Ein wichtiger Be­stand­teil der Op­ti­mie­rung der Ladezeit Ihrer Webseiten ist die ef­fi­zi­en­te Hand­ha­bung von CSS-Dateien. Durch gezielte Kom­pri­mie­rung und Best Practices lässt sich die Per­for­mance erheblich ver­bes­sern, was zu schnel­le­ren La­de­zei­ten und einer besseren Nut­zer­er­fah­rung führt.

Was ist CSS?

Cascading Style Sheets (dt. „gestufte Ge­stal­tungs­bö­gen“), vor allem unter der Abkürzung CSS bekannt, ist eine Style­sheet-Sprache, mit deren Hilfe Web­in­hal­te und deren Dar­stel­lungs­vor­ga­ben wie z. B. Farben oder Layout getrennt definiert werden können. Die HTML- und XML-Dokumente enthalten dann lediglich Angaben zum Inhalt bzw. zur in­halt­li­chen Glie­de­rung und zur Bedeutung der einzelnen Website-Be­stand­tei­le, während die ge­stal­te­ri­schen Mittel in so­ge­nann­ten CSS-Dateien gesondert auf­ge­führt werden. Werden Style­sheets verwendet, muss der Webserver diese beim Aufruf einer Seite zu­sätz­lich zum HTML-Dokument und den im­ple­men­tier­ten mul­ti­me­dia­len Inhalten (Bilder, Videos etc.) an den Browser wei­ter­lei­ten, was wiederum Aus­wir­kun­gen auf die La­de­zei­ten hat.

Je komplexer und größer die CSS-Dateien sind, desto länger müssen die Be­su­chen­den der Website warten, bis die Seite voll­stän­dig geladen ist. Indem Sie die Codes des ver­wen­de­ten CSS kom­pri­mie­ren, können Sie die Größe der CSS-Dateien deutlich ver­rin­gern und die Per­for­mance Ihrer Website ver­bes­sern. Eine weitere Mög­lich­keit zur Ver­bes­se­rung der La­de­zei­ten ist das so­ge­nann­te Lazy Loading, bei dem CSS-Dateien nur bei Bedarf geladen werden. Dies reduziert die initiale Ladezeit, da nicht alle Style­sheets sofort geladen werden müssen, sondern erst dann, wenn sie tat­säch­lich benötigt werden.

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Die Mög­lich­kei­ten der CSS-Op­ti­mie­rung

Der Ladezeit einer Website wird eine immer größere Wich­tig­keit zu­ge­ord­net – ins­be­son­de­re im Zuge des Aufstiegs mobiler Geräte und Da­ten­ver­bin­dun­gen. Gleich­zei­tig ist der Auf­ga­ben­be­reich von CSS gewachsen: So übernimmt die Style­sheet-Sprache zunehmend auch Funk­tio­nen von Ja­va­Script. Ins­be­son­de­re Templates von Content-Ma­nage­ment-Systemen wie WordPress warten oftmals mit über­la­de­nen CSS-Dateien auf, die den Aufbau beim Web­sei­ten­auf­ruf unnötig bremsen. An dieser Stelle stellen wir Ihnen einige Tipps und Tricks vor, mit deren Hilfe Sie Ihre CSS kom­pri­mie­ren und so für kürzere La­de­zei­ten sorgen.

  1. Vermeiden Sie den über­mä­ßi­gen Einsatz von Inline-CSS (direkt am HTML-Element un­ter­ge­brach­te Styles), insofern es sich nicht um den An­fangs­be­reich der HTML-Seite handelt. Gleiches gilt auch für style-Tags (in­di­vi­du­el­le CSS-Ei­gen­schaf­ten, die vom Standard des je­wei­li­gen Style­sheets abweichen).
  2. Kom­bi­nie­ren Sie mehrere CSS-Dateien in einem PHP-Skript. So muss der Client nur die PHP-Datei abrufen, anstatt jeweils eine HTTP-Anfrage pro Style­sheet senden und abwarten zu müssen. HTTP/2 er­mög­licht es mitt­ler­wei­le jedoch, mehrere parallele Requests effizient zu verwalten, wodurch einzelne CSS-Dateien schneller geladen werden können, ohne dass eine vorherige Zu­sam­men­füh­rung zwingend er­for­der­lich ist.
  3. Verwenden Sie nach Mög­lich­keit Kurz­schreib­wei­sen wie: body { margin: 20px 10px 5px 10px; } anstelle von aus­führ­li­chen For­mu­lie­run­gen wie: body { margin-top: 20px; margin-right: 10px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; }
  4. Vermeiden Sie außerdem Über­qua­li­fi­zie­run­gen. Kommen bestimmte Tags sowieso aus­schließ­lich in einem Element (z. B. in einer Liste) vor, muss das Element nicht zu­sätz­lich erwähnt werden.
  5. Nutzen Sie für Farben die Hex-Werte anstelle der RGB-Notation.
  6. Den Uni­ver­sal­se­lek­tor * sollten Sie nur im äußersten Notfall ge­brau­chen. Eine Dar­stel­lungs­vor­ga­be mit Uni­ver­sal­se­lek­tor gilt für jedes Element, sodass der Browser auch zunächst alle Elemente mit der je­wei­li­gen Vorgabe versorgen muss.
  7. Ver­klei­nern Sie die CSS-Datei, indem Sie unnötige Leer­zei­chen, leere Zeilen und Kom­men­ta­re löschen. So muss bei­spiels­wei­se hinter dem Dop­pel­punkt und hinter dem Semikolon kein Leer­zei­chen stehen. Auch das ab­schlie­ßen­de Semikolon nach dem letzten Glied der Auf­zäh­lung können Sie streichen. Durch diesen Vorgang verliert die CSS-Datei zwar ihren sys­te­ma­ti­schen Aufbau und die Über­sicht­lich­keit, wird vom Browser aber we­sent­lich schneller in­ter­pre­tiert.

