Kodi ist ein Open Source Media Center, das Me­di­en­da­tei­en ordnet, nut­zer­freund­lich darstellt und wie­der­gibt. Ein 10-Foot User Interface (d. h. eine grafische Be­nut­zer­ober­flä­che, die für einen Seh­ab­stand von 3 Metern optimiert ist) macht Elemente auf einem Fernseher oder Projektor besser sichtbar. Zudem bedienen Sie es üb­li­cher­wei­se mit einer Fern­be­die­nung. Das Programm gibt Bild-, Video- und Audio-Dateien wieder. Es erstellt eine Bi­blio­thek aus den vor­han­de­nen Me­di­en­da­tei­en, füttert sie mit Zu­satz­in­for­ma­tio­nen wie Genre oder Er­schei­nungs­da­tum und teilt Film­pos­ter oder Al­bum­co­ver zu. Die Stärke der Software liegt in ihrer großen An­pass­bar­keit. Durch diverse Skins und Community-Add-ons streamen Sie bei­spiels­wei­se auch Ihre Lieb­lings­se­ri­en, checken das Wetter oder Kino-Lauf­zei­ten auf einem per­so­na­li­sier­ten Hin­ter­grund. Doch Kodi kam gerade wegen seiner Add-ons in die Bre­douil­le, nachdem of­fen­kun­dig Rechts­an­sprü­che verletzt wurden, indem einige Kanäle un­recht­mä­ßig Links zu Pay-TV-Sendern oder ur­he­ber­recht­lich ge­schütz­ten Filmen ver­brei­te­ten. Kodi ist zwar legal, aber bei Usern besteht Un­si­cher­heit darüber, ob sie womöglich Kanäle mit illegalen Inhalten nutzen. Zudem ent­wi­ckel­te sich die Heimkino-Software zu einem extrem komplexen Add-on-Gefüge. Für ungeübte Anwender stellt die Ein­rich­tung deshalb einen lang­wie­ri­gen Prozess dar. Grund genug, um sich nach Al­ter­na­ti­ven zu Kodi um­zu­schau­en.

Hinweis

Media Center sind Programme, die Me­di­en­da­tei­en wie Video-, Audio- und Bild­da­tei­en auf einem Computer ordnen und sie für die Dar­stel­lung auf TV oder anderen End­ge­rä­ten op­ti­mie­ren. Die Be­nut­zer­ober­flä­che ist meist auf die Ver­wen­dung mit einem Fern­seh­ge­rät ab­ge­stimmt. Zu­sätz­lich bietet die Software eine Schnitt­stel­le für Streaming- und In­for­ma­ti­ons­an­ge­bo­te, die mit Add-ons hin­zu­ge­fügt werden. Das Programm bündelt möglichst viele Me­di­en­wie­der­ga­be-Optionen auf einer ein­heit­li­chen Nut­zer­ober­flä­che.

Die besten Kodi-Al­ter­na­ti­ven im Überblick

Auf dem Markt gibt es viele Software-Lösungen, mit denen sich digitale Medien für den Heim­ge­brauch ordnen und wie­der­ge­ben lassen. Wenn Sie ver­schie­de­ne Endgeräte, ins­be­son­de­re einen Fernseher, mit einem PC oder Laptop ver­knüp­fen wollen, um sich ein per­sön­li­ches Heimkino zu bauen, sollten Sie sich vor allem eine Frage stellen: Welche Ansprüche habe ich an mein per­sön­li­ches Media Center?

User kon­su­mie­ren Medien auf un­ter­schied­li­che Weise. Manche holen sich am liebsten die neuesten Blu-rays, andere streamen Serien und Filme online. Wenn Sie häufig in einer Gruppe Filme ansehen, ist der LCD-Screen im Wohn­zim­mer eine bequeme Lösung. Ver­trei­ben Sie sich unterwegs die Zeit mit Videos, nutzen Sie wahr­schein­lich häufiger Tablet oder Smart­phone. Soll die ganze Familie in den vollen Genuss der vor­han­de­nen Angebote kommen, brauchen Sie Software-Lösungen, die mehreren Geräten den Zugriff erlauben. Sie wollen Ihre Musik in der ganzen Wohnung hören und außerdem Ihren Freunden Ur­laubs­bil­der zeigen? Auch das ist möglich mit dem passenden Media Center.

