Da­ten­schutz ist in der heutigen Zeit ein immer be­deu­ten­de­res Thema. Viele sensible Daten wie per­sön­li­che Details, Bank­ver­bin­dun­gen und ver­trau­li­che In­for­ma­tio­nen werden über das Internet geteilt – ver­schlüs­selt wie un­ver­schlüs­selt. Nicht zuletzt hat das Medium auch die Ar­beits­welt re­vo­lu­tio­niert: Das Internet er­mög­licht zum einen die De­zen­tra­li­sie­rung der Arbeit, indem es den Zugang zu Ar­beits­platt­for­men und -servern von theo­re­tisch überall aus er­mög­licht. Ho­me­of­fice und mobile Ar­beits­plät­ze nutzen diese Fle­xi­bi­li­tät, stellen aber auch neue Her­aus­for­de­run­gen an Da­ten­si­cher­heit, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien und Ver­schlüs­se­lungs­me­tho­den.

Als eine der be­lieb­tes­ten Lösungen auf dem Gebiet hat sich das Konzept Virtual Private Network (VPN) her­vor­ge­tan. Ein VPN ist ein vir­tu­el­les Kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz, das ein phy­si­sches Netzwerk als Basis nutzt, aber eine logische Trennung von diesem vorsieht. Bei diesem „Tunneling“ wird jede Ver­bin­dung ver­schie­de­nen Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren und Au­then­ti­fi­zie­rungs­me­tho­den un­ter­zo­gen. VPN erlaubt so die sichere und anonyme Kom­mu­ni­ka­ti­on von Daten, selbst über si­cher­heits­tech­nisch be­denk­li­che Ver­bin­dun­gen. Eine der Grund­funk­tio­nen von VPN ist die Ver­schleie­rung der eigenen IP-Adresse.

VPN-Services gibt es mitt­ler­wei­le viele. Sie alle ver­spre­chen den absoluten Schutz vor Ha­cker­an­grif­fen (wie den be­rüch­tig­ten Man-in-the-Middle-Attacken), den Schutz der Pri­vat­sphä­re und die Mög­lich­keit, per Ge­o­blo­cking erzeugte län­der­ab­hän­gi­ge Sperren durch so­ge­nann­tes Geos­poo­fing weltweit zu umgehen. VPN-Services sind technisch aufwendig und bedürfen einer stabilen und leis­tungs­star­ken Server-In­fra­struk­tur. Auch deswegen sind VPN-Services meistens kos­ten­pflich­tig oder in der kos­ten­lo­sen Version meist stark ein­ge­schränkt. Daher ist es ratsam, die ver­schie­de­nen VPN-Anbieter mit­ein­an­der zu ver­glei­chen.

VPN-Anbieter im Überblick

Anbieter Haupt­stand­ort Anzahl Server (Stand: Juli 2018) Preis Größte Vorteile Größte Nachteile
NordVPN Panama > 4.700 Ab 2,50 Euro/Monat Größte Ser­ver­aus­wahl, beste Software, um­fang­rei­che Kon­fi­gu­ra­ti­on, schnelle Ver­bin­dung, keinerlei Logs Als größter Anbieter erste Ziel­schei­be von VPN-Gegnern
Cy­berG­host VPN Rumänien > 2.000 Ab 2,50 Euro/Monat 7 Tage kostenlos testbar, gute Software Da­ten­schutz­be­den­ken dank Miet­ser­vern, teilweise schlechte Per­for­mance, speichert An­mel­de­da­ten
Tun­nel­Bear VPN Kanada > 400 Ab 4,50 Euro/Monat, Kostenlos bis 500 MB/Monat Kos­ten­lo­se Version, gute Software, keinerlei Logs Be­schei­de­ne Ser­ver­aus­wahl, wenige Kon­fi­gu­ra­ti­ons­op­tio­nen
Ex­pressVPN Britische Jung­fern­in­seln > 900 Ab ca. 8 Euro/Monat Sehr schnell, gute manuelle Kon­fi­gu­ra­ti­on, keinerlei Logs Langsamer Ver­bin­dungs­auf­bau, sehr teuer
Hotspot Shield VPN USA k. A. Ab ca. 7 Euro/Monat Sehr schnell, ein­steig­er­freund­li­che Software Da­ten­schutz­tech­nisch verrufen, teuer, blasse Software, keine manuelle Kon­fi­gu­ra­ti­on, nur drei Geräte, speichert min­des­tens An­mel­de­da­ten

