Egal, ob privat oder im Büro, egal ob Hoch­zeits­ein­la­dung oder Ge­schäfts­brief, es kommt immer wieder vor, dass Sie ein und denselben Brief an un­ter­schied­li­che Leute schicken müssen. In solchen Fällen immer wieder Adresse und Anrede an­zu­pas­sen, kann extrem zeit­auf­wen­dig sein. Wenn man al­ler­dings einen Se­ri­en­brief erstellt, fügt Word viele Angaben au­to­ma­tisch ein und Sie können sich auf den ei­gent­li­chen Inhalt der Nachricht kon­zen­trie­ren.

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Was ist ein Se­ri­en­brief?

Ein Se­ri­en­brief ist eine Nachricht, die an viele ver­schie­de­ne Empfänger gesendet wird. Der Haupt­an­teil des Briefs soll hierbei in allen Fassungen identisch sein. Da aber die Adres­sa­ten un­ter­schied­lich sind, gibt es bestimmte Felder, die jeweils angepasst werden müssen. In erster Linie handelt es sich hierbei um das Adress­feld und eventuell die Anrede. Aber auch Kun­den­num­mern oder andere per­so­na­li­sier­te In­for­ma­tio­nen können au­to­ma­tisch in den Text eingefügt werden.

Die meisten Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gram­me, wie etwa Word, haben hierfür au­to­ma­ti­sier­te Funk­tio­nen. Damit Sie diese Hilfe nutzen können, müssen die Programme auf eine von Ihnen gepflegte Datenbank Zugriff haben: Dort findet die Software Namen und Adressen der Empfänger und setzt diese an den richtigen Stellen im Dokument ein.

Die Ein­satz­mög­lich­kei­ten von Se­ri­en­brie­fen sind viel­fäl­tig. Im pro­fes­sio­nel­len Bereich nutzen Un­ter­neh­men Se­ri­en­brie­fen bei­spiels­wei­se beim Versenden von In­fo­ma­te­ri­al, Rech­nun­gen oder Angeboten. Private Nutzer verwenden Se­ri­en­brie­fe vor allem, um Ein­la­dun­gen zu größeren Feiern zu erstellen.

Se­ri­en­brief in Word erstellen: Schritt für Schritt

Möchte man einen Se­ri­en­brief erstellen, sind mehrere Schritte notwendig: Der erste besteht im Erstellen einer Da­ten­quel­le, dann folgt das Verfassen des Se­ri­en­briefs und schließ­lich der Druck des Dokuments.

Tipp

Neben Briefen können Sie auch E-Mails, Umschläge oder Etiketten über den Se­ri­en­druck in Word erstellen. Wählen Sie dafür das richtige Format unter „Se­ri­en­druck starten“ im Reiter „Sendungen“.

Da­ten­quel­le pflegen

Word kann aus ver­schie­de­nen Quellen die für den Se­ri­en­brief benötigen In­for­ma­tio­nen ziehen: Sie können Excel-Tabellen im­por­tie­ren, Ihr Adress­buch in Outlook nutzen oder die In­for­ma­tio­nen direkt in Word eintragen.

Möchten Sie mit einer Excel-Datei arbeiten, achten Sie darauf, dass Sie die Daten korrekt als Tabelle for­ma­tie­ren und mit Spal­ten­über­schrif­ten versehen. Word zieht die In­for­ma­tio­nen direkt aus der Datei. Um ein Excel-Dokument zu im­por­tie­ren, wechseln Sie in den Reiter „Sendungen“, wählen den Button „Empfänger auswählen“ und drücken dann auf „Vor­han­de­ne Liste verwenden…“.

Tipp

Auch eine Datenbank, die Sie mit der Microsoft-Software Access erstellt haben, können Sie in Word im­por­tie­ren.

Möchten Sie statt­des­sen das Ihre Outlook-Kontakte im­por­tie­ren, wählen Sie unter dem gleichen Button die Funktion „Aus Outlook-Kontakten auswählen…“. Verwenden Sie ver­schie­de­ne Ordner, um Ihre Kontakte im E-Mail-Programm zu sortieren, haben Sie nun die Mög­lich­keit, gezielt die richtigen Adress­da­ten aus­zu­wäh­len.

Wenn Sie weder eine Excel-Tabelle pflegen möchten, noch ein Adress­buch in Outlook verwalten, können Sie Daten auch direkt in Word eintragen. Hierfür wählen Sie die Funktion „Neue Liste eingeben…“. Word stellt Ihnen bereits viele wichtige Spalten zur Eingabe von Adress­da­ten bereit. Klicken Sie in die ent­spre­chen Felder und geben Sie die Daten ein. Haben Sie einen Eintrag ab­ge­schlos­sen, können Sie über den Button „Neuer Eintrag“ die nächste Zeile beginnen.

