# n8n-Kubernetes-Install: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Kubernetes wird genutzt, um Anwendungen wie n8n in Containern bereitzustellen, zu verwalten und bei Bedarf zu skalieren. In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie n8n mit Kubernetes installieren und so eine saubere, nachvollziehbare Basis für den späteren Betrieb schaffen.

## Schritt 1: Voraussetzungen prüfen und den passenden Server wählen

Bevor Sie [n8n](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/n8n/) mit [Kubernetes](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/was-ist-kubernetes/) installieren, benötigen Sie zunächst einen Linux-Server, idealerweise mit einer festen öffentlichen [IP-Adresse](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/was-ist-eine-ip-adresse/), einer eigenen Domain oder Subdomain und Root-Zugriff. Für diese Anleitung ist ein einzelner Server mit Ubuntu als Grundlage am einfachsten, auf dem anschließend ein **leichtgewichtiges Kubernetes wie K3s** eingerichtet wird. [K3s](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/was-ist-k3s/) eignet sich gut für den Einstieg und bringt bereits mehrere typische Kubernetes-Bausteine mit.

Wichtig ist außerdem, die Servergröße realistisch zu wählen. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass Kubernetes selbst zusätzliche Systemkomponenten mitbringt und n8n ebenfalls Speicher sowie [CPU](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/cpu/) benötigt. Im Folgenden haben wir einige typische Einsatzgebiete und die passenden Server zusammengestellt.

Tipp Wenn Sie n8n noch nicht kennen oder Alternativen vergleichen möchten, lohnt sich ein Vergleich von [n8n vs. Zapier](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/n8n-vs-zapier/) oder [n8n vs. Make](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/n8n-vs-make/). Während Zapier und Make stärker auf einfache Cloud-Automatisierungen ausgelegt sind, bietet n8n durch Self-Hosting deutlich mehr Kontrolle und Flexibilität.

### Lern- und Testumgebung für den privaten Gebrauch

Wenn Sie n8n und Kubernetes zunächst kennenlernen möchten, reicht eine **kleine Serverkonfiguration völlig aus**. In diesem Szenario geht es vor allem darum, erste [n8n-Workflows](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/n8n-workflow/) zu erstellen, die Oberfläche zu verstehen und grundlegende Automatisierungen auszuprobieren. Die Auslastung ist dabei in der Regel gering, da nur wenige Workflows gleichzeitig laufen und **keine dauerhafte Nutzung** im Hintergrund stattfindet. Eine Ausstattung Ihres [VPS](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/was-ist-ein-virtual-private-server-vps/) mit 2 vCores, 2 GB RAM und 80 GB NVMe genügt hier meist. Beachten Sie jedoch, dass Kubernetes selbst bereits Ressourcen benötigt, sodass die Leistung begrenzt ist. Für produktive oder dauerhaft laufende Workflows ist diese Variante daher nur eingeschränkt geeignet.

### Privatanwenderinnen und -anwneder mit produktiver Nutzung oder kleine Startups

Wenn Sie n8n **aktiv im Alltag einsetzen möchten**, beispielsweise für Automatisierungen zwischen Tools, APIs oder eigenen Projekten, sollten Sie etwas mehr Leistung einplanen. In diesem Anwendungsfall laufen Workflows regelmäßig oder werden durch Webhooks ausgelöst. Auch erste Team-Nutzungen oder kleinere Projekte sind hier denkbar. Eine Konfiguration mit 4 vCores, 4 GB RAM und 120 GB NVMe bietet eine gute Balance aus Leistung und Kosten. Sie haben damit ausreichend Reserven für mehrere gleichzeitige Workflow-Ausführungen. Diese Variante eignet sich somit gut als Einstieg in eine produktive Nutzung.

