Der erste Teil der Ar­ti­kel­se­rie „Twitter für Un­ter­neh­men“ führte in die Thematik ein und bot Tipps, wie man Twitter-Stra­te­gien optimal nutzt, um eine große Fol­lo­wer­schaft zu ge­ne­rie­ren. Im zweiten Teil der Serie stellen wir nun einige Twitter-Tools vor: Tools, die ein Un­ter­neh­men beim Twittern un­ter­stüt­zen, und solche, die den Twitter-Erfolg an­schlie­ßend auswerten.

Seine vielen speziell un­ter­neh­mens­ori­en­tier­te Angebote machen Twitter für Social-Media-Marketing überaus in­ter­es­sant: Auf seiner Website unterhält der Dienst bei­spiels­wei­se die Rubriken „Un­ter­neh­men“ und „Marketing“, einen Blog für Klein­un­ter­neh­mer und das eBook #TweetS­mar­ter, das Leuten aus Krea­tiv­bran­chen Tipps bietet, wie sie über Twitter mehr Con­ver­si­ons erzielen. Darüber hinaus bietet Twitter auch das Aus­wer­tungs-Tool Twitter Analytics. Twitter Analytics ist ein um­fang­rei­ches Analyse-Tool, das die Reich­wei­te Ihrer Tweets misst und die In­ter­es­sen Ihrer Follower erfasst. Dieses Tool ist speziell für die mar­ke­ting­stra­te­gi­sche Nutzung kon­zi­piert und war ur­sprüng­lich kos­ten­pflich­tig. Seit 2014 ist es al­ler­dings kostenlos zu­gäng­lich und bleibt nach wie vor ein wert­vol­les Tool zur Er­folgs­mes­sung des Un­ter­neh­mens-Accounts.

Doch nicht nur für die Aus­wer­tung der Twitter-Accounts exis­tie­ren hilf­rei­che Tools: Auch für die Account-Ver­wal­tung, das Ausweiten der Fol­lo­wer­schaft oder die Op­ti­mie­rung des Contents gibt es Programme. Da die Zahl solcher Twitter-Tools in­zwi­schen kaum noch zu über­schau­en ist, stellen wir im Folgenden die nütz­lichs­ten Tools für er­folg­rei­ches Twitter-Marketing vor. Im Anschluss daran erläutern wir, wie man das Analyse-Tool Twitter Analytics optimal für den Un­ter­neh­mens-Account nutzt.

Twitter-Tools für bessere Tweets und die Account-Ver­wal­tung

Macht man sich die richtigen Twitter-Tools zunutze, kann das die Nutzung dieses Marketing-Kanals erheblich er­leich­tern. Ins­be­son­de­re für Twitter-Accounts kleiner und mittlerer Un­ter­neh­men, die ihre Twitter-Ak­ti­vi­tä­ten ohne große Mar­ke­ting­ab­tei­lung in den Fir­men­all­tag in­te­grie­ren müssen, sind sie häufig ent­las­tend und steigern die Er­folgs­chan­cen der gewählten Twitter-Strategie immens.

