Mit dem Linux-Befehl mkdir erstellen Sie einen oder mehrere Ordner in Ihrem aktuellen Ar­beits­ver­zeich­nis. Durch den Command ist es auch möglich, komplexe Ord­ner­hier­ar­chien anzulegen.

Was ist der Linux-mkdir-Befehl?

Der mkdir-Befehl wird verwendet, um in Linuxein neues Ver­zeich­nis zu erstellen. Zwar können Sie diese Arbeit auch über einen gra­fi­schen Da­tei­ma­na­ger erledigen; wenn Sie al­ler­dings auf die Arbeit mit der Kom­man­do­zei­le setzen, wird der Command sehr wichtig sein. Für alle gängigen Linux-Dis­tri­bu­tio­nen, auch Ubuntu, gehört der Linux-mkdir-Befehl daher zu den am häu­figs­ten genutzten Kommandos. mkdir steht für „Make Directory“, also „Erstelle Ver­zeich­nis“.

Wie funk­tio­niert der mkdir-Befehl?

Um mit mkdir ein neues Ver­zeich­nis anzulegen, ist es zunächst wichtig, dass Sie sich selbst im richtigen Ver­zeich­nis befinden. Der Command legt das neue Ver­zeich­nis nämlich stan­dard­mä­ßig am aktuellen Ort an. Wenn Sie den ent­spre­chen­den Ordner an einer anderen Stelle einfügen möchten, nutzen Sie den [Linux-cd-Befehl], um an diese Stelle zu wechseln. Dann erstellen Sie das neue Ver­zeich­nis mit mkdir an dieser Stelle. Dank Linux-mkdir können Sie auch mehrere Ordner oder eine Hier­ar­chie mit zu­sätz­li­chen Un­ter­ord­nern erstellen. Wie das funk­tio­niert, zeigen wir Ihnen weiter unten.

Wie sieht die Syntax des mkdir-Befehls aus?

Die Syntax des mkdir-Befehls ist immer gleich und sieht fol­gen­der­ma­ßen aus:

$ mkdir [Option] Verzeichnisname

mkdir ist dabei der ei­gent­li­che Befehl, der durch die unten auf­ge­führ­ten Optionen spe­zi­fi­ziert werden kann. Der Ver­zeich­nis­na­me ist der Name des Ordners, den Sie neu anlegen möchten. Achten Sie hier auf die korrekte Schreib­wei­se, damit Sie das Ver­zeich­nis auch später wieder abrufen können.

Welche Optionen hat der mkdir-Befehl?

Für mkdir gibt es drei Optionen. Dies sind ihre je­wei­li­gen Funk­tio­nen:

  • -m oder –mode: Mit dieser Option weisen Sie dem neuen Ver­zeich­nis bestimmte Zu­griffs­rech­te zu. Diese werden hinter dem Parameter angegeben.
  • -p oder –parents: Mit dieser Option erstellen Sie das Ver­zeich­nis oder die Ver­zeich­nis­se, sofern diese noch nicht exis­tie­ren. Existiert bereits ein Ver­zeich­nis mit demselben Namen am selben Ort, wird ohne Feh­ler­mel­dung fort­ge­fah­ren.
  • -v oder –verbose: Durch diese Option wird in der Kom­man­do­zei­le angezeigt, was mkdir aktuell erstellt. In den meisten Fällen wir diese Option zusammen mit -p verwendet.

Beispiele für den mkdir-Befehl

Damit Sie sich den Einsatz von Linux-mkdir besser vor­stel­len können, zeigen wir Ihnen ab­schlie­ßend ein paar einfache Beispiele für die Funk­tio­nen des Befehls.

$ mkdir Kontakte

So erstellen sie einen neuen Ordner namens „Kontakte“ im aktuell ge­öff­ne­ten Ver­zeich­nis.

$ mkdir Kontakte Material

Dieser Befehl erstellt die hier­ar­chisch gleich­wer­ti­gen Ordner „Kontakte“ und „Material“ in Ihrem aktuellen Ar­beits­ver­zeich­nis.

$ mkdir -p Kontakte / {Kunden, Zulieferer} / {Bestellungen, Rechnungen}

So erstellen Sie in Ihrem aktuellen Ordner ein Ver­zeich­nis namens „Kontakte“, das folgende Hier­ar­chie nutzt:

Kontakte

  • Kunden

  • Be­stel­lun­gen

  • Rech­nun­gen

  • Zu­lie­fe­rer

  • Be­stel­lun­gen

  • Rech­nun­gen

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