### KMU mit mehreren Workflows und regelmäßigen Ausführungen

Für kleine und mittlere Unternehmen wird n8n häufig zur **Automatisierung von Geschäftsprozessen** eingesetzt. Typische Beispiele sind die Integration von [CRM](https://www.ionos.at/digitalguide/online-marketing/verkaufen-im-internet/was-ist-crm/)-Systemen, E-Mail-Automatisierungen oder die Verarbeitung von Bestellungen aus einem Onlineshop. In solchen Szenarien laufen Workflows regelmäßig und teilweise parallel, wodurch die Systemlast deutlich steigt. Eine Ausstattung mit 6 vCores, 8 GB RAM und 240 GB NVMe bietet hier eine stabile Grundlage für den produktiven Betrieb. Sie profitieren von schnelleren Ausführungen und vermeiden Engpässe bei mehreren gleichzeitigen Prozessen. Zudem haben Sie genug Spielraum, um die Installation später zu erweitern.

### Wachsende Teams, Agenturen oder stark automatisierte Umgebungen

Wenn n8n intensiv genutzt wird und **viele Workflows gleichzeitig** laufen, steigen die Anforderungen deutlich. In Agenturen oder größeren Teams werden oft zahlreiche Automatisierungen parallel ausgeführt, da Marketing, Datenverarbeitung und interne Prozesse abgebildet werden. Auch komplexere Workflows mit mehreren [API](https://www.ionos.at/digitalguide/websites/web-entwicklung/was-ist-eine-api/)-Aufrufen oder längeren Laufzeiten sind hier üblich. Eine leistungsstärkere Konfiguration mit 8 vCores, 16 GB RAM und 480 GB NVMe sorgt dafür, dass das System stabil und performant bleibt. Diese Variante bietet genügend Reserven für Wachstum und höhere Lastspitzen. Gleichzeitig schafft sie eine gute Basis, um später auf skalierbarere Kubernetes-Setups zu erweitern.

### Übersichtstabelle: Server und Einsatzszenarien

<table>
  <thead>
    <tr>
      <th><strong>Anwendungsgebiet</strong></th>
      <th><strong>Typischer Einsatz</strong></th>
      <th><strong>Empfohlene Ausstattung</strong></th>
    </tr>
  </thead>
  <tbody>
    <tr>
      <td><strong>Lern- und Testumgebungen</strong></td>
      <td>Erste Schritte mit Kubernetes, einzelne n8n-Workflows, kein Dauerbetrieb mit hoher Last</td>
      <td>2 vCores CPU, 2 GB RAM, 80 GB NVMe</td>
    </tr>
    <tr>
      <td><strong>Privatanwendende mit produktiver Nutzung oder kleine Startups</strong></td>
      <td>Eigene Automatisierungen, Webhooks, kleinere API-Anbindungen, erste Team-Nutzung</td>
      <td>4 vCores CPU, 4 GB RAM, 120 GB NVMe</td>
    </tr>
    <tr>
      <td><strong>KMU mit mehreren Workflows und regelmäßigen Ausführungen</strong></td>
      <td>Interne Automatisierungen, CRM-/Shop-/Mail-Anbindungen, mehrere User</td>
      <td>6 vCores CPU, 8 GB RAM, 240 GB NVMe</td>
    </tr>
    <tr>
      <td><strong>Wachsende Teams, Agenturen oder stark automatisierte Umgebungen</strong></td>
      <td>Viele aktive Workflows, häufige Webhooks, Reserven für spätere Skalierung</td>
      <td>8 vCores CPU, 16 GB RAM, 480 GB NVMe</td>
    </tr>
  </tbody>
</table>

Für besonders umfangreiche Szenarien mit vielen gleichzeitigen Ausführungen oder zusätzlichen Diensten auf demselben Server kann auch eine größere Ausstattung mit 12 vCores, 24 GB RAM und 720 GB NVMe ebenfalls sinnvoll sein.

