Ein Personal Area Network, kurz PAN oder auch PAN-Netzwerk, ist ein Netzwerk, das Geräte auf kurze Distanz mit­ein­an­der verbindet. Ein all­täg­li­cher An­wen­dungs­fall ist bei­spiels­wei­se die Ver­bin­dung von einer Maus mit einem Computer.

PAN: De­fi­ni­ti­on

Bei einem PAN-Netzwerk handelt es sich um einen Netz­werk­ty­pen, der Geräte in un­mit­tel­ba­rer Nähe zur Nutzerin bzw. zum Nutzer mit­ein­an­der verbindet. Ein PAN ist speziell für die Ver­bin­dung von Klein­ge­rä­ten un­ter­ein­an­der kon­zi­piert. Für den Ver­bin­dungs­auf­bau werden weder Router noch eine direkte Ver­bin­dung zum Internet benötigt. Mittels Personal Area Network ist es Klein­ge­rä­ten möglich, Daten un­ter­ein­an­der aus­zu­tau­schen oder ein Ad-hoc-Netzwerk auf­zu­bau­en.

Die Ver­bin­dung ist entweder kabellos oder ka­bel­ge­bun­den und auf wenige Meter be­schränkt. Je nach genutzter Tech­no­lo­gie wird außerdem eine Sicht­ver­bin­dung vor­aus­ge­setzt. Folgende Tech­no­lo­gien er­mög­li­chen den Ver­bin­dungs­auf­bau bei ka­bel­lo­sen PANs:

  • Bluetooth
  • Infrarot (IrDA)
  • WLAN

Ein ka­bel­ge­bun­de­nes PAN-Netzwerk greift in den meisten Fällen auf eine USB-Ver­bin­dung zurück.

Vorteile eines Personal Area Network

Aufgrund seiner Funk­ti­ons­wei­se bietet ein PAN eine Vielzahl an Vorteilen. Vergleich man es mit WAN- und LAN-Netz­wer­ken, sticht es besonders mit den folgenden Ei­gen­schaf­ten positiv hervor:

  • Geringe Kom­ple­xi­tät der Netz­werk­kom­po­nen­ten: Router, Switches und weitere Netz­kom­po­nen­ten sind nicht er­for­der­lich.
  • Hohe Si­cher­heit durch die geringe Reich­wei­te des Netzwerks: Ein Personal Area Network be­schränkt sich, wie der Name bereits im­pli­ziert, auf die kurze Distanz in un­mit­tel­ba­rer Nähe der Nutzerin bzw. des Nutzers.
  • Geringe Kom­ple­xi­tät bei der Her­stel­lung der Ver­bin­dung: Die Ver­bin­dung der Geräte mittels PAN ist einfach, schnell und un­kom­pli­ziert.
  • Sparsam im En­er­gie­ver­brauch: Ein PAN-Netzwerk hat einen geringen En­er­gie­ver­brauch und lässt sich damit über eine lange Zeit mit Akku oder Batterie betreiben.

PAN: Die wich­tigs­ten Merkmale

Ein PAN-Netzwerk erreicht relativ geringe Über­tra­gungs­ra­ten von wenigen Megabit pro Sekunde. Der Aufbau der Ver­bin­dung ist, ob ka­bel­ge­bun­den oder kabellos umgesetzt, un­kom­pli­ziert. Die Anordnung der ver­bun­de­nen Geräte liegt in un­ter­schied­li­chen Netz­werk­to­po­lo­gien vor. Es handelt sich bei­spiels­wei­se um einfache Punkt-zu-Punkt-Ver­bin­dun­gen oder Punkt-zu-Mehrpunkt-Ver­bin­dun­gen. Die ent­schei­den­den Un­ter­schie­de zwischen ka­bel­ge­bun­de­nem und ka­bel­lo­sem Personal Area Network erläutern wir im Folgenden.

WPANs – das drahtlose PAN

Ein draht­lo­ses PAN (auch WPAN) stellt eine Ver­bin­dung ohne Ka­bel­ver­bund her. Damit entfällt die Not­wen­dig­keit von Buchsen für ent­spre­chen­de Stecker und Kabel. Die Ver­bin­dung ist einfach her­zu­stel­len. Personal Area Networks aus dem täglichen Gebrauch greifen in den meisten Fällen auf die drahtlose Variante zurück. Die Reich­wei­te ist gering und be­schränkt sich auf eine Ent­fer­nung von zehn Metern. Wände und andere Störer be­ein­flus­sen die Güte der Ver­bin­dung stark. Die über­trag­ba­ren Da­ten­ra­ten sind gering.

Das ka­bel­ge­bun­de­ne PAN

Das ka­bel­ge­bun­de­ne PAN findet im Alltag deutlich seltener Anwendung. Die Ka­bel­län­ge be­schränkt sich häufig auf wenige Zen­ti­me­ter. Der größte Vorteil im Vergleich zur ka­bel­lo­sen Ver­bin­dung über ein WPAN sind die höheren Über­tra­gungs­ra­ten.

An­wen­dungs­fäl­le eines PAN

In den letzten Jahren haben sich immer mehr An­wen­dungs­fäl­le für PANs gefunden. Personal Area Networks er­leich­tern ihren Nut­ze­rin­nen und Nutzern den Alltag und stellen eine un­kom­pli­zier­te Ver­wen­dung von tech­ni­schen Helfern sicher.

Verbindet man bei­spiels­wei­se ein Bluetooth-Gerät wie eine Maus, einen Drucker oder einen Kopfhörer mit einem Smart­phone oder Laptop, wird die Ver­bin­dung mit hoher Wahr­schein­lich­keit über ein PAN-Netzwerk her­ge­stellt. Steigt man in ein Auto mit Frei­sprech­ein­rich­tung, verbindet sich das Smart­phone mit dieser per PAN. Auch Con­trol­ler von Spiel­kon­so­len werden häufig mittels PAN an­ge­bun­den.

Außer für die Ver­bin­dung von Pe­ri­phe­rie­ge­rä­ten wendet man ein Private Area Network auch zum Austausch von Dateien zwischen Geräten an. Beim Aufbau eines per­sön­li­chen Hotspots mittels Tethering greift man ebenfalls auf ein solches Netzwerk zurück.

Im Internet of Things finden PAN-Netzwerke gleich­falls Anwendung: Dort er­mög­li­chen sie die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwischen den Geräten und Kom­po­nen­ten. Die Kom­po­nen­ten tauschen so Kontroll- und Steue­rungs­da­ten aus. In der Ge­bäu­de­au­to­ma­ti­on er­mög­licht PAN die Kom­mu­ni­ka­ti­on von Aktoren und Sensoren.

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