# SPF-Record verstehen und Check durchführen

Um als Empfängerin oder Empfänger einer E-Mail festzustellen, ob betreffende Mail tatsächlich vom deklarierten Absendenden stammt, kann das Sender Policy Framework (SPF) genutzt werden. Hiermit prüfen Mailserver die **Echtheit von Absenderadressen**. Anhand des SPF-Records können Sie dies nachvollziehen.

## Das Problem: Ist der Absender „echt“?

Theoretisch ist die Prüfung eingehender E-Mails einfach: Der empfangende Mailserver kennt ja die [Domain](https://www.ionos.at/digitalguide/domains/domaintipps/was-ist-eine-domain/) des Absenders. Beispiel: Wenn eine E-Mail von `hans.muster@gmx.com` eingeht, dann kann der Empfangende die [IP-Adresse](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/was-ist-eine-ip-adresse/) von *gmx.com* prüfen. Diese lautet *213.165.64.8* – zu finden im Mail-Header, ebenso wie die IP-Adresse des Absendenden.

Jedoch verwendet kein größeres Unternehmen nur einen einzigen Mailserver. Der Mailprovider *gmx.com* beispielsweise nutzt mehr als ein halbes Dutzend verschiedener Server. Hinzu kommt, dass viele größere Provider auf spezialisierte Mail-Filter-Server (z. B. *mailchannels.com*) zurückgreifen, um zu verhindern, dass über ihr System Spam-Mails versendet werden. Beim Empfangenden erscheint in diesem Fall die IP-Adresse des Mail-Filter-Servers und nicht diejenige des eigentlichen Absendenden.

## Die Lösung: SPF (Sender Policy Framework)

SPF ist die Abkürzung von „Sender Policy Framework“. Mit der Methode können Mailserver überprüfen, ob eine Mail, die sie empfangen, tatsächlich vom deklarierten Host-Server stammt. Dieser SPF-Record-Check wird vollautomatisch im Hintergrund durchgeführt; als Endanwenderin oder Endanwender bemerken Sie davon nichts.

Vereinfacht ausgedrückt legt das SPF fest, **welche Mailserver für die Domain Mails versenden dürfen**. Die Mailserver werden dabei über ihren Namen oder ihre IP-Adresse identifiziert.

Beispiel: Eine Mail vom Absender `hans.muster@gmx.com` darf nur über eine der folgenden IP-Adressen gesendet werden:`213.165.64.0, 74.208.5.64, 74.208.122.0, 212.227.126.128, 212.227.15.0, 212.227.17.0, 74.208.4.192, 82.165.159.0, 217.72.207.0`. Im SPF-Eintrag der Domain `gmx.com` sind also diese IP-Adressen aufgelistet. Der empfangende Mailserver kann nun prüfen, ob die IP-Adresse, die er im Header der Mail liest, auf dieser Liste steht oder nicht.

Die **Liste der autorisierten Mailserver** wird auf dem Nameserver (DNS) der sendenden Domain – in unserem Beispiel *gmx.com* – hinterlegt und kann dort von jedem empfangenden Mailserver abgerufen werden.

## Was ist der SPF-Eintrag?

Der SPF-Record wird als [DNS-Record](https://www.ionos.at/digitalguide/hosting/hosting-technik/dns-records/) in der Domänenzone des zuständigen [DNS](https://www.ionos.at/digitalguide/server/knowhow/domain-name-system/) (Namenservers) der Domain eingetragen, und zwar als [TXT-Record](https://www.ionos.at/digitalguide/hosting/hosting-technik/txt-record/). Der Eintrag enthält eine Liste der IP-Adressen, von denen Mails dieser Domain versendet werden dürfen. Hinzu kommen weitere Einträge, z. B. für die oben erwähnten Mail-Filter-Server, die eine Mail durchlaufen muss, bevor sie den Weg zum Empfänger findet. Solche „Zwischenstationen“ werden oft mit der *include*-Anweisung eingetragen. Nachstehend finden Sie eine Erläuterung der gebräuchlichsten **Parameter des SPF-Records**:

<table>
  <thead>
    <tr>
      <th><strong>Code</strong></th>
      <th><strong>Bedeutung</strong></th>
    </tr>
  </thead>
  <tbody>
    <tr>
      <td>v</td>
      <td>Version des Records; *v=SPF1* kennzeichnet die aktuell gültige Version.</td>
    </tr>
    <tr>
      <td>ip4</td>
      <td>IP-Adresse; „IP4“ ist die Bezeichnung für die wohlbekannte Form der IP-Adresse. Daneben gibt es die neuen IP6-Adressen, die jedoch noch weniger verbreitet sind.</td>
    </tr>
    <tr>
      <td>-all</td>
      <td>Alle anderen hier nicht aufgeführten Sendenden sind nicht autorisiert und sollen abgewiesen werden.</td>
    </tr>
    <tr>
      <td>include</td>
      <td>Gibt weitere Domains an, deren SPF-Eintrag ebenfalls abgerufen werden soll.</td>
    </tr>
  </tbody>
</table>

Neben dem oben aufgeführten *-all* gibt es noch die Version mit der Tilde: *~all*. Diese teilt mit, dass alle anderen Absenderinnen und Absender zwar nicht autorisiert sind, aber trotzdem akzeptiert werden sollen. Diese „Soft Fail“-Deklaration wurde ursprünglich zu Testzwecken eingeführt, ist aber heute bei verschiedenen Hosting-Providern im Gebrauch.