## Schritt 2: Server vorbereiten und Basis-Pakete installieren

Melden Sie sich per [SSH](https://www.ionos.at/digitalguide/server/tools/secure-shell-ssh/) auf Ihrem Ubuntu-Server an und aktualisieren Sie zunächst die Paketquellen sowie die installierten Pakete. Das ist wichtig, damit Sie mit einer sauberen und aktuellen Grundlage starten.

```bash
sudo apt update && sudo apt upgrade -y
sudo apt install -y curl wget nano openssl
```

Anschließend können Sie prüfen, ob der Server korrekt erreichbar ist und bereits eine öffentliche IP besitzt:

```bash
hostname -I
```

Sie können die öffentliche IP zusätzlich bei Ihrem Hosting-Anbieter überprüfen. Notieren Sie sich die Adresse, denn Sie benötigen sie gleich für den [DNS](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/domain-name-system/)-Eintrag Ihrer Subdomain.

## Schritt 3: Subdomain auf den Server zeigen lassen

Legen Sie bei Ihrem Domain-Anbieter einen [A-Record](https://www.ionos.at/digitalguide/hosting/hosting-technik/a-record/) für Ihre gewünschte Subdomain an. Wenn Ihre n8n-Instanz später unter `n8n.ihre-domain.de` erreichbar sein soll, muss genau **diese Subdomain auf die öffentliche IP Ihres Servers verweisen**. Erst wenn dieser [DNS-Record](https://www.ionos.at/digitalguide/hosting/hosting-technik/dns-records/) aktiv ist, können [HTTPS](https://www.ionos.at/digitalguide/hosting/hosting-technik/was-ist-https/) und der externe Zugriff zuverlässig funktionieren.

Ein typischer DNS-Eintrag sieht so aus:

```txt
Typ: A
Name: n8n
Wert: 203.0.113.10
TTL: 3600
```

## Schritt 4: K3s installieren

Für Einsteigerinnen und Einsteiger ist K3s meist der **angenehmste Weg**, um Kubernetes auf einem einzelnen Server bereitzustellen. K3s bringt standardmäßig mehrere wichtige Komponenten als Addons mit, darunter Traefik als Ingress-Controller und einen integrierten Support für lokalpersistenten Speicher.

Installieren Sie K3s zunächst mit folgendem Befehl:

```bash
curl -sfL https://get.k3s.io | sh -
```

Prüfen Sie danach mit folgendem Befehl, ob der Dienst läuft:

```bash
sudo systemctl status k3s
```

Hinweis Kubernetes-Cluster nutzen unterschiedliche Ingress-Controller, um externen Traffic an Services weiterzuleiten. In K3s ist standardmäßig Traefik aktiviert. Andere Controller wie NGINX oder HAProxy werden ebenfalls häufig genutzt, unterscheiden sich aber im Verhalten und Routing sowie in den erforderlichen Einstellungen.

Wenn alles korrekt gestartet ist, können Sie den Cluster-Status abrufen:

```bash
sudo k3s kubectl get nodes
```

[![Bild: Cluster-Status](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/_processed_/5/5/csm_n8n-kubernetes-nodes_e16e4cd271.webp "Cluster-Status")](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2026/n8n-kubernetes-nodes.jpg) Die Anzeige des Cluster-Status bestätigt die erfolgreiche Installation von K3S. Damit Sie kubectl leichter verwenden können, legen Sie am besten noch einen Alias an:

```bash
echo 'alias kubectl="sudo k3s kubectl"' >> ~/.bashrc
source ~/.bashrc
kubectl get nodes
```

Wenn hier Ihr Server mit dem Status „Ready“ erscheint, ist Kubernetes einsatzbereit.

Hinweis Wenn Sie keine Kubernetes-Umgebung betreiben möchten, gibt es auch einfachere Installationswege wie eine [n8n Docker Installation](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/n8n-docker-installation/) oder Setups über andere Plattformen: So können Sie [n8n mit CapRover](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/n8n-caprover/) oder [n8n mit CasaOS](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/n8n-casaos/) nutzen. Diese eignen sich besonders für kleinere Projekte oder Einsteigerinnen und Einsteiger. Auch eine [n8n Plesk Installation](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/n8n-plesk-installation/) ist denkbar.