Be­wer­tungs­kri­te­ri­en von VPN-Services

VPN-Anbieter kon­kur­rie­ren derzeit auf einem flo­rie­ren­den Markt. Al­ler­dings ist für den Kon­su­men­ten nicht immer er­sicht­lich, wie sich diese Anbieter von­ein­an­der un­ter­schei­den. Dies sind die Kriterien, die für einen guten VPN-Service wichtig sind:

  • Ge­schwin­dig­keit des Ver­bin­dungs­auf­baus
  • Ge­schwin­dig­keit von Downloads/Uploads
  • Ser­ver­aus­wahl/Ser­ver­stand­or­te
  • Gleich­zei­ti­ge Ver­bin­dun­gen
  • Software
  • Si­cher­heit
  • Kon­fi­gu­ra­ti­ons­op­tio­nen
  • Sta­bi­li­tät
  • Kom­pa­ti­bi­li­tät zu Be­triebs­sys­te­men und ver­schie­de­nen Geräten
  • Preis und Test­zeit­räu­me

Anbieter von VPN-Services

Wir stellen Ihnen fünf beliebte VPN-Anbieter vor. Beachten Sie dabei, dass die VPN-Methode unter dau­er­haf­ter Kritik steht, weil diese Services eben auch digitale Straf­ta­ten ver­schlei­ern. Streaming-Diensten wie Netflix oder Amazon sind VPN-Services ein Dorn im Auge, weil sie das Ge­o­blo­cking aus­ge­he­belt, das bestimmte Inhalte nur in aus­ge­wähl­ten Ländern verfügbar macht. Der Einfluss dieser Un­ter­neh­men könnte dem VPN-Ge­schäfts­mo­dell kurz­fris­tig schaden, besonders wenn Siege vor Gerichten ein­ge­fah­ren werden. Sind Sie sich als Kunde dessen bewusst und bleiben Sie ent­spre­chend in­for­miert, werden Sie nicht un­vor­her­ge­se­hen be­nach­tei­ligt.

In vielen Ländern befinden sich VPN-Services in recht­li­chen Grauzonen, in anderen gibt es wiederum Spe­ku­la­tio­nen, dass diese Anbieter z. T. mit Re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen zu­sam­men­ar­bei­ten. Daher sei an dieser Stelle fest­ge­stellt, dass VPN-Services vor allem auf Ver­trau­ens­ba­sis funk­tio­nie­ren. Die Si­cher­heit von heute kann schon morgen ein Si­cher­heits­ri­si­ko dar­stel­len. VPN ist in dieser kom­mer­zi­el­len Dimension eben noch sehr jung. Welche beliebten VPN-Anbieter gibt es?

NordVPN

NordVPN ist im Bereich VPN-Software Markt­füh­rer (Stand: Juli 2018). Seit dem Grün­dungs­jahr 2012 hat sich NordVPN als Bran­chen­pri­mus etabliert und wird mit dafür ver­ant­wort­lich gemacht, dass VPN-Services mitt­ler­wei­le in aller Munde sind. Dabei halfen zum einen die Fo­kus­sie­rung auf ein Konzept, nämlich das anonyme Surfen, und zum anderen ein daraus re­sul­tie­ren­der Internet-Hype, der NordVPN schnell zum VPN-Anbieter Nummer 1 machte. Mit Hauptsitz in Panama verfügt NordVPN auch über einen Standort, der sich für die Pri­vat­sphä­re als her­vor­ra­gend erwiesen hat.

NordVPN gibt es für Windows, macOS und Android. Der Anbieter verfügt über 4.700 Server in mehr als 50 Ländern weltweit. Diese Server gehören faktisch NordVPN (Dedicated Server) und gelten als stabil und leis­tungs­stark. Darüber hinaus zeichnet den Markt­füh­rer der hohe Si­cher­heits­stan­dard bei der Ver­schlüs­se­lung aus. VPN-Ver­bin­dun­gen über NordVPN gelten allgemein hin als nicht an­greif­bar. Sie können un­ab­hän­gig vom Be­zahl­mo­dell bis zu sechs Ver­bin­dun­gen aufbauen. NordVPN führt laut eigenen Angaben keinerlei Logs zu Nut­zer­ak­ti­vi­tä­ten. Es besteht die Mög­lich­keit, TOR über VPN zu benutzen sowie einen doppelten VPN-Zugang zu schalten.