Basics und Account-Ver­wal­tung

Lange URLs bzw. Links nehmen viel Platz in den Tweets ein. Sie fressen also wertvolle Zeichen, die man oft liebend gern an­der­wei­tig nutzen würde. Aus diesem Grund gehören die so­ge­nann­ten URL-Shortener zu den Tools, auf die man bei Twitter kei­nes­falls ver­zich­ten sollte. Auch die Be­zeich­nung Link-Verkürzer ist für diese Programme ver­brei­tet. Tools wie der Google URL Shortner, Bitly oder TinyURL sorgen für Abhilfe bei zu langen URLs: Mit ihnen kann man eine kürzere „Alias-URL“ erzeugen, die auf die an­ge­ge­be­ne Ziel-URL wei­ter­lei­tet. Bei der Account-Ver­wal­tung un­ter­stüt­zen Sie Tools wie Hootsuite oder TweetDeck. Hootsuite ist ein Klassiker unter den Twitter-Tools und er­mög­licht u. a. die Ver­wal­tung mehrerer Twitter-Accounts. In einem Dashboard zeigt das Programm alle Ak­ti­vi­tä­ten gesammelt an und wertet sie aus. Einen struk­tu­rier­ten Überblick über die Account-Ak­ti­vi­tä­ten bietet Tweetdeck, ein ebenfalls beliebter Twitter-Client. Dieser Dienst wird von Twitter selbst un­ter­hal­ten und stellt in mehreren Spalten Timeline, Retweets und Direct Messages dar. Durch die über­sicht­li­che Be­nut­zer­ober­flä­che lassen sich die Aktionen der un­ter­schied­li­chen Accounts besser über­wa­chen und verwalten. Eine große Her­aus­for­de­rung des Twitterns ist das richtige Timing. Mit dem Tool Twuffer kann man Tweets im Voraus schreiben und dafür sorgen, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt au­to­ma­tisch versendet werden. Somit ist es ins­be­son­de­re für Un­ter­neh­mens-Accounts ein nütz­li­ches Tool: Dank ihm tweetet man ganz einfach zum Traffic-Höhepunkt der Ziel­grup­pe, ohne dafür die Arbeit oder Freizeit un­ter­bre­chen zu müssen. Mit Audiense kann man im Vorfeld den optimalen Zeitpunkt zur Ver­öf­fent­li­chung eines Tweets ermitteln. Das Tool hilft außerdem beim Erstellen von ziel­grup­pen­re­le­van­ten Tweets und ana­ly­siert Ak­ti­vi­tä­ten und In­ter­es­sen der Follower. An­ge­sichts dieses Funk­ti­ons­um­fangs ver­wun­dert es jedoch kaum, dass letzt­ge­nann­tes Tool kos­ten­pflich­tig ist.

Das Erreichen wert­vol­ler Follower

Knack­punkt des Twitter-Erfolgs sind die Follower. Das Tool Twellow hilft dabei, Nutzer zu finden, die zur Ziel­grup­pe gehören: Es sortiert Twitter-Nutzer nach Namen sowie Fach­ge­biet und Branche – mit einem solchen „Bran­chen­ver­zeich­nis“ findet man schnell neue und relevante Follower. Nutzer mit ähnlichen In­ter­es­sen spürt auch das Twitter-Tool Tweepi auf. Es filtert User mit ähnlichen In­ter­es­sens­ge­bie­ten und bietet die Mög­lich­keit, weitere In­for­ma­tio­nen über Follower und Following-Status einzelner Nutzer abzurufen. Möchte man vor allem Follower finden, die eine hohe Reich­wei­te oder großen Einfluss haben, dann ist das Tool Klout die richtige Wahl. Es erstellt Rankings von ein­fluss­rei­chen Personen, die deren Online-Einfluss wi­der­spie­geln. In den USA wird es bereits sehr häufig genutzt. Durch diese Rankings findet man schnell heraus, welche Personen hin­sicht­lich be­stimm­ter The­men­ge­bie­te als Experten bzw. Autorität wahr­ge­nom­men werden. Der Al­go­rith­mus zur Er­stel­lung der Rankings ist unbekannt, doch es wertet die Zahl der Follower bzw. Likes der be­tref­fen­den Personen in den sozialen Netz­wer­ken aus. Mit dem Tool Groupt­weet wiederum lassen sich Tweets an vorab de­fi­nier­te Follower-Gruppen versenden – so kann man dafür sorgen, dass der Tweet genau die eigene Ziel­grup­pe erreicht.