## Schritt 5: Helm installieren

Der offizielle n8n-Helm-Chart setzt **Helm 3.12 oder neuer** voraus. Helm ist ein sogenannter Paketmanager für Kubernetes und übernimmt eine ähnliche Rolle wie apt unter Ubuntu. Statt einzelne Konfigurationsdateien manuell zu erstellen und zu verwalten, können Sie mit Helm komplette Anwendungen als sogenannte „Charts“ installieren. Dadurch wird die Installation deutlich einfacher, übersichtlicher und weniger fehleranfällig.

Gerade für Einsteigerinnen und Einsteiger ist Helm besonders hilfreich, da Sie nicht jede einzelne YAML-Datei verstehen oder selbst schreiben müssen. Stattdessen passen Sie nur einige zentrale Einstellungen an und Helm übernimmt den Rest automatisch. Auch Updates oder Änderungen lassen sich später einfacher durchführen, weil Helm den Zustand Ihrer Installation verwaltet.

Installieren Sie Helm nun direkt auf Ihrem Server. Die offizielle Helm-Dokumentation beschreibt die Installation über vorkompilierte Binärdateien; unter Ubuntu ist jedoch auch die Installation über das bereitgestellte Script üblich. Diese ist besonders unkompliziert:

```bash
curl -fsSL -o get_helm.sh https://raw.githubusercontent.com/helm/helm/main/scripts/get-helm-3
chmod 700 get_helm.sh
./get_helm.sh
```

Mit dem ersten Befehl laden Sie das Installationsskript herunter. Anschließend machen Sie die Datei ausführbar und führen sie aus. Das Script installiert Helm automatisch in der passenden Version auf Ihrem System.

Prüfen Sie danach, ob die Installation erfolgreich war, indem Sie sich die installierte Version anzeigen lassen:

```bash
helm version
```

[![Bild: Versionsanzeige von Helm](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/_processed_/9/6/csm_n8n-kubernetes-helm-version_680d352b9c.webp "Versionsanzeige von Helm")](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2026/n8n-kubernetes-helm-version.jpg) Nach erfolgreicher Helm-Installation können Sie die Versionsnummer anzeigen lassen. Wenn hier eine Versionsnummer ausgegeben wird, ist Helm korrekt installiert und Sie den n8n-Chart verwenden.

Hinweis Viele Nutzerinnen und Nutzer wechseln im Laufe der Zeit von einfacheren Tools zu n8n. Eine typische Entwicklung ist dabei die [Zapier Migration zu n8n](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/zapier-migration-zu-n8n/), um mehr Kontrolle über Daten, Workflows und Hosting zu erhalten.

## Schritt 6: Namespace für n8n anlegen

Damit die n8n-Ressourcen sauber von anderen Kubernetes-Objekten getrennt sind, erstellen Sie nun einen **eigenen Namespace**. Das ist in Kubernetes eine bewährte Praxis.

```bash
kubectl create namespace n8n
```

Kontrollieren Sie danach, ob der Namespace vorhanden ist:

```bash
kubectl get namespaces
```

[![Bild: Namespaces-Anzeige](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/_processed_/e/2/csm_n8n-kubernetes-namespaces_bc23ddcaf9.webp "Namespaces-Anzeige")](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2026/n8n-kubernetes-namespaces.jpg) Wenn Sie die Namespaces auflisten lassen, sollten Sie in der Liste nun den „n8n“-Namespace sehen. ## Schritt 7: cert-manager für TLS-Zertifikate installieren

