Selbst eine optimal gewartete und sorg­fäl­tig auf­ge­setz­te Website ist vor dem ein oder anderen Fehler nicht gefeit. Ins­be­son­de­re dann, wenn ver­schie­de­ne Plugins in­stal­liert sind, kann es zu kleineren oder größeren Problemen kommen, die eine möglichst umgehende und genaue Analyse und Behebung erfordern. Hier setzt der Debug Mode von WordPress an. Er er­mög­licht es Ihnen, Fehler schnell zu finden. Wir erklären, wie Sie ihn nutzen.

Was ist ein WordPress Debug?

Einige Fehler sollten schnellst­mög­lich behoben werden: von kleinen Makeln bis zur weißen WordPress-Seite oder einem WordPress-Da­ten­bank­feh­ler. WordPress Debug ver­hin­dert, dass Sie zu diesem Zweck jedes einzelne Plugin einzeln prüfen müssen. Das würde nicht nur sehr lange dauern, sondern wäre häufig auch erfolglos. Der Debug Mode von WordPress ist ein wert­vol­les Werkzeug, um diese Aufgabe ef­fek­ti­ver zu erledigen. Einmal aktiviert, werden Ihnen die Feh­ler­mel­dun­gen auf den be­trof­fe­nen Seiten angezeigt und Sie haben die Mög­lich­keit, direkt an der Quelle des Problems an­zu­set­zen.

Gleich­zei­tig stellen Sie so auch fest, welche Seiten optimal laufen und dem­entspre­chend keine Kor­rek­tu­ren benötigen. WordPress Debug ist somit ein wichtiges Analyse-Tool, das Ihnen ei­ner­seits zeigt, wo es auf Ihrer Seite hakt und an­de­rer­seits, welche Bereiche optimal auf­ge­stellt sind. Sämtliche PHP-Fehler und Warnungen werden Ihnen oben auf der Seite angezeigt, selbst wenn sie die Per­for­mance Ihres Web­auf­tritts (noch) nicht nach­hal­tig be­ein­träch­ti­gen.

Sobald Sie das Problem behoben haben, de­ak­ti­vie­ren Sie WordPress Debug einfach wieder. Dies ist wichtig, da ansonsten der Text aus Ihrem PHP-Code für Ihre Besucher auf­ge­deckt werden könnte und somit ein mögliches Si­cher­heits­ri­si­ko besteht. Auch der Per­for­mance Ihrer Website kann der WordPress Debug Mode ab­träg­lich sein.

Tipp

Hosting für WordPress von IONOS bietet Ihnen zahl­rei­che un­schlag­ba­re Vorteile. Wählen Sie aus drei Ta­rif­mo­del­len und pro­fi­tie­ren Sie von um­fang­rei­chen Si­cher­heits­fea­tures und einem 24/-Service. Min­des­tens eine Domain ist inklusive.

Was ist ein WordPress Debug Protokoll?

Zu­sätz­lich zum normalen Debug Mode bietet WordPress auch eine Pro­to­koll­op­ti­on. Verwenden Sie WordPress Debug, werden Ihnen zwar sämtliche Fehler un­mit­tel­bar angezeigt, eine weitere Do­ku­men­ta­ti­on wird al­ler­dings nicht erstellt. Gerade wenn Probleme öfter auftreten oder Sie Feh­ler­quel­len zum Beispiel mit einem externen Ent­wick­ler be­spre­chen möchten, kann eine genaue Do­ku­men­ta­ti­on al­ler­dings sehr auf­schluss­reich sein und in Zukunft für eine ef­fek­ti­ve­re Pro­blem­be­he­bung sorgen. Das WordPress Debug Protokoll ak­ti­vie­ren Sie auf Ihrem Server, indem Sie die Konstante „WP_DEBUG_LOG“ auf „true“ setzen. WordPress schreibt dann alle Feh­ler­mel­dun­gen in die Datei „wp-content/debug.log“. Dort können Sie die Meldungen auch nach­träg­lich noch einsehen.