Die grafische Aus­rich­tung auf TV-Bild­schir­me nennt sich 10-Foot User Interface. Format und Schrift­grö­ße sind dabei so ausgelegt, dass sie zum Fern­seh­bild­schirm passen und aus einem Abstand von 10 Fuß (etwa 3 Meter) gut zu sehen sind. Diese Art von Be­nut­zer­ober­flä­che bieten alle Media Center, die Al­ter­na­ti­ven zu Kodi sein wollen.

Plex: Die am­bi­tio­nier­te Kodi-Tochter

Plex ist ein Freemium Media Server und ein Media Client für ver­schie­de­ne Endgeräte. Wer Kodi kennt, findet sich wahr­schein­lich auch mit Plex zurecht, denn die Software ist ein Fork von Kodi. Ein Un­ter­schied ist das Backend. Ein Server hält alle Medien und gewährt den Zugang darauf für ver­knüpf­te Geräte. Wenn Sie Plex in­stal­lie­ren, brauchen Sie daher einen Account und müssen den Server ein­rich­ten. Dafür nutzen Sie am besten einen PC, der immer ein­ge­schal­tet und mit dem Internet verbunden ist. Dieser „Home Theater PC“ hostet alle Ihre eigenen Videos, Bilder und Mu­sik­da­tei­en. Weitere Geräte fügen Sie hinzu, indem Sie darauf die App in­stal­lie­ren und sich dort mit dem Account einloggen.

Hinweis

„Fork“ (engl.: „Gabel“) ist ein Begriff aus der Software-Ent­wick­lung. Er be­zeich­net ein Programm, das un­ab­hän­gig von einem Aus­gangs­pro­jekt wei­ter­ent­wi­ckelt wird. Die Quell­tex­te des Mut­ter­pro­jekts werden dabei oft wei­ter­be­ar­bei­tet. Aufgrund von Li­zenz­rech­ten wird diese Praxis eher bei Open-Source-Software als bei Closed-Source-Projekten angewandt.

Das Design kommt bei der Kodi-Al­ter­na­ti­ve eher simpel daher. Auch die Auswahl an Ka­nal­ver­zeich­nis­sen ist nicht so aus­ge­dehnt wie bei Kodi. Dafür bewahren selbst un­er­fah­re­ne Nutzer leichter einen Überblick über das Angebot. Zudem punktet das Programm mit einem USP: User tauschen über den Server einfach ihre Bi­blio­the­ken mit­ein­an­der. Wollen Sie den Plex-Server nutzen und gleich­zei­tig alle Features des Mut­ter­pro­jekts genießen? Kodi verfügt dafür über ein Plex-Add-on.

Die Be­zahl­ver­si­on von Plex ver­bes­sert das Nut­zungs­er­leb­nis merklich. Dafür bezahlen Sie eine einmalige Gebühr oder mo­nat­li­che Beiträge. Der Plex Pass enthält Features wie eine Mu­sik­erken­nung mit passendem Mu­sik­vi­deo oder eine Kin­der­si­che­rung. Wenn Sie nicht konstant einen Computer laufen lassen wollen, um auf Ihre Medien zu­zu­grei­fen, er­mög­licht die Cloud-Syn­chro­ni­sie­rung den Zugriff. Teilweise bedarf es bereits bei der ersten In­stal­la­ti­on einer Ein­mal­zah­lung, z. B. bei Android und iOS.

