Startkapital für einen Onlineshop

Ein eigener Webshop ist – insbesondere angesichts der jährlich getoppten Umsatzrekorde des E-Commerce – der Traum vieler Jungunternehmer. Dabei stürzen sich viele Hals über Kopf in das digitale Geschäft, ohne einen Gedanken an die anfallenden Kosten zu verschwenden. Wenn beispielsweise das notwendige technische Know-how nicht vorhanden ist, um entsprechende Anwendungen zu installieren oder den Shop selbst zu programmieren, müssen bereits für diesen Schritt Expertenkosten eingeplant werden. Damit Ihnen nicht auf halber Strecke das Geld ausgeht, stellen wir in den folgenden Abschnitten die wesentlichen finanziellen Aspekte eines Onlineshops vor, auf die es bei der Finanzplanung zu achten gilt.

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Einmalige Kosten: Vom Gewerbeantrag bis zum Rechtsbeistand

Bevor Sie mit Ihrem Onlineshop durchstarten können, kommen eine Reihe einmalig fälliger Kosten auf Sie zu. Je nach Konzept und Eigenleistung variiert die Höhe dieser Ausgaben sehr stark. Nehmen Sie bei der Einrichtung Ihres Shops viele Aufgaben selbst in die Hand, können Sie eine Menge Geld sparen – vorausgesetzt, Sie besitzen das notwendige Know-how. Folgende Aspekte gilt es bei der Aufstellung Ihres Startkapitals zu berücksichtigen:

  • Gewerbe anmelden: Um einen Onlineshop betreiben zu dürfen, benötigen Sie eine Gewerbeerlaubnis. Dafür werden beim zuständigen Gewerbeamt einmalige Gebühren fällig, die je nach Gemeinde und Ort zwischen 10 und 50 Euro schwanken.
  • Nutzungsrechte für Inhalte: Insofern Sie fremde Produkte anbieten und auf die Texte und Bilder der Hersteller zurückgreifen, fallen in der Regel Kosten für deren Nutzungsrechte an. Auch die Rechte für alle anderen Bilder auf Ihrer Website müssen Sie erwerben, wenn diese nicht lizenzfrei sind.
  • Texte für statische Seiten: Einzigartige Texte, die Ihren Shop oder die verfügbaren Kategorien schmücken, schreiben sich nicht von selbst. Planen Sie daher Geld ein, um professionelle Texte bei Agenturen oder freien Autoren in Auftrag zu geben.
  • Logo und offizielle Papiere gestalten: Ein stimmiges Logo, das den Shop und offizielle Schreiben wie die Rechnung ziert, ist unverzichtbar. Für dieses Aushängeschild empfiehlt es sich, einen professionellen Grafikdesigner zu beauftragen.
  • Webshop einrichten: Den größten Spielraum bei den einmaligen Ausgaben haben Sie in Bezug auf die Shop-Installation. Je nach gewähltem Set-up kann die Spanne hier zwischen mehreren hundert bis zehntausend Euro liegen. Zunächst entscheiden Sie sich, ob Sie Ihren Shop auf einem eigenen Server oder bei einem Anbieter hosten – je nachdem entstehen Ihnen evtl. Kosten für die Anschaffung von Hard- oder Software. Anschließend stellt sich die Frage nach der Shop-Software: Open-Source-Lösungen wie Magento können Sie zwar kostenfrei nutzen, Sie müssen sie aber umfassend an die Eigenschaften Ihres Shops anpassen. Für größere Shops ist eine kostenpflichtige Software wie Shopware vielleicht die bessere Wahl. In jedem Fall werden Kosten für die Einrichtung von Hosting und Shopsystem (inklusive Webdesign) fällig – selbst wenn Sie in Erwägung ziehen, einen Shop bei Ihrem Hosting-Anbieter zu mieten.
  • Rechtsberatung: AGBs, Impressum oder Widerrufsbelehrung – die Rechtssicherheit Ihres Shops ist ein elementarer Baustein, dem Sie ausreichend Aufmerksamkeit widmen sollten. Lassen Sie sich sicherheitshalber von einem Juristen beraten, um Abmahnungen zu vermeiden.

