Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on ist ein nicht zu un­ter­schät­zen­der Wirt­schafts­fak­tor. Mo­ti­vier­te Ar­beit­neh­mer leisten mehr und bescheren ihrem Un­ter­neh­men so mehr Umsatz. Die Mo­ti­va­ti­on hängt dabei stark mit der Bindung der je­wei­li­gen Person an das Un­ter­neh­men zusammen. Eine fehlende Bindung macht sich teils deutlich bemerkbar: Laut dem Be­ra­tungs­un­ter­neh­men Gallup, das seit 2001 Studien zur Mit­ar­bei­ter­bin­dung durch­führt, büßte die deutsche Wirt­schaft bis 2016 zwischen 76 und 99 Mil­li­ar­den Euro jährlich ein – weil es Un­ter­neh­men nicht gelinge, ihre Mit­ar­bei­ter emotional zu binden.

Dabei verfügen gerade kleine und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men – die den Großteil der deutschen Wirt­schaft stellen – über Struk­tu­ren, die es erlauben, kos­ten­güns­tig Mit­ar­bei­ter zu mo­ti­vie­ren. Bei den meisten fehlt es jedoch an durch­schla­gen­den Stra­te­gien. Nur, wer Mo­ti­va­ti­on als psy­cho­lo­gi­sches Konzept richtig versteht und mo­ti­vie­ren­de Methoden in der Praxis un­ver­fälscht anwendet, kann seine Mit­ar­bei­ter und somit sein Un­ter­neh­men zum Erfolg führen.

Was ist Mo­ti­va­ti­on?

Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on ist ein Begriff aus der Wirt­schafts­wis­sen­schaft. Das Konzept der Mo­ti­va­ti­on an sich kommt aus der Psy­cho­lo­gie. In Bezug auf Mit­ar­bei­ter wurde es seit den 1890er Jahren aber auch in öko­no­mi­schen Fach­krei­sen un­ter­sucht, denn es spielt eine wichtige Rolle als Wachstums- und In­no­va­ti­ons­fak­tor. Um über Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on sprechen zu können, muss zuerst der Begriff Mo­ti­va­ti­on geklärt werden

De­fi­ni­ti­on: Mo­ti­va­ti­on in der Psy­cho­lo­gie

Mo­ti­va­ti­on kann nicht gemessen oder direkt be­ob­ach­tet werden. Das Konzept be­schreibt einen We­sens­zu­stand, der Menschen dazu ver­an­lasst, ihre Kraft und Zeit in das Verfolgen eines Ziels zu in­ves­tie­ren. Je höher die Mo­ti­va­ti­on, umso wahr­schein­li­cher ist es, dass die Person mit dauerhaft gleich­blei­ben­der oder stei­gen­der Kraft auf das Ergebnis hin­ar­bei­tet. Mo­ti­va­ti­on ist also die Kraft, die ein Verhalten anstößt und auf Kurs hält.

Der Grad der Mo­ti­va­ti­on richtet sich danach, als wie wirksam eine Person ihre gewählte Handlung ansieht. Wer sich ohn­mäch­tig sieht, sein Ziel zu erreichen, verliert Mo­ti­va­ti­on. Das Handeln kann sich entweder auf ein Ziel zubewegen oder davon entfernen. Die jeweilige Handlung wird also danach gewählt, ob man ein positives Ziel erreichen oder einen negativen Zustand abwenden will. Belohnung und Strafe be­ein­flus­sen teilweise die Mo­ti­va­ti­on.

Für die Ursachen der Mo­ti­va­ti­on haben sich zwei Er­klä­rungs­kon­zep­te über die Jahre gehalten. Ein bio­lo­gisch-de­ter­mi­nis­ti­scher Ansatz geht davon aus, dass Instinkte und äußere Einflüsse den Menschen steuern. Die ge­gen­tei­li­ge These erklärt den Menschen zum voll­kom­men freien Wesen, der allein durch seine Hand­lungs­fä­hig­keit vermag, seine Mo­ti­va­ti­on zu steuern. Beide Grund­ge­dan­ken können nicht alle Aspekte des Themas gänzlich er­schlie­ßen. In der modernen Psy­cho­lo­gie nutzt man daher in der Regel beide Ansätze, je nachdem, welcher im gegebenen Kontext sinnvoll ist.

Nicht zu ver­wech­seln mit der Mo­ti­va­ti­on ist das Motiv. Als Begriff in der Psy­cho­lo­gie steht es – im Gegensatz zur Mo­ti­va­ti­on – nicht für einen wan­del­ba­ren Zustand, sondern für ver­gleichs­wei­se stabile Ei­gen­schaf­ten der mensch­li­chen Per­sön­lich­keit. Man geht davon aus, dass Motive in der Regel im Un­ter­be­wuss­ten die all­ge­mei­nen Neigungen steuern, die eine gewisse Le­bens­wei­se ausprägen. Motive sind entweder angeboren (biogen) oder erworben (soziogen).