Content-Op­ti­mie­rung

Die bisher vor­ge­stell­ten Tools er­leich­tern die Or­ga­ni­sa­ti­on des Twitter-Accounts. Doch lassen sich auch Inhalte bzw. die Content-Er­stel­lung technisch un­ter­stüt­zen? Die Antwort darauf lautet: Ja! Mit dem Tool Nuzzel können Sie bei­spiels­wei­se Content-Re­cher­chen durch­füh­ren: Nuzzel listet die Top-Nach­rich­ten der eigenen Follower auf und zeigt so, was die Community in­ter­es­siert. Ein solcher Überblick aktueller In­ter­es­sen der Follower kann wichtige Impulse für den nächsten er­folg­rei­chen Tweet geben. Das Tool Tren­di­stic ist eine gute Al­ter­na­ti­ve, wenn ein Account noch nicht über aus­rei­chend Follower für die Aus­wer­tung mit Nuzzel verfügt. Das Tool Twtpoll hingegen generiert Inhalte, die ins­be­son­de­re bei Un­ter­neh­men beliebt sind, um Follower zu ak­ti­vie­ren: Umfragen. Mit wenigen Klicks lassen sich über das Tool Umfragen erstellen und im Tweet oder Online-Platt­for­men wie Blogs oder Webseiten einbinden.

Ein­füh­rung in Twitter-Analytics: Er­folgs­mes­sung auf Twitter

Für all jene, die ihren Twitter-Account nicht nur als Hobby betreiben, sondern mar­ke­ting­stra­te­gi­sche Ziele verfolgen, sind ins­be­son­de­re auch solche Tools nützlich, die die Erfolge eines Twitter-Accounts sta­tis­tisch messen. Mithilfe solcher Analyse-Tools kann man die Stärken und Schwächen der eigenen Twitter-Strategie ermitteln und seine Ak­ti­vi­tä­ten daraufhin ver­bes­sern. Twitter Analytics gehört in diesem Bereich zu den be­lieb­tes­ten Analyse-Tools. Nicht einmal eine Anmeldung ist nötig – ein einziger Klick im Dropdown-Menü des Twitter-Accounts genügt, und man befindet sich mitten in den Da­sh­boards und Dia­gram­men zur genauen Twitter-Analyse.

Welche Kenn­zah­len des Twitter-Accounts sind wichtig?

Um die Sta­tis­ti­ken von Twitter Analytics gezielt auswerten zu können, sollte man sich zunächst überlegen, welche Erfolge man ei­gent­lich messen möchte. Dafür legt man die wich­tigs­ten KPIs des Accounts fest. Die Abkürzung KPI steht für „Key Per­for­mance Indicator“. Damit sind Kenn­zah­len gemeint, an denen sich der Fort­schritt zum Erreichen des gesetzten Ziels ablesen lässt. Wichtige KPIs für die Social Media sind bei­spiels­wei­se der Zuwachs an Followern/Abon­nen­ten, die Reich­wei­te der Beiträge oder die Zahl der Profil-Klicks. Auch für Twitter gibt es solche Er­folgs­in­di­ka­to­ren und sie lassen sich durch Twitter-Analyse-Tools sta­tis­tisch erfassen.

Um die KPIs für die Er­folgs­mes­sung fest­zu­le­gen, ist es wichtig, sich die eigene Ziel­set­zung bewusst zu machen: Geht es vor allem darum, möglichst viele Nutzer zu erreichen (Reich­wei­te)? Oder sollen Nutzer da­hin­ge­hend aktiviert werden, dass sie mit den Inhalten in­ter­agie­ren (En­ga­ge­ment), ihn also teilen oder kom­men­tie­ren? Oder sollen durch eine Twitter-Kampagne möglichst viele Kon­ver­sio­nen erzielt werden? Für jede dieser Ziel­set­zun­gen sind un­ter­schied­li­che KPIs aus­schlag­ge­bend.

