Im Online-Marketing bleibt zum Ausruhen keine Zeit. Denn neue Tech­no­lo­gien verändern die virtuelle Wer­beland­schaft über Nacht, be­ein­flus­sen das Kon­su­men­ten­ver­hal­ten und stellen Un­ter­neh­men vor neue Chancen und Her­aus­for­de­run­gen. Für plötz­li­ches Aufsehen sorgte auch TikTok. Mit einem recht simplen Konzept hat die App bereits Millionen von Menschen weltweit in ihren Bann gezogen. Mitt­ler­wei­le bietet das soziale Netzwerk mit den Kurz­vi­de­os auch spannende Mög­lich­kei­ten für Un­ter­neh­men. Mit der richtigen Strategie können sich diese perfekt po­si­tio­nie­ren und jede Menge Auf­merk­sam­keit ge­ne­rie­ren. Wir zeigen, wie auch Sie mit in­no­va­ti­vem TikTok-Marketing Ihre Ziel­grup­pe erreichen!

New call-to-action

Was ist TikTok?

TikTok ist ein Vi­deo­por­tal, das gleich­zei­tig als soziales Netzwerk fungiert. Ent­wi­ckelt wurde die mobile App vom chi­ne­si­schen Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men ByteDance. Im Jahr 2017 kaufte es die Lip-Sync-App musical.ly und kom­bi­nier­te die App mit ihrem Kern­pro­dukt Toutiao, einem per­so­na­li­sier­ten In­halts­feed. Daraus entstand TikTok, das in China unter dem Namen Douyin bekannt ist. Mit ihren „Lip-Sync“-Videos und Clips im „Challenge“-Format ent­wi­ckel­te sich die App schnell zu einem sozialen Phänomen. Über TikTok können Nutzer nicht nur kurze Un­ter­hal­tungs­vi­de­os schauen. Sie können auch ihre eigenen Play­back­vi­de­os oder „Internet Chal­lenges“ aufnehmen und durch das Hin­zu­fü­gen von Spe­zi­al­ef­fek­ten be­ar­bei­ten.

Wer nutzt TikTok?

Allein im ersten Quartal 2018 erreichte TikTok mehr Downloads als die Social-Media-Giganten Facebook, Instagram und YouTube. Dieser Erfolg hält bis heute an. Auch in Deutsch­land wächst die Zahl der TikTok-Nutzer täglich. In 2019 wurde die App hier­zu­lan­de rund 7,8 Millionen Mal auf iOS- und Android-Geräte her­un­ter­ge­la­den. Im in­ter­na­tio­na­len Vergleich befindet sich Deutsch­land somit auf Platz 10.

Infografik: 7,8 Millionen TikTok-Downloads in Deutschland | Statista Mehr In­fo­gra­fi­ken finden Sie bei Statista

Deutsche Nutzer öffnen TikTok im Schnitt acht Mal pro Tag und ver­brin­gen insgesamt 50 Minuten in der App (Stand: 2019, Quelle: Digiday). Aber wer genau befindet sich vor den Han­dy­bild­schir­men? Die TikTok-Ziel­grup­pe besteht über­wie­gend aus Teenagern, die der Ge­ne­ra­ti­on Z angehören. Diese umfasst alle Personen, die in den Jahren 1997 bis 2012 geboren sind. Obwohl sich TikTok darum bemüht, auch ältere Ge­ne­ra­tio­nen für sich zu gewinnen, sind knapp zwei Drittel der welt­wei­ten Nutzer unter 30. TikTok ist für Un­ter­neh­men also besonders dann in­ter­es­sant, wenn sie junge Menschen erreichen wollen.