Höchst­wahr­schein­lich brauchen Sie für Ihren Zweck nicht alle Spalten, die Word vorgibt, be­zie­hungs­wei­se möchten viel­leicht auch eigene Ka­te­go­rien hin­zu­fü­gen. Mit einem Klick auf „Spalten anpassen…“ er­mög­licht Word Ihnen, Spalten hin­zu­zu­fü­gen, zu löschen oder einfach um­zu­be­nen­nen. Haben Sie alle In­for­ma­tio­nen ein­ge­tra­gen und die Eingabe bestätigt, fordert Word Sie auf, die neue Datenbank ab­zu­spei­chern. Das gibt Ihnen die Mög­lich­keit, die Daten auch in anderen Word-Do­ku­men­ten zu benutzen. So müssen Sie den Aufwand nicht für jeden Se­ri­en­brief neu betreiben.

Keine Sorge: Auch nachdem Sie die Er­stel­lung Ihrer neuen Datenbank ab­ge­schlos­sen haben, können Sie die In­for­ma­tio­nen noch anpassen. Der Button „Emp­fän­ger­lis­te be­ar­bei­ten“ liefert Ihnen die hierfür be­nö­tig­ten Funk­tio­nen.

Hinweis

Wenn Sie Da­ten­quel­len aus einer Datei im­por­tie­ren, sollte sich diese auf Ihrem PC befinden. Es ist al­ler­dings auch möglich, Da­ten­ban­ken von Servern in das Word-Dokument zu in­te­grie­ren. Hierfür verwenden Sie dann den Da­ten­ver­bin­dungs­as­sis­ten­ten.

Se­ri­en­brief erstellen

Haben Sie die In­for­ma­tio­nen der Adres­sa­ten hin­ter­legt, gilt es nun, den ei­gent­li­chen Brief zu verfassen. Hierbei arbeiten Sie zum einen mit ganz normalem Text, wie Sie es auch sonst von Word gewohnt sind, zum anderen aber mit spe­zi­el­len Text­blö­cken. We­sent­lich für jeden Se­ri­en­brief ist der Adress­block. Wenn Sie den ent­spre­chen Button anklicken, öffnet sich ein Fenster zur Kon­fi­gu­ra­ti­on des Platz­hal­ters. Dort können Sie festlegen, wie der Adress­block gestaltet sein soll. Wenn Sie mit einer externen Tabelle arbeiten, versucht Word aus den Spal­ten­be­zeich­nun­gen die korrekten Felder ab­zu­lei­ten. Sollte das Programm aber Ihre selbst­ge­wähl­ten Be­schrif­tun­gen nicht zuordnen können, haben Sie über den Button „Über­ein­stim­men­de Felder festlegen…“ die Mög­lich­keit, die Ka­te­go­rien korrekt zu­zu­ord­nen.

Mit einer Grußzeile können Sie eine per­so­na­li­sier­te Anrede in Ihren Se­ri­en­brief einfügen. Statt also mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ einen un­be­stimm­ten Empfänger an­zu­spre­chen, können Sie Word aus den Daten den konkreten Namen ziehen und anzeigen lassen. Auch hierfür legen Sie das Format fest – ent­schei­den so zum Beispiel, ob Vor-, Nachname oder beides angezeigt werden soll.

Sie können zudem die Ein­lei­tung des Grußes von Word einfügen lassen oder diesen selbst for­ma­tie­ren. Die Text­ver­ar­bei­tungs­soft­ware bietet Ihnen das ge­ne­ri­sche „Sehr geehrte(r)“ gefolgt vom Namen des Emp­fän­gers an. Wenn Sie die Option „(ohne)“ wählen, können Sie die Ein­lei­tung auch ganz normal in den Text schreiben und erst dann das Se­ri­en­brief­feld mit dem Namen einfügen. Etwas pro­ble­ma­tisch ist, dass Word (ver­mut­lich aus einer eng­lisch­spra­chi­gen Per­spek­ti­ve heraus) keine an das Ge­schlecht an­ge­pass­te Anrede vorsieht. Aber auch das ist mit etwas Aufwand und einigen An­pas­sun­gen möglich:

Erzeugen Sie dafür eine Grußzeile ohne Ein­lei­tung. Nun klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Block und wählen „Feld­funk­tio­nen ein/aus“. Jetzt können Sie den Code sehen, der für das Se­ri­en­brief­feld ver­ant­wort­lich ist. Zu­sätz­lich müssen Sie Regeln anwenden. Mit diesen Funk­tio­nen lassen sich Se­ri­en­brief­fel­der genauer pro­gram­mie­ren. Für die korrekte Anrede brauchen Sie eine Wenn-Dann-Sonst-Regel. Außerdem muss in Ihrer Da­ten­quel­len ein Feld vorhanden sein, in dem das Ge­schlecht vermerkt ist.