Für eine öffentlich erreichbare Installation sollten Sie n8n direkt mit HTTPS bereitstellen. n8n selbst empfiehlt bei TLS den Einsatz eines Reverse Proxys beziehungsweise eines vorgeschalteten HTTP/HTTPS-Layers. In Kubernetes übernimmt diese Rolle in dieser Anleitung Traefik, während `cert-manager` die Ausstellung und Erneuerung der Zertifikate automatisiert. `cert-manager` kann ebenfalls über einen Helm-Chart installiert werden. Nutzen Sie hierzu folgenden Befehl:

```bash
helm install cert-manager oci://quay.io/jetstack/charts/cert-manager \
--namespace cert-manager \
--create-namespace \
--set crds.enabled=true
```

Prüfen Sie danach die Pods. [Pods](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/kubernetes-pod/) sind die kleinste ausführbare Einheit in Kubernetes und enthalten einen oder mehrere Container, die gemeinsam auf einem Knoten laufen. Sie stellen sicher, dass die enthaltenen Container zusammen ausgeführt werden und sich Ressourcen wie Netzwerk und Speicher teilen.

```bash
kubectl get pods -n cert-manager
```

[![Bild: Cert-Manager Install mit Helm](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/_processed_/5/2/csm_n8n-kubernetes-pods_1206db4b6b.webp "Cert-Manager Install mit Helm")](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2026/n8n-kubernetes-pods.jpg) Alle Ihrer Pods sollten als Status „Running“ anzeigen. Warten Sie, bis alle Pods den Status „Running“ oder „Completed“ erreicht haben.

## Schritt 8: Let’s-Encrypt-ClusterIssuer anlegen

Damit `cert-manager` später automatisch Zertifikate für Ihre Domain erstellen kann, legen Sie jetzt einen sogenannten ClusterIssuer für Let’s Encrypt an. Ein ClusterIssuer ist eine zentrale Konfiguration in Kubernetes, die festlegt, **von welchem Anbieter Zertifikate bezogen werden** und wie die Überprüfung Ihrer Domain erfolgt. In diesem Fall wird Let’s Encrypt genutzt, ein kostenloser Anbieter für SSL-Zertifikate.

Für Einsteigerinnen und Einsteiger ist die Validierung per HTTP-01 meist am einfachsten, weil dabei keine Verbindung zu einer DNS-API erforderlich ist. Stattdessen prüft Let’s Encrypt, ob Ihre Domain erreichbar ist, indem eine spezielle Datei über Ihre Website abgerufen wird. Wenn diese Anfrage erfolgreich ist, gilt die Domain als verifiziert und das Zertifikat wird ausgestellt.

Erstellen Sie nun eine Datei namens `clusterissuer.yaml`:

```bash
nano clusterissuer.yaml
```

In dieser definieren Sie dann folgende Einstellungen:

```yaml
apiVersion: cert-manager.io/v1
kind: ClusterIssuer
metadata:
    name: letsencrypt-prod
spec:
    acme:
        email: ihre-mailadresse@beispiel.de
        server: https://acme-v02.api.letsencrypt.org/directory
        privateKeySecretRef:
            name: letsencrypt-prod
        solvers:
            - http01:
                    ingress:
                        ingressClassName: traefik
```

Ersetzen Sie die E-Mail-Adresse durch Ihre eigene. Diese wird von Let’s Encrypt verwendet, um Sie über wichtige Informationen wie ablaufende Zertifikate zu informieren.

Wenden Sie die Datei anschließend auf Ihren Kubernetes-Cluster an:

```bash
kubectl apply -f clusterissuer.yaml
```

Damit wird der ClusterIssuer erstellt und steht allen Anwendungen im Cluster zur Verfügung. Prüfen Sie anschließend, ob die Ressource korrekt angelegt wurde:

```bash
kubectl get clusterissuer
```

[![Bild: Anzeige des Clusterissuers](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/_processed_/1/7/csm_n8n-kubernetes-clusterissuer_9358d75ade.webp "Anzeige des Clusterissuers")](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2026/n8n-kubernetes-clusterissuer.jpg) Bei der Anzeige des Clusterissuers sollte der Wert bei „READY“ „True“ sein. Wenn der ClusterIssuer angezeigt wird, ist die Konfiguration erfolgreich. Die eigentliche Ausstellung eines Zertifikats erfolgt später automatisch, sobald n8n über eine Domain erreichbar ist und ein entsprechender Ingress eingerichtet wurde.

