# Fileserver unter Ubuntu 24.04 erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Fileserver unter Ubuntu 24.04 ermöglicht es Ihnen, Dateien zentral zu speichern und mehreren Benutzerinnen und Benutzern im Netzwerk zur Verfügung zu stellen. So lassen sich Dokumente, Bilder oder Projektdateien ablegen und von verschiedenen Geräten aus gemeinsam nutzen, ohne sie umständlich hin- und herzuschicken.

## Schritt 1: Voraussetzungen prüfen

Bevor Sie mit der Einrichtung Ihres Fileservers unter [Ubuntu](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/ubuntu-das-linux-system-fuer-jedermann/) beginnen, sollten einige grundlegende technische Voraussetzungen erfüllt sein. Ein stabil laufender Server und ausreichend Speicherplatz sind essenziell dafür, dass Ihr [Fileserver](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/fileserver/) zuverlässig arbeitet. Außerdem empfiehlt sich eine **feste IP-Adresse** im Netzwerk, damit der Server im lokalen Netzwerk zuverlässig erreichbar bleibt.

Überprüfen Sie daher zunächst folgende Anforderungen:

- **Betriebssystem**: Die [Linux-Distribution](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/linux-distributionen/) Ubuntu 24.04 muss installiert sein.
- **Ausreichend Speicherplatz**: Planen Sie genügend Festplattenkapazität für Ihre Daten ein. Für kleine Projekte reichen wenige hundert Gigabyte, größere Umgebungen benötigen entsprechend mehr Speicher.
- **Stabile Netzwerkverbindung**: Eine kabelgebundene Netzwerkverbindung sorgt für zuverlässige und schnelle Datenübertragungen.
- **Administrative Rechte**: Für die Installation und Konfiguration Ihres Ubuntu-Fileservers benötigen Sie ein Benutzerkonto mit [sudo-Rechten](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/linux-sudo-befehl/).
- **Zugriff aus dem lokalen Netzwerk**: Der Server sollte von anderen Geräten im Netzwerk erreichbar sein.

## Schritt 2: Passende Serverart auswählen

Welche Serverart sich für Ihren Fileserver eignet, hängt vor allem davon ab, wie viele Benutzerinnen und Benutzer darauf zugreifen und wie viele Daten auf ihm gespeichert werden sollen. Für kleine Projekte oder Tests reicht häufig ein virtuelles System, während größere Umgebungen von leistungsstärkerer Hardware profitieren:

- Ein [Virtual Private Server (VPS)](https://www.ionos.at/server/vps "IONOS: VPS") ist eine ideale Wahl für **kleine Teams oder private Fileserver** mit moderatem Speicherbedarf. Darüber hinaus profitieren Sie von dem kostengünstigen Betrieb und der schnellen Einrichtung.
- Neben Serverlösungen, die auf [Virtualisierung](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/virtualisierung/) setzen, können Sie natürlich auch auf Ihre eigene Hardware vor Ort zurückgreifen. Dies eignet sich besonders für **umfangreiche Speicherlösungen** mit mehreren Festplatten oder [RAID](https://www.ionos.at/digitalguide/server/sicherheit/raid/)-Systemen.
- Mit einem [Dedicated Server](https://www.ionos.at/server/dedicated-server "Dedicated Server von IONOS") oder einem [Bare Metal Server](https://www.ionos.at/server/bare-metal-server "Bare Metal Server von IONOS") mieten Sie dedizierte Hardware-Ressourcen, die nur für Sie zur Verfügung gestellt werden. Wenn viele User gleichzeitig auf große Datenmengen zugreifen, aber eine eigene Hardware-Infrastruktur zu hohe Initialkosten verursacht, ist diese Servervariante die Lösung der Wahl.