Die Software von NordVPN ist schnell auf­ge­setzt und richtet sich mit seiner leichten Be­dien­bar­keit vor allem an Kunden, die technisch nicht sehr versiert sind. Trotzdem wird ein Ex­per­ten­mo­dus angeboten, mit dessen Hilfe Fach­kun­di­ge die In­stal­la­ti­on und In­be­trieb­nah­me des VPN-Servers genauer steuern können. NordVPN zeigt sich hier angenehm flexibel. Sollten Sie doch auf Probleme stoßen, bietet NordVPN einen 24/7-Chat-Support. Außerdem helfen zahl­rei­che Guides und Tutorials im Hil­fe­be­reich der Web­prä­senz.

Die Server von NordVPN verfügen laut der meisten Berichte über sehr schnelle Ver­bin­dun­gen. Nur einigen wenigen Servern werden etwas lang­sa­me­re Download-Ge­schwin­dig­kei­ten nach­ge­sagt. Dafür können Sie mit einem Mausklick auf einen anderen Server wechseln, sollte einer der über 4.700 Server (Stand: Juli 2018 – absolute Welt­spit­ze) Probleme machen. Damit finden Sie relativ schnell einen fa­vo­ri­sier­ten Server, über den die VPN-Ver­bin­dung au­to­ma­tisch her­ge­stellt werden kann. Grund­sätz­lich ist es bei NordVPN eher selten notwendig, einen Server zu wechseln.

Als Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren nutzt NordVPN AES (Advanced En­cryp­ti­on Standard) mit drei ver­schie­de­nen Stärken (128/192/256 Bit). Es hängt von Ihnen ab, welche Stärke angewandt wird, al­ler­dings hat diese keinen Einfluss auf die ‚Un­knack­bar­keit‘ der Ver­schlüs­se­lung. Faktisch ist aber noch keine Methode bekannt, um AES zu umgehen. Kurz gesagt sind Sie mit NordVPN nicht nur anonym, sondern auch absolut sicher.

Auf Kos­ten­sei­te überzeugt NordVPN mit einem guten Preis-Leistungs-Ver­hält­nis. Es gibt vier ver­schie­de­ne Modelle:

  • Für eine Drei­jah­res­li­zenz werden pro Monat ca. 2,50 Euro fällig. Dies summiert sich auf etwa 90 Euro für die drei Jahre, für die Sie sich NordVPN sichern.
  • Sie bekommen eine Zwei­jah­res­li­zenz für etwa 3 Euro/Monat bzw. um die 70 Euro für die kom­plet­ten zwei Jahre.
  • Eine Ein­jah­res­li­zenz ist für ab ca. 5,50 Euro/Monat bzw. 60 Euro für das komplette Jahr er­hält­lich.
  • Deutlich teurer wird NordVPN, wenn Sie sich den Service nur für einen Monat abon­nie­ren möchten. Dann werden einmalig ungefähr 11,50 Euro fällig.

Innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf haben Sie die Mög­lich­keit, NordVPN zu re­kla­mie­ren. NordVPN ak­zep­tiert PayPal, Kre­dit­kar­te, Kryp­to­wäh­run­gen und diverse virtuelle Be­zahl­diens­te. Kos­ten­tech­nisch ist NordVPN mit Blick auf die Qualität des Services als fair ein­zu­stu­fen. Für kleine Geld­bör­sen gibt es güns­ti­ge­re Anbieter, die in Sachen Qualität al­ler­dings klar hinter NordVPN liegen.

Bei NordVPN sind er­wäh­nens­wer­te Mankos rar gesät. Ein ‚Nachteil‘ von NordVPN ist die Be­kannt­heit des Anbieters. Streaming-Dienste wie Hulu, Netflix und Amazon Prime sperren vehement die be­kann­tes­ten VPN-Anbieter, weil diese es den Nutzern erlauben, Län­der­bar­rie­ren zu umgehen. Gerade deswegen wollen sich Streaming-Dienste gegen VPN wehren. NordVPN ist al­ler­dings bemüht, eine Liste mit Servern aktuell zu halten, über die Netflix erreicht werden kann. Außerdem er­mög­licht die „Smartplay“-Option die au­to­ma­ti­sche Ver­bin­dung zu in­ter­na­tio­na­len Angeboten wie z. B. der ame­ri­ka­ni­schen Netflix-Plattform. Jedoch darf man erwarten, dass Netflix gerade gegen diese Features ju­ris­tisch vorgehen wird. NordVPN steht in der Hinsicht als Gal­li­ons­fi­gur für VPN-Services mit als erstes in der Schuss­bahn.