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TikTok für Un­ter­neh­men

Mit dem Dot-Com-Boom haben sich Marketing-Stra­te­gien ent­wi­ckelt, die es vorher noch nie gegeben hat. Online-Marketing und In­ter­net­wer­bung lassen sich längst in etliche Sub­ka­te­go­rien un­ter­glie­dern, die sich in ihrer stra­te­gi­schen Umsetzung deutlich un­ter­schei­den. Eine beliebte virtuelle und indirekte Werbeform ist zum Beispiel das Inbound-Marketing. Bei diesem sprechen Un­ter­neh­men po­ten­zi­el­le Kunden nicht direkt an, sondern verwenden ver­schie­de­ne Content-Marketing-Methoden, um auf sich auf­merk­sam zu machen. Die Inhalte, die eine Marke selbst oder durch andere generiert, erreichen besonders viele Menschen, wenn sie auf Social-Media-Platt­for­men ver­öf­fent­licht werden. Als beliebtes soziales Netzwerk bietet auch TikTok Marketing-Mög­lich­kei­ten, die für Un­ter­neh­men loh­nens­wert sind.

Hier ein kleiner Überblick der einzelnen Optionen:

In­fluen­cer-Marketing: Der Begriff In­fluen­cer-Marketing wird meist mit dem Vi­deo­por­tal YouTube oder mit Instagram in Ver­bin­dung gebracht. Ein Un­ter­neh­men arbeitet dabei mit einer Internet-Per­sön­lich­keit zusammen, die besonders viele Follower hat. Je nach Ver­ein­ba­rung in­te­griert der In­fluen­cer die Marke oder das Produkt in seinen Content. Dabei ist wichtig, dass dies natürlich und nicht zu werbend rü­ber­kommt. Auch auf TikTok tummeln sich immer mehr In­fluen­cer, die eine extrem große Reich­wei­te haben. In diesem Beispiel wirbt der berühmte Beatboxer Spencer X indirekt für die Kekse der Marke Oreo. Dies gelingt, indem er die Geräusche, die er beim Auspacken und Essen macht, in eine Beatbox-Nummer ver­wan­delt.

Hashtag-Chal­lenges: Ein beliebtes Format in der TikTok-App sind die so­ge­nann­ten Challenge-Videos. Zurzeit gehören sie zu den in­no­va­tivs­ten Formen des TikTok-Mar­ke­tings. Hier kreiert eine Marke ein be­stimm­tes Hashtag und fordert TikTok-Nutzer dazu auf, kreativ zu werden und ihre eigenen Videos dazu hoch­zu­la­den. Dabei muss die Idee leicht ver­ständ­lich und für jeden gut umsetzbar sein. Mit guten Chal­lenges können Sie in kürzester Zeit jede Menge User-Generated-Content erzielen. Bestes Beispiel für eine er­folg­reich um­ge­setz­te TikTok Challenge liefert Mercedes-Benz. In seiner #MB­St­ar­Chall­enge forderte der Au­to­mo­bil­her­stel­ler Nutzer dazu auf, den Mercedes-Benz Stern auf kreative Weise zu in­ter­pre­tie­ren.

Online-Ads: Genau wie bei Facebook, Instagram oder Pinterest lässt sich auch bei TikTok Werbung schalten. Immer mehr Marken haben auch ihren eigenen TikTok-Account, auf dem Sie Content hochladen. So können Sie Ihre eigenen Videos mit einer Länge von bis zu 15 Sekunden posten. Wenn Sie keinen Account anlegen wollen, er­mög­licht Ihnen TikTok native Vi­deo­an­zei­gen, die direkt in den Feed der Nutzer in­te­griert werden. Bei den so­ge­nann­ten TikTok Brand-Takeover- und Top-View-Anzeigen sehen Nutzer gleich beim Öffnen der App die jeweilige Werbung. Damit sich die richtige TikTok-Ziel­grup­pe erreichen lässt, bietet die App außerdem eine Reihe von Targeting-Mög­lich­kei­ten.

Hinweis

Seit 2019 gibt es bei TikTok auch Branded Lenses, die man auch aus der Snapchat-App kennt. Die Linsen bieten kreative Ge­sichts­fil­ter oder Spe­zi­al­ef­fek­te und er­mög­li­chen Nutzern einen spie­le­ri­schen Umgang mit der Marke.

