Typografie im Responsive Webdesign - Teil 2: Geeignete Schriftarten
Wenn Sie eine Schrift für Ihre responsive Website suchen, können Sie sich aus dem reichhaltigen Angebot an sogenannten responsiven Webfonts (reaktionsfähigen Schriften für Internetseiten) im Netz bedienen.
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Kostenlose Webfonts fürs Responsive Webdesign
Webfonts eignen sich als Grundlage für die Typografie im Responsive Webdesign, da sie auf Vektorgrafiken basieren, die frei skalierbar sind. Beim Aufruf einer Webseite, die Webfonts verwendet, werden die Schriften von einem Server heruntergeladen und anschließend zur Anzeige im Webbrowser des Users umgesetzt. Reaktionsfähige Webfonts passen sich hierbei den Anforderungen des jeweiligen Browsers bzw. Anzeigegeräts an. Diverse Internet-Plattformen halten responsive Webfonts zum Download bereit – teils gratis, teils kostenpflichtig. Bekannte Anbieter von gebührenpflichtigen Schriftarten sind beispielsweise Adobe Fonts oder Fontspring, die mit einer großen Auswahl an bekannten Schriftarten, darunter vielen Klassikern, aufwarten.
Genauso können Sie aber auch auf das nicht weniger vielfältige Angebot an kostenfreien Webfonts zurückgreifen. Sammlungen freier Webfonts finden Sie z. B. bei Google Fonts, Font Squirrel oder DaFont. Nicht alle dort erhältlichen Schriftarten eignen sich für den allgemeinen Gebrauch: Einige sind zu verspielt oder ungewöhnlich und deshalb nur für spezielle Belange zu empfehlen; manche enthalten keine Umlaute oder andere Sonderzeichen – generell variiert der Zeichenumfang der Schriftarten, teilweise stark. Achten Sie daher darauf, dass Sie für Ihr Responsive Webdesign eine Schrift auswählen, die ausreichend viele Zeichen umfasst. Exemplarisch stellen wir Ihnen einige vielseitig einsetzbare Google Fonts für Ihre Website vor.
Webtypografie-Beispiele von Google Fonts
Die Plattform Google Fonts wird von vielen Webdesignerinnen und -designern als Quelle von Schriften für eine reaktionsfähige Typografie genutzt. 2010 ging die Seite online. Von Anfang an wurden ausschließlich kostenlose Open-Source-Fonts angeboten, die sowohl für nichtkommerzielle als auch für kommerzielle Zwecke genutzt werden dürfen. Sie haben die Auswahl aus über 1.900 verschiedenen Webfonts. Alle Fonts können Sie herunterladen und über einen Code in Ihren Webauftritt einbetten.
Open Sans
„Open Sans“ gehört zu den klassischen Standard-Webfonts. Es handelt sich um eine serifenlose Schrift mit klassischem, schlichtem Erscheinungsbild. Sie wurde von Steve Matteson entworfen und ist für die Nutzung im Web, für mobile Geräte und für den Printbereich optimiert.

Lato
„Lato“ ist eine weitere populäre Schriftart ohne Serifen. Sie wurde von Łukasz Dziedzic entwickelt und mit der Unterstützung von Google veröffentlicht.

Roboto
„Roboto“ wurde zunächst als Schriftart für das Betriebssystem Android genutzt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Der ebenfalls serifenlose Webfont besteht aus relativ schmalen Buchstaben, wodurch mehr Zeichen in eine Zeile passen als bei vielen anderen Schriften.

Source Serif 4
„Source Serif 4“ ist eine von Adobe entwickelte Schriftart, die Bestandteil der Source-Fontfamilie ist. Die Serifenschrift kann als Ergänzung zum serifenlosen Font „Source Sans 3“ und der Monospace-Schrift „Source Code Pro“ dienen, die Adobe ebenfalls kostenfrei bereitstellt.

Playfair Display
Wenn Sie auf eine stilvolle Schrift mit Serifen zurückgreifen möchten, ist der Webfont „Playfair Display“ eine gute Wahl. Sie können zwischen verschiedenen Stilen der eher dekorativen Schrit wählen.

Webfonts über Google Fonts einbinden
Viele Webfonts befinden sich in den Datenbanken mehrerer Anbieter. Die hier vorgestellten Schriftarten findet man beispielsweise auf Google Fonts und Font Squirrel. Wir zeigen Ihnen wiederum beispielhaft, wie Sie die Schriftart „Open Sans“ über Google Fonts einfügen.
- Geben Sie im Suchfeld „Open Sans“ ein und wählen Sie die Schriftart. Dort klicken Sie auf den Button „Get font“.
- Daraufhin werden Ihnen noch einmal die wichtigsten Informationen zum Webfont angezeigt. Mit einem Klick auf den Button „Get embed code“ fahren Sie fort.
- Nun wird Ihnen je ein Code für den
<head>Ihrer Webseiten und für das CSS-Dokument angezeigt. Sie haben außerdem die Möglichkeit, den gewünschten Stil der responsiven Schrift einzustellen. - Um „Open Sans“ in HTML einzubinden, fügen Sie im
<head>den entsprechenden Code (der auch den Link zu Google Fonts enthält) ein. Die Anweisung sieht dann so aus:
<!doctype html>
<html>
<head>
<meta charset="utf-8">
<title>So binden Sie einen Webfont von Google ein</title>
<link rel="preconnect" href="https://fonts.googleapis.com">
<link rel="preconnect" href="https://fonts.gstatic.com" crossorigin>
<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Open+Sans&display=swap" rel="stylesheet">
</head>
<body>
</body>
</html>htmlMit dem zweiten Code definieren Sie die Schrift in CSS:
/ *Schrift anwenden – Beispiel für Open Sans* /
body {
font-family: "Open Sans", sans-serif;
font-weight: 400; / *Normales Gewicht* /
font-style: normal;
}cssWie Sie sehen, ist das Einfügen eines Webfonts über den Google-Service ausgesprochen simpel. Neben dieser Variante können Sie bei Google Fonts außerdem die @import-Regel in CSS nutzen, um die Schrift einzubinden.
Fazit: Fürs Responsive Webdesign gibt es viele gute Schriften gratis
Für anpassungsfähige Webseiten steht eine breite Palette an Schriftarten zur Verfügung. So können Sie problemlos kostenfreie Webfonts von Google Fonts, Font Squirrel u. a. verwenden. Allerdings sollte Ihnen auch bewusst sein, dass gerade die beliebten Schriften wie „Open Sans“, „Roboto“ oder „Lato“ sehr häufig im Web benutzt werden. Eine besonders individuelle, gar einzigartige Schriftart (etwa im Sinne einer Hausschrift) erhalten Sie nicht als kostenlosen Webfont. Dafür gestatten Ihnen die frei verfügbaren Schriften einen sehr großen Freiraum bei der responsiven Webtypografie. Außerdem ist die Einbindung in die Webseite schnell erledigt – so profitieren Ihre Besucherinnen und Besucher innerhalb kürzester Zeit von reaktionsfähigen Webfonts.

