Das Datenbank-Ma­nage­ment-System (DBMS) Post­greS­QL lässt sich mit wenigen Befehlen unter Ubuntu 20.04 in­stal­lie­ren. Erfahren Sie, welche Schritte Sie von der In­stal­la­ti­on bis zum Anlegen einer Datenbank nehmen müssen.

Vor­aus­set­zun­gen für einen Ubuntu-Server mit Post­greS­QL

Ein einfacher Datenbank-Server mit Post­greS­QL benötigt kaum Res­sour­cen. Schon mit einer kleinen Kon­fi­gu­ra­ti­on lässt sich sehr gut arbeiten:

  • 1 GHz CPU
  • 2 GB RAM
  • 2 GB Fest­plat­ten­spei­cher

Je nachdem, welche Daten Sie speichern möchten, müssen Sie unter Umständen den Fest­plat­ten­spei­cher erweitern.

Tipp

Bevor Sie sich für einen Server ent­schei­den, sollten Sie sich in­for­mie­ren, welche andere Optionen Sie haben. Bei IONOS finden Sie drei ver­schie­de­ne Ser­ver­ar­ten:
- Cloud Server: Höchste Ska­lier­bar­keit bei mi­nu­ten­ge­nau­er Ab­rech­nung
- Dedicated Server: Hardware nur für Sie, mit bester Leistung
- vServer (VPS): Voll­stän­di­ge Vir­tua­li­sie­rung für mehr Un­ab­hän­gig­keit

Post­greS­QL auf Ubuntu in­stal­lie­ren

Unter Ubuntu 20.04 kann Post­greS­QL mit nur wenigen Befehlen in­stal­liert werden. Benutzen Sie dafür das Terminal der Linux-Dis­tri­bu­ti­on. Sie können die Konsole entweder über die Pro­gramm­über­sicht bzw. das Suchfeld öffnen – oder Sie nutzen die prak­ti­sche Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Strg] + [Alt] + [T].

Tipp

Für einen ef­fi­zi­en­ten Umgang mit dem Terminal benötigen Sie die un­ter­schied­lichs­ten Kommandos. In­for­mie­ren Sie sich deshalb über die wich­tigs­ten Linux-Befehle.

Schritt 1: Post­greS­QL her­un­ter­la­den und in­stal­lie­ren

Wie immer, bevor Sie unter Linux Software in­stal­lie­ren, sollten Sie die Pa­ket­ver­wal­tung ak­tua­li­sie­ren. Das ga­ran­tiert, dass sie die neuesten In­stal­la­ti­ons­pa­ke­te verwenden.

sudo apt update
sudo apt upgrade

Dann genügt ein Befehl, um das Post­greS­QL-Paket her­un­ter­zu­la­den und zu in­stal­lie­ren.

sudo apt install postgresql

Sie müssen den Vorgang jetzt nur noch be­stä­ti­gen. Dann wird das DBMS in­stal­liert.

Schritt 2: Post­greS­QL ak­ti­vie­ren

Nachdem das Datenbank-Ma­nage­ment-System in­stal­liert wurde, starten Sie Post­greS­QL:

sudo systemctl start postgresql

Um zu erfahren, ob Post­greS­QL wirklich läuft, fragen Sie den Status ab:

sudo systemctl status postgresql

Hier müsste der Dienst nun als „active“ angegeben werden. Um die Sta­tus­an­zei­ge zu verlassen, verwenden Sie die Taste [Q].

Schritt 3: Post­greS­QL nutzen

Nach der In­stal­la­ti­on gibt es in Post­greS­QL bereits ein Stan­dard­kon­to namens „postgres“. Dieses ak­ti­vie­ren Sie mit folgendem Befehl:

sudo -i -u postgres

Ubuntu verhält sich nun so, als wären Sie mit dem Post­greS­QL-Konto an­ge­mel­det. Erst jetzt können Sie auf die Ein­ga­be­auf­for­de­rung des DBMS zugreifen.

psql

In diesem Umfeld arbeiten Sie mit Post­greS­QL. Um sich anzeigen zu lassen, welche Ver­bin­dung gerade aktiv ist, nutzen Sie diesen Befehl:

\conninfo

Um den Bereich wieder zu verlassen, verwenden Sie folgenden Befehl:

\q

Schritt 4: Da­ten­ban­ken anlegen

Zusammen mit der Rolle „postgres“ hat das System au­to­ma­tisch eine ent­spre­chen­de Datenbank erstellt. Ihr Post­greS­QL-Server kann aber mit mehreren Da­ten­ban­ken gleich­zei­tig arbeiten. Eine neue Datenbank legen Sie mit folgendem Befehl an, wobei Sie statt „example“ den Namen frei wählen können:

CREATE DATABASE example;

Achten Sie bei diesem Befehl auf das ab­schlie­ßen­de Semikolon.

Um sich anzeigen zu lassen, welche Da­ten­ban­ken Sie angelegt haben, verwenden Sie diesen Befehl:

\list

Auch die Kurzform „\l“ (kleines L) funk­tio­niert.

Wenn Sie direkt in einer Datenbank arbeiten möchten, wählen Sie diese jeweils aus. Die aktive Datenbank wird in der Ein­ga­be­zei­le der Post­greS­QL-Konsole angezeigt. Um die Datenbank zu wechseln, geben Sie folgenden Befehl ein, wobei Sie den Namen der ge­wünsch­ten Datenbank eintragen müssen:

\c example

Um eine Datenbank zu löschen, verwenden Sie diese Code-Zeile:

DROP DATABASE example;

Achtung: Sie können das Löschen nicht rück­gän­gig machen. Seien Sie also vor­sich­tig bei diesem Befehl und überlegen Sie sich genau, ob Sie den Schritt gehen möchten.

Tipp

Sie können Post­greS­QL auch unter Windows verwenden. Wenn Sie Post­greS­QL auf Windows Server 2016 in­stal­lie­ren, nutzen Sie die gleichen Vorteile des DBMS. Nut­ze­rin­nen und Nutzer, die sich im Be­triebs­sys­tem von Microsoft besser auskennen als bei einer Linux-Dis­tri­bu­ti­on, sollten über diese Variante nach­den­ken.

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