Haben Sie als Nutzer schon einmal eine Website besucht und diese wieder verlassen, weil die Ladezeit einzelner Seiten un­er­träg­lich lang gedauert hat? Kurze La­de­zei­ten wirken sich positiv auf die User-Ex­pe­ri­ence Ihrer Website aus und sind ein un­ver­zicht­ba­res Kriterium für das Google-Ranking. Und um die Ladezeit zu op­ti­mie­ren, nutzen die meisten Website-Betreiber Caching.

Doch mit der In­stal­la­ti­on eines ent­spre­chen­den Caching-Plug-ins ist es noch nicht getan. Denn hin und wieder sollten Sie den WordPress-Cache leeren. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Website-Besucher immer die aktuelle Version der Seite sehen. Außerdem senken Sie dadurch das Risiko tech­ni­scher Probleme. Wir erklären, wie genau Sie den WP-Cache leeren können.

Wofür verwendet man bei WordPress einen Cache?

Website-Betreiber machen sich idea­ler­wei­se nicht nur über den Inhalt Ihrer Website Gedanken, sondern setzen sich auch mit einer guten User-Ex­pe­ri­ence (UX) aus­ein­an­der. Wenn Ihre Nutzer einfach durch die Website na­vi­gie­ren können, verweilen diese länger auf der Seite und in­ter­agie­ren mehr mit ihr – und das wirkt sich wiederum positiv auf Ihr Google-Ranking aus. Für eine gute UX ist jedoch nicht nur ein an­spre­chen­des und leicht ver­ständ­li­ches Design notwendig, sondern es bedarf auch kurzer La­de­zei­ten.

Besucht ein Nutzer Ihre Website, startet im Hin­ter­grund au­to­ma­tisch eine Vielzahl an Prozessen. Diese sind notwendig, um die Website korrekt dar­zu­stel­len. Zu diesen Prozessen zählen das Laden und Ausführen von Ja­va­Script, das Auslesen der CSS-Datei sowie das Abfragen der Datenbank. All diese Hin­ter­grund­pro­zes­se benötigen Zeit. Während dieser Ladezeit muss der Nutzer warten, bis die Website korrekt dar­ge­stellt ist. Dauert das zu lang, wirkt sich das negativ auf die User-Ex­pe­ri­ence und auch auf das Google-Ranking Ihrer Seite aus. Doch es gibt eine Lösung, die diese Ladezeit verkürzt: Caching.

Tipp

Caching ist ein wichtiger, aber durchaus nicht der einzige Weg, WordPress schneller zu machen. So ist es auch sinnvoll, den Code, die Menge an Plug-ins oder die Datenbank aus­zu­mis­ten. Auch die Größe von Bildern und Videos hat einen großen Einfluss auf die La­de­ge­schwin­dig­keit.

WordPress bietet wie gewohnt auch bei Caching-Plug-ins eine große Auswahl an. Die Grund­funk­ti­on ist jedoch bei allen gleich: Das Plug-in speichert statische Abbilder jeder Seite und zeigt diese den Website-Besuchern mit einer deutlich ver­kürz­ten Ladezeit an.

Wozu den WP-Cache löschen?

Zwar verkürzt ein Caching-Plug-in die Ladezeit Ihrer Website, doch das Zwi­schen­spei­chern einer Website-Version hat auch Nachteile. Nach Updates zeigt der Cache häufig eine veraltete Website-Version an, Än­de­run­gen im Backend oder der CSS-Datei sind online für Besucher nicht sofort sichtbar. Leeren Sie den WP-Cache daher nach allen vor­ge­nom­me­nen Än­de­run­gen und Updates:

  • Nach einem WordPress-Sys­tem­up­date ist es wichtig, den WordPress-Cache zu leeren, damit alle Update-Be­stand­tei­le aus­ge­ge­ben werden.
Hinweis

Prin­zi­pi­ell ist es nur dann notwendig, den Cache bei WordPress zu löschen, wenn die Updates die Dar­stel­lung der Website betreffen. Es ist jedoch meist un­kom­pli­zier­ter, den Cache prin­zi­pi­ell nach einem Update zu leeren, als jedes Mal die Not­wen­dig­keit dafür zu prüfen.