TikTok-Marketing: Die passende Strategie für Sie

Für viele Un­ter­neh­men ist TikTok noch un­er­forsch­tes Terrain. Dies hat jedoch den Vorteil, dass der Markt noch nicht über­sät­tigt ist und Sie mit einer kreativen TikTok-Marketing-Kampagne schnell Auf­merk­sam­keit ge­ne­rie­ren können. Wenn Sie eine Marketing-Strategie für TikTok ent­wi­ckeln, versuchen Sie am besten, gleich mehrere Mög­lich­kei­ten mit­ein­an­der zu verbinden. Eine Hashtag-Challenge ist zum Beispiel wir­kungs­vol­ler, wenn Sie von In­fluen­cern vor­an­ge­trie­ben wird. Mitt­ler­wei­le bietet TikTok ein „Custom-In­fluen­cer-Package“ an, das Sie mit den passenden In­fluen­cern vernetzt. Auch Anzeigen lassen sich gut mit einer Hashtag-Challenge verbinden. Mit einem Call-to-Action werden die Nutzer außerdem gleich auf Ihre Landing-Page gelenkt.

Bevor Sie eine TikTok-Challenge starten, stellen Sie sich die folgenden Fragen:

  • Welche Chal­lenges haben in der Ver­gan­gen­heit funk­tio­niert? Lassen Sie sich in­spi­rie­ren und finden Sie heraus, warum manche Kampagnen so er­folg­reich waren.
  • Was sind die aktuellen Trends auf TikTok? Be­schäf­ti­gen Sie sich eingehend mit der App, um her­aus­zu­fin­den, welche Sounds und Clips am meisten ver­wen­de­tet oder geteilt werden.
  • Welchen Anreiz bietet Ihre Challenge? Stellen Sie sicher, dass Ihre Challenge einen großen Un­ter­hal­tungs­fak­tor hat. Auch ein in­te­grier­tes Ge­winn­spiel generiert mehr Teil­neh­mer.
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Der TikTok-Hype: Was Sie noch wissen sollten

Das rasante Wachstum der App kann dazu führen, dass Un­ter­neh­men sich gezwungen fühlen, mit einer passenden Marketing-Strategie zu reagieren. Bevor Sie jedoch auf den TikTok-Marketing-Zug auf­sprin­gen, überlegen Sie sich, ob die Plattform überhaupt zu Ihrem Un­ter­neh­men passt. Bei Social-Media-Inhalten kommt es vor allem auf Au­then­ti­zi­tät an. Mangelt es an dieser, wird man schnell zum pein­li­chen Ne­ga­tiv­bei­spiel. Im Folgenden sind ein paar Fakten auf­ge­führt, die Ihnen bei der Ent­schei­dungs­fin­dung helfen:

  • Ein Großteil der TikTok-Ziel­grup­pe besteht aus jungen Menschen. Nutzer über 30 sind über die Plattform nur schwer zu erreichen.
  • Positive Aus­wir­kun­gen auf die Ver­kaufs­zah­len sind nicht sofort zu messen. Er­folgs­mes­sun­gen bietet Ihnen TikTok nur anhand von Im­pres­sio­nen, Klicks und Vi­deo­auf­ru­fen.
  • Trends auf Platt­for­men wie TikTok sind äußerst schnell­le­big. Das heißt, dass ein be­stimm­tes Thema schnell aus­ge­reizt ist. Lange Ent­schei­dungs­we­ge sind hier also kon­tra­pro­duk­tiv.
Fazit

Sind Sie sich den Chancen und Risiken bewusst, die mit dem TikTok-Marketing ein­her­ge­hen, können Sie nicht nur eine bessere TikTok-Kampagne starten. Sie sind vielen anderen Un­ter­neh­men auch einen weiten Schritt voraus.

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