Vorteile Nachteile
Riesige Ser­ver­aus­wahl Als Bran­chen­pri­mus bietet NordVPN die meiste An­griffs­flä­che für VPN-Gegner (Re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, Un­ter­neh­men)
Extrem sichere Ver­schlüs­se­lung Preis ist im Vergleich zu anderen Anbietern im oberen Mit­tel­feld
Schnelle und un­kom­pli­zier­te Software
Or­dent­li­ches Preis-Leistungs-Ver­hält­nis
30 Tage Geld-zurück-Garantie
Support für Netflix-Ge­o­blo­cking
Um­fang­rei­cher Kun­den­sup­port

Cy­berG­host VPN

Das Haupt­pro­dukt des deutschen Un­ter­neh­mens Cy­berG­host S.A. ist der An­ony­mi­sie­rungs­dienst Cy­berG­host VPN, mit tech­ni­schem Sitz in Rumänien. 2017 wurde der Verkauf der Firma an die Cross­ri­der-Gruppe bekannt und heftig kri­ti­siert. Un­ge­wöhn­lich war auch im Jahr 2012 der Schritt hin zum Crowd­fun­ding, bei dem es gelang, genug Spenden für ein eigenes Da­ten­zen­trum zu sammeln und um Cy­berG­host VPN an­schlie­ßend zur Freeware machen zu können. Cy­berG­host VPN war deswegen lange kostenlos er­hält­lich, bis es zu einem Be­zahl­mo­dell zu­rück­kehr­te (seitdem ist nur das Web-Proxy-Tool kostenlos nutzbar). In Deutsch­land hat Cy­berG­host eine hohe Me­di­en­prä­senz, was vor allem an lang­jäh­ri­gen Wer­be­part­nern wie Com­pu­ter­BILD liegen dürfte.

Im Prinzip funk­tio­niert Cy­berG­host wie jeder andere VPN-Service: Der Nutzer wählt sich mit seiner eigenen IP-Adresse in den VPN-Server ein und dieser ver­schlei­ert die Identität des Nutzers. Dabei sorgt die Ver­schlüs­se­lungs­me­tho­de AES (256 Bit) ähnlich effektiv wie bei NordVPN für die sichere Ver­bin­dung. Ent­schei­dend ist die Qualität der über 2.000 Server. Zwar hat Cy­berG­host mit den Stand­or­ten West- und Osteuropa, Asien, Afrika, Kanada, Süd­ame­ri­ka und den USA ein durchaus be­ein­dru­cken­des Re­per­toire; jedoch sind die meisten dieser Server nur gemietet und faktisch nicht im Besitz des Un­ter­neh­mens. Als Nutzer müssen Sie sich daher im Klaren darüber sein, dass Sie die Ver­schlüs­se­lung Ihrer Ver­bin­dun­gen auch ein Stück weit un­be­kann­ten Dritten über­las­sen.

Darüber hinaus mehren sich die Berichte über eine schlechte Per­for­mance dieser Server. Ge­schwin­dig­keits­ein­bu­ßen und sogar Ver­bin­dungs­ab­brü­che sind häufig an­zu­tref­fen­de Pro­blem­mus­ter. In Sachen Ser­ver­per­for­mance und -sta­bi­li­tät scheint Cy­berG­host durchaus pro­blem­be­las­tet.

Auch beim Thema Da­ten­schutz gibt es einige Faktoren, die Cy­berG­host eher un­at­trak­tiv machen. Das Un­ter­neh­men wirbt offen damit, keine Logs zu führen, al­ler­dings gilt das nur für die Nut­zer­ak­ti­vi­tät und nicht für die An­mel­de­da­ten. Mit deren Hilfe kann ein Dritter theo­re­tisch nach­voll­zie­hen, wann sich wer von wo in einen VPN-Server ein­ge­loggt hat.

In den Ge­schäfts­be­din­gun­gen von Cy­berG­host ist auch eine Passage zu finden, in der sich das Un­ter­neh­men dazu ver­pflich­tet, „im Falle ge­setz­li­cher Ver­let­zun­gen des Nutzers […] nach den ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen oder nach al­lei­ni­gem Ermessen mit den öf­fent­li­chen und privaten Straf- und Ge­richts­ver­fol­gungs­be­hör­den und -in­sti­tu­tio­nen“ zu­sam­men­zu­ar­bei­ten. Damit genügt Cy­berG­host zwar der EU-Recht­spre­chung, al­ler­dings wirft dies Zweifel gegenüber dem Ver­spre­chen auf, dass Nutzer anonym bleiben.