**Beispiel: Der SPF-Eintrag von *gmx.com***

[![Bild: Screenshot eines SPF-Records](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/_processed_/c/7/csm_spf-record_4000455cb1.webp "Screenshot eines SPF-Records")](https://www.ionos.at/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2020/spf-record.png) Beispiel eines SPF-Records anhand der Domain gmx.com  Tipp Sie nutzen IONOS E-Mail-Postfächer und möchten einen SPF-Eintrag zu Ihrer Domain erstellen? Im IONOS Hilfe-Center erfahren Sie, wie Sie [bei IONOS einen SPF-Record erstellen](https://www.ionos.de/hilfe/domains/mailserver-und-verwandte-records-konfigurieren/spam-versand-vermeiden-mit-SPF-record "SPF-Record konfigurieren").

## Den SPF-Check durchführen (SPF-Eintrag prüfen)

Ob Ihre E-Mail tatsächlich mit einem SPF-Eintrag verifiziert ist, können Sie am einfachsten mit dem Tool von *mxtoolbox* prüfen:

1. Senden Sie eine E-Mail an *ping@tools.mxtoolbox.com*.
2. Nach kurzer Zeit erhalten Sie eine Antwortmail von *abuse@mxtoolbox.com*.
3. Diese Mail gibt Ihnen ein erstes Feedback sowie einen Link zu den ausführlichen Resultaten.

Beachten Sie, dass es bis zu 24 Stunden dauern kann, bis ein SPF-Record aktiv ist. Wenn der SPF Record-Check einen Fehler meldet, wiederholen Sie den Test am nächsten Tag.

Sie können den SPF-Eintrag auch direkt in der gesendeten Mail prüfen:

1. Senden Sie eine E-Mail an sich selbst.
2. Öffnen Sie die Mail und schauen Sie sich den [Mail-Header](https://www.ionos.at/digitalguide/e-mail/e-mail-technik/e-mail-header-welche-informationen-enthaelt-er/) (Kopfzeile) bzw. den Quelltext an. Je nach Mail-Client erfolgt dies über das Menü „Ansicht“ oder über das Kontextmenü (rechte Maustaste).
3. Der SPF-Eintrag ist mit „Received-SPF“ gekennzeichnet.

Tipp Wenn Sie noch keinen E-Mail-Server besitzen, können Sie bei IONOS einen [eigenen E-Mail-Server hosten](https://www.ionos.at/office-loesungen/email-server "IONOS E-Mail-Server"). Dank höchster Sicherheitsstandards sowie SSL-Zertifikat sind Ihre E-Mails jederzeit bestmöglich gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

## Was bringt der SPF-Record? Vorteile und Nachteile

Der SPF-Record wird von immer mehr Internet-Serviceprovidern aus Sicherheitsgründen als zwingend vorausgesetzt. Dies bedeutet, dass E-Mails vom empfangenden Mailserver ohne entsprechende Autorisierung Empfängerinnen und Empfängern entweder gar nicht oder nur mit einer Warnung („unsicher“) ausgeliefert werden.

Der größte Vorteil des SPF-Records liegt in seiner **einfachen Implementierung**: Ein simpler TXT-Record genügt. Dieser kann in den meisten Fällen vom Serviceprovider automatisch erzeugt werden.

So wichtig der SPF-Record auch ist: Man darf seine Schutzwirkung nicht überschätzen.

- **SPF schützt nicht vor [Spoofing](https://www.ionos.at/digitalguide/server/sicherheit/was-ist-spoofing/)**. Ein Betrügender kann trotz SPF einen falschen Absendernamen im Mail anzeigen.
- **SPF verbessert nicht die Reputation des Absendenden**. Auch ein Spammer kann SPF verwenden.
- **SPF schützt nicht vor einem unautorisierten Mail-Sender**. Wenn jemand unautorisiert über Ihren Mailserver sendet, greift SPF nicht.

Üblicherweise wird der SPF-Record in Verbindung mit weiteren Sicherheitsmechanismen eingesetzt, insbesondere mit [DKIM](https://www.ionos.at/digitalguide/e-mail/e-mail-sicherheit/dkim-domainkeys/) und [DMARC](https://www.ionos.at/digitalguide/e-mail/e-mail-sicherheit/dmarc-erklaert/).


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