  • Auch nach dem Update von Plug-ins ist es emp­feh­lens­wert, den WordPress-Cache zu leeren, damit alle vor­ge­nom­me­nen Än­de­run­gen im Frontend sichtbar sind.
     
  • Das gleiche gilt für Än­de­run­gen an Widgets, die häufig erst nach dem Leeren des WP-Caches für Website-Besucher sichtbar sind.

Wenn Sie größere Updates oder Än­de­run­gen an der Website planen, ist es emp­feh­lens­wert, ein WordPress-Backup zu erstellen, damit bei Problemen die Wie­der­her­stel­lung der ur­sprüng­li­chen Version möglich ist.

Tipp

Mit einem pro­fes­sio­nel­len Hosting für WordPress ver­bes­sern Sie die Ant­wort­zeit Ihrer Website um bis zu 50 Prozent und damit auch die User-Ex­pe­ri­ence sowie Ihr Google-Ranking.

Schritt für Schritt erklärt: WordPress-Cache leeren mit Plug-ins

Die ein­fachs­te Mög­lich­keit, den WordPress-Cache zu leeren, führt direkt über das in­stal­lier­te Caching-Plug-in. Wir stellen Ihnen drei beliebte Caching-Plug-ins vor und erklären Schritt für Schritt, wie Sie mit ihnen den WP-Cache leeren.

Fakt

Die Vor­ge­hens­wei­se ist bei allen Caching-Plug-ins sehr ähnlich und lässt sich in der Regel auch für andere Plug-ins über­neh­men.

Den WordPress-Cache leeren mit W3 Total Cache

W3 Total Cache ist ein kos­ten­lo­ses Caching-Plug-in. Die über eine Million aktiver In­stal­la­tio­nen ver­deut­li­chen, dass es sich großer Be­liebt­heit erfreut. Um den WP-Cache zu leeren, stehen Ihnen zwei einfache Mög­lich­kei­ten offen:

WordPress-Cache löschen über die Ad­mi­nis­tra­ti­ons­leis­te

Wählen Sie den Menüpunkt „Per­for­mance“ in der Ad­mi­nis­tra­ti­ons­leis­te aus. An­schlie­ßend klicken Sie auf die Option „Purge All Caches“ und der Cache ist sofort geleert.

WP-Cache leeren über die Ein­stel­lun­gen

Al­ter­na­tiv lässt sich der Cache auch über die Ein­stel­lun­gen des Caching-Plug-ins leeren. Wählen Sie zu diesem Zweck im linken Menü die Option „Per­for­mance“ aus. Das Dashboard von W3 Total Cache öffnet sich. An­schlie­ßen klicken Sie auf den Button „empty all caches“, um den Cache mit nur einem Klick zu leeren.

Cache de­ak­ti­vie­ren

Die meisten Caching-Plug-ins erlauben es einem auch, das Caching bis auf Widerruf zu de­ak­ti­vie­ren. Damit umgehen Sie das häufige und wie­der­hol­te Leeren des WP-Caches, wenn Sie viele Än­de­run­gen in kurzer Zeit auf der Website durch­füh­ren. Um den Cache zu de­ak­ti­vie­ren, wählen Sie im linken Bereich einfach die Option „Per­for­mance“ aus und öffnen das Dashboard des Plug-ins. An­schlie­ßend wählen Sie den Bereich „General Settings“ aus. Dort lässt sich das Plug-in mit nur einem Klick ak­ti­vie­ren oder de­ak­ti­vie­ren.

WP Super Cache: So löschen Sie den WordPress-Cache

Das Plug-in WP Super Cache ver­zeich­net über zwei Millionen aktive In­stal­la­tio­nen und reduziert bei dem­entspre­chend vielen Websites die La­de­zei­ten. Das Plug-in zeigt dem Großteil der User statische HTML-Dateien an. Nur an­ge­mel­de­te Besucher oder Nutzer, die einen Kommentar hin­ter­las­sen haben, bekommen eine andere Anzeige aus­ge­spielt.

WordPress-Cache löschen mit einem Klick

Bei diesem Plug-in steht die Option „Cache leeren“ direkt in der Ad­mi­nis­tra­ti­ons­leis­te zur Verfügung. Ein Klick und der Cache ist geleert.