## Schritt 9: n8n-Secret mit den wichtigsten Umgebungsvariablen anlegen

Der offizielle Helm-Chart erwartet zentrale Secret-Werte, darunter `N8N_ENCRYPTION_KEY`, `N8N_HOST`, `N8N_PORT` und `N8N_PROTOCOL`. Diese Werte sind immer erforderlich. Ersetzen Sie n8n.ihre-domain.de durch Ihre echte Subdomain und führen Sie dann folgenden Befehl aus:

```bash
kubectl create secret generic n8n-secrets -n n8n \
--from-literal=N8N_ENCRYPTION_KEY=$(openssl rand -hex 32) \
--from-literal=N8N_HOST=n8n.ihre-domain.de \
--from-literal=N8N_PORT=5678 \
--from-literal=N8N_PROTOCOL=https \
--from-literal=WEBHOOK_URL=https://n8n.ihre-domain.de/ \
--from-literal=N8N_PROXY_HOPS=1
```

## Schritt 10: values-Datei für die n8n-Installation anlegen

Wir installieren n8n im sogenannten **Standalone-Modus**. Das bedeutet, dass n8n in einer einfachen Konfiguration betrieben wird: Es läuft in einem einzelnen Pod und benötigt keine zusätzlichen Dienste wie eine externe Datenbank oder Redis. Stattdessen wird eine integrierte SQLite-Datenbank verwendet. Diese Variante ist ideal für erste Projekte, kleinere Installationen oder zum Lernen, da sie deutlich weniger komplex ist.

Damit Helm weiß, wie n8n eingerichtet werden soll, erstellen Sie nun eine Konfigurationsdatei namens `n8n-values.yaml`.

```bash
nano n8n-values.yaml
```

In dieser Datei legen Sie die wichtigsten Einstellungen für Ihre Installation fest, zum Beispiel Umgebungsvariablen, Speicherplatz oder die Domain.

```yaml
queueMode:
    enabled: false
database:
    type: sqlite
    useExternal: false
redis:
    enabled: false
persistence:
    enabled: true
    size: 10Gi
secretRefs:
    existingSecret: n8n-secrets
main:
    extraEnv:
        - name: TZ
            value: Europe/Berlin
ingress:
    enabled: true
    className: traefik
    annotations:
        cert-manager.io/cluster-issuer: letsencrypt-prod
    hosts:
        - host: n8n.ihre-domain.de
            paths:
                - path: /
                    pathType: Prefix
    tls:
        - secretName: n8n-tls
            hosts:
                - n8n.ihre-domain.de
```

Ersetzen Sie unbedingt `n8n.ihre-domain.de` durch Ihre eigene Domain. Diese Datei dient als zentrale Steuerung für Ihre Installation und kann später jederzeit angepasst werden, wenn Sie n8n erweitern oder skalieren möchten.

Hinweis Der Chart bietet deutlich mehr Optionen, darunter auch Queue Mode, Worker, HPA und dedizierte Webhook-Prozessoren. Für eine erste Installation ist diese **reduzierte Konfiguration** aber meist der sinnvollste Einstieg. Die offiziellen n8n-Unterlagen unterscheiden klar zwischen Standalone für kleine Umgebungen und Queue Mode für **skalierbare Setups** mit PostgreSQL und Redis.