Mo­ti­va­ti­ons­fak­to­ren können ex­trin­si­scher oder in­trin­si­scher Natur sein.

In­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on

Die in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on erwächst aus dem Inneren. Die handelnde Person benötigt keine äußeren Anreize, um auf ein Ergebnis zu­zu­ar­bei­ten. Die Handlung an sich bewegt die Person dazu, mit eben dieser Tätigkeit fort­zu­fah­ren. Die in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on steckt also in der Aus­füh­rung selbst. Aufgrund der eigenen Motive hat die Person an dieser spe­zi­el­len Tätigkeit Interesse, viel­leicht sogar Spaß oder ist einfach neugierig auf das Ergebnis.

Häufig bringen Mit­ar­bei­ter bereits eine in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on für ihre Arbeit mit. Die Grund­pfei­ler der in­trin­si­schen Mo­ti­va­ti­on sind:

  • Er­folgs­er­war­tung
  • Neugier
  • positive Emotion gegenüber der Sache als Anreiz

Eine Person bewirbt sich für eine Stelle oder übernimmt eine Aufgabe, weil sie sich vor­stel­len kann, eine Tätigkeit aus­dau­ernd und intensiv zu betreiben. Zum Beispiel ent­schei­det sich eine junge In­for­ma­tik-Ab­sol­ven­tin für eine Trainee-Stelle als IT-Prüferin, weil sie gerne genau arbeitet und Fehler findet. Sie verbindet also eine positive Emotion mit der Arbeit und ist neugierig auf die sich stel­len­den Her­aus­for­de­run­gen. Die Trainee-Stelle eignet sich für einen Einstieg, da die Er­folgs­er­war­tung, etwas Neues zu lernen und für höhere Po­si­tio­nen vor­be­rei­tet zu werden, erfüllbar ist.

Wichtig für in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on ist ein Gefühl der Wirk­sam­keit. Hat eine Handlung für eine Person einen Selbst­zweck, ist sie auch mit dem Gefühl verbunden, damit etwas zu bewirken (für sich selbst, aber ggf. auch für andere). Gefühle der Ohnmacht (egal, was man tut, nichts ändert sich) oder der Sinn­lo­sig­keit (das, was man tut, ist unwichtig) hindern die in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on. In extremen Fällen können sie zu Burnout führen.

Ex­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on

Die ex­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on gibt äußere Anreize, eine Handlung aus­zu­füh­ren. Man un­ter­schei­det dabei die positive Ver­stär­kung, also Be­loh­nun­gen, und die negative Ver­stär­kung, also Strafen. Ob diese Ver­stär­kun­gen tat­säch­lich zu einer mo­ti­vier­ten Handlung führen, hängt davon ab, ob die be­trof­fe­ne Person diese Reize wahrnimmt. Zudem müssen die Reize auf das In­di­vi­du­um zu­ge­schnit­ten sein. Aufgrund ihrer Motive muss die Person die Reize als wertig an­er­ken­nen.

Wenn bei­spiels­wei­se ein Kind in der Schule für positives Verhalten einen Smiley in sein Haus­auf­ga­ben­heft ein­ge­tra­gen bekommt, um es stolz den Eltern zu prä­sen­tie­ren, erfüllt die Belohnung Ihren Zweck: Das Kind ist motiviert, sich weiterhin am Un­ter­richt zu be­tei­li­gen. Während ein Lob auch bei er­wach­se­nen Mit­ar­bei­tern eine positive Ver­stär­kung bewirken kann, würden sich viele von ihnen bei Anwendung eines Smiley-Systems veralbert vorkommen und dessen Wer­tig­keit an­zwei­feln.

Ex­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on ist ein Faktor, den Vor­ge­setz­te be­ein­flus­sen können. Negative Ver­stär­kung jedoch sollte man nur bei Fehl­ver­hal­ten anwenden. Es wäre nicht ziel­füh­rend, Mit­ar­bei­tern vor­sorg­lich mit Ur­laubs­kür­zung zu drohen, wenn Sie ein wichtiges Projekt nicht innerhalb einer Deadline schaffen. Statt­des­sen ist eine an­ge­brach­te Belohnung wie ein ge­mein­sa­mer Ausflug oder ein Tag mehr Urlaub ein besserer Anreiz. Denn schließ­lich muss die in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on erhalten bleiben, und das gelingt eben durch positive Gefühle gegenüber der Tätigkeit. Die drohende Be­stra­fung fördert eher Ängste und kann zu Ab­wehr­hal­tung führen.