Möchte man bei­spiels­wei­se die Un­ter­neh­mens­prä­senz steigern, sind die ent­schei­den­den KPIs die Anzahl neuer Follower, Pro­fil­klicks oder Er­wäh­nun­gen. Für Un­ter­neh­men im Dienst­leis­tungs­ge­wer­be wiederum sind gute Kun­den­be­zie­hun­gen aus­schlag­ge­bend – und der wich­tigs­te Key Per­for­mance Indicator eine hohe In­ter­ak­ti­ons­ra­te des Accounts. Möchte man mit dem Un­ter­neh­mens-Accounts einen Ruf als Wissens- oder News-Quelle aufbauen, so misst man vor allem die Reich­wei­te der Tweets und die Anzahl der Retweets, oder man wertet die Top-Tweets nach er­folg­rei­chen Themen aus.

Mit Twitter-Analytics werden die un­ter­schied­lichs­ten KPIs gemessen und in über­sicht­li­chen Dia­gram­men dar­ge­stellt. Doch welche Ka­te­go­rien deckt Twitter Analytics nun genau ab? Und wie lässt sich durch die dort fest­ge­hal­te­nen Kenn­zah­len die eigene Twitter-Strategie op­ti­mie­ren?

Die wich­tigs­ten Kom­po­nen­ten von Twitter Analytics

Twitter Analytics ist in mehrere Rubriken struk­tu­riert. Die ersten drei – betitelt mit Start­sei­te, Tweets und Ziel­grup­pe – bereiten Daten des Accounts sta­tis­tisch auf.

„Start­sei­te“: KPIs und Funk­tio­nen

Die Account-Start­sei­te liefert all­ge­mei­ne In­for­ma­tio­nen über die Ak­ti­vi­tä­ten des Accounts. In einer Kur­zu­sam­men­fas­sung am Kopf der Start­sei­te werden die wich­tigs­ten Resultate dar­ge­stellt.

Insgesamt werden auf der Start­sei­te folgende KPIs sta­tis­tisch erfasst:

  • das Tweet-Volumen: die Anzahl der ver­sen­de­ten Tweets
  • die Tweet-Im­pres­sio­nen aller Tweets: die Häu­fig­keit, mit der User Tweets des Accounts in ihrer Timeline gesehen haben
  • die Anzahl der Profil-Besuche
  • die Anzahl der neu ge­won­ne­nen Follower
  • die Anzahl der Er­wäh­nun­gen des eigenen User­na­mens in anderen Tweets
  • die Aus­wer­tung einer „Best-List“ mit …
    • dem Top-Tweet: dem Tweet mit der höchsten In­ter­ak­ti­ons­ra­te
    • dem qua­li­ta­tivs­ten Follower: dem Follower mit den meisten eigenen Followern
    • der besten Erwähnung: dem Tweet mit den meisten Im­pres­sio­nen, in dem der Nut­zer­na­me erwähnt wird
    • der besten Twitter Card

„Tweets“: KPIs und Funk­tio­nen

Die zweite Rubrik „Tweets“ wertet relevante In­for­ma­tio­nen zu den einzelnen Tweets aus. Diese sind entweder als Durch­schnitts­wer­te aller Tweets oder als De­tail­in­for­ma­tio­nen zu einzelnen Tweets abrufbar.

Im oberen Bereich des Da­sh­boards sieht man eine Ver­laufs­gra­fik der Tweet-Im­pres­sio­nen des letzten Monats. Mit einem Klick in den Da­tums­be­reich kann der Zeitraum der Statistik nach Belieben verändert werden. Unter der Im­pres­sio­nen-Timeline werden in chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­fol­ge die ver­sen­de­ten Tweets auf­ge­lis­tet und ihre Im­pres­sio­nen sowie In­ter­ak­tio­nen mit ihnen sta­tis­tisch dar­ge­stellt. Daneben finden Sie weitere Grafiken zu Klick­ra­ten, Retweets oder Antworten. Jeder Tweet aus der Chronik ist außerdem in einer De­tail­an­sicht abrufbar – in einem eigenen Fenster werden dann alle re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen zum Erfolg des einzelnen Tweets zu­sam­men­ge­fasst.

