/rfc1945.txt an­zu­for­dern. Als ver­wei­sen­de Seite (Referrer) wird die URL dieses Artikels angegeben. Der HTTP-Header, der dabei zum Einsatz kommt, be­inhal­tet somit (unter anderem) folgende Felder:

GET /rfc/rfc2068.txt HTTP/1.1
Host: www.ietf.org
Referer: https://www.ionos.at/digitalguide/hosting/hosting-technik/dereferrer-links-anonymisieren-leicht-gemacht/

Der Betreiber des Web­ser­vers erfährt so, welche Webseiten auf das von ihm be­reit­ge­stell­te Online-Angebot verlinken, kann diese In­for­ma­tio­nen im Rahmen von Analysen ver­ar­bei­ten und bei Bedarf nut­zer­spe­zi­fi­sche Inhalte aus­spie­len.

Weitere Felder des HTTP-Headers enthalten in der Regel Angaben zu dem von Ihnen ver­wen­de­ten User-Agent sowie zu un­ter­stütz­ten Formaten, Sprachen, Zei­chen­sät­zen oder Ko­die­rungs­ver­fah­ren. Der Umfang der über­mit­tel­ten In­for­ma­tio­nen richtet sich danach, welchen Web­brow­ser Sie verwenden und wie dieser kon­fi­gu­riert ist.

Referrer-Daten in der Web­ana­ly­se

In der Regel speichern Webserver alle In­for­ma­tio­nen, die ihnen im Rahmen von Client-Anfragen über­mit­telt werden, in einer Pro­to­koll­da­tei, dem so­ge­nann­ten Logfile. Dabei wird jede Anfrage als separate Zeile im Protokoll erfasst. Web­sei­ten­be­trei­ber nutzen diese Daten als Grundlage für Analysen, die ihnen nützliche In­for­ma­tio­nen zu den Besuchern ihres Online-Angebots liefen. Darüber hinaus kommt Analytics-Software zum Einsatz, die auf Skripten basiert und Referrer-In­for­ma­tio­nen sowie andere Metriken erfasst.

Speziell die im Referrer-Feld über­mit­tel­te Angabe er­mög­licht sta­tis­ti­sche Aus­wer­tun­gen, die aufzeigen, von wo aus Be­su­cher­strö­me auf die Website gelangen. Auf diese Weise lassen sich Marketing-Maßnahmen wie Wer­be­ban­ner, Affiliate-Links, bezahlte Einträge in Bran­chen­ver­zeich­nis­sen oder Gast­ar­ti­kel auf Fremd­an­bie­ter-Websites zu­ver­läs­sig eva­lu­ie­ren und auf ihre Wirk­sam­keit hin über­prü­fen. Wichtige Er­kennt­nis­se liefert die Referrer-Analyse zudem im Rahmen der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung.

Hinweis

Bei Di­rekt­ein­stie­gen wird keine Referrer-In­for­ma­ti­on über­mit­telt. Dies ist bei­spiels­wei­se dann der Fall, wenn ein User die ge­wünsch­te URL manuell in die Such­leis­te des Web­brow­sers eintippt oder der Web­sei­ten­auf­ruf über ein Le­se­zei­chen erfolgt.

Web­ana­ly­se-Tools er­mög­li­chen es, das Referrer-Feld au­to­ma­tisch aus­zu­le­sen und die ge­sam­mel­ten Daten als über­sicht­li­chen Bericht auf­zu­be­rei­ten. Bei Ein­stie­gen über die Such­ma­schi­ne lassen sich zudem die Keywords erfassen, über die Suchende via Google und Co. auf die Website gelangen.

Tipp

Laut W3-Techs setzen 83 Prozent aller Web­sei­ten­be­trei­ber, die Traffic-Daten au­to­ma­tisch auswerten, auf das Tool Google Analytics. Gute Al­ter­na­ti­ven zum Markt­füh­rer haben wir Ihnen in einem Ver­gleichs­ar­ti­kel zum Thema zu­sam­men­ge­stellt.