Laufende Kosten nicht unterschätzen

Vergessen Sie bei der Aufstellung Ihres Startkapitals niemals die Betriebskosten Ihres Onlineshops. Bis Sie mit Ihrem Geschäft Gewinn erzielen, sind Sie auf großzügig kalkulierte Rücklagen angewiesen, um die Entwicklung voranzutreiben. Diese monatlichen bzw. periodischen Kosten kommen auf Sie zu:

  • Hosting: Egal ob Sie sich für dafür entschieden haben, Ihren Shop selbst oder bei einem Anbieter zu hosten, entstehen Ihnen monatliche Kosten. Je mehr Traffic Sie generieren, desto teurer wird das Hosting. Weitere Faktoren wie die Nutzung eines Content-Delivery-Networks (CDN), Back-up-Lösungen oder die Verwendung eines SSL-Zertifikats gilt es ebenfalls einzuberechnen.
  • Bankgebühren und Zahlungssysteme: Neben der festen Grundgebühr für Ihr Geschäftskonto ergeben sich abhängig von den ein- und ausgehenden Buchungen monatliche Gebühren, die von Bank zu Bank variieren. Wenn Sie Ihren Kunden verschiedenartige Zahlungsmethoden wie Kreditkartenzahlung oder PayPal offerieren, werden zusätzlich transaktionsgebundene bzw. monatliche Zahlungen fällig.
  • Personalkosten und Versicherungen: Sie müssen imstande sein, Ihre Mitarbeiter zuverlässig zu entlohnen. Auch die Kosten für Steuerberatung oder Buchhaltung sollten Sie im Blick behalten. Ferner dürften Sie einige Versicherungen wie Haftpflicht-, Geschäftsinhalts- oder Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, die zu bezahlen sind.
  • Warenlager und Versand: Ihre Ware stellt den Mittelpunkt Ihres Shops dar. Ohne ein gut bestücktes Lager, das zügige Lieferungen ermöglicht, werden Sie bei den Kunden einen schweren Stand haben. Je nach Warenart benötigen Sie auch entsprechendes Verpackungsmaterial. Damit Ihre Ware anschließend den Weg zum Kunden findet, sind Sie auf die Zusammenarbeit mit Versandunternehmen wie DHL angewiesen, wodurch Portokosten anfallen.
  • Gütesiegel: Wenn Sie Ihren Shop durch einen Anbieter wie Trusted Shops oder TÜV Süd zertifiziert haben lassen, zahlen Sie standardmäßig einen monatlichen Betrag, dessen Höhe sich nach Ihrem jährlichen Umsatz bemisst.
  • Onlinemarketing: Ob Sie sich selbst um das Marketing Ihres Shops kümmern oder eine Agentur beauftragen, es entstehen fortlaufende Kosten. Werbeanzeigen und Suchmaschinenoptimierung sind nur dann nachhaltig, wenn sie über einen längeren Zeitraum geschaltet bzw. betrieben werden.

Erfolgreich gründen mit der richtigen Finanzierungsbasis

Erstellen Sie einen Finanzierungsplan auf Grundlage der genannten einmaligen und laufenden Kosten, um bei der Gründung Ihres Onlineshops finanziell auf der sicheren Seite zu sein. Je nach Branche und Größe des Webshops variiert die Gewichtung der einzelnen Kostenpunkte. Generell sollten Sie von einem holprigen Start ausgehen und besser großzügig kalkulieren. Um das notwendige Startkapital aufzubringen, können Sie sich an starke Partner wie die KFW-Bank wenden, um für zusätzliche Planungssicherheit zu sorgen. Mit den zinsgünstigen ERP-Gründerkrediten unterstützt die Bank bundesweit Existenzgründungen – unter anderem auch mit tilgungsfreien Startjahren, in denen Sie ausschließlich Zinsen zahlen. Erst nach Ablauf der vereinbarten Tilgungsfreiheit zahlen Sie den Kreditbetrag in angenehmen Raten zurück. So haben Sie ausreichend Zeit, Ihren Webshop auf dem Markt zu etablieren und den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft zu legen.

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