Markdown ist eine einfache Aus­zeich­nungs­spra­che, die es er­mög­licht, auch ohne HTML-Kennt­nis­se sauber for­ma­tier­te Texte für das Internet und offline zu schreiben. Mit Sternchen, Bin­de­stri­chen und Klammern erzeugen Sie schnell kursive Schrift, Über­schrif­ten oder Listen. Doch Markdown an sich funk­tio­niert im Internet nicht ohne weiteres. Ein Programm inklusive Parser muss aus der einfachen Aus­zeich­nungs­spra­che zunächst ein kom­ple­xe­res HTML-Dokument erzeugen. Dieses kann dann ohne Probleme von jedem Browser gelesen und in die ge­wünsch­te An­zei­ge­form gebracht werden.

Tipp

Das Thema Markdown ist noch neu für Sie? In unserer aus­führ­li­chen Markdown-Anleitung finden Sie alles rund um die einfache Aus­zeich­nungs­spra­che.

Man findet für jedes Be­triebs­sys­tem ver­schie­dens­te Programme auf dem Markt und sogar reine Online-Markdown-Editoren, die Ihnen die Arbeit mit der Aus­zeich­nungs­spra­che direkt im Browser er­mög­li­chen. Wir stellen Ihnen die besten Markdown-Editoren vor.

Online-Markdown-Editoren: Die 3 besten Markdown-Editoren für den Browser

Die folgenden Markdown-Editoren können Sie direkt im Browser verwenden, ohne etwas in­stal­lie­ren zu müssen. Sie schreiben in einem Textfeld auf der Website und haben dann die Mög­lich­keit, das erzeugte Dokument zu ex­por­tie­ren.

Dillinger

Der Online-Markdown-Editor Dillinger funk­tio­niert ohne Re­gis­trie­rung und ist obendrein noch Open Source. Die Website ist in zwei Bereiche ein­ge­teilt. In der linken Seite schreiben Sie Ihren Markdown-Text. Bei der Aus­gangs­kon­fi­gu­ra­ti­on sehen Sie dann auf der rechten Seite das for­ma­tier­te Dokument; alle Aus­zeich­nungs­ele­men­te sind bereits umgesetzt. Sie haben zu­sätz­lich die Mög­lich­keit, sich den ent­spre­chen­den HTML-Quellcode anzeigen zu lassen.

Das Ergebnis Ihrer Arbeit können Sie als HTML-Dokument, PDF-Datei oder als Markdown-Text ex­por­tie­ren und auf dem eigenen Rechner speichern. Ebenfalls ist es möglich, den Text wei­ter­zu­lei­ten: Dropbox, GitHub, Medium, Google Drive und One Drive stehen zur Verfügung. Von diesen Orten können Sie Dokumente auch im­por­tie­ren oder Sie ent­schei­den sich dafür, ein Markdown- oder HTML-Dokument hoch­zu­la­den. Weitere Features sind Zeichen- und Wort­zäh­ler sowie das Auto-Speichern, das über Cookies rea­li­siert wird.

Fazit

Ein schlanker Markdown-Editor, der besonders für Nutzer geeignet ist, die nur selten mit der Aus­zeich­nungs­spra­che arbeiten oder Markdown erst aus­pro­bie­ren wollen.

Draft

Etwas aus­ge­feil­ter ist der Online-Markdown-Editor Draft. Dafür verlangt diese Anwendung aber auch eine Re­gis­trie­rung von ihren Nutzern. Dafür steht Ihnen dann die Mög­lich­keit zur Verfügung, mit einer Ver­si­ons­kon­trol­le und im Team an Do­ku­men­ten zu arbeiten. Damit richtet sich Draft in erster Linie an mehr oder weniger pro­fes­sio­nel­le Nutzer, die größere Projekte mit mehreren Personen rea­li­sie­ren wollen. Ver­än­de­run­gen von anderen Kol­la­bo­ra­teu­ren über­schrei­ben nicht einfach das Aus­gangs­do­ku­ment, sondern werden als Än­de­run­gen markiert. Mög­lich­kei­ten zur Kom­men­tie­rung und Dis­kus­si­ons­strän­ge runden diesen Aspekt ab.

Auch bei Draft haben Sie die Mög­lich­keit, Ihr Konto mit anderen An­wen­dun­gen zu ver­knüp­fen: WordPress, Tumblr, LinkedIn, Evernote, Twitter und Basecamp sind nur eine Auswahl. Um die Arbeit noch einfacher zu gestalten, können bestimmte For­ma­tie­run­gen sogar per Menü aus­ge­wählt werden, falls man die korrekten Aus­zeich­nungs­ele­men­te gerade nicht im Kopf hat. Das große Arsenal an ver­schie­de­nen Analysen zur Pro­duk­ti­vi­tät ist ein weiteres Feature, das besonders pro­fes­sio­nel­le Nutzer an­spre­chen dürfte.