Doch: Nicht jedem In­ter­net­nut­zer gefällt der Gedanke, dass der Betreiber eines Linkziels (die Webseite, auf die per Hyperlink verwiesen wird) die Herkunft seiner Besucher zu­rück­ver­fol­gen kann. Der Referrer liefert prin­zi­pi­ell In­for­ma­tio­nen über das Nut­zer­ver­hal­ten von Web­sei­ten­be­su­chern. Manche In­ter­net­nut­zer be­fürch­ten daher, dass Referrer-Daten als Grundlage für Be­we­gungs­pro­to­kol­le verwendet werden, und ent­schei­den sich dafür, das Referrer-Feld bei HTTP-Anfragen cli­ent­sei­tig zu de­ak­ti­vie­ren.

Auch Web­sei­ten­be­trei­ber haben ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, die au­to­ma­ti­sche Über­mitt­lung des Referrers zu un­ter­bin­den. Früher kamen dabei vor allem so­ge­nann­te De­re­fer­rer-Services zum Einsatz. Heute bietet der neue HTML-Standard (Version 5) ein natives no­re­fer­rer-Attribut.

Der Einsatz von De­re­fer­rer-Tech­no­lo­gien ist in der Regel durch Si­cher­heits­be­den­ken motiviert: In der Ver­gan­gen­heit gelang es Hackern mithilfe von Referrer-In­for­ma­tio­nen immer wieder, per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten aus nicht­öf­fent­li­chen web­ba­sier­ten Bereichen aus­zu­le­sen. De­re­fer­rer und ver­gleich­ba­re Tech­no­lo­gien kommen daher zum Einsatz, um URLs und damit mögliche GET-Parameter oder eine Session-ID im Querystring vor dem Betreiber des Linkziels zu verbergen. Ein weiterer Grund, den Referrer zu de­ak­ti­vie­ren, ist die Spam-Prä­ven­ti­on.

Referrer-Spam

Führer wurde der HTTP-Referrer im Rahmen von SEO-Maßnahmen (Black-Hat-SEO!) mitunter sehr er­folg­reich für Spam-Maßnahmen miss­braucht. Ziel war es, Referrer-Sta­tis­ti­ken zu fälschen und damit die Relevanz der eigenen Website für Such­ma­schi­nen zu steigern. Dazu wurden Webseiten mithilfe von Skripten au­to­ma­ti­siert abgefragt, um die eigene URL mas­sen­haft in den Log-Dateien aus­ge­wähl­ter Webseiten zu hin­ter­las­sen. Weblogs, die ihre Referrer-Sta­tis­ti­ken ver­öf­fent­li­chen, boten damit auch Spam-Links eine Plattform, die sowohl Nutzern als auch Such­ma­schi­nen zu­gäng­lich war. So mancher Porno-Website gelang es so, sich als ver­meint­lich be­deu­ten­de Traffic-Quelle zu eta­blie­ren.

Was ist ein De­re­fer­rer?

Bei einem De­re­fer­rer (auch: Link-An­ony­mi­sie­rer) handelt es sich um eine Webseite, die zwischen Link­quel­le und Linkziel ge­schal­tet wird und der Wei­ter­lei­tung von Benutzern dient. Ziel ist es, die URL der ver­wei­sen­den Webseite zu ver­schlei­ern und damit die Mög­lich­keit einer Rück­ver­fol­gung zu un­ter­bin­den.

De­re­fer­rer-Services

Im Internet finden sich zahl­rei­che Anbieter, die De­re­fer­rer-Funk­tio­nen zur Verfügung stellen. In der Regel erfolgt dies per Wei­ter­lei­tung über eine speziell dafür ein­ge­rich­te­te Webseite. Diese ma­ni­pu­liert die HTTP-Anfrage des Clients mithilfe des Meta-Tags refresh und ser­ver­sei­ti­ger Skripte. Ein Web­brow­ser wird dadurch ver­an­lasst, den ur­sprüng­li­chen Referrer durch die eigene URL oder eine zufällige Zei­chen­fol­ge zu ersetzen. Ein bekannter De­re­fer­rer im deutsch­spra­chi­gen Raum ist:

Mit allen auf­ge­führ­ten De­re­fer­rern können Sie als Web­sei­ten­be­trei­ber anonyme Links direkt über die An­bie­ter­sei­te erzeugen. Gehen Sie dabei fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. URL eintragen: Geben Sie die ge­wünsch­te Ziel­adres­se in das dafür vor­ge­se­hen On­line­for­mu­lar ein.
  2. De­re­fer­rer-Link ge­ne­rie­ren: Erzeugen Sie den anonymen Link, indem Sie Ihre Eingabe mit einem Klick auf „Ge­ne­rie­ren“ be­stä­ti­gen.

