Die freie Markt­wirt­schaft wird von Angebot und Nachfrage bestimmt wie von kaum einer anderen Größe. Ist das Angebot größer als die Nachfrage, sinken die Preise. Im schlimms­ten Fall haben Un­ter­neh­men dann Schwie­rig­kei­ten, ihre Waren und Dienst­leis­tun­gen ge­winn­brin­gend zu verkaufen. Umgekehrt führt ein zu geringes Angebot zu stei­gen­den Preisen und Ver­brau­cher können sich das ge­wünsch­te Produkt nicht mehr leisten. In beiden Fällen reguliert sich der Markt in der Regel von selbst. Der genaue Zu­sam­men­hang wird deutlich, wenn man Angebot und Nachfrage in einem Diagramm dar­ge­stellt.

Was ist Angebot und Nachfrage? De­fi­ni­ti­on und Er­läu­te­rung

„Angebot“ ist der wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­che Begriff für alle auf dem freien Markt ver­füg­ba­ren Güter und Dienst­leis­tun­gen, die Han­dels­part­ner im Tausch gegen Geld, Sachgüter oder andere Dienst­leis­tun­gen erwerben können. Oft denkt man dabei zuerst an Kon­sum­gü­ter (wie man sie ty­pi­scher­wei­se in den Auslagen von Ge­schäf­ten findet), doch der Begriff wird in einem viel weiteren Sinne gebraucht und auch auf Ar­beits­kraft, Gü­ter­ver­kehr, Währungen, Rohstoffe usw. an­ge­wen­det.

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De­fi­ni­ti­on

Das Angebot ist die Ge­samt­men­ge vor­han­de­ner Güter und Dienst­leis­tun­gen am freien Markt. Die Nachfrage hingegen ist die Ge­samt­men­ge vor­han­de­ner Güter und Dienst­leis­tun­gen, die nötig ist, um den tat­säch­li­chen Bedarf auf dem freien Markt ab­zu­de­cken.

Die „Nachfrage“ ist der Kom­ple­men­tär­be­griff zum Angebot. Er be­zeich­net den tat­säch­li­chen Bedarf an be­stimm­ten Gütern oder Dienst­leis­tun­gen bei po­ten­zi­el­len Han­dels­part­nern wie Un­ter­neh­men und Haus­hal­ten.

Tipp

Bevor man damit beginnt, ein Produkt zu ent­wi­ckeln, sollte man den grund­sätz­li­chen Bedarf ermitteln, da dieser auch die Nachfrage bestimmt. Denn die Annahme, dass sich ein Bedarf künstlich durch Marketing erzeugen lässt, ist ein Trug­schluss. Besteht kein Bedarf, dann werden Sie mit Ihrem Angebot auch keinen Gewinn erzielen. Hier ist zu un­ter­schei­den zwischen dem grund­sätz­li­chen Bedarf nach etwas und dem Wunsch nach einem ganz konkreten Produkt. Ein Beispiel: Zu trinken, ist ein Grund­be­dürf­nis. Die Kon­kre­ti­sie­rung dieses Be­dürf­nis­ses („Ich möchte leckere Limonade der Marke Bei­spiel­trunk trinken.“), ist hingegen ein Wunsch. Doch nur, wenn bereits ein grund­sätz­li­cher Bedarf besteht, können Sie durch die Werkzeuge des Marketing-Mix die konkreten Wünsche der Kon­su­men­ten be­ein­flus­sen.

Das Zu­sam­men­spiel von Angebot und Nachfrage

Es besteht ein direkter Zu­sam­men­hang zwischen Angebot und Nachfrage, denn meist steigt das Angebot, wenn die Nachfrage hoch ist. Zunächst herrscht ein so­ge­nann­ter Nach­fra­ge­über­hang, wenn der Bedarf mit dem aktuell ver­füg­ba­ren Angebot nicht voll­stän­dig bedient werden kann. Das führt zu einem Anstieg des Markt­prei­ses, weswegen dann mehr Un­ter­neh­men das jeweilige Gut anbieten, weil sich damit (zumindest zu ent­spre­chen­den Zeitpunkt) viel Geld einnehmen lässt.