Fazit

Draft richtet sich vor allem an ein pro­fes­sio­nel­le­res Publikum. Die Kol­la­bo­ra­ti­ons­funk­tio­nen und die genauen Ana­ly­se­mög­lich­kei­ten eignen sich sehr für Autoren, die viele Dokumente verfassen müssen.

StackEdit

StackEdit kann wie Dillinger ohne Re­gis­trie­rung genutzt werden. Auch im Aufbau ähnelt es dem anderen Online-Markdown-Editor. Der Bild­schirm ist in den Schreib- und den An­zei­ge­be­reich auf­ge­teilt. Erster of­fen­sicht­li­cher Un­ter­schied liegt in der Kopfzeile. Hier befinden sich Buttons zur For­ma­tie­rung, wie man sie von einem WYSIWYG-Editor kennt. Die Knöpfe sind natürlich optional – geübte Markdown-Nutzer können weiterhin mit den Aus­zeich­nungs­ele­men­ten arbeiten.

Darüber hinaus punktet StackEdit dadurch, dass man mit einer Da­tei­ver­wal­tung arbeiten kann. So be­ar­bei­ten Sie mehrere Dokumente gleich­zei­tig. Auch dieser Editor ist mit zahl­rei­chen Platt­for­men wie Google, WordPress oder GitHub kom­pa­ti­bel, und so können Sie Ihre Dateien zu un­ter­schied­lichs­ten Zielen wei­ter­lei­ten und auch von dort im­por­tie­ren. Ein Teil der Features ist erst verfügbar, wenn man sich mit seinem Google-Konto anmeldet. Außer mit Markdown kann StackEdit auch mit ma­the­ma­ti­schen Formeln (via LaTeX), UML-Dia­gram­men, Emojis und sogar Mu­sik­no­ten umgehen.

Fazit

StackEdit über­rascht durch einen er­staun­lich großen Funk­ti­ons­um­fang für einen Online-Markdown-Editor, der im Browser und ohne Re­gis­trie­rung funk­tio­niert.

Top 5 Markdown-Editoren zum Download

Online-Lösungen haben ihren Vorteil: Sie sind leicht­ge­wich­tig und sofort ein­satz­be­reit. Doch gerade für re­gel­mä­ßi­ge Arbeiten und große Projekte kann ein in­stal­lier­tes Programm sinn­vol­ler sein. Die drei vor­ge­stell­ten Markdown-Editoren bieten Ihnen einen großen Funk­ti­ons­um­fang und sind in den meisten Fällen für ver­schie­de­ne Be­triebs­sys­te­me verfügbar.

Typora

Typora ist ein Markdown-Editor für Windows, Linux und Mac. Die Software ist einfach gestaltet und ver­zich­tet auf einen Preview-Bereich. Statt­des­sen werden Markdown-For­ma­tie­run­gen sofort im Text angezeigt. Um die Arbeit mit Markdown zu ver­ein­fa­chen, bietet Typora eine Au­to­ver­voll­stän­di­gung, wie man sie von Code-Editoren kennt: Öffnen Sie eine eckige Klammer, erzeugt der Markdown-Editor au­to­ma­tisch ein schlie­ßen­des Pendant.

Um die Arbeit mit dem Programm für jeden in­di­vi­du­el­len Nutzer so angenehm wie möglich zu gestalten, bietet Typora ver­schie­de­ne Themes, mit denen das Aussehen des Editors angepasst werden kann. Mit den beiden Funk­tio­nen Focus Mode und Ty­pe­Wri­ter Mode möchte Typora die Nutzer noch mehr in ihrer Kon­zen­tra­ti­on un­ter­stüt­zen: Im ersten Modus ist nur die Linie, an der Sie gerade schreiben, klar zu erkennen; alles andere wird nur ver­schwom­men angezeigt. Der zweite Modus hingegen sorgt dafür, dass das gerade Ge­schrie­be­ne in der Mitte des Fensters bleibt. So verliert man nicht aus den Augen, woran man gerade arbeitet.

Fazit

Typora überzeugt durch ein auf­ge­räum­tes Design und kon­zen­tra­ti­ons­för­dern­de Funk­tio­nen. Perfekt für Nutzer, die viel schreiben müssen und sich dabei voll auf ihre Arbeit fo­kus­sie­ren wollen.