Da die Mi­ni­mie­rung der CSS-Datei kom­pli­ziert ist, sollten Sie in jedem Fall eine Si­che­rungs­ko­pie anlegen, solange die CSS noch über­sicht­lich ist. So können Sie im Nach­hin­ein leichter Än­de­run­gen vornehmen oder Fehler beheben.

CSS kom­pri­mie­ren: Kos­ten­lo­se Online-Tools

Für alle, die den Aufwand einer manuellen CSS-Op­ti­mie­rung umgehen möchten, gibt es diverse kos­ten­freie Web­an­wen­dun­gen, mit deren Hilfe Sie CSS online kom­pri­mie­ren können. Die Tools nehmen Ihnen die mühsame Arbeit ab und entfernen zumindest Leer­zei­chen, Ta­bu­la­to­ren, Kom­men­ta­re und Zei­len­um­brü­che sehr zu­ver­läs­sig. Auch die Um­wand­lung des Farbcodes gelingt mit den meisten Pro­gram­men. Das Ergebnis können Sie sich direkt als CSS-Datei her­un­ter­la­den oder per Copy-and-Paste her­aus­ko­pie­ren. Wir prä­sen­tie­ren Ihnen drei An­wen­dun­gen im Kurz­por­trät:

CSS Minifier

Die Online-Anwendung CSS Minifier erreichen Sie über die Seite css­mi­ni­fier.com. Kopieren Sie hier einfach Ihren CSS-Code in das Feld „Input CSS“ und starten Sie den Prozess über einen Klick auf „Minify“. Im Feld „Minified Output“ sehen Sie im Anschluss das Ergebnis, das Sie direkt kopieren und her­un­ter­la­den können. CSS Minifier kürzt den Code um sämtliche Zei­len­um­brü­che und Leer­zei­chen und entfernt auch das ab­schlie­ßen­de Semikolon in Auf­zäh­lun­gen. Außerdem wandelt das Tool RGB-Codes pro­blem­los in die kom­pri­mier­te Hex-Variante um.

CSS Com­pres­sor

Die Web-Anwendung CSS Com­pres­sor un­ter­schei­det sich insofern von CSS Minifier, als Sie ein paar Optionen für die Kom­pri­mie­rung des Codes zur Auswahl haben. Rufen Sie zunächst die Website css­com­pres­sor.com auf und kopieren Sie Ihre CSS in das Feld „CSS Source Code Input“. Nun können Sie den Kom­pri­mie­rungs­grad festlegen. Sie haben hierbei die Wahl aus vier ver­schie­de­nen vor­kon­fi­gu­rier­ten Optionen, die sich an der Les­bar­keit des kom­pri­mier­ten CSS ori­en­tie­ren. Über „Show advanced options“ können Sie darüber hinaus manuell Häkchen bei den ge­wünsch­ten Op­ti­mie­rungs­grö­ßen wie z. B. Farben („Compress colors“) oder Zeichen („Remove un­neces­sa­ry back­slas­hes“) setzen. Über „Compress“ starten Sie die Kom­pri­mie­rung mit CSS Com­pres­sor. Zu­sätz­lich zum Ergebnis im Feld „Com­pres­sed Ja­va­Script“ liefert das Tool auch Auskünfte über die Input- und Output-Größe Ihrer CSS-Datei sowie die erzielte Mi­ni­mie­rung in Prozent.

CSS-Kom­pres­sor von Gill­meis­ter Software

Der CSS-Kom­pres­sor von Gill­meis­ter Software ist ein kos­ten­lo­ses Tool für Web-Ent­wick­ler, das eine mühelose Kom­pri­mie­rung von CSS-Codes er­mög­licht. Der Kom­pres­sor entfernt dabei pro­blem­los Leer­stel­len und das letzte Semikolon. Auch Kom­men­ta­re werden aus dem CSS-Code ge­stri­chen. Insgesamt kann laut Her­stel­ler eine Reduktion von bis zu 30 Prozent erwartet werden.

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Schnel­le­re La­de­zei­ten dank op­ti­mier­tem CSS

Je um­fang­rei­cher Sie Ihre Website oder Ihren Webshop gestalten, desto mehr sind Sie auf Style­sheets – in den meisten Fällen CSS – an­ge­wie­sen. Dass die Belastung für Ihren Webserver bei zu­neh­men­der Anzahl und Größe der CSS-Dateien stetig steigt, ver­wun­dert nicht. Soll eine beliebige Seite durch den Client (Browser) geöffnet werden, müssen immer alle CSS-Daten abgerufen und wei­ter­ge­lei­tet werden. Aus diesem Grund ist die Op­ti­mie­rung der Style­sheets mehr als emp­feh­lens­wert. Online-Tools wie die vor­ge­stell­ten Beispiele er­mög­li­chen selbst Neulingen unter den Web­ent­wick­le­rin­nen und Web­ent­wick­lern, un­wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen aus der CSS-Datei zu streichen. Den maximalen Op­ti­mie­rungs­grad erreichen Sie mit den An­wen­dun­gen al­ler­dings nicht. Hierfür müssen Sie selbst zur Tat schreiten oder die Hilfe einer Fachkraft in Anspruch nehmen.

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