In­trin­si­sche und ex­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on greifen in­ein­an­der

Die Ver­stär­kung durch äußere Reize kann nur von kurzer Dauer sein. Wer versucht, Mit­ar­bei­ter mit Boni zu mo­ti­vie­ren, wird nur über einen geringen Zeitraum eine Ver­hal­tens­än­de­rung bewirken. Be­stra­fun­gen können auf­tre­ten­des Fehl­ver­hal­ten durch Ab­schre­ckung un­ter­bin­den. Zum Beispiel kann der Hinweis auf eine drohende Abmahnung einen Mit­ar­bei­ter mo­ti­vie­ren, nicht ständig zu spät zu kommen. Die Be­stra­fung packt aber nicht das Problem bei der Wurzel. Warum kommt der Mit­ar­bei­ter häufig zu spät? Wahr­schein­lich fehlt es der Person an in­trin­si­scher Mo­ti­va­ti­on. Denn diese kann durch äußere Reize tor­pe­diert werden. Das passiert, wenn gewisse Grund­be­dürf­nis­se nicht erfüllt werden.

Anstatt dann mit Strafen zu drohen, kann es sinn­vol­ler sein, sich mit dem In­di­vi­du­um aus­ein­an­der­zu­set­zen. Ist das Ar­beits­kli­ma schlecht, weil der Vor­ge­setz­te den Mit­ar­bei­tern keine Hand­lungs­frei­heit zugesteht oder keine An­er­ken­nung für die ge­leis­te­te Arbeit zeigt, sinkt die Mo­ti­va­ti­on. Hier ver­mi­schen sich ex­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on und in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on. Ehrliche An­er­ken­nung, also ein externer Reiz, gibt der Person das Gefühl, dass ihre Hand­lun­gen wert­ge­schätzt werden. Hat die Handlung an sich einen Reiz für die Person, kann sie ihre in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on auf­recht­erhal­ten. Doch selbst der flei­ßigs­te Mit­ar­bei­ter wird de­mo­ti­viert, wenn er das Gefühl bekommt, die eigene An­stren­gung ist wertlos und seine Ar­beits­kraft trägt nichts zum Ziel des Un­ter­neh­mens bei.

Die ex­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on ist das Mittel der Ein­fluss­nah­me, das Vor­ge­setz­te und Un­ter­neh­mens­lei­tung aktiv nutzen können, um die in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on ihrer Mit­ar­bei­ter zu stärken. Experten der Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on gehen in­zwi­schen davon aus, dass fehlende in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on in den meisten Fällen von Fehlern im Füh­rungs­stil herrührt. Ob fehlende Trans­pa­renz, An­er­ken­nung oder Ge­stal­tungs­frei­heit: De­mo­ti­va­ti­on liegt häufig an äußeren Faktoren. Die gute Nachricht: Als Ge­schäfts­füh­rer oder Vor­ge­setz­ter haben Sie es in der Hand, das Be­triebs­kli­ma so zu gestalten, dass sich Ihre Mit­ar­bei­ter wohl fühlen und motiviert sind.

Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on definiert

Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on ist ein Begriff der Arbeits- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­psy­cho­lo­gie. Die Ar­beits­psy­cho­lo­gie ana­ly­siert Tä­tig­kei­ten psy­cho­lo­gisch, um diese zu bewerten und Ar­beits­pro­zes­se daraufhin aus­zu­ge­stal­ten. Ziel ist es, Kompetenz und Be­fä­hi­gung zum Handeln best­mög­lich zu fördern.

In diesem Kontext bestehen Par­al­le­len zum Begriff der Ar­beits­mo­ti­va­ti­on. Dieser befasst sich in­halt­lich mit den grund­sätz­li­chen Be­dürf­nis­sen, die erfüllt sein müssen, um motiviert zu arbeiten.

Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on hingegen ist die aktive Ein­fluss­nah­me auf Mit­ar­bei­ter, um sowohl deren Wohl­be­fin­den am Ar­beits­platz si­cher­zu­stel­len als auch ihr Verhalten so zu be­ein­flus­sen, dass sie möglichst en­thu­si­as­tisch auf die Un­ter­neh­mens­zie­le hin­ar­bei­ten. Das kann durch gleich­blei­ben­de Leistung oder eine Stei­ge­rung der Leistung geschehen. Auch eine grund­le­gen­de Änderung des der­zei­ti­gen Kurses kann an­ge­strebt werden, wenn das Leis­tungs­ver­hal­ten be­stimm­ter Mit­ar­bei­ter negative Er­geb­nis­se aufweist.

De­fi­ni­ti­on: Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on

Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on umfasst all jene Hand­lun­gen des Un­ter­neh­mens, die darauf abzielen, die Leis­tungs­be­reit­schaft der Mit­ar­bei­ter positiv zu be­ein­flus­sen. Das optimale Ergebnis ist eine ge­stei­ger­te oder gleich­blei­bend hohe Pro­duk­ti­vi­tät der Mit­ar­bei­ter sowie deren Ver­bun­den­heit mit den Un­ter­neh­mens­zie­len. In der Regel geht damit einher, dass sich die Mit­ar­bei­ter am Ar­beits­platz wohl­füh­len sollen.

