Beim Surfen im Internet hin­ter­las­sen Sie in Ihrem Browser stets Spuren in Form von Such­ver­läu­fen, besuchten Seiten oder auch ge­spei­cher­ten Cookies. Um diese Spuren zu ver­wi­schen, bietet Firefox einen privaten Modus an: Viele Daten werden dann beim Surfen nicht mehr ge­spei­chert und sind für andere Nutzer Ihres Computers nicht mehr nach­voll­zieh­bar. Wichtig: Viele Daten – aber nicht alle. Wie Sie den privaten bzw. Inkognito-Modus in Firefox ak­ti­vie­ren und welche Daten tat­säch­lich ver­schlei­ert werden (und welche nicht), verraten wir Ihnen hier.

Inkognito-Modus in Firefox temporär ak­ti­vie­ren

Um nur vor­über­ge­hend zu vermeiden, dass eine Chronik angelegt oder Cookies ge­spei­chert werden, können Sie Firefox mit der Ein­stel­lung „Privater Modus“ starten. Klicken Sie dafür im Menü oben rechts auf den Eintrag „Neues privates Fenster“.

Es öffnet sich ein komplett neues Fenster im privaten Modus. Dass Sie sich in diesem Modus befinden, erkennen Sie an dem li­la­far­be­nen Icon mit der Maske oben rechts und im Tab-Reiter.

Um den privaten Modus wieder zu verlassen, müssen Sie lediglich das Fenster schließen.

Hinweis

Wenn Sie parallel bereits ein Fenster oder mehrere Tabs in Firefox geöffnet hatten, bleiben diese auch weiterhin in dem öf­fent­li­chen Modus, in dem stan­dard­mä­ßig Cookies und andere Daten ge­spei­chert werden.

Al­ter­na­tiv zum eben be­schrie­be­nen Weg können Sie den Shortcut [Umschalt] + [Strg] + [P] oder auf dem Mac [Umschalt] + [Cmd] + [P] drücken, um den Inkognito-Modus in Firefox zu ak­ti­vie­ren.

Einen Link in Firefox im neuen Fenster „Privater Modus“ öffnen

Wenn Sie im öf­fent­li­chen Firefox-Browser surfen und gezielt einen Link im Inkognito-Modus öffnen möchten, gelingt auch das leicht. Dafür müssen Sie nur mit einem Rechts­klick oder bei ge­drück­ter [Strg]-Taste mit einem normalen Klick das Kon­text­me­nü des Links öffnen und den Befehl „Link in neuem privaten Fenster öffnen“ auswählen.

In Firefox dauerhaft „Privater Modus“ ak­ti­vie­ren

Wenn Sie nicht darüber nach­den­ken möchten, ob Sie sich gerade im privaten Modus in Firefox befinden oder nicht, können Sie das Auf­zeich­nen einer Chronik auch dauerhaft de­ak­ti­vie­ren. Wählen Sie dafür im Browser-Menü oben rechts den Punkt „Ein­stel­lun­gen“ und in der sich öffnenden Ansicht im linken Menü den Punkt „Da­ten­schutz & Si­cher­heit“ aus. Scrollen Sie innerhalb der Seite bis zum Punkt „Chronik“ und wählen Sie neben dem Eintrag „Firefox wird eine Chronik“ den Punkt „niemals anlegen“ aus. Sinnvoll ist in diesem Zuge, den bereits auf­ge­zeich­ne­ten Brow­ser­ver­lauf in Firefox zu löschen.

Hinweis

So ein­ge­stellt, wird beim Surfen in Firefox kein li­la­far­be­nes Icon mit einer Maske in der Kopfzeile angezeigt – dennoch verhält sich der Browser wie im Inkognito-Modus.

Wenn Sie wieder eine Chronik auf­zeich­nen lassen wollen, kehren Sie in den Ein­stel­lun­gen zum Punkt „Da­ten­schutz & Si­cher­heit“ zurück und wählen einen der anderen Punkte im Drop-down-Feld aus.

Welche Daten im privaten Modus nicht ge­spei­chert werden

Manch einer glaubt, dass er dank der Firefox-Ein­stel­lung „Privater Modus“ quasi komplett un­sicht­bar im Internet ist. Das stimmt so jedoch nicht. Folgende Daten werden im privaten Modus tat­säch­lich nicht mehr ge­spei­chert:

  • Besuchte Seiten (in der Chronik und in der Liste Ihrer Adress­leis­te)
  • Formular- und Such­feld­ein­trä­ge für die Au­to­ver­voll­stän­di­gung
  • Down­load­lis­ten – Achtung: Die ei­gent­lich her­un­ter­ge­la­de­nen Daten werden dennoch auf dem Rechner ge­spei­chert, aber nicht in der Liste „Alle Downloads“ angezeigt.
  • Dau­er­haf­te Cookies – aber: Für die aktive Session im privaten Fenster werden die Cookies getrennt von den Cookies im normalen Modus ge­spei­chert.
  • Zwi­schen­ge­spei­cher­te Websites, bei­spiels­wei­se im Cache, und Daten für die Offline-Ver­wen­dung

Aber: Pass­wör­ter und Le­se­zei­chen, die Sie im Inkognito-Modus in Firefox anlegen, werden dauerhaft ge­spei­chert. Außerdem erhalten Sie auch im privaten Modus URL-Vor­schlä­ge bei der Eingabe in die Adress­leis­te – diese basieren auf Ihrem Surf­ver­hal­ten im normalen Modus. Ihr Provider kann Sie und Ihr Surf­ver­hal­ten, bei­spiels­wei­se anhand der ver­wen­de­ten IP-Adresse und des Geräts, auch weiterhin iden­ti­fi­zie­ren. Um auch diese Spuren zu ver­wi­schen und anonym(er) zu surfen, müssen Sie einen VPN-Server-Client nutzen.

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