WordPress Debug manuell durch­füh­ren

Sie haben ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, Debug bei WordPress zu ak­ti­vie­ren. Der di­rek­tes­te Weg führt über die wp-config.php-Datei. Diese finden Sie im Haupt­ver­zeich­nis Ihrer Website. Verbinden Sie sich über FTP mit Ihrem Server, um die Datei ent­spre­chend zu ändern. Dafür gehen Sie wie folgt vor:

  1. Erstellen Sie zur Si­cher­heit immer ein Backup Ihrer WordPress Seite.
  2. Öffnen Sie die Datei wp-config.php in Ihrem Editor.
  3. Scrollen Sie nun nach unten, bis Sie die Zeile „define('WP_DEBUG', false);“ finden.
  4. Diese ändern Sie nun ab in „define('WP_DEBUG', true);“.
  5. Sollte es die Zeile nicht geben, fügen Sie sie einfach selbst hinzu. Der richtige Platz ist dafür über dem Kommentar „/* That’s all, stop editing! Happy blogging. */“.
  6. Speichern Sie Ihre Än­de­run­gen dann oben auf dem Bild­schirm.

Mit diesem Schritt haben Sie den Debug Mode bei WordPress aktiviert. Wenn Sie Ihre Analyse ab­ge­schlos­sen haben, beenden Sie den Modus ganz einfach, indem Sie den Schritt rück­gän­gig machen. Öffnen Sie also erneut die Datei, scrollen Sie bis zu der oben genannten Zeile und ändern Sie das „true“ wieder in „false“. Nach dem Speichern ist der WordPress Debug Mode beendet. Das Prozedere können Sie beliebig oft wie­der­ho­len, wann immer Sie Ihre Website nach Fehlern durch­su­chen möchten.

Do­ku­men­ta­ti­on im WordPress Debug Mode

Sie haben – wie oben erwähnt – die Mög­lich­keit, die Feh­ler­ana­ly­se or­dent­lich zu do­ku­men­tie­ren. Auch diesen Schritt führen Sie in der Datei wp-config.php durch. Fügen Sie dazu unter der Zeile „define('WP_DEBUG', true);“ eine weitere Zeile mit folgendem Inhalt ein: „define('WP_DEBUG_LOG', true);“. Nun werden die Feh­ler­mel­dun­gen in einer LOG-Datei ge­spei­chert und Sie können sie in Ruhe ana­ly­sie­ren. Mit der zu­sätz­li­chen Zeile „define('WP_DEBUG_DISPLAY', true);“ be­zie­hungs­wei­se „define('WP_DEBUG_DISPLAY', false);“, die Sie ebenfalls darunter einsetzen können, legen Sie fest, ob die WordPress Debug Meldungen über HTML aus­ge­ge­ben werden sollen (true) oder nicht (false). Für den WordPress Debug Mode sind diese beiden Zeilen al­ler­dings nicht ob­li­ga­to­risch.

Plugins für den Debug bei WordPress

Sie haben auch die Mög­lich­keit, einen Debug über ein WordPress-Plugin durch­zu­füh­ren. Eine sehr beliebte und kos­ten­lo­se Methode ist WP Debugging. Das Plugin aktiviert nach der In­stal­la­ti­on den Debug Mode von WordPress und speichert die Analyse in einer Pro­to­koll­da­tei. De­ak­ti­vie­ren Sie dann das Plugin, wird auch WordPress Debug au­to­ma­tisch gestoppt.

Al­ter­na­tiv oder zu­sätz­lich bietet sich außerdem das Plugin Query Monitor an. Auch dieses Plugin ist kostenlos und eignet sich für einen WordPress Debug von Da­ten­bank­ab­fra­gen, PHP-Fehlern sowie anderen Problemen mit Tools oder Plugins. Das Plugin ist relativ um­fang­reich und führt eine Vielzahl un­ter­schied­li­cher Sta­tis­ti­ken und In­for­ma­tio­nen auf.

Fazit: Der WordPress Debug ist einfach und sinnvoll

Für eine effektive Feh­ler­ana­ly­se Ihrer Website ist WordPress Debug das ideale Werkzeug. Die ei­gent­li­che Ak­ti­vie­rung ist ver­gleichs­wei­se einfach, und selbst wenn Sie nicht sehr tief in der Materie sind, verstehen Sie so zumindest schnell, wo even­tu­el­le Probleme liegen. Wenn Sie den Debug bei WordPress nicht manuell durch­füh­ren möchten, gibt es emp­feh­lens­wer­te und kos­ten­lo­se Plugins, die die Arbeit zu­frie­den­stel­lend für Sie über­neh­men.

Zum Hauptmenü