Doch Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on ist ein um­kämpf­ter Begriff. An sich wird sein Vor­han­den­sein als positiv bewertet. Jedoch sind sich Experten weiterhin uneinig, wie man Mit­ar­bei­ter am besten motiviert – oder we­nigs­tens nicht de­mo­ti­viert. Denn ver­schie­de­ne Un­ter­su­chun­gen, so auch die erwähnte Gallup-Stu­di­en­rei­he, legen nah, dass Mit­ar­bei­ter in der Regel motiviert mit ihrer Arbeit beginnen. Von fi­nan­zi­el­len Be­weg­grün­den einmal abgesehen habe man sich schließ­lich für die Stelle ent­schie­den. Die Ar­beit­neh­mer ent­wi­ckeln sich erst zu Menschen, die nur Dienst nach Vor­schrift machen oder gar innerlich gekündigt haben, wenn direkte Vor­ge­setz­te und Ma­nage­ment sie durch feh­ler­haf­te Füh­rungs­me­tho­den de­mo­ti­vie­ren. Das besagt zumindest eine gängige These:

Zitat

„Ein Mangel an emo­tio­na­ler Mit­ar­bei­ter­bin­dung lässt sich in den al­ler­meis­ten Fällen auf Schwächen in der Un­ter­neh­mens­kul­tur und Defizite in der Per­so­nal­füh­rung zu­rück­füh­ren. Aus mo­ti­vier­ten Leuten werden Ver­wei­ge­rer, wenn ihre zentralen Be­dürf­nis­se bei der Arbeit ignoriert werden.“ – Marco Nink, Senior Practice Con­sul­tant von Gallup Deutsch­land, 2017, in einer Pres­se­mit­te­lung zur Studie „State of the Global Workforce

Laut Marco Nink kann Mo­ti­va­ti­on also verloren gehen, wenn gewisse Grund­be­dürf­nis­se der Ar­beit­neh­mer nicht erfüllt werden. Maßnahmen zur Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on können nur dann fruchten, wenn diese Grund­be­dürf­nis­se be­frie­digt sind. Dies­be­züg­lich sieht es laut der Gallup-Studie von 2016 gut aus. Die meisten der Ar­beit­neh­mer schätzten ihren Ar­beits­platz als genauso sicher (49 Prozent) wie oder sicherer (41 Prozent) als vor einem Jahr ein. 77 Prozent der Befragten gaben an, sie würde weiter arbeiten, auch wenn sie wegen eines be­trächt­li­chen Erbes nicht mehr arbeiten müssten.

Trotzdem verspüren nur 15 Prozent der Ar­beit­neh­mer in Deutsch­land eine enge Bindung zu ihrem Un­ter­neh­men. Die große Masse hat nur eine geringe oder gar keine Bindung. In Zeiten, in denen immer mehr Fle­xi­bi­li­tät von Ar­beit­neh­mern gefordert wird, viele selbst­stän­dig oder in Leih­ar­beit sind, ist das nicht ver­wun­der­lich. Doch fehlende Bindung zum Un­ter­neh­men weist eine Kor­re­la­ti­on mit man­geln­der Mo­ti­va­ti­on auf. Häufig nennen Mit­ar­bei­ter die gleichen Gründe für beide Sach­ver­hal­te:

  • schlechte Kom­mu­ni­ka­ti­on
  • fehlende Trans­pa­renz
  • wenig Agilität
  • eine nicht vor­han­de­ne Feh­ler­kul­tur

Mit­ar­bei­ter mit nur geringer oder ohne Bindung zum Un­ter­neh­men befinden sich häufig auf einem nied­ri­ge­ren Mo­ti­va­ti­ons­le­vel. Experten un­ter­schei­den hierbei drei Ab­stu­fun­gen:

  • Mit Herz und Hand: hoch­mo­ti­viert; enge Bindung
  • Dienst nach Vor­schrift: Mo­ti­va­ti­on so hoch wie das Gehalt und so lang wie die ver­trag­lich ver­ein­bar­te Ar­beits­zeit – auf die Minute; geringe Bindung
  • Innerlich gekündigt: sehr un­mo­ti­viert, kaum Ar­beits­leis­tung, Verhalten kann sich selbst oder der Firma schaden (Beispiel: ge­lang­weilt und unhöflich bei wichtigen Kun­den­ge­sprä­chen); keine Bindung

2016 lag die Zahl der Mit­ar­bei­ter mit geringer Bindung zum Un­ter­neh­men laut der Gallup-Studie in Deutsch­land bei 70 Prozent. Statt hoch­mo­ti­viert zu arbeiten, machten sie nur Dienst nach Vor­schrift. Obwohl die Mit­ar­bei­ter keine Bedenken wegen eines möglichen Ar­beits­platz­ver­lus­tes hatten, fehlten grund­le­gen­de Vor­aus­set­zun­gen, um ihre in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on hoch zu halten. Häufig lag das Problem in der Füh­rungs­qua­li­tät der Vor­ge­setz­ten. Wer es besser machen und sein Team beflügeln will, sollte auf die in­di­vi­du­el­len Be­dürf­nis­se der Mit­ar­bei­ter achten.