Kopieren Sie den De­re­fer­rer-Link an­schlie­ßend an ge­wünsch­ter Stelle in Ihre Website.

Neben der Mög­lich­keit, Links über eine Web­an­wen­dung zu ge­ne­rie­ren, stellen alle auf­ge­führ­ten Anbieter Skripte zur Verfügung, die – einmal in den Quellcode der Website in­te­griert – alle aus­ge­hen­den Links über den ent­spre­chen­den De­re­fer­rer umleiten.

De­re­fer­rer: Vor- und Nachteile im Überblick

Sofern Sie aus­ge­hen­de Links über einen De­re­fer­rer an­ony­mi­sie­ren, ver­ste­cken Sie die URL der ver­wei­sen­den Webseite zwar vor dem Betreiber des Linkziels, der Anbieter des De­re­fer­rer-Services hingegen erhält im vollen Umfang Zugriff auf alle über­tra­ge­nen Daten. Ähnlich wie beim Einsatz eines Proxy-Servers tut sich dadurch eine be­deu­ten­de Si­cher­heits­lü­cke auf. Skeptiker gehen hier sogar so weit, zu behaupten, dass Da­ten­spio­na­ge eine we­sent­li­che Mo­ti­va­ti­on hinter kos­ten­lo­sen An­ony­mi­sie­rungs­diens­ten im Web sein könnte. Gerade Ge­heim­diens­te dürften ein großes Interesse daran haben, zu erfahren, was Nutzer solcher Services geheim halten möchten. Doch selbst wenn Sie sich für einen dem Anschein nach seriösen De­re­fer­rer-Service ent­schie­den haben, lässt sich nicht aus­schlie­ßen, dass dieser im Laufe der Zeit gehackt wird. In diesem Fall würden In­for­ma­tio­nen, die Sie ei­gent­lich geheim halten wollten, unbemerkt an Dritte durch­si­ckern. Anbieter von Web­an­wen­dun­gen setzen daher in der Regel auf selbst­be­trie­be­ne De­re­fer­rer, um sensible In­for­ma­tio­nen wie Session-IDs oder GET-Parameter vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Webmail-Anbieter bei­spiels­wei­se ersetzen Links in E-Mails in der Regel durch Um­lei­tun­gen über einen internen De­re­fer­rer-Dienst. Dies beugt so­ge­nann­tem Session-Hijacking vor. An­dern­falls könnten bös­wil­li­ge Web­sei­ten­be­trei­ber per Referrer über­mit­tel­te Session-IDs nutzen, um die Web­mai­ling-Sitzung eines nichts­ah­nen­den Besuchers zu über­neh­men. Beachten Sie: Mitunter wird die Referrer-In­for­ma­ti­on ein­ge­setzt, um Besuchern bestimmte Website-Funk­tio­nen verfügbar zu machen. Bei­spiels­wei­se können bestimmte Inhalte einer Website an eine län­der­spe­zi­fi­sche URL gebunden sein. Verweisen Sie mit einem anonymen Link auf eine solche Seite, bekommen ihre Web­sei­ten­be­su­cher mög­li­cher­wie­se nicht das zu sehen, was Sie zeigen wollten.

Vorteile Nachteile
Referrer-URL bleibt geheim (Schutz vor Session Hijacking) Der De­re­fer­rer-Anbieter hat Zugriff auf den gesamten Da­ten­ver­kehr
Webseiten, die Referrer-In­for­ma­tio­nen für ihr Angebot nutzen, funk­tio­nie­ren mög­li­cher­wei­se nicht mehr wie gewünscht

Al­ter­na­ti­ven zu De­re­fer­rer-Services

Sie möchten Links an­ony­mi­sie­ren, aber die Nachteile und Si­cher­heits­ri­si­ken im Zu­sam­men­hang mit De­re­fer­rer-Services nicht in Kauf nehmen? Kein Problem. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie die Referrer-Funktion Ihres Web­brow­sers ganz ohne Add-on de­ak­ti­vie­ren und Hy­per­links mithilfe des HTML5-Attributs rel="no­re­fer­rer" als anonyme Verweise aus­zeich­nen.