Tipp Wenn Sie mehrere Dienste auf Ihrem Server betreiben möchten, kann eine Virtualisierungslösung wie [Proxmox](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/proxmox/) sinnvoll sein. Bei einem [Proxmox-Fileserver](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/proxmox-fileserver/) installieren Sie Ubuntu als virtuelle Maschine auf Proxmox VE und konfigurieren das System dort als Samba-Fileserver. Das erleichtert Wartung, Backups und spätere Erweiterungen.

## Schritt 3: System aktualisieren

Nachdem Sie Ubuntu 24.04 vorbereitet und sich für einen Servertyp entschieden haben, kann die eigentliche Installation beginnen. In den folgenden Schritten richten wir einen Fileserver mit [Samba](https://www.ionos.at/digitalguide/server/konfiguration/samba-server-plattformuebergreifendes-netzwerk/) ein. Die freie Software-Suite ermöglicht den Zugriff auf Dateien von Windows-, macOS- und Linux-Systemen.

Aktualisieren Sie hierzu zunächst Ihr System und installieren Sie die benötigten Pakete:

```bash
sudo apt update
sudo apt upgrade -y
sudo apt install samba -y
```

Nach der Installation läuft der Samba-Dienst in der Regel automatisch. Sie können den Status jedoch sicherheitshalber mit folgendem Terminalbefehl prüfen:

```bash
systemctl status smbd
```

[![Bild: Statusmeldung „active“ des Samba-Dienstes](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/_processed_/0/8/csm_ubuntu-fileserver-status-smbd_d76b940f05.webp "Statusmeldung „active“ des Samba-Dienstes")](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2026/ubuntu-fileserver-status-smbd.jpg) Der Samba-Dienst sollte als Statusmeldung „active (running)“ anzeigen. ## Schritt 4: User für den Fileserver anlegen

Legen Sie ein Nutzerkonto an, das auf den Fileserver zugreifen darf. Wir nennen das Konto in diesem Beispiel `fileserveruser`, Sie können aber jeden Usernamen wählen, der Ihnen passend erscheint. Folgen Sie dem Installationsdialog und legen Sie ein [sicheres Passwort](https://www.ionos.at/digitalguide/server/sicherheit/sensible-daten-durch-ein-sicheres-passwort-schuetzen/) fest:

```bash
sudo adduser fileserveruser
```

[![Bild: Samba-User erstellen](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/_processed_/8/0/csm_ubuntu-fileserver-add-samba-user_dc068b8052.webp "Samba-User erstellen")](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2026/ubuntu-fileserver-add-samba-user.jpg) Bei der Erstellung eines Users werden Sie durch den Prozess geleitet. Damit der User auf den Fileserver zugreifen kann, muss er zusätzlich zur Samba-Benutzerdatenbank hinzugefügt werden. Dabei legen Sie gleichzeitig ein Passwort fest:

```bash
sudo smbpasswd -a fileserveruser
```

## Schritt 5: Freigabeordner erstellen

Erstellen Sie nun den Ordner, der später als Netzwerkfreigabe dient. Hier werden alle Dateien hinterlegt, die geteilt werden sollen:

```bash
sudo mkdir -p /srv/fileserver
```

Anschließend vergeben Sie die passenden Zugriffsrechte:

```bash
sudo chmod 775 /srv/fileserver
```

Damit der angelegte User auch tatsächlich Schreibrechte für den Ordner erhält, müssen Sie die Besitzrechte des Verzeichnisses entsprechend anpassen:

```bash
sudo chown fileserveruser:fileserveruser /srv/fileserver
```

## Schritt 6: Samba konfigurieren

Um Ihren Fileserver unter Ubuntu 24.04 zu betreiben, müssen Sie in einem nächsten Schritt Samba konfigurieren. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, vor dieser Konfigurationsdatei ein Backup anzulegen. Anschließend öffnen Sie die Samba-Konfigurationsdatei mit dem Editor Ihrer Wahl. Wir verwenden den Editor nano:

```bash
sudo nano /etc/samba/smb.conf
```