Mit­ar­bei­ter mo­ti­vie­ren: Der Mensch zählt

Mo­ti­vier­te Ar­beit­neh­mer mit Ver­bun­den­heit zum Un­ter­neh­men sind leis­tungs­be­rei­ter, in­no­va­ti­ver und stress­re­sis­ten­ter. Im Endeffekt führt das zu einem höheren Umsatz – durch­schnitt­lich etwa zehn Prozent mehr. Es gibt drei Ebenen, auf denen Ar­beit­ge­ber bzw. Vor­ge­setz­te einen Einfluss auf die Mo­ti­va­ti­on ihrer Mit­ar­bei­ter nehmen können:

  • Ma­te­ri­el­le Werte und im­ma­te­ri­el­le Benefits: Maßnahmen und Mittel, die direkt mit der Ar­beits­tä­tig­keit zu tun haben wie Ar­beits­zei­ten, monetäre Vergütung, Si­cher­heit und Sau­ber­keit des Ar­beits­plat­zes oder Ge­sund­heits­an­ge­bo­te
  • Psy­chi­sche Einflüsse: Verhalten, das das Ar­beits­kli­ma be­ein­flusst wie der Füh­rungs­stil der Vor­ge­setz­ten, die Zu­sam­men­set­zung des Teams, vor­beu­gen­de Maßnahmen gegen Mobbing
  • Der private Bereich: WorkLife-Balance er­mög­li­chen, Frei­zeit­an­ge­bo­te schaffen, Familie be­rück­sich­ti­gen

Der wich­tigs­te Punkt bei der Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on ist der Fokus auf den Mit­ar­bei­ter oder die Mit­ar­bei­te­rin als In­di­vi­du­um. Wie oben erwähnt, sehen Personen Anreize nur als wertig an, wenn sie diese subjektiv an­er­ken­nen. Zudem haben un­ter­schied­li­che Per­so­nen­ty­pen ganz un­ter­schied­li­che Grund­be­dürf­nis­se und Er­war­tun­gen an ihren Ar­beits­platz. Auch der aktuelle Grad der Mo­ti­va­ti­on und dessen Aus­rich­tung (Unheil abwehren oder positive Ziele verfolgen) variieren.

Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on: Grund­be­dürf­nis­se für ein gutes Ar­beits­kli­ma

Es ist noch immer gang und gäbe, Mit­ar­bei­ter durch In­cen­ti­ves zu mo­ti­vie­ren – also mit Boni, Fir­men­au­tos, Ver­güns­ti­gun­gen im Fitness-Studio oder der Kantine. Solche Anreize heben durchaus das Wohl­be­fin­den. Jedoch ist die tat­säch­li­che Ge­stal­tung der Ar­beits­tä­tig­keit we­sent­lich, um die in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on zu stärken. Das US-ame­ri­ka­ni­sche Wirt­schafts­ma­ga­zin Inc.com zitiert Studien aus den 1950er Jahren, die bereits belegten, dass Berufe mit ein­tö­ni­ger, einfacher Arbeit – etwa am Fließband – die Mo­ti­va­ti­on und die Pro­duk­ti­vi­tät der Ar­beit­neh­mer stark drosseln. Zudem stellten Sie erhöhte Fehl­zei­ten und Mit­ar­bei­ter­fluk­tua­ti­on fest. Aus diesen Er­kennt­nis­sen re­sul­tier­ten Maßnahmen, die man „Job En­lar­ge­ment“ (zu Deutsch: „Ar­beits­ver­grö­ße­rung“) nannte. Diese Er­kennt­nis­se finden auch heute wieder Anklang.

Job Design: In­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on durch Ar­beits­ge­stal­tung

Job En­lar­ge­ment ist einer von vier Ansätzen, die davon ausgehen, dass man durch die Aus­ge­stal­tung der Ar­beits­tä­tig­keit entweder die Pro­duk­ti­vi­tät oder die Mo­ti­va­ti­on steigern kann. Diese Methode nennt sich Job Design. Die Art, wie Arbeit auf die einzelnen Mit­ar­bei­ter auf­ge­teilt wird und wie viel Hand­lungs­spiel­raum, Ab­wechs­lung und The­men­ver­tie­fung die Tätigkeit er­mög­licht, be­ein­flusst, welche sub­jek­ti­ve Wer­tig­keit Mit­ar­bei­ter dieser Tätigkeit zuordnen. Das erhöht die Wahr­schein­lich­keit, dass sie die Tätigkeit um ihrer selbst willen ausführen – und stärkt somit die in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on.