Server Ab Windows 7, ab Mac OS X Mountain Lion, Linux, Thecus, Sinology ab Disc Manager 5, Nvidia Shield TV, Netgear, Free BSD9 unRAID, QNAP, Drobo, Seagate, ASUStor, Western Digital
Player Amazon Fire TV, Apple TV ab Version 4, Roku, Android, Android TV, webOS , Chro­me­cast, iOS 8.1 und später, Play­Sta­ti­on 3 und 4, Tizen, ab Windows Vista, ab Mac OS X Snow Leopard, Xbox 360, Xbox One
Positiv Simultan-Kon­ver­tie­rung macht Dateien auf allen Geräten ab­spiel­bar, Cloud-Syn­chro­ni­sie­rung
Negativ Free Version verlangt ständig ein­ge­schal­te­ten Server, weniger an­pas­sungs­fä­hig als Kodi

Me­dia­Por­tal: Das Heimkino für Windows

Me­dia­Por­tal ist ein Open Source Media Center. Es wurde speziell für Windows ent­wi­ckelt. Die Ent­wick­ler kon­zen­trier­ten sich dabei besonders auf den in­te­grier­ten Vi­deo­re­kor­der. Dieser ist das Al­lein­stel­lungs­merk­mal der Kodi-Al­ter­na­ti­ve. Dafür brauchen Sie eine TV-Karte. Der Videotext sowie eine Pro­gramm­zeit­schrift geben Auf­schluss über das Fern­seh­pro­gramm. Aus­ge­wähl­te Filme oder Serien sehen Sie mit Me­dia­Por­tal live oder zeichnen sie auf. Dafür weckt das Programm sogar den Computer auf. Eine aktive Community stellt zudem Plug-ins bereit, z. B. MP-TVSeries, mit dem Sie Serien auf der Fest­plat­te or­ga­ni­sie­ren. User greifen über das Heim­netz­werk auf den Stream zu.

Fernsehen ist natürlich nicht alles, was ein Media Center können sollte. Das Programm hilft Ihnen auch, Ihre Musik zu or­ga­ni­sie­ren und fügt Meta-Daten hinzu. Me­dia­Por­tal lässt Sie Playlists erstellen und erkennt vor­han­de­ne Wie­der­ga­be­lis­ten. Mit der Home-Theater-Nut­zer­ober­flä­che für TV-Geräte na­vi­gie­ren Sie durch Ihre Bi­blio­thek bequem vom Sofa aus. Sie hören Musik vom Computer oder Laptop über Ihre HiFi-Anlage, empfangen Radio (auch über Internet-Streams) oder schauen DVDs sowie ge­spei­cher­te Videos. Ihre Fotos setzen Sie bei­spiels­wei­se bei einer Diashow mit Hin­ter­grund­mu­sik in Szene. Das Ambilight-Plug-in un­ter­stützt Fernseher mit Um­ge­bungs­licht-Funktion. Die Me­dia­Por­tal-Community trägt mit Plug-ins zum Nut­zer­er­leb­nis bei. Die frei­wil­li­gen Pro­gram­mie­rer stellen z. B. Skins bereit, mit denen Sie die Be­nut­zer­ober­flä­che in­di­vi­du­ell anpassen können. Sie laden die Er­wei­te­run­gen einfach über die of­fi­zi­el­le Download-Seite herunter. So passen Sie das Programm mit RSS-Feeds, Nach­rich­ten und Wetter oder einer Vi­deo­spiel-In­te­gra­ti­on an Ihre Wünsche an. Die Nut­zer­freund­lich­keit der 10-Foot-Be­dien­ober­flä­che hat jedoch Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al. Bread­crumbs bei­spiels­wei­se würden die Na­vi­ga­ti­on er­leich­tern.