Folgende KPIs sind in der Rubrik „Tweets“ zu­sam­men­ge­fasst:

  • de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen zum Verlauf der Tweet-Im­pres­sio­nen in einem frei wählbaren Zeitraum
  • eine Liste der Top-Tweets
  • ein Verlauf der In­ter­ak­ti­ons­ra­te, die Twitter aus den Im­pres­sio­nen und In­ter­ak­tio­nen ermittelt
  • In­for­ma­tio­nen zu einzelnen In­ter­ak­tio­nen: Grafiken über den Verlauf der Link-Klicks, Foto- und Video-Ansichten, Antworten, Retweets, Gefällt-mir-Angaben oder Pro­fil­auf­ru­fe
  • De­tail­in­for­ma­tio­nen zu jedem einzelnen Tweet: also zu seinen Retweets, Gefällt-mir-Angaben, Link-Klicks, Antworten, Me­di­en­in­ter­ak­tio­nen (wie oft Fotos und Videos auf­ge­ru­fen wurden), De­tail­erwei­te­run­gen (wie oft Nutzer auf „mehr Details“ geklickt haben) und Pro­fil­klicks
Fakt

Für die Statistik der Tweet-Im­pres­sio­nen werden nur die Im­pres­sio­nen über Twitter selbst aus­ge­wer­tet – jene über Twitter-Clients von Dritt­an­bie­tern wie Tweetbot oder Twit­te­ri­fic werden nicht mit­ge­zählt

„Ziel­grup­pe“: KPIs und Funk­tio­nen

Die wohl kom­ple­xes­te Rubrik ist die der „Ziel­grup­pe“ – sie ist aber auch die sen­si­bels­te, was Da­ten­schutz und Pri­vat­sphä­re betrifft. Hier werden In­for­ma­tio­nen über die Follower eines Accounts gesammelt und in einem über­sicht­li­chen Dashboard auf­be­rei­tet.

Neben einem Diagramm zum Zuwachs der Follower in den letzten 30 Tagen liefert das Dashboard auch Auskunft über das Ge­schlecht der Follower (m/w), ihre Top-In­ter­es­sen, ihren Standort nach Ländern und Bun­des­län­dern und zeigt an, was innerhalb der gesamten Fol­lo­wer­schaft die 10 be­lieb­tes­ten Twitter-Accounts sind.

Das Ziel­grup­pen-Dashboard dient weniger der Er­folgs­mes­sung des Accounts, sondern liefert statt­des­sen In­for­ma­tio­nen darüber, welche Inhalte die Ziel­grup­pe besonders in­ter­es­sie­ren könnten. Es bietet damit In­for­ma­tio­nen, die man bei der Kon­zep­ti­on einer neuen oder der Op­ti­mie­rung einer be­stehen­den Marketing-Strategie nutzen kann.

Einige Accounts erhalten auch wei­ter­ge­hen­de In­for­ma­tio­nen über die de­mo­gra­fi­schen Daten ihrer Follower (bspw. In­for­ma­tio­nen über Einkommen, Bildung, Beruf, Wohn­ei­gen­tum, Fa­mi­li­en­stand etc.), über ihren Le­bens­stils und ihr Kon­sum­ver­hal­tens. Darüber, welche Accounts aus welchen Gründen diese zu­sätz­li­chen Nut­zer­da­ten erhalten, schweigt Twitter auf seiner Website al­ler­dings bisher.

Vorteile von Twitter Analytics nutzen

Die von Twitter Analytics be­reit­ge­stell­ten Daten lassen sich von Un­ter­neh­men stra­te­gisch nutzen. Mithilfe des Analyse-Tools können sie ihre Twitter-Erfolge fort­lau­fend messen und op­ti­mie­ren. Doch wie genau macht man sich die gewonnen In­for­ma­tio­nen zunutze?