Job En­lar­ge­ment zielt darauf ab, Mit­ar­bei­ter zu mo­ti­vie­ren, indem es ihnen Ab­wechs­lung ver­schafft. Einzelne Personen arbeiten an einer Kom­bi­na­ti­on aus ver­schie­de­nen Tä­tig­kei­ten. Das Gegenteil von Job En­lar­ge­ment ist Job Sim­pli­fi­ca­ti­on. Mit­ar­bei­ter spe­zia­li­sie­ren sich auf eine stan­dar­di­sier­te Tätigkeit, die sie immer wieder ausführen – dazu gehört das obere Beispiel der Fließ­band­ar­beit. Ma­schi­nen­aus­führ­ba­re Tä­tig­kei­ten erfahren ge­stei­ger­te Pro­duk­ti­vi­tät. Menschen, die in solch ein­tö­ni­gen Umständen arbeiten, leiden häufiger unter ar­beits­be­ding­ten Krank­hei­ten und sind im Schnitt weniger motiviert.

Job Rotation wird häufig in Aus­bil­dungs­be­ru­fen und Trai­nee­ships verwendet. Die Mit­ar­bei­ter wechseln Ihr Tä­tig­keits­feld in re­gel­mä­ßi­gen Abständen. So erhalten sie ein ganz­heit­li­ches Bild vom Un­ter­neh­men. Außerdem soll diese Methode besonders bei phy­si­schen Tä­tig­kei­ten Er­schöp­fung vorbeugen.

Job En­rich­ment ist eine geeignete Methode für besonders ziel­stre­bi­ge Mit­ar­bei­ter. Diese sehen den Wert ihrer Arbeit besonders dann, wenn Sie das Gefühl haben, nach Höherem zu streben. Man überträgt ihnen mehr Ver­ant­wor­tung. Dadurch fühlen sie sich mehr wert­ge­schätzt und her­aus­ge­for­dert. Wer bei Un­ter­for­de­rung weniger leistet, blüht mit Zu­satz­auf­ga­ben viel­leicht auf.

Diese Methoden er­mög­li­chen eine ziel­ge­rich­te­te Ar­beits­platz- und Tä­tig­keits­ge­stal­tung. Die folgenden hingegen kon­zen­trie­ren sich auf den Füh­rungs­stil. Das sind die wich­tigs­ten Bausteine für eine positive Mit­ar­bei­ter­ent­wick­lung:

Ei­gen­stän­dig­keit zulassen

Freie Ent­fal­tung – Stichwort: Em­power­ment – ist ein mensch­li­ches Bedürfnis, das uns nach höheren Zielen streben lässt. Ar­beit­neh­mer sollten das Gefühl haben, dass Ihre Arbeit wichtig ist und geschätzt wird. Wenn sie jedoch keine Ent­schei­dungs­ge­walt über ihren Auf­ga­ben­be­reich haben, ver­schlech­tert sich ihre sub­jek­ti­ve Bewertung des eigenen Ge­leis­te­ten. Betreibt ein Vor­ge­setz­ter Mi­cro­ma­nage­ment und gibt jeden einzelnen Task de­tail­liert vor, fühlt sich der Mit­ar­bei­ter nicht ernst genommen. Soll er sich dann für ein schlech­tes Ergebnis ver­ant­wor­ten, entsteht Frust. Trauen Sie Ihren Mit­ar­bei­tern eigene Ent­schei­dun­gen zu und gewähren Sie Ihnen die nötigen Res­sour­cen, dann erhöht sich ihre Kri­tik­fä­hig­keit und Lern­be­reit­schaft.

Teamwork produktiv einsetzen

Teamwork kann Fluch und Segen für die Mo­ti­va­ti­on sein – je nachdem, wie das Team struk­tu­riert ist. Denn ein schlecht or­ga­ni­sier­tes Team gibt Mit­ar­bei­tern, die innerlich gekündigt haben, die Chance, sich hinter pro­duk­ti­ve­ren Kollegen zu ver­ste­cken. Eine klare Auf­ga­ben­ver­tei­lung hilft, dass nichts vergessen wird und niemand zu viel auf­ge­bür­det bekommt. Die Kon­stel­la­ti­on der ver­schie­de­nen Team­mit­glie­der be­ein­flusst die Pro­duk­ti­vi­tät ebenso. Bremsen sich Mit­ar­bei­ter ge­gen­sei­tig aus, sollte das auf jeden Fall be­spro­chen werden.