Der Standort Rumänien hingegen ist positiv zu werten – schließ­lich verfügt das ost­eu­ro­päi­sche Land über eine gute IT-In­fra­struk­tur und nimmt laut ver­schie­de­ner Quellen den Schutz von Nut­zer­da­ten durchaus ernst. Außerdem wurde dort schon 2014 das Gesetz zur Vor­rats­da­ten­spei­che­rung gekippt.

Auf Nut­zer­sei­te weiß Cy­berG­host VPN zu über­zeu­gen. Die Software ist für Windows, macOS, Android und iOS er­hält­lich und funk­ti­ons­tech­nisch um­fang­reich, schnell und elegant. Es können bis zu fünf Geräte verbunden sein, wobei diese in­di­vi­du­ell und manuell angelegt werden müssen. Auch die Features wissen zu über­zeu­gen, so bietet Cy­berG­host neben Wer­be­blo­ckern auch Si­cher­heits­tools wie An­ti­vi­ren­scan­ner. Praktisch ist auch das Da­ten­kom­pres­si­ons­tool, mit dessen Hilfe u. U. eine schnel­le­re In­ter­net­ver­bin­dung erzielt wird.

Preislich liegt Cy­berG­host VPN im Mit­tel­feld und ist ver­gleich­bar mit NordVPN. Der Service ist 7 Tage kostenlos, danach fallen folgende Preise an:

  • Eine Drei­jah­res­li­zenz kostet pro Monat ca. 2,50 Euro – also etwa 90 Euro insgesamt. Darüber hinaus haben Sie ein 30-tägiges Re­kla­ma­ti­ons­recht.
  • Eine Zwei­jah­res­li­zenz gibt es für etwa 3 Euro/Monat.
  • Die Jah­res­li­zenz bekommen Sie für etwa 5,50 Euro/Monat.
  • Möchten Sie Cy­berG­host VPN auf Mo­nats­ba­sis nutzen, müssen Sie wie bei NordVPN jedes Mal um die 11,50 Euro zahlen.
Vorteile Nachteile
Deutsches Un­ter­neh­men Viele der VPN-Server gehören nicht Cy­berG­host; Miet­ser­ver ver­stär­ken Da­ten­schutz­be­den­ken
7-tägige kos­ten­lo­se Testphase Vielzahl an Berichten über schlechte Server-Per­for­mance
Sichere Ver­schlüs­se­lungs­me­tho­de AES (256 Bit) Cy­berG­host führt Logs von An­mel­de­da­ten und gibt diese ggf. an Re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen weiter
Tech­ni­scher Standort Rumänien Preislich im oberen Durch­schnitt
Über­zeu­gen­de Software mit prak­ti­schen Tools

Tun­nel­Bear VPN

Tun­nel­Bear VPN ist ein ver­gleichs­wei­se kleiner Service, der seit 2011 verfügbar ist und haupt­säch­lich in Kanada betrieben wird. Im März 2018 wurde bekannt, dass Tun­nel­Bear von McAfee gekauft wurde, was zunächst keine Kon­se­quen­zen für die Nutzer haben wird. Der größte Un­ter­schied zur Kon­kur­renz ist, dass man Tun­nel­Bear kostenlos nutzen kann, sofern man die 500 MB Da­ten­vo­lu­men im Monat nicht über­schrei­tet. Für Traffic, der jenseits dieser Grenze liegt, müssen Sie al­ler­dings zahlen. Tun­nel­Bear ist somit ein Freemium-VPN-Anbieter. Doch was taugt er?

Das Angebot an über 400 an­steu­er­ba­ren Servern, die in 20 ver­schie­de­nen Staaten in Nord­ame­ri­ka, Süd­ame­ri­ka, Europa und Asien stehen, ist im Vergleich zur Kon­kur­renz eher über­schau­bar. Die Ver­schlüs­se­lungs­tech­nik nach dem AES-Standard (256 Bit) ist bewährt und gilt als äußerst sicher. Tun­nel­Bear be­auf­trag­te für die Über­prü­fung seiner Si­cher­heit eigens das Berliner Un­ter­neh­men Cure53, das den VPN-Anbieter als sicher einstufte.