Be­triebs­sys­tem Me­dia­Por­tal 1: ab Windows Vista, Me­dia­Por­tal 2: ab Windows 7 mind. 1,4-GHz-Prozessor (bei HDTV: mind. 2,8 GHz und 512 MB RAM)
Player Windows Media Player ab Version 11, DirectX 9 oder später Analoge TV-Karten mit MPEG-2-Encoder Digitale TV-Karten mit BDA-Treibern
Positiv Kostenlos Viele Er­wei­te­run­gen Sehr gut für TV-Auf­zeich­nung HDTV-geeignet
Negativ Ein­rich­tung nur auf Windows möglich iOS und Android-Ver­knüp­fung funk­tio­niert bei einigen Usern nicht

Emby: Kin­der­si­che­rung inklusive

Ähnlich wie Plex sammelt Emby (früher: „Media Browser“) alle Ihre Me­di­en­da­tei­en auf einem Server. Die Nut­zer­ober­flä­che ist intuitiv bedienbar und bietet viele An­pas­sungs­mög­lich­kei­ten. Dazu gehören auch die Un­ter­ti­tel, die Sie aus dem Netz laden können. In der grund­le­gen­den Premium-Version, Emby Premiere, ver­knüp­fen Sie bis zu 15 Geräte mit dem Server und erhalten so von überall Zugriff auf Ihre Medien. Das Programm kon­ver­tiert sie auch gleich, damit sie pro­blem­los auf dem ent­spre­chen­den Endgerät laufen. Emby arbeitet zudem mit DLNA-Services und bietet Plug-ins, mit denen Sie die Skins in­di­vi­du­ell anpassen. Emby schickt Medien auch über Chro­me­cast.

Die Free-Version glänzt bereits mit einer um­fas­sen­den Kin­der­si­che­rung, was Emby zu einer fa­mi­li­en­freund­li­chen Al­ter­na­ti­ve zu Kodi macht. Diese Version verfügt über Live-TV und Playback. Mit der in­te­grier­ten DVR-Software nehmen Sie Fern­seh­pro­gram­me auf oder or­ga­ni­sie­ren feste Auf­nah­me­zei­ten für Serien. Die Wie­der­ga­be im Kinomodus in­spi­riert Sie viel­leicht, Trailer aus dem Netz zu schauen – auch dies steht Ihnen offen. Der robuste Webplayer streamt dabei rei­bungs­los. Kein Internet? Kein Problem: Die Premium-Version erlaubt den Download als Mobile App. Damit sehen Sie Serien und Filme auch offline.

Das Emby Home Theater ist die Be­dien­ober­flä­che für Ihren Smart-TV. Idea­ler­wei­se halten Sie etwa 3 Meter Abstand von Ihrem Bild­schirm – für ein optimales Bil­d­er­leb­nis und um Ihre Augen zu schonen. SIe bedienen das Media Center über eine Fern­be­die­nung oder die Sprach­er­ken­nung von Amazon Alexa.

Be­triebs­sys­tem/Server Ab Windows 7, Linux (Arch, CentOS, Debian, Fedora, Mint, openSUSE, Ubuntu), FreeBSD, macOS, NAS, Docker
Player Android, iOS, Web und Windows ab 8.1, Windows Phone, X-Box (One und 360), Amazon FireTV, Shield, Apple TV, Chro­me­cast, Roku, Play­sta­ti­on 3 + 4, SmartTV
Positiv Kos­ten­lo­se Kin­der­si­che­rung Off­line­me­di­en mobil wie­der­ge­ben Cloud-Syn­chro­ni­sa­ti­on DLNA-Service Un­ter­ti­tel und Trans­co­ding
Negativ Weniger Nut­zer­freund­li­che Be­dien­ober­flä­che

MythTV: Das Linux Media Center für Bastler

Natürlich können Sie MythTV als Package run­ter­la­den, aber wer ein wasch­ech­ter Linux-Bastler ist, stellt sich die ge­wünsch­ten Kom­po­nen­ten lieber nach den eigenen Spe­zi­fi­ka­tio­nen zusammen. Deshalb stellt MythTV das Quell­pa­ket sowie Plug-ins für Zu­satz­diens­te bereit, aus dem Sie sich Ihr eignes Heimkino bauen. Linux-Nutzer schwören meist auf das Be­triebs­sys­tem. Auch für Media-Center-Lösungen ist es gut geeignet. Wer es noch nicht kennt, erfährt hier mehr über das Open-Source-Be­triebs­sys­tem.