Wri­te­M­on­key

Bei Wri­te­M­on­key handelt es sich um einen sehr beliebten Markdown-Editor für Windows. Das Programm steht ganz im Zeichen der schlanken Markdown-Syntax und bietet seinen Nutzern daher wenig Spie­le­rei­en. So ver­zich­tet Wri­te­M­on­key nahezu voll­stän­dig auf eine GUI, liefert dadurch auch keine Hil­fe­stel­lun­gen für Nutzer, sorgt so aber dafür, dass man nicht vom We­sent­li­chen (dem ei­gent­li­chen Text) abgelenkt wird. Deshalb schaltet das Programm auch stan­dard­mä­ßig in den Full­screen-Modus. Eine Vorschau gibt es bei diesem Markdown-Editor ebenso wenig. Damit wendet sich Wri­te­M­on­key vor allem an Markdown-Experten: Alles wird durch Aus­zeich­nungs­ele­men­te ge­schrie­ben, es gibt keine Buttons zur Ge­stal­tung und man sieht das Ergebnis erst, wenn man die Datei ex­por­tiert.

Ein nütz­li­ches Feature ist die Progress-Funktion: Wri­te­M­on­key zählt nicht nur Wörter und Zeichen, die Sie schreiben, es gibt Ihnen auch die Mög­lich­keit, Ziele zu de­fi­nie­ren. Geben Sie eine bestimmte Wortzahl oder Zeitdauer an, und die Software sagt Ihnen, wie viel Sie bereits geschafft haben. Man kann das Programm mit Sprach­pa­ke­ten und Wör­ter­bü­chern erweitern, um besser in der eigenen Lan­des­spra­che arbeiten zu können, und Tipp-Geräusche hin­zu­fü­gen: Ver­schie­de­ne Sounds sollen dafür sorgen, dass Sie sich möglichst wohl beim Schreiben fühlen. Zu­sätz­li­che Er­wei­te­run­gen sind verfügbar, wenn man eine Spende an die Pro­gram­mie­rer der Software leistet. In Zukunft soll die Software auch für Mac und Linux er­schei­nen.

Fazit

Absoluter Mi­ni­ma­lis­mus: Wri­te­M­on­key ver­zich­tet auf jedwede Spielerei und stellt den Text voll­kom­men in den Mit­tel­punkt. Deshalb gehören auch pro­fes­sio­nel­le Schrift­stel­ler zu den Fans der Software.

Quiver

Ein kos­ten­pflich­ti­ger Markdown-Editor nur für Mac: Quiver richtet sich an Pro­gram­mie­rer, die re­gel­mä­ßig Do­ku­men­ta­tio­nen verfassen müssen. Das Spannende an diesem Editor ist vor allem, dass man direkt mit ver­schie­de­nen Aus­zeich­nungs­spra­chen arbeiten kann. Ohne Probleme ver­mi­schen Sie Plain Text, Markdown oder LaTeX (im Ma­the­ma­tik-Modus) innerhalb eines Dokuments. Außerdem verbirgt sich in Quiver auch noch ein Code-Editor inklusive Un­ter­stüt­zung für über 120 Pro­gram­mier­spra­chen. Ein mit Markdown for­ma­tier­ter Text wird in Echtzeit im Vor­schau­be­reich dar­ge­stellt. Darüber hinaus bietet der Markdown-Editor eine über­sicht­li­che Dokument-Na­vi­ga­ti­on und eine Voll­text­su­che, wodurch man auch in großen Projekten nicht die Übersicht verliert. Durch das Setzen von Tags lassen sich die Notizen noch besser or­ga­ni­sie­ren.

Quiver er­mög­licht es Ihnen, mit Team­mit­glie­dern zusammen an einem Projekt zu arbeiten. Alle Daten werden in einfachen JSON-Dateien ge­spei­chert, sodass man auch mit anderen Pro­gram­men auf die In­for­ma­tio­nen zugreifen kann. Syn­chro­ni­siert wird alles – wenn man dies wünscht – mit Dropbox, iCloud oder Google Drive. Durch ver­schie­de­ne Themes passen Sie das Programm an Ihre Design-Vor­stel­lun­gen an. Zu­sätz­lich halten die Her­stel­ler eine App für iOS bereit. Mit dieser lassen sich die Dateien aber nur ansehen; es können keine Än­de­run­gen vor­ge­nom­men werden.

Fazit

Vor allem Fans von Apple dürfte der Markdown-Editor Quiver an­spre­chen – besonders durch die Kom­bi­na­ti­on mit der iOS-App. Pro­gram­mie­rer finden in diesem Software-Notebook alles, was sie zum Erstellen von Do­ku­men­ta­tio­nen brauchen.

Write!