Auffällig ist die hübsche, bunte Be­nut­zer­ober­flä­che der Software, die darüber hinaus mit nütz­li­chen Tools da­her­kommt. Tun­nel­Bear ist für Windows, macOS, iOS und Android verfügbar. Al­ler­dings sind die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten des VPN-Servers eher mau, so können Sie etwa keine Server in­di­vi­du­ell ansteuern, sobald Sie sich für ein Zielland ent­schie­den haben. Eine höhere Fle­xi­bi­li­tät wäre aber gerade hier sinnvoll, weil Tun­nel­Bear dafür bekannt ist, die eigene In­ter­net­ge­schwin­dig­keit auf­fäl­li­ger zu drosseln als die Kon­kur­renz. Das scheint zumindest teilweise abhängig vom zu­ge­wie­se­nen Server zu sein.

Leider bedeuten die fehlenden Mög­lich­kei­ten zur Kon­fi­gu­ra­ti­on, dass Tun­nel­Bear nur über Umwege auf Smart-TVs und Spiel­kon­so­len an­ge­steu­ert werden kann. Daher eignet sich der Dienst weniger für Nutzer, die mit mehreren Geräten einen VPN-Server nutzen möchten. Tun­nel­Bear ist für den In­ter­net­zu­griff per Computer, Mac oder Mo­bil­te­le­fon nut­zer­freund­lich und in der Praxis pro­blem­los ein­zu­rich­ten. Sind Sie dann noch mit 500 MB ver­schlüs­sel­tem Traffic im Monat zufrieden, ist Tun­nel­Bear als kos­ten­lo­se Software rundum zu empfehlen. Das ist aber nicht unbedingt rea­lis­tisch; in der heutigen Zeit sind 500 MB schnell ver­braucht, selbst wenn Sie auf einen geringen Da­ten­ver­brauch achten.

Tun­nel­Bear ist in der kos­ten­lo­sen Version also nur stark ein­ge­schränkt nutzbar. Dafür ist die Be­zahl­ver­si­on des Anbieters gegenüber der Kon­kur­renz ver­hält­nis­mä­ßig günstig, vor allem im flexiblen Mo­nats­abon­ne­ment:

  • Monatlich kostet der Tun­nel­Bear VPN-Service um die 9,50 Euro.
  • Kaufen Sie Tun­nel­Bear sofort für ein ganzes Jahr, fallen etwa 55 Euro an, also etwas weniger als 5 Euro im Monat.
Vorteile Nachteile
Kostenlos nutzbar bei einem mo­nat­li­chen Da­ten­vo­lu­men von 500 MB Eher geringe Ser­ver­aus­wahl
Die Be­zahl­ver­si­on ist relativ günstig Geringe Fle­xi­bi­li­tät bei der Ser­ver­wahl; Server nicht in­di­vi­du­ell an­steu­er­bar
Gute Software, ak­zep­ta­ble Ge­schwin­dig­keit Übernahme durch McAfee lässt die Zukunft von Tun­nel­Bear im Unklaren
Sicheres Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren, zer­ti­fi­zier­te Si­cher­heit Wenige Kon­fi­gu­ra­ti­ons­op­tio­nen, was Tun­nel­Bear für einige Geräte un­zu­gäng­lich macht

Ex­pressVPN

Bei Ex­pressVPN ist der Name angeblich Programm, bewirbt sich der Anbieter doch als der „schnells­te“ VPN-Service auf dem Markt. Das Un­ter­neh­men hat seinen Sitz auf den Bri­ti­schen Jung­fern­in­seln und entgeht damit u. a. dem ame­ri­ka­ni­schen und dem eu­ro­päi­schen Recht. Dadurch können Sie sich als Nutzer sicher sein, dass Ihre Daten nicht an staat­li­che Behörden geraten. Das ist jedoch ein zwei­schnei­di­ges Schwert, denn so können auch Straf­ta­ten effektiv ver­schlei­ert werden. Ex­pressVPN sieht sich daher auch ständiger Kritik aus­ge­setzt. Preislich ist der Service im teuren Bereich ein­zu­stu­fen. Doch wie schneidet Ex­pressVPN im sonstigen Vergleich zur Kon­kur­renz ab?