## Schritt 11: n8n mit dem offiziellen Helm-Chart installieren

Nun folgt der eigentliche n8n-Kubernetes-Install mithilfe des Helm-Charts. Führen Sie dazu den Installationsbefehl aus:

```bash
helm install n8n oci://ghcr.io/n8n-io/n8n-helm-chart/n8n \
--version 1.0.0 \
-n n8n \
-f n8n-values.yaml
```

Danach prüfen Sie, ob die Ressourcen erstellt wurden:

```bash
kubectl get all -n n8n
```

Und anschließend kontrollieren Sie die Pods genauer, um sicherzustellen, dass n8n korrekt gestartet wurde und keine Fehler aufgetreten sind

```bash
kubectl get pods -n n8n -w
```

Sobald der Haupt-Pod läuft und bereit ist, ist n8n im Cluster installiert.

Hinweis Neben dem in dieser Anleitung verwendeten OCI-Chart von ghcr.io/n8n-io existieren weitere Helm-Chart-Quellen, mit denen n8n auf Kubernetes installiert werden kann. Dazu gehört ein von der Community gepflegter Chart, der über das GitHub-Community-Charts-Projekt bereitgestellt wird und regelmäßig aktualisiert wird, sowie der weit verbreitete 8gears Chart, der als Open-Source-Projekt auf GitHub und auf ArtifactHub gelistet ist.

## Schritt 12: Ingress und Zertifikat prüfen

Weil Sie in der `values`-Datei bereits Ingress und TLS konfiguriert haben, sollte `cert-manager` nun ein Zertifikat für Ihre Subdomain anfordern. Prüfen Sie zuerst den Ingress:

```bash
kubectl get ingress -n n8n
```

Danach prüfen Sie das Zertifikat:

```bash
kubectl get certificate -n n8n
kubectl describe certificate n8n-tls -n n8n
```

## Schritt 13: n8n im Browser öffnen und Ersteinrichtung abschließen

Sobald der Ingress aktiv ist und das Zertifikat erfolgreich erstellt wurde, rufen Sie Ihre Instanz im Browser auf:

`https://n8n.ihre-domain.de`

Beim ersten Aufruf führt n8n Sie durch die initiale Einrichtung. In der Regel legen Sie dabei zunächst den ersten User für die Instanz an.

[![Bild: n8n im Browser](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/_processed_/7/a/csm_n8n-kubernetes-login_302af327b1.webp "n8n im Browser")](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2026/n8n-kubernetes-login.jpg) Nachdem der n8n Kubernetes Install auf dem Server abgeschlossen ist, können Sie n8n über Ihre Domain erreichen und sehen den Login-Screen. ## Schritt 14: Installation testen

Nach der Ersteinrichtung sollten Sie kurz kontrollieren, ob die Installation wirklich sauber läuft. Öffnen Sie dazu den n8n-Editor, erstellen Sie einen einfachen Test-Workflow und speichern Sie ihn. Zusätzlich lohnt sich ein Blick in die Logs des Haupt-Pods.

```bash
kubectl logs -n n8n -l app.kubernetes.io/component=main --tail=100
```

Wenn der Editor erreichbar ist, die Anmeldung funktioniert und in den Logs keine offensichtlichen Fehler auftauchen, ist die Grundinstallation erfolgreich abgeschlossen.

## Schritt 15: Was Sie für den produktiven Betrieb wissen sollten

Für kleinere Installationen ist der Standalone-Modus ein guter Start. Der offizielle Chart und die n8n-Dokumentation unterscheiden jedoch klar zwischen Standalone und Queue Mode. Sobald mehrere Nutzerinnen und Nutzer, mehr gleichzeitige Ausführungen oder hohe Webhook-Last ins Spiel kommen, ist der **Queue Mode die robustere Option**. Dann kommen [PostgreSQL](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/postgresql/) und [Redis](https://www.ionos.at/digitalguide/hosting/hosting-technik/was-ist-redis/) hinzu. Auch Worker können dann unabhängig skaliert werden.


This is a markdown version of: [https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/n8n-kubernetes-installation/](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/n8n-kubernetes-installation/) for AI/LLM consumption.