Auch MythTV hat eine 10-Foot-Nut­zer­ober­flä­che. Damit na­vi­gie­ren Sie bequem per Fern­be­die­nung oder Tastatur am Groß­bild­schirm durch die Anwendung. Sie schauen, pausieren oder spulen laufende Sendungen zurück. Wer­be­pau­sen erkennt die Software und über­springt sie auf Wunsch. Der Rekorder nimmt in­tel­li­gent und auf mehreren Kanälen Sendungen auf. Er un­ter­stützt sowohl analoge als auch digitale TV-Karten. MythWeb er­mög­licht eine de­tail­lier­te­re Ansicht auf der Nut­zer­ober­flä­che. Damit na­vi­gie­ren Sie einfacher durch die Pro­gramm­über­sicht und or­ga­ni­sie­ren TV-Aufnahmen.

Als Kodi-Al­ter­na­ti­ve für Linux-User reicht das natürlich noch nicht aus. Die of­fi­zi­el­le Website bietet den Quellcode für den Eigenbau an. Die Add-ons fügen Sie beim Build selbst hinzu oder Sie laden ein Bundle von Dritt­an­bie­tern aus der Community herunter. LinHES bei­spiels­wei­se umfasst MythTV mit seinen of­fi­zi­el­len Plug-ins sowie Samba, NFS und weitere Daemons. Ent­wick­ler gaben auch die Linux-Dis­tri­bu­ti­on Xubuntu mit in­te­grier­tem MythTV heraus. Mac und FreeBSD erhielten Packages für MythTV-Versionen. Einzig Windows-Nutzern bleibt nichts anderes übrig, als die Plug-ins selbst ein­zu­bau­en.

Tipp

MythBox ist ein Plug-in für Kodi, das die TV- und Auf­nah­me­funk­tio­nen von MythTV in einem MythTV User Interface übernimmt. Wenn Sie Kodi nutzen, verbinden Sie damit beide Angebote oder erhalten einen ersten Einblick vor der MythTV-In­stal­la­ti­on.

Die Grundidee für MythTV stammt von Isaac Richards. 2002 mühte er sich mit einem digitalen Kabel-TV-Angebot ab, das sehr langsam und zudem mit Werbung gespickt war – so erklärt es MythTV in seiner Ein­lei­tung. Er wollte mehr als einfaches Fernsehen mit Vi­deo­re­kor­der. Ein Browser sowie Schnitt­stel­len für Spiele sollten min­des­tens dabei sein. Er ent­wi­ckel­te MythTV als Open-Source-Software, was es bis heute geblieben ist. Mit dem grund­le­gen­den Quellcode baut die Ent­wick­ler-Community passende Plug-ins.

Das sind die of­fi­zi­el­len MythTV-Plug-ins:

  • MythVideo: Der Player gibt DVDs wieder und hilft bei der Video-Ver­wal­tung mit Meta-Daten und fügt Film­pos­ter ein (seit Version 0.25 als „Video Library“ Teil der Quell­da­tei)
  • MythAr­chi­ve: Auf­ge­zeich­ne­te Filme und Serien brennt das das Plug-in auf DVD.
  • Myth­Net­vi­si­on: Dieses Plug-in in­te­griert Streaming-Dienste wie YouTube und Twitch in die MythTV-Ober­flä­che.
  • Myth­Gal­lery: Die Galerie erkennt alle gängigen Bild­da­tei­en, or­ga­ni­siert Fotos und lässt Sie Dia-Shows erstellen.
  • MythWeb: Das Browser-Interface er­mög­licht die Me­di­en­ver­wal­tung sowie TV-Aufnahmen am PC.
  • My­thWea­ther: Das Plug-in für den täglichen Wet­ter­be­richt.
  • Myth­Brow­ser: Mit dem leichten Browser surfen Sie über Ihren Fernseher im Netz.
  • MythMusic: Dieses Modul verwaltet die Au­dio­da­tei­en auf dem Server und dient als Audio-Player.
  • MythGame: Native Com­pu­ter­spie­le, aber auch Emu­la­to­ren verbindet dieses Plug-in mit der MythTV-Ober­flä­che.
  • MythNews: Das Modul ak­ku­mu­liert Ihre abon­nier­ten RSS-Feeds und zeigt die Nach­rich­ten an.
  • My­th­Zo­ne­min­der: Das Plug-in in­te­griert die Über­wa­chungs­tech­no­lo­gie Zo­ne­min­der in MythTV, solange das Programm bereits auf dem PC in­stal­liert ist.
Be­triebs­sys­tem Linux, macOS, Windows (ein­ge­schränk­te Un­ter­stüt­zung)
Player Linux, Fernseher, OS X, Windows, Web
Positiv Als Source Build rundum anpassbar HDTV-fähig Kin­der­si­che­rung Über­springt Wer­be­blö­cke bei Aufnahme
Negativ Version für Windows nicht voll un­ter­stützt Anpassung ist für un­er­fah­re­ne Nutzer weniger geeignet Support für mobile Endgeräte aus­bau­fä­hig

JRiver MC: TV und Video in bester Qualität

Eine Jukebox aus den Fünf­zi­gern in­spi­rier­te die Grundidee des JRiver Media Centers. Anders aus­ge­drückt, nutzte das 1998 erstmals her­aus­ge­brach­te Programm eine Jukebox-Struktur, wie sie auch bei iTunes an­ge­wen­det wurde. Bis Version 8 lief das Heimkino-Programm auch unter dem Namen „JRiver Jukebox“. Nach dem Re­bran­ding gingen einige Updates ins Land, bis es erneut eine JRiver Jukebox gab – diesmal war es die kos­ten­lo­se Audio-only-Version des JRiver MC 12. Für das Media Center zahlen Sie zwar einen Festpreis, dafür erhalten Sie viele Features und ex­zel­len­te Vi­deo­qua­li­tät für alle gängigen Formate.

Tipp

Die JRiver Jukebox ist eine gute kos­ten­lo­se Lösung für Ihre Musik-Bi­blio­thek. Sie haben aber noch viele weitere Optionen. Lesen Sie mehr darüber in unserem Artikel zu den besten iTunes-Al­ter­na­ti­ven.

Das JRiver Media Center vereint eine über­sicht­li­che Nut­zer­ober­flä­che mit einer einfach zu hand­ha­ben­den Bi­blio­thek. Bei der Wie­der­ga­be von Videos und Fern­seh­sen­dun­gen holt das Programm viele Punkte. Sein Re­dOc­to­ber-System kon­fi­gu­riert au­to­ma­tisch den Di­rect­Show-Filter und sorgt so für konstant hohe Vi­deo­qua­li­tät bei DVDs, Blu-rays und digitalen Formaten auf all ihren Ab­spiel­ge­rä­ten. Die au­to­ma­ti­sche Fort­set­zungs­funk­ti­on merkt sich, wo Sie ein Video pausiert haben und setzt bei Ihrer Rückkehr die Wie­der­ga­be dort fort. Wenn Sie Da­ten­trä­ger mit un­ter­schied­li­chen Regional-Codes abspielen wollen, ist das mit dem Media Center kein Problem. Sie können die Region mehrmals wechseln.