WordPress-Cache leeren in den Ein­stel­lun­gen

Al­ter­na­tiv lässt sich auch bei diesem Caching-Plug-in der Cache im Ein­stel­lungs­be­reich löschen. Wählen Sie im linken Bereich den Menüpunkt „Ein­stel­lun­gen“ und an­schlie­ßend das Plug-in „WP Super Cache“ aus. Scrollen Sie nach unten, bis Sie den Abschnitt „Zwi­schen­ge­spei­cher­te Seiten löschen“ erreichen. Mit nur einem Klick auf den Button „Cache leeren“ können Sie dann den Zwi­schen­spei­cher leeren. Im Abschnitt „Caching“ lässt sich das Plug-in mit ebenfalls nur einem Klick de­ak­ti­vie­ren.

WordPress-Cache leeren bei WP Fastest Cache

Das Caching-Plug-in WP Fastest Cache ver­zeich­net über eine Million aktive Nutzer und bietet eine prak­ti­sche Funktion: Nach dem Erstellen eines neuen Beitrags oder einer neuen Seite löscht das Plug-in den Cache au­to­ma­tisch. Per Shortcode lässt sich das Caching de­ak­ti­vie­ren – entweder für alle Website-Besucher oder nur für aus­ge­wähl­te Endgeräte und Be­nut­zer­grup­pen.

WP-Cache leeren über die Ad­mi­nis­tra­ti­ons­leis­te

Damit sich der WordPress-Cache leicht manuell leeren lässt, bietet auch dieses Plug-in einen ent­spre­chen­den Menüpunkt in der Ad­mi­nis­tra­ti­ons­leis­te. Öffnen Sie das Drop-down-Menü „Cache löschen“ und wählen Sie an­schlie­ßend die Option „Alle Caches löschen“ aus.

WP-Cache leeren über die Optionen

Ist das Plug-in WP Fastest Cache in­stal­liert, erscheint ein eigener Menüpunkt im linken Bereich. Wählen Sie diesen aus, um die Ein­stel­lun­gen des Caching-Plug-ins zu öffnen. An­schlie­ßend wählen Sie den Reiter „Cache löschen“ aus. Klicken Sie auf den Button „Alle Caches löschen“, um alle ge­spei­cher­ten Cache-Dateien zu löschen.

Tipp

Bleiben Dar­stel­lungs­feh­ler auch nach dem Leeren des WordPress-Caches bestehen? Wählen Sie dann die Option „Cache und Mi­ni­mier­tes CSS/JS löschen“ aus, um noch ver­blie­be­ne, zwi­schen­ge­spei­cher­te Daten zu löschen.

WP Fastest Cache: Caching de­ak­ti­vie­ren

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WordPress-Cache leeren ohne Plug-in

Auch ohne Plug-in lässt sich der WordPress-Cache leeren oder de­ak­ti­vie­ren. Die folgenden Mög­lich­kei­ten setzen jedoch einen Zugang per FTP oder SSH voraus.

Cache per FTP-Zugang de­ak­ti­vie­ren

Um den Cache ohne Plug-in zu de­ak­ti­vie­ren, benötigen Sie per FTP-Zugang – z. B. über FileZilla – Zugriff auf die WordPress-Dateien. Öffnen Sie die Datei wp-config.php. Diese befindet sich in der Regel im Haupt­ord­ner von WordPress. Fügen Sie der Datei folgende Code-Zeile hinzu, um das Caching zu de­ak­ti­vie­ren.

define('ENABLE_CACHE', false);

Ist der Code bereits vorhanden passen Sie diesen ge­ge­be­nen­falls an, sodass er dieser Vorgabe ent­spricht.

WP-Cache leeren per FTP-Zugang

Um den WordPress-Cache zu löschen (aber nicht zu de­ak­ti­vie­ren), greifen Sie per FTP-Zugang auf Ihre WordPress-Dateien zu, öffnen den Ordner „wp-content“ und die Datei „cache“. An­schlie­ßend löschen Sie den gesamten Inhalt dieses Ordners.

Hinweis

Löschen Sie nur den Inhalt des Ordners, nicht aber den Ordner selbst.

WordPress-Cache löschen per SSH

Ist der Zugriff über Secure Shell (SSH) von Ihrem Hoster frei­ge­ge­ben, steht Ihnen auch darüber eine Mög­lich­keit offen, den WordPress-Cache zu löschen. Fügen Sie dazu schlicht den folgenden Befehl ein:

$ wp cache flush
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