Projekte erfordern in der Regel die Zu­sam­men­ar­beit mehrerer Personen. Manche Aufgaben sind jedoch allein leichter zu erledigen. Zudem gibt es Mit­ar­bei­ter, die sich lieber in ein Thema verbeißen und Details aus­ar­bei­ten. Nutzen Sie daher eine Mischung aus Team­ar­beit und Ein­zel­pro­jek­ten. Würdigen Sie die je­wei­li­gen Beiträge ent­spre­chend und schöpfen Sie aus dem Potenzial, das Ihre Mit­ar­bei­ter in den un­ter­schied­li­chen Kon­stel­la­tio­nen her­vor­brin­gen.

An­er­ken­nung

An­er­ken­nung für gute Arbeit ist einer der Grund­stei­ne für die Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on. Sie ist wichtig für das Selbst­be­wusst­sein, kann aber nicht aus dem eigenen Ich heraus entstehen. Sie benötigt die Be­stä­ti­gung durch andere Menschen. Diese zeigen, dass sie die Arbeit einer Person schätzen, indem Sie im täglichen Umgang ihren Respekt für deren Meinung zeigen. Ihr Mit­ar­bei­ter ist mehr als die Summe seiner Fä­hig­kei­ten, er ist eine Person, die Sie als solche wahr­neh­men und schätzen sollten. Wollen Sie Ihre An­er­ken­nung zeigen, hilft ein wohl­über­leg­tes Feedback-Gespräch.

Lob

Lob, im Gegensatz zur An­er­ken­nung, erfolgt punktuell und sollte konkret for­mu­liert sein. Als Wert­schät­zung ist das spontane Lob, solange es ehrlich gemeint ist, ein gutes Mittel, um Mo­ti­va­ti­on zu belohnen. Mancher Vor­ge­setz­te ver­wech­selt aber Lob mit An­er­ken­nung. Wer sonst kein gutes Wort für seine Mit­ar­bei­ter übrig hat, sollte wegen eines Lobs nicht mit über­schwäng­li­cher Mo­ti­va­ti­on rechnen. Vielmehr ist es in dieser Situation möglich, dass das Lob nicht als wahr­haf­tig angesehen wird. Zeigen Sie re­gel­mä­ßig An­er­ken­nung, fruchtet auch die Mo­ti­va­ti­on durch ein Lob.

Trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on

Ein Gefühl der Ohnmacht bringt Personen dazu, zu re­si­gnie­ren und sich Her­aus­for­de­run­gen zu entziehen. Werden Mit­ar­bei­ter nur mit An­wei­sun­gen und Er­geb­nis­sen kon­fron­tiert, ohne die Gründe für Ent­schei­dun­gen zu kennen, sind sie ir­gend­wann frus­triert. Zudem be­güns­tigt fehlende Trans­pa­renz Be­triebs­ge­flüs­ter. Aus kleinen Fehl­in­for­ma­tio­nen erwachsen dann schnell größere Unruhen unter der Be­leg­schaft.

Kon­struk­ti­ve Kritik und Feh­ler­kul­tur

Kritik sollte immer unter vier Augen und in einem be­son­ne­nen Ton geäußert werden. Jemanden vor Kollegen bloß­zu­stel­len pro­du­ziert hingegen eine Vielzahl negativer Emotionen wie Scham oder An­ti­pa­thie, mög­li­cher­wei­se zudem Re­spekt­ver­lust und De­mo­ti­va­ti­on. Das schafft ein schlech­tes Ar­beits­kli­ma. Un­ter­stüt­zen Sie statt­des­sen eine kon­struk­ti­ve Feh­ler­kul­tur. Denn Fehler sind generell nicht nur un­ver­meid­lich, man kann auch aus ihnen lernen. Das ist aber nur möglich, wenn Sie vorher Stra­te­gien ent­wi­ckeln, mit ihnen umzugehen.

Feedback op­ti­mie­ren Sie, indem Sie außer Kritik auch positive Ei­gen­schaf­ten des Mit­ar­bei­ters erwähnen. Schlagen Sie einen Bogen, wie die Talente der Person mögliche Kri­tik­punk­te aus­glei­chen können, denn meistens ist es leichter, positive Ei­gen­schaf­ten zu fördern, als immer wieder an schlech­ten zu arbeiten.

Kreative Ideen, die Mit­ar­bei­ter mo­ti­vie­ren

Da es bei der Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on zu einem großen Teil um das Zwi­schen­mensch­li­che geht, können gerade Un­ter­neh­men mit über­schau­ba­rer Mit­ar­bei­ter­zahl flexible Mo­ti­va­ti­ons­stra­te­gien verfolgen.