Bringen Sie den Cursor innerhalb der Feld­funk­ti­on hinter „_BEFORE_ “ (inklusive des Leer­zei­chens nach dem Un­ter­strich) und klicken Sie dann auf die Wenn-Dann-Sonst-Regel. Dort wählen Sie den Feldnamen aus, in dem das Ge­schlecht des Emp­fän­gers notiert ist, und geben dann ein, dass dieser bei­spiels­wei­se gleich „weiblich“ oder „Frau“ sein soll. Dann tragen Sie ein, was bei Über­ein­stim­mung ein­ge­tra­gen werden soll (zum Beispiel „Liebe“) und was Word einfügen soll, wenn die Angaben nicht identisch sind (zum Beispiel „Lieber“). Nun passt die Grußzeile genau auf die an­ge­spro­che­ne Person.

In den Text können Sie aber – neben Adresse und Gruß­for­mel – noch weitere Text­fel­der einfügen. Das geht auch direkt im Fließtext. So können Sie zum Beispiel den Namen des Adres­sa­ten oder die Kun­den­num­mer in den Hauptteil des Briefes einfügen. Damit sich die Se­ri­en­brief­fel­der deut­li­cher vom ei­gent­li­chen Inhalt des Dokuments absetzen, können Sie die Funktion „Se­ri­en­brief­fel­der her­vor­he­ben“ nutzen. Dann sind die ent­spre­chen­den Bereiche farblich markiert.

Se­ri­en­brief drucken

Vor dem Se­ri­en­druck in Word, können Sie sich die Briefe in einer Vorschau ansehen. Hierfür füllt Word die Platz­hal­ter mit den tat­säch­li­chen Daten aus. So können Sie jeden einzelnen aus­ge­füll­ten Brief durch­se­hen und auf Fehler über­prü­fen. Dann geht es mit der Funktion „Fertig stellen und zu­sam­men­füh­ren“ an den Druck der Briefe. Hier bietet Word ver­schie­de­nen Optionen an:

  • Einzelne Dokumente be­ar­bei­ten…: Word erzeugt ein neues Dokument, in dem jede Version des Briefes nach­ein­an­der auf­ge­führt wird. Hier können Sie an einzelnen Stellen noch Än­de­run­gen vornehmen.
     
  • Dokumente drucken…: Word druckt direkt jeden Brief nach­ein­an­der aus.
     
  • E-Mail-Nach­rich­ten senden…: Word ver­schickt das Dokument als E-Mail. Dafür wählen Sie aus der Da­ten­quel­le das Feld mit hin­ter­leg­ten E-Mail-Adressen aus und geben zu­sätz­lich einen Betreff ein.
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Der Se­ri­en­druck-Assistent

Auf die oben be­schrie­be­ne Weise können Sie sehr in­di­vi­du­ell ge­stal­te­te Se­ri­en­brie­fe erstellen. Wer etwas mehr Komfort wünscht, kann aber auch den Se­ri­en­druck-As­sis­ten­ten von Word nutzen. Dieser führt den Nutzer durch die Er­stel­lung. Um die Hilfs­funk­ti­on zu starten, wählen Sie im Reiter Sendungen den Button „Se­ri­en­druck starten“ und dann die Funktion „Se­ri­en­druck-Assistent mit Schritt-für-Schritt-An­wei­sun­gen…“.

Am rechten Rand des Fensters öffnet sich eine Sei­ten­leis­te, die prin­zi­pi­ell die gleichen Schritte mit Ihnen durchgeht, die wir auch in diesem Text vor­ge­stellt haben. Sie legen Ihre Da­ten­quel­le fest, verfassen den Brief und stellen die Dokumente fertig. Ein be­glei­ten­der Text erklärt Ihnen dabei jedoch die einzelnen Schritte. Außerdem können Sie mithilfe des As­sis­ten­ten si­cher­stel­len, dass Sie keinen Schritt vergessen.

Fazit

Wenn man seine Da­ten­quel­le stetig pflegt, dann kann man mit Word sehr schnell Se­ri­en­brie­fe erstellen. Das Einbauen der ent­spre­chen­den Platz­hal­ter ist sehr un­kom­pli­ziert – egal, ob mit oder ohne As­sis­ten­ten.

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