Auf der tech­ni­schen Seite weiß Ex­pressVPN zu be­ein­dru­cken: Die über 900 VPN-Server stehen in 148 ver­schie­de­nen Staaten, womit der Anbieter mit die größte Fle­xi­bi­li­tät bei der Ser­ver­aus­wahl er­mög­licht. Die bran­chen­üb­li­che AES-Ver­schlüs­se­lung (256 Bit) schützt jede Ver­bin­dung mit einer bewährten Ver­schlüs­se­lungs­me­tho­de. Ex­pressVPN ver­si­chert den Nutzern, keinerlei Logs zu führen.

Die Software ist für Windows, macOS, iOS und Android er­hält­lich und punktet mit einer schnellen Ein­rich­tung und Ver­bin­dung zum VPN-Server. Darüber hinaus stehen prak­ti­sche manuelle Kon­fi­gu­ra­ti­ons­op­tio­nen bereit, mit deren Hilfe Sie einen de­di­zier­ten VPN-Server direkt ansteuern. Das dürfte auch den Service für die meisten Smart-TVs und Spiel­kon­so­len er­mög­li­chen. Funk­ti­ons­tech­nisch überzeugt die Software, ohne mit einem wirklich ge­lun­ge­nen Design zu glänzen.

Her­vor­zu­he­ben ist al­ler­dings die Vielfalt an Optionen: Sie können den zuletzt genutzten Server anwählen, eine au­to­ma­ti­sche Suche je nach Standort starten und eine Fa­vo­ri­ten­lis­te für die besten Server führen. Leider geizt Ex­pressVPN bei der Ser­ver­lis­te mit wichtigen In­for­ma­tio­nen, etwa zur Aus­las­tung der Server. Löblich ist hingegen das „Network Lock“-Feature, das sofort die In­ter­net­an­bin­dung un­ter­bricht, sollte die Ver­bin­dung zum VPN-Server gestört sein oder abbrechen.

Doch wie verhält es sich mit der an­ge­prie­se­nen Ge­schwin­dig­keit? Die meisten Berichte führen hohe Download-Ge­schwin­dig­kei­ten an, wobei der Upload dieses Niveau nicht halten kann. Mit Downloads von 70–90 Mbit/s wird Ex­pressVPN seinem Namen al­ler­dings mehr als gerecht, weil dadurch selbst HD-Streams flüssig laufen dürften. Einzig beim Ver­bin­dungs­auf­bau zum VPN-Server scheint es häufiger zu War­te­zei­ten von bis zu 10 Sekunden zu kommen. Hält Ex­pressVPN danach aber die Ver­bin­dung und die hohe Download-Ge­schwin­dig­keit konstant, dürfte dieses Manko kaum ins Gewicht fallen.

Ex­pressVPN fällt im Vergleich zur Kon­kur­renz etwas preis­in­ten­si­ver aus. Zwar ist der Preis des mo­nat­li­chen Abon­ne­ments (um die 12,50 Euro) etwa auf dem Niveau der anderen Anbieter, jedoch schwä­chelt Ex­pressVPN bei der Ra­bat­tie­rung: Das Jah­res­abon­ne­ment ist mit um die 90 Euro deutlich teurer als die Angebote der Kon­kur­renz. Der Nutzer spart schlicht weniger Geld, wenn er sich für das Jah­res­mo­dell ent­schei­det.

Vorteile Nachteile
Sehr hohe Download-Ge­schwin­dig­keit Teilweise langsamer Ver­bin­dungs­auf­bau
Viel­fäl­ti­ge Ser­ver­aus­wahl Jah­res­abon­ne­ment ist sehr teuer
Manuelle Kon­fi­gu­ra­ti­on möglich
Or­dent­li­che Software mit prak­ti­schen Zu­satz­fea­tures

Hotspot Shield VPN

Hotspot Shield Mit dem Hauptsitz in den USA unterhält Hotspot Shield eine nicht bekannte Anzahl von VPN-Servern an 25 ver­schie­de­nen Stand­or­ten. Ob diese Server von Hotspot Shield selbst betrieben werden oder gemietet sind, ist nicht hin­rei­chend geklärt. Die Nutzer können also nicht sicher sein, dass ihre An­mel­de­da­ten nicht bei Dritten landen. Hin­sicht­lich reeller Nut­zungs­da­ten ist die Da­ten­si­cher­heit somit zwei­fel­haft. Ver­mut­lich in diesem In­for­ma­ti­ons­va­ku­um sind die Spe­ku­la­tio­nen ent­stan­den, Hotspot Shield würde eng mit ame­ri­ka­ni­schen Or­ga­ni­sa­tio­nen wie NSA und FBI zu­sam­men­ar­bei­ten, die diese Server teilweise zur Verfügung stellen würden.