Das Media Center bietet zudem eine Fülle an Features, mit denen Sie Ihre Medien in­di­vi­du­ell abspielen und anzeigen können. Die Lossless-Audio-Wie­der­ga­be sorgt für einen guten Klang, Playback Smoothing ver­hin­dert Ruckeln und Rauschen. Digital Audio Ex­tra­c­tion oder Ripping führt das Programm effektiv und mit hoher Aus­ga­be­qua­li­tät durch. Der Vi­deo­play­er enthält Funk­tio­nen wie Pausieren, Looping und un­ter­schied­li­che Wie­der­ga­be­tem­pi. Fehlen Un­ter­ti­tel für andere Sprachen oder Hör­ge­schä­dig­te, finden Sie wahr­schein­lich über die Subtitle-Suche die ent­spre­chen­den Dateien im Netz. Diese in­te­grie­ren Sie dann im Player.

Das Media Center erkennt alle gängigen TV-Karten. Im Ka­nal­be­reich sehen Sie den TV-Guide, schauen Live-TV oder nehmen Ihre Lieb­lings­se­ri­en auf. Mit wenigen Klicks planen Sie mehrere Auf­zeich­nun­gen, wenn gewünscht gleich­zei­tig auf ver­schie­de­nen Kanälen. Außerdem haben Sie die Mög­lich­keit, auf dem Me­di­en­netz­werk Ihre Bi­blio­thek zu teilen. Streaming-Dienste wie YouTube oder Ama­zon­Prime steuern Sie einfach über die Theater-View-Ober­flä­che an. Das geht z. B. über das externe Interface mit Ihrem mobilen Android oder iOS-Endgerät.

Be­triebs­sys­tem Windows 2000, XP, Vista und 7, Windows Home Server, Linux openSUSE, Debian, Ubuntu, Mint, Fedora, Raspberry Pi, macOS
Player Android und iOS, Web, Windows, Linux, macOS, Fernseher, Projektor, Bei­stell­ge­rä­te wie DVD/BD-Player, Apple TV, Amazon Fire TV etc.
Positiv Hohe Qualität bei Video und TV-Wie­der­ga­be durch Di­rect­Show-Filter Externes Interface un­ter­stützt Fern­be­die­nungs­funk­ti­on auf Android (Gizmo) und iOS (WebRemote) Sei­ten­ver­hält­nis­se frei wählbar Hilf­rei­ches Forum und aus­führ­li­ches Wiki
Negativ Immer kos­ten­pflich­tig, keine le­bens­lan­gen Upgrades enthalten Netflix-Kanal nicht mehr verfügbar Erste Versionen für Mac und Linux nur für Audio, einige Features fehlen
Merkmale/ Funk­tio­nen Plex Me­dia­Por­tal Emby MythTV JRiver MC
Typ Freemium Media Server und Client Kos­ten­lo­se Open-Source-Anwendung Freemium Media Server und Client Kos­ten­lo­ser Open-Source-Quellcode / Packages Kos­ten­pflich­ti­ges Media Center
Be­triebs­sys­tem Windows, Mac, Linux, Free BSD Windows Windows, Linux, Mac, FreeBSD Linux, Mac, Windows (ein­ge­schränkt) Windows, Linux & Mac ein­ge­schränkt, Raspberry Pi
Einfache Bedienung
Eigener Server / Cloud Server und Cloud (Premium) TV-Server Server, Cloud-Syn­chro­ni­sie­rung Client-Server Bi­blio­thek
Bedienung iOS und Android, Web iOS und Android, PC-Fern­be­die­nung, webOS, Gamepad, Tastatur & Maus. Wii iOS, Android, Windows Phone, Amazon Alexa Sprach­er­ken­nung, Gamepad, Fern­be­die­nung Tastatur & Maus, Fern­be­die­nung, webOS iOS und Android, als Player und Fern­be­die­nung
Geeignet für Fort­ge­schrit­te­ne Anfänger und Fort­ge­schrit­te­ne Fort­ge­schrit­te­ne Fort­ge­schrit­te­ne Anfänger und Fort­ge­schrit­te­ne
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