Referrer im Browser de­ak­ti­vie­ren

De­re­fer­rer richten sich in erster Linie an Web­sei­ten­be­trei­ber, die ver­hin­dern möchten, dass aus­ge­hen­de Hy­per­links zur eigenen Website zu­rück­ver­folgt werden. In­ter­net­nut­zer, die ihre Pri­vat­sphä­re schützen möchten, können De­re­fer­rer-Services per Browser-Add-on im­ple­men­tie­ren. In diesem Fall leitet der Web­brow­ser jeden Link, der an­ge­klickt wird, über eine De­re­fer­rer-Website um. Welcher Anbieter dabei zum Einsatz kommt, lässt sich in der Regel anpassen. Ent­spre­chen­de Er­wei­te­run­gen stehen für Mozilla Firefox und Google Chrome zur Verfügung. Notwendig sind diese jedoch nicht. Beide Web­brow­ser bieten die Option, die Referrer-Funktion dauerhaft ab­zu­schal­ten.

Mozilla Firefox

Eine De­ak­ti­vie­rung der Referrer-Funktion ist bei Mozilla Firefox nur in den ver­steck­ten Brow­ser­ein­stel­lun­gen möglich. Gehen Sie fol­gen­der­ma­ßen vor, um diese an­zu­pas­sen:

  1. Ver­steck­te Ein­stel­lun­gen öffnen: Rufen Sie Firefox auf und geben Sie about:config in die Adress­leis­te ein.

Sie erhalten den Warn­hin­weis, dass Än­de­run­gen an den er­wei­ter­ten Brow­ser­ein­stel­lun­gen die Si­cher­heit, Sta­bi­li­tät und Per­for­mance Ihres Web­brow­sers be­ein­flus­sen können.

Klicken Sie auf „Ich bin mir der Gefahr bewusst!“.

  1. Parameter suchen: Na­vi­gie­ren Sie mithilfe der Such­leis­te zum Parameter network.http.send­Re­fe­rer­Hea­der. Dieser ist dafür zuständig, die Referrer-In­for­ma­tio­nen be­reit­zu­stel­len.
  1. Parameter anpassen: Klicken Sie doppelt auf den Eintrag network.http.send­Re­fe­rer­Hea­der. Setzen Sie den Wert des Pa­ra­me­ters von 2 auf 0 und be­stä­ti­gen Sie Ihre Eingabe mit „OK“.

Firefox sendet HTTP-Anfragen von nun an ohne Referrer.

Mögliche Werte für den Parameter network.http.send­Re­fe­rer­Hea­der im Überblick:

Wert Bedeutung
0 Referrer-URL nie senden
1 Referrer-URL nur senden, wenn Links an­ge­klickt wurden
2 Referrer-URL bei an­ge­klick­ten Links und allen ein­ge­bun­de­nen Res­sour­cen (z. B. Bilder, Skripte, CSS etc.) senden (Stan­dard­ein­stel­lung)
Hinweis

Beachten Sie, dass die meisten Web­brow­ser nicht nur beim Web­sei­ten­auf­ruf Referrer-In­for­ma­tio­nen über­tra­gen. Der Referrer wird in der Regel auch dann über­mit­telt, wenn in die Webseite ein­ge­bun­de­ne Res­sour­cen wie Bilder, Skripte oder CSS von externen Servern abgefragt werden.

Darüber hinaus bietet Firefox die Mög­lich­keit, die Über­mitt­lung des Referrers nur für Dritt­an­bie­ter­sei­ten zu de­ak­ti­vie­ren.

In diesem Fall belassen Sie den Wert des Pa­ra­me­ters network.http.send­Re­fe­rer­Hea­der auf 2 und passen statt­des­sen den Parameter network.http.referer.XOri­gin­Po­li­cy an. Folgende Optionen stehen Ihnen zur Auswahl:

Wert Bedeutung
0 Referrer-URL immer senden (Standard)
1 Referrer-URL nur senden, wenn der Domain-Name der be­tei­lig­ten Server über­ein­stimmt Beispiel: Bei einem Link von mail.example.com zu www.example.com wird der Referrer mit­ge­sen­det.
2 Referrer nur senden, wenn der Host-Name der be­tei­lig­ten Server über­ein­stimmt Beispiel: Bei einem Link von mail.example.com zu www.example.com wird der Referrer nicht mit­ge­sen­det.