Team­ak­ti­vi­tä­ten, die zu­sam­men­schwei­ßen

Teamwork will gelernt sein. Einer der ef­fek­tivs­ten Wege, etwas zu lernen, ist das Spiel. Geben Sie ihrem Team eine ge­mein­sa­me Aufgabe oder ein Ziel, dass es zu erreichen gilt, und belohnen Sie Teamwork – nicht einzelne Mit­glie­der. Manche trai­nie­ren gemeinsam für einen Charity-Lauf, andere schaffen gemeinsam ein Kunstwerk. Auch ein bisschen freund­li­che Kon­kur­renz ist möglich, indem man bei­spiels­wei­se mehrere Teams aufstellt und sie beim ge­mein­sa­men Sport- und Picknick-Tag ge­gen­ein­an­der antreten lässt. Wichtig ist dabei, dass Vor­ge­setz­te sich nicht aus den Ak­ti­vi­tä­ten her­aus­neh­men. Denn gerade bei solchen in­for­mel­len Ge­le­gen­hei­ten können Sie Ihre Mit­ar­bei­ter besser ken­nen­ler­nen.

An­er­ken­nung und Lob greifbar machen

Eine an­ge­mes­se­ne Bezahlung ver­schafft ein gewisses Grund­ver­trau­en in die eigene Arbeit. Auch eine Bo­nus­zah­lung wird niemand aus­schla­gen. Al­ler­dings legen ver­schie­de­ne Studien nahe, dass simple, zeitnahe und in­di­vi­du­ell wertige Zeichen der An­er­ken­nung besser mo­ti­vie­ren. Pizza für alle Team­mit­glie­der nach Abschluss eines Projekts etwa kann Wunder wirken. Wer darauf achtet, dass es Veganer oder Menschen mit Un­ver­träg­lich­kei­ten im Team gibt und auch für diese Personen eine Al­ter­na­ti­ve be­reit­hält, beweist Interesse und Rück­sicht­nah­me. Andere Vor­ge­setz­te loben ihre Mit­ar­bei­ter mit hand­ge­schrie­be­nen Notizen, teilweise sogar mit einem per­sön­li­chen Ge­burts­tags­gruß samt Blumen, den sie an die heimische Adresse versenden.

Ein Beispiel gab Four Pi Systems (heute Teil von HP): Einer aus­ge­zeich­ne­ten Mit­ar­bei­te­rin, der Software-Ent­wick­le­rin Jennifer Wallick, widmete ihre Abteilung einen Tag der Würdigung, an dem jede Vier­tel­stun­de Kollegen bei ihr vor­bei­ka­men. Sie über­brach­ten Ihr Dank­sa­gun­gen für Ihren Beitrag an das Un­ter­neh­men sowie Blumen und Glück­wün­sche.

Tä­tig­keits­ge­stal­tung

Wenn die Arbeit an sich Spaß macht, Neugier weckt und wertvoll erscheint, steigt auch die Mo­ti­va­ti­on. Doch wie genau setzt man die Theorie in die Praxis um? Einige Ar­beit­ge­ber über­las­sen ihren Teams nicht nur einen großen Ent­schei­dungs­spiel­raum, sondern auch die Kontrolle über das Projekt-Budget. Bei Chaparall Steel beruhte die Feh­ler­kul­tur zudem auf dem Prinzip, dass in­no­va­ti­ve Ideen nur mit einem gewissen Feh­ler­ri­si­ko um­zu­set­zen sind. Laut einer An­wen­dungs­stu­die, be­schrie­ben in der Pu­bli­ka­ti­on „De­mys­ti­fy­ing Or­ga­niza­tio­nal Learning“, entwarf ein Team neue Maschinen für das te­xa­ni­sche Un­ter­neh­men, die mit 60.000 US-Dollar weit unter dem Budget der alten Maschinen – etwa 200.000 US-Dollar – lagen.

Fazit

Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on ist ein leicht zu rea­li­sie­ren­des und zugleich kos­ten­ef­fi­zi­en­tes Mittel, das Be­triebs­kli­ma zu fördern. Für An­er­ken­nung und Lob bedarf es kaum eines Budgets. Al­ler­dings ist es gar nicht so einfach, ein optimales Ar­beits­kli­ma zu schaffen – ins­be­son­de­re, wenn Selbst­ein­schät­zung und Fremd­wahr­neh­mung von Füh­rungs­kräf­ten aus­ein­an­der­klaf­fen. Ein guter Füh­rungs­stil muss erst entstehen. Der erste Schritt ist die per­sön­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Mit­ar­bei­tern. Wenn Sie wissen, was diese antreibt und was Ihr Un­ter­neh­men benötigt, können Sie an den richtigen Stellen ansetzen. Trans­pa­ren­te Ent­schei­dun­gen und klare Un­ter­neh­mens­wer­te, die iden­ti­täts­stif­tend wirken, erhöhen die Bindung zwischen mo­ti­vier­ten Mit­ar­bei­tern und dem Un­ter­neh­men. Erlauben Sie Spaß bei der Arbeit und feiern Sie Erfolge gebührend. Mit mo­ti­vier­ten Mit­ar­bei­tern werden Sie allen Grund dazu haben.

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