In­fol­ge­des­sen kehrt sich der Effekt häufig um, denn je teurer ein Produkt oder eine Dienst­leis­tung sind, umso weniger werden sie nach­ge­fragt, da sich die In­ter­es­sen­ten nach güns­ti­ge­ren Al­ter­na­ti­ven umschauen. Auf diese Weise entsteht dann ein An­ge­bots­über­hang. Der Markt­preis sinkt bis das ent­spre­chen­de Han­dels­gut so günstig ist, dass das Interesse der Käufer und damit auch die Nachfrage wieder steigen.

Das In­ein­an­der­grei­fen von Angebot und Nachfrage ver­deut­licht das un­ten­ste­hen­de Diagramm:

An dem Punkt, an dem sich An­ge­bots­kur­ve und Nach­fra­ge­kur­ve treffen, ist das Ver­hält­nis von Angebot und Nachfrage voll­kom­men aus­ge­gli­chen. Es wird exakt so viel pro­du­ziert, wie gebraucht wird, und sowohl Markt­preis als auch Pro­duk­ti­ons­men­ge bleiben stabil. Es herrscht das so­ge­nann­te Markt­gleich­ge­wicht, das al­ler­dings nur eine theo­re­ti­sche Größe ist. In der Realität wechseln sich Nachfrage- und An­ge­bots­über­hang immer wieder ab. Dieses Phänomen wird häufig mit dem Satz „Der Markt reguliert sich selbst.“ be­schrie­ben.

In diesem Video werden die Begriffe und ihr Zu­sam­men­spiel an­schau­lich erklärt:

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Die Bedeutung von Angebot und Nachfrage im Un­ter­neh­mens­all­tag

Angebot und Nachfrage haben große Bedeutung für die Zu­kunfts­pla­nung von Un­ter­neh­men. Un­ab­hän­gig davon, ob es darum geht, neue Produkte oder Dienst­leis­tun­gen an­zu­bie­ten, oder ob der Busi­ness­plan für eine Un­ter­neh­mens­grün­dung erstellt werden soll – die aktuellen Be­dürf­nis­se des Marktes (Nachfrage) sowie die tat­säch­li­che Situation (Angebot) ent­schei­den über Erfolg oder Miss­erfolg.

Tipp

Der Busi­ness­plan für die Neu­grün­dung eines Un­ter­neh­mens sollte immer auf Grundlage einer sorg­fäl­ti­gen Markt­ana­ly­se erstellt werden. Dabei bildet die korrekte Ein­schät­zung von Angebot und Nachfrage die Basis einer er­folg­ver­spre­chen­den Ge­schäfts­idee.

Es gibt ver­schie­de­ne Methoden, um diese beiden Größen für ein be­stimm­tes Produkt zu ana­ly­sie­ren. Bewährt haben sich Markt­for­schungs­stu­di­en, Kun­den­be­fra­gun­gen sowie die be­triebs­wirt­schaft­li­che Analyse von Preis­ent­wick­lung und Pro­duk­ti­ons­zah­len.

Tipp

Bei der Ent­wick­lung eines so­ge­nann­ten Minimum Viable Product (MVP) wird das jeweilige Produkt so gestaltet, dass es exakt auf die Be­dürf­nis­se der Ziel­grup­pe ab­ge­stimmt ist. Die Nachfrage wird dabei parallel zur (Weiter-)Ent­wick­lung durch Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Nutzern in Erfahrung gebracht.

Das MVP hat sich vor allem für Start-ups und Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men bewährt, die statt auf lang­wie­ri­ge Analysen lieber auf die Zu­sam­men­ar­beit mit ihren po­ten­zi­el­len Kunden setzen. Das MVP ist ein Produkt, was nur weit genug ent­wi­ckelt wird, um rei­bungs­los zu funk­tio­nie­ren (es soll den ver­mu­te­ten Bedarf also be­frie­di­gen, aber es soll noch nicht darauf hin­ge­ar­bei­tet werden, die Er­war­tun­gen zu über­tref­fen). Nachdem es auf dem Markt er­hält­lich ist, zeichnet sich ab, ob es von der Ziel­grup­pe an­ge­nom­men wird. Die Kunden können dann Be­wer­tun­gen, Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge und Wünsche äußern, mit deren Hilfe das Produkt per­fek­tio­niert und so gut wie möglich auf die Nachfrage ab­ge­stimmt wird.

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