Google Chrome

Googles Web­brow­ser bietet keine Kon­fi­gu­ra­ti­ons­ober­flä­che, über die sich Referrer-Funk­tio­nen ein­stel­len lassen, statt­des­sen wird Chrome beim Pro­gramm­start ein Befehl übergeben, der die Referrer-Funktion de­ak­ti­viert. Gehen Sie dabei fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Ver­knüp­fung erstellen: Zunächst erstellen Sie eine Ver­knüp­fung ihrer Chrome-In­stal­la­ti­on. Geben die dazu den Pro­gramm­na­men in das Suchfeld im Startmenü ein und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Chrome-Icon.

Klicken Sie im Kon­text­me­nü auf „Senden an“ und wählen Sie „Desktop (Ver­knüp­fung erstellen)“.

  1. Ei­gen­schaf­ten anpassen: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die neu erstellte Ver­knüp­fung und wählen Sie im Kon­text­me­nü den Menüpunkt „Ei­gen­schaf­ten“ aus.

Unter dem Reiter „Ver­knüp­fung“ wird im Feld „Ziel:“ der Pfad zur Datei angezeigt. Ergänzen Sie diesen um den Zusatz --no-referrers. Sofern Sie den Stan­dard­in­stal­la­ti­ons­pfad verwenden, sollte dieser nun fol­gen­der­ma­ßen aussehen:

"C:\Program Files (x86)\Google\Chrome\Ap­pli­ca­ti­on\chrome.exe" --no-referrers

Speichern Sie die Ein­stel­lung mit einem Klick auf „Über­neh­men“.

Öffnen Sie Chrome durch einen Dop­pel­klick auf die Desktop-Ver­knüp­fung. HTTP-Anfragen werden von nun an ohne Referrer gesendet.

Hinweis

Wird die Referrer-Funktion des Web­brow­sers komplett de­ak­ti­viert, stehen bestimmte Funk­tio­nen der von Ihnen besuchten Webseiten mög­li­cher­wie­se nicht mehr zur Verfügung.

Die Web­brow­ser Apple Safari und Microsoft Edge stellen Nutzern derzeit keine Mög­lich­keit zur Verfügung, die Referrer-Funktion manuell zu kon­fi­gu­rie­ren.

HTML5: no­re­fer­rer im rel-Attribut

Mit Ein­füh­rung des neuen HTML-Standards am 28. Oktober 2014 stehen Web­sei­ten­be­trei­bern über so­ge­nann­te Link-Re­la­tio­nen deutlich mehr Mög­lich­kei­ten zur Verfügung, Hy­per­links zu de­fi­nie­ren. Zu diesen zählt unter anderem das Keyword no­re­fer­rer (laut HTML5-Spe­zi­fi­ka­ti­on in korrekter Schreib­wei­se mit zwei "r"), das in Kom­bi­na­ti­on mit dem rel-Attribut in a- und area-Elementen zum Einsatz kommen kann.

<a rel="noreferrer" href="www.example.com">Anonym zu example.com</a>

Setzt ein Web­sei­ten­be­trei­ber in einem aus­ge­hen­den Link das rel-Attribut mit dem Keyword no­re­fer­rer, werden alle Web­brow­ser, die diese Funktion un­ter­stüt­zen, an­ge­wie­sen, die HTTP-Anfrage an das Linkziel ohne Angabe des Referrers zu stellen. Das no­re­fer­rer-Keyword im rel-Attribut wird mitt­ler­wei­le von den aktuellen Versionen aller gängigen Web­brow­sern un­ter­stützt.

Darüber hinaus können Web­sei­ten­be­trei­ber den Referrer für alle aus­ge­hen­den Links mit einer einzigen Codezeile im HTML-Kop­f­ele­ment (head) abstellen:

<meta name="referrer" content="no-referrer">

Beachten Sie: Diese Funktion wird – u. a. aufgrund einer Änderung in der Spe­zi­fi­ka­ti­on – bislang noch nicht von allen Web­brow­sern un­ter­stützt.

Zum Hauptmenü