Scrollen Sie ans Ende der Datei und fügen Sie folgenden Abschnitt hinzu:

```txt
[Fileserver]
path = /srv/fileserver
browseable = yes
read only = no
guest ok = no
valid users = fileserveruser
create mask = 0664
directory mask = 0775
```

[![Bild: Screenshot der Samba-Konfigurationsdatei](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/_processed_/b/6/csm_ubuntu-fileserver-config_5211b3614f.webp "Screenshot der Samba-Konfigurationsdatei")](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2026/ubuntu-fileserver-config.jpg) In der Konfigurationsdatei von Samba definieren Sie die Konfiguration für Ihren Fileserver. Dieser Konfigurationsabschnitt definiert eine Samba-Freigabe mit dem Namen „Fileserver“, über die der Ordner `/srv/fileserver` im Netzwerk bereitgestellt wird. Nutzerinnen und Nutzer können die Inhalte sehen und verändern, allerdings ist der Zugriff nur für den angegebenen User `fileserveruser` erlaubt, da anonyme Zugriffe deaktiviert sind. Dadurch stehen die Dateien im Netzwerk zur Verfügung, bleiben aber gleichzeitig **vor unberechtigtem Zugriff geschützt**.

Speichern Sie die Datei und schließen Sie den Editor.

Hinweis Aus Sicherheitsgründen ist es empfohlen, SMBv1 zu deaktivieren. Hierfür können Sie in der `[global]`-Sektion in der Konfigurationsdatei einfach den Eintrag `min protocol = SMB2` setzen, damit mindestens SMBv2 verwendet wird.

## Schritt 7: Samba neu starten

Damit die Änderungen wirksam werden, starten Sie den Dateifreigabedienst (`smbd`) und den Namensauflösungsdienst (`nmbd`) mit dem nachfolgenden Befehl neu. Vorher empfiehlt es sich, die Konfiguration mit `testparm` zu überprüfen, um Fehler zu vermeiden.

```bash
sudo testparm
sudo systemctl restart smbd nmbd
```

Hinweis Falls auf Ihrem System eine Firewall aktiv ist, müssen Sie den Zugriff mit dem Kommando `sudo ufw allow Samba` erlauben.

## Schritt 8: Verbindung zum Fileserver herstellen

Nun können Sie auf den Fileserver zugreifen und die freigegebenen Dateien im Netzwerk nutzen. Je nach Betriebssystem erfolgt die Verbindung etwas unterschiedlich.

Öffnen Sie **unter Windows** den Datei-Explorer und geben Sie in die Adresszeile die Netzwerkadresse des Fileservers ein:

```txt
\\IP-ADRESSE\Fileserver
```

Beim ersten Zugriff werden Sie zur Eingabe von Benutzername und Passwort aufgefordert. Verwenden Sie dafür die zuvor angelegten Samba-Zugangsdaten. Danach können Sie Dateien wie in einem normalen Ordner öffnen, speichern oder bearbeiten.

Auch **unter macOS** ist die Verbindung nicht schwer. Öffnen Sie einfach den Finder und wählen Sie im Menü „Gehe zu“ → „Mit Server verbinden“. Anschließend geben Sie die Serveradresse im Format `smb://IP-ADRESSE/Fileserver` ein. Nach der Anmeldung mit Benutzername und Passwort wird die Freigabe als Netzlaufwerk eingebunden und erscheint im Finder.

**Unter Linux** installieren Sie auf dem Client-System zunächst das Paket `cifs-utils`. Anschließend erstellen Sie einen lokalen Einhängepunkt und binden die Samba-Freigabe dort ein:

```bash
sudo apt install cifs-utils
sudo mkdir -p /mnt/fileserver
sudo mount -t cifs //IP-ADRESSE/Fileserver /mnt/fileserver -o username=fileserveruser
```

Nach Eingabe des Passworts ist der Fileserver im Ordner `/mnt/fileserver` verfügbar und kann wie ein lokales Verzeichnis verwendet werden.


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