Die eigene Twitter-Per­for­mance op­ti­mie­ren

In den Rubriken „Start­sei­te“ und „Tweets“ wird die bisherige Twitter-Per­for­mance aus­ge­wer­tet. Die Analyse der Ge­samt­per­for­mance zeigt auf, inwiefern die gewählte Strategie im Ganzen er­folgs­füh­rend ist. Die Per­for­mance einzelner Ak­ti­vi­tä­ten liefert hingegen Er­kennt­nis­se darüber, welche Maßnahmen und Tweets besonders er­folgs­ver­spre­chend sind und welche eher wenig ziel­füh­rend sind.

Anhand der Top-Tweets sehen Sie bei­spiels­wei­se schnell, was bei ihren Followern besonders viel Auf­merk­sam­keit oder positive Resonanz bewirkt (Fotos, Umfragen, Nutzung be­stimm­ter Hashtags). Auf diese Merkmale können Sie auch bei den folgenden Tweets verstärkt Wert legen und so auch deren KPIs steigern. Der vom Tool er­mit­tel­te „beste Follower“ also der, der sei­ner­seits eine große Reich­wei­te hat – ist wiederum ein in­ter­es­san­ter An­sprech­part­ner für mögliche Mar­ke­ting­ko­ope­ra­tio­nen.

In den Tweet-Details wird unter anderem die Resonanz eines Tweets in den ersten 24 Stunden auf­ge­schlüs­selt. Dort erfahren Sie, zu welcher Uhrzeit Tweets von den Followern am häu­figs­ten gelesen wurden. Daraus leiten Sie schnell und einfach ab, zu welcher Zeit Ihre Tweets die meisten Follower erreichen und senden sie dann innerhalb der er­mit­tel­ten Zeit­span­ne.

Über den Button „Daten ex­por­tie­ren“ haben Sie außerdem die Mög­lich­keit, die Aus­wer­tung der Tweet-Timeline als Excel-Tabelle zu ex­por­tie­ren. So lassen sich die Daten ar­chi­vie­ren. Ein guter Überblick über die Tweet-Timeline ist zudem nützlich, wenn Sie einen In­halt­s­ka­len­der für Ihren Account führen wollen. Mit diesem planen Sie die Ver­öf­fent­li­chung zu be­stimm­ten Themen zu exakt fest­ge­leg­ten Zeiten – dabei be­rück­sich­ti­gen Sie ei­ner­seits, dass sich Themen nicht zu oft wie­der­ho­len, aber greifen dennoch re­gel­mä­ßig solche The­men­be­rei­che auf, die für Ihre Follower in der Ver­gan­gen­heit besonders relevant waren.

Den Neigungen der Follower ent­ge­gen­kom­men

Je de­tail­lier­ter die In­for­ma­tio­nen über die Follower sind, desto genauer lassen sich die Twitter-Ak­ti­vi­tä­ten auf die Follower zu­schnei­den. Die Rubrik „Ziel­grup­pe“ liefert wichtige In­for­ma­tio­nen darüber, welche Themen bei den Followern besonders gut ankommen, und gibt damit ent­schei­den­de Impulse für die Re­dak­ti­ons­pla­nung der kommenden Tweets.

Im Dashboard „Ziel­grup­pe“ listet Twitter Analytics bei­spiels­wei­se In­for­ma­tio­nen über die Standorte der Follower auf – so können Tweets nach Lokalität der Follower getimt und entworfen werden: Sie können dadurch die un­ter­schied­li­chen Zeitzonen beim Tweeten be­rück­sich­ti­gen und haben die Mög­lich­keit, lokale Fest­lich­kei­ten, Fuß­ball­spie­le, das Wetter oder Feiertage auf­zu­grei­fen. Nützlich ist auch die Funktion „Er­eig­nis­se“, die sich ebenfalls in der Me­nü­leis­te befindet. In dieser Rubrik re­cher­chiert man nach öf­fent­li­chen Events – gefiltert nach Datum, Er­eig­nis­typ und Standort. Eine Event­re­cher­che nach den Stand­or­ten der Follower bietet die Mög­lich­keit, deren Le­bens­welt noch gezielter auf­zu­grei­fen – und damit hof­fent­lich ein höheres En­ga­ge­ment zu erreichen.

