Kom­mer­zi­el­le Software erfordert zur Ak­ti­vie­rung in vielen Fällen die Eingabe eines Product Keys. Damit bestätigt man, dass man eine gültige Lizenz für die Nutzung besitzt. Auch Microsoft setzt bei seinen Be­triebs­sys­te­men seit jeher auf eine Ak­ti­vie­rung per Product Key. Will man Windows neu in­stal­lie­ren, muss man deshalb die Se­ri­en­num­mer eingeben. Aber wie findet man den Product Key?

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Was ist ein Product Key?

Bevor das Internet weit ver­brei­tet war, hat man Software auf phy­si­ka­li­schen Spei­cher­me­di­en wie CDs oder Disketten gekauft. Von diesen konnte man die Programme in­stal­lie­ren und dann benutzen. Doch da die Spei­cher­me­di­en oft kopiert oder an Freunde und Bekannte aus­ge­lie­hen wurden, haben Software-Her­stel­ler jede verkaufte Kopie mit einer in­di­vi­du­el­len Nummer versehen. Nur wenn der verkaufte Key ein­ge­ge­ben wird, kann die Software auch genutzt werden.

Mitt­ler­wei­le wird die meiste Software zum Download angeboten und die Zeit, als der Product Key auf eine CD- oder DVD-Hülle gedruckt wurde, ist lange vorbei. Da Be­triebs­sys­te­me meist vor­in­stal­liert sind, wenn man einen Desktop-PC oder Laptop kauft, ist es auch zunächst nicht mehr nötig, den Product Key zu wissen. Wer jedoch die Fest­plat­te aufgrund von Schad­soft­ware oder aus Per­for­mance-Gründen for­ma­tie­ren will, muss bei der Windows-7-Neu­in­stal­la­ti­on den Product Key eingeben, um das Be­triebs­sys­tem an­schlie­ßend wieder nutzen zu können.

Tip

Wie Sie ihren Mi­cro­sosft Office-Key auslesen können, finden Sie in unserem Artikel zu diesem Thema.

Wie kann man die Windows-7-Lizenz auslesen?

Um den Windows 7 Key auslesen zu können, braucht man keine zu­sätz­li­che Software. Die Li­zenz­num­mer findet man in einer Datei, die man einfach auslesen kann. Hierfür öffnet man zunächst das Startmenü und gibt in der Such­leis­te „regedit“ ein.

In dem Fenster, dass sich öffnet, sieht man die Re­gis­trie­rungs­da­ten­bank von Windows. Darin speichert Windows alle wichtigen Ein­stel­lun­gen des Be­triebs­sys­tems und in­stal­lier­ter Programme. Man kann die Werte innerhalb der Datenbank einsehen und auch be­ar­bei­ten, jedoch sollte man keine Werte ändern, wenn man die Aus­wir­kung nicht kennt.

In dem Fenster werden auf der linken Seite fünf Ordner unter dem Icon „Computer“ angezeigt. Wählen Sie den Ordner „HKEY_LOCAL_MACHINE“ aus.

In diesem Ordner sind alle Ein­stel­lun­gen zur globalen Windows-In­stal­la­ti­on hin­ter­legt. Wenn der Computer von mehreren Personen mit ver­schie­de­nen An­mel­de­kon­ten genutzt wird, so sind hier die Ein­stel­lun­gen ver­zeich­net, die für alle gleich sind. Darunter fallen Daten zu an­ge­schlos­se­nen Geräten, In­for­ma­tio­nen zum Be­triebs­sys­tem und den ver­schie­de­nen Updates sowie Daten und In­for­ma­tio­nen für Software, die für alle Benutzer frei­ge­ge­ben ist.

Wenn Sie „HKEY_LOCAL_MACHINE“ aus­ge­wählt haben, werden sich ver­schie­de­ne Un­ter­ord­ner öffnen. Wählen Sie zunächst den Un­ter­ord­ner „SOFTWARE“ aus.

In diesem Ordner sind Ein­stel­lun­gen zu den ver­schie­de­nen Pro­gram­men, aber auch für das Be­triebs­sys­tem an sich ge­spei­chert. Gehen Sie nun in den Un­ter­ord­ner „Microsoft“ und drücken Sie an­schlie­ßend [Strg] + [F].

Mit dieser Tas­ten­kom­bi­na­ti­on öffnen Sie ein Such­fens­ter, mit dem Sie den aus­ge­wähl­ten Ordner „Microsoft“ durch­su­chen. In das Such­fens­ter geben Sie das Wort „Pro­duct­Key“ ein und wählen aus, dass Schlüssel, Werte und Daten angezeigt werden sollen.

In der Re­gis­trie­rungs­da­ten­bank wird sich daraufhin das Fenster mit dem Product Key öffnen. Neben dem Namen „ProductId“ finden Sie die Se­ri­en­num­mer. Der Windows 7 Product Key besteht aus einer will­kür­li­chen Zif­fern­fol­ge, die in vier jeweils durch einen Bin­de­strich getrennte Ab­schnit­te ge­glie­dert ist.

Den Li­zenz­schlüs­sel sollte man am besten auf­schrei­ben und gut auf­be­wah­ren. Wer Windows 7 neu in­stal­lie­ren möchte oder muss, muss den Product Key eingeben, um die normalen Funk­tio­nen des Be­triebs­sys­tems weiter zu nutzen. Dies kann besonders dann sehr wichtig sein, wenn einige Kom­po­nen­ten des Computers be­schä­digt sind und Windows nach dem Austausch neu in­stal­liert werden muss.

Tipp

Sollte der Computer nicht mehr richtig starten und Sie müssen das Be­triebs­sys­tem neu in­stal­lie­ren, ist es zu spät, um die Windows-7-Se­ri­en­num­mer aus­zu­le­sen. Deshalb schreiben Sie sich die wichtige Nummer am besten direkt auf und verwahren Sie die Notiz gut. Manche Com­pu­ter­her­stel­ler nehmen Ihnen diesen Schritt al­ler­dings ab und plat­zie­ren einen ent­spre­chen­den Aufkleber mit der Li­zenz­num­mer auf der Hardware. Ein Blick unter oder in das Gerät lohnt sich also.

Bedenken Sie bei einer Neu­in­stal­la­ti­on auch, dass der Microsoft-Support für Windows 7 aus­ge­lau­fen ist. Ein Umstieg auf Windows 8 oder 10 könnte für Sie die sicherere Al­ter­na­ti­ve sein.

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