Hotspot Shield bietet seine Software für Windows, Android, macOS und iOS an. Eine manuelle Kon­fi­gu­ra­ti­on, z. B. für Router und Spiel­kon­so­len, ist leider nicht möglich – ent­spre­chen­de Optionen sind praktisch nicht vorhanden. Hotspot Shield VPN erlaubt die simultane Nutzung von bis zu drei Geräten und ist auch in diesem Bereich schwächer als die Kon­kur­renz. Der Zugriff auf die großen Streaming-Anbieter funk­tio­niert jedoch rei­bungs­los und ver­schlei­ert effektiv den Standort des Nutzers. Mit der Ver­schlüs­se­lungs­me­tho­de OpenVPN ist Hotspot Shield auch auf dem neuesten Stand. Die größte Stärke ist wohl die Ge­schwin­dig­keit des Services, so dürfte die In­ter­net­ver­bin­dung minimal be­ein­träch­tigt werden.

Insgesamt verfügt die Software aber über keine nen­nens­wer­ten Features, die den Service von der Kon­kur­renz abheben könnten. Zwar ist die Ba­sis­nut­zung der VPN-Server beim Web­brow­sing angenehm und schnör­kel­los, aber darüber hinaus wären weitere Schutz­me­cha­nis­men gegen spe­zi­fi­sche An­griffs­mus­ter wün­schens­wert. Bei­spiels­wei­se sind weder Ihre IP noch Ihre Login-Daten in Windows spe­zi­fisch geschützt. Auch die Anbindung von TOR ist aus­ge­schlos­sen. Hotspot Shield VPN erledigt seine Haupt­auf­ga­be sehr gut, aber die Kon­kur­renz ist dem ame­ri­ka­ni­schen Anbieter in Sachen Funk­ti­ons­um­fang einfach enteilt.

Nutzer von Hotspot Shield VPN können keine Server direkt ansteuern, sondern werden zunächst immer mit einem ame­ri­ka­ni­schen Server verbunden, bevor sie einen de­di­zier­ten Server mitsamt Standort auswählen können. Das bedeutet konkret, dass jede Ver­bin­dung zu diesem VPN-Service mit dem Haupt­ser­ver in den USA anfängt. Diese Tatsache befeuert die Spe­ku­la­tio­nen, die Hotspot Shield un­ter­stel­len, sie würden ame­ri­ka­ni­schen Re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen Tür und Tor öffnen. Sogar von einem Über­wa­chungs­tro­ja­ner, der angeblich selbst nach der De­instal­la­ti­on der Software weiterhin das be­trof­fe­ne Gerät ausspäht, ist die Rede. All das mindert das Vertrauen in den Anbieter, das für diese Art Service elementar ist.

Hotspot Shield VPN ist sieben Tage lang kostenlos nutzbar. Darüber hinaus gewährt der Anbieter 30 Tage lange Geld-zurück-Garantie, sollte Ihnen der Service nicht zusagen. Preislich bewegt sich Hotspot Shield al­ler­dings im ver­gleichs­wei­se teuren Bereich:

  • Bei einem mo­nat­li­chen Abon­ne­ment bezahlen Sie um die 16 Euro.
  • Wenn Sie sich Hotspot Shield für 6 Monate im Voraus sichern, bezahlen Sie monatlich etwa 11 Euro.
  • Am güns­tigs­ten ist Hotspot Shield, wenn Sie sich den Service für ein ganzes Jahr sichern, und zwar um die 7 Euro pro Monat.
Vorteile Nachteile
Sehr schnelle Ver­bin­dung Si­cher­heits­tech­nisch be­denk­li­che Ge­schäfts­prak­ti­ken; Ko­ope­ra­ti­on mit ame­ri­ka­ni­schen Re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen wird vermutet
Modernste Ver­schlüs­se­lung Mit der teuerste VPN-Anbieter auf dem Markt
Ein­steig­er­freund­li­che Software Software hat eine blasse Feature-Palette
Geringe Ser­ver­aus­wahl; Ver­bin­dung startet immer in den USA
Nur drei Geräte gleich­zei­tig
Speichert An­mel­de­da­ten und mög­li­cher­wei­se Nut­zer­da­ten
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