Die Rubrik „Ziel­grup­pe“ enthält auch In­for­ma­tio­nen über die In­ter­es­sen Ihrer Follower. Sie ist also optimal geeignet, um neue Inhalte zu re­cher­chie­ren, die für Follower relevant sind. Auch bei diesen In­halts­re­cher­chen ist die Option „Er­eig­nis­se“ eine wertvolle Ergänzung. Denn die Er­eig­nis­se lassen sich nicht nur lokal, sondern auch the­ma­tisch filtern.

Ziel­grup­pen­ver­glei­che

Die In­for­ma­tio­nen über die „Ziel­grup­pe“ sind begrenzt – aus da­ten­schutz­recht­li­chen Gründen liefert Twitter nicht so viele Infos über die Follower, wie sich das manch en­ga­gier­ter Social Marketer viel­leicht wünschen würde. Doch es gibt eine weitere Funktion, mit der man auf in­di­rek­tem Wege die Follower besser kennen lernt: Neben den Daten zu den eigenen Followern liefert Twitter Analytics auch Daten zur Ge­samt­heit der Twitter-Nutzer. Diese sind nach denselben Merkmalen auf­ge­schlüs­selt wie die In­for­ma­tio­nen über die eigenen Follower und beide Gruppen lassen sich mit­ein­an­der ver­glei­chen. Durch einen solchen Vergleich der eigenen Nutzer mit der Ge­samt­heit der Twitter-Nutzer bekommt man ein noch besseres Ver­ständ­nis dafür, was die eigene An­hän­ger­schaft von der All­ge­mein­heit un­ter­schei­det, und darüber, was sie bewegt.

Auch beim Ziel­grup­pen­ver­gleich ist es von Account zu Account un­ter­schied­lich, wie viele Daten Twitter preisgibt. Einige In­for­ma­tio­nen werden jedoch für jeden Account ver­glei­chend angezeigt: Alter, Ge­schlecht und – besonders hilfreich – In­ter­es­sen. Bei stei­gen­der Zahl der Follower werden diese In­for­ma­tio­nen dann erweitert um de­mo­gra­fi­sche Daten sowie In­for­ma­tio­nen zum Le­bens­stil und Ver­brau­cher­ver­hal­ten.

Für noch genauere Ver­gleichs­wer­te kann man weitere Ziel­grup­pen de­fi­nie­ren. Man filtert sie einfach nach sozialen Rollen, de­mo­gra­fi­schen Faktoren, In­ter­es­sen oder Kon­sum­prä­fe­ren­zen. Mit dieser Option lassen sich ganz un­ter­schied­li­che Nut­zer­grup­pen entwerfen und mit den eigenen Followern ver­glei­chen.

Diese Ziel­grup­pen­ver­glei­che von Twitter Analytics sind wertvoll: Stellt man die eigenen Nutzer andere Nut­zer­grup­pen gegenüber, wird deutlich, wodurch sich die eigene Community aus­zeich­net. Ohne weitere sensible Daten der Follower preis­zu­ge­ben, trägt diese Option ent­schei­dend dazu bei, das Profil der eigenen Nutzer besser zu verstehen.

Er­folgs­fak­tor Twitter-Tools

Möchte man seinen Un­ter­neh­mens-Account bei Twitter er­folg­reich führen, sind Twitter-Tools überaus hilfreich. Sie er­mög­li­chen häu­fi­ge­res und besser getimtes Twittern, bieten Impulse für op­ti­mier­ten Content und sind oft auch nützliche Werkzeuge zur Er­folgs­mes­sung. Ins­be­son­de­re das Analyse-Tool Twitter Analytics liefert zahl­rei­che Kenn­zah­len zur Er­folgs­kon­trol­le, die ohne dieses Tool im Dunkeln blieben.

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