Write! ist ein Markdown-Editor für Linux, Mac und Windows. Im Gegensatz zu den anderen vor­ge­stell­ten An­wen­dun­gen ist Write! nicht kostenlos verfügbar. Dafür bekommt man al­ler­dings auch einen funk­ti­ons­star­ken Text­edi­tor: Write! wandelt Markdown direkt um, hat eine Recht­schreib­prü­fung, die au­to­ma­tisch die ver­wen­de­te Sprache erkennt, und bietet eine selbst­ler­nen­de Au­to­ver­voll­stän­di­gung. Hinzu kommt die Mög­lich­keit, auch von rechts nach links zu schreiben, was z. B. für arabische Sprachen wichtig ist. Wie bei Wri­te­M­on­key lassen sich auch hier Ziele de­fi­nie­ren, sodass man ständig seinen Fort­schritt über­prü­fen kann. Um möglichst fo­kus­siert zu arbeiten, wird im Fokus-Modus der Do­ku­ment­be­reich, an dem man gerade nicht arbeitet, leicht ab­ge­dun­kelt.

Die Markdown-Syntax muss nicht per Hand ein­ge­ge­ben werden. Wie bei einem WYSIWYG-Editor lassen sich For­ma­tie­run­gen auch über Buttons und Me­nü­ein­trä­ge verändern. Der her­vor­ste­chends­te Aspekt von Write! ist aber die eigene Cloud: Statt über andere Anbieter wie Google oder Apple die eigenen Dokumente online zu sichern, bieten die Her­stel­ler von Write! einen un­ab­hän­gi­gen Cloud-Service. Der Online-Spei­cher­platz macht es auch möglich, Dokumente mit nur einem Klick zu ver­öf­fent­li­chen und den ent­spre­chen­den Link mit anderen zu teilen. So ist es auch nicht ver­wun­der­lich, dass der Markdown-Editor mit einer Kol­la­bo­ra­ti­ons­funk­ti­on da­her­kommt.

Fazit

Write! ist nicht nur ein Markdown-Editor mit großen Funk­ti­ons­um­fang, die eigene Cloud des Her­stel­lers macht Nutzer auch un­ab­hän­gig von anderen Anbietern.

Laverna

Laverna ist ein Markdown-Editor für Linux, Mac und Windows, gleich­zei­tig können Sie das Open-Source-Projekt aber auch online im Browser einsetzen. Wer einen eigenen Server besitzt, findet auf der Website der Anwendung sogar eine Version, mit der man Laverna selbst hosten kann. Egal für welche Version Sie sich ent­schei­den: Der Markdown-Editor ist immer kostenlos und ohne Re­gis­trie­rung verfügbar. Aufgebaut ist Laverna wie die meisten anderen Markdown-Editoren: Man schreibt in einem linken Bereich und erhält eine Echt­zeit­vor­schau auf der rechten Seite (man kann die Vorschau aber auch aus­schal­ten). Ein paar Buttons er­leich­tern die For­ma­tie­rung der Notiz, an der man gerade arbeitet.

Dokumente lassen sich über Tags verwalten. Besonders wichtige Notizen können Sie als Favoriten speichern, um einen schnellen Zugriff auf sie zu haben. Um Ihre Pro­duk­ti­vi­tät zu steigern, bietet Laverna einen Modus ohne Ab­len­kun­gen und er­mög­licht Keyb­in­ding: So können Sie re­gel­mä­ßi­ge Aufgaben auf Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen legen. Ein ganz be­son­de­res Merkmal bei Laverna findet man in der Ver­schlüs­se­lung. Sie können alle Daten durch ein Passwort sichern. Die Ein­stel­lun­gen geben Ihnen dabei sogar die Mög­lich­keit, die Stärke der Ver­schlüs­se­lung zu be­ein­flus­sen. Über eine Schnitt­stel­le verbinden Sie Laverna mit Ihrem Dropbox-Account und können Ihre Dateien auf ver­schie­de­nen Geräten syn­chro­ni­sie­ren. Die Dokumente lassen sich leider nicht direkt in HTML umwandeln, statt­des­sen liegt alles im JSON-Format vor.

Fazit

Laverna überzeugt zum einen durch den kon­se­quen­ten Open-Source-Gedanken, zum anderen durch die kon­fi­gu­rier­ba­re Ver­schlüs­se­lung. Letztere ist besonders beim Versenden von wichtigen Markdown-Do­ku­men­ten über das Internet sinnvoll.

Alle 8 Markdown-Editoren im Überblick

In unserer Übersicht über die besten Markdown-Editoren sehen Sie schnell, welche Anwendung für Sie in Frage kommt.

Windows Mac Linux Online Kostenlos Open Source
Dillinger
Draft
StackEdit
Typora
Wri­te­M­on­key
Quiver
Write!
Laverna
Hinweis

Um Markdown zu schreiben, benötigen Sie prin­zi­pi­ell keine spezielle Software. In jedem Text­edi­tor können Sie ein solches Dokument erstellen. Al­ler­dings lässt sich so weder eine Vorschau dar­stel­len, noch können Sie das ge­schrie­be­